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Veröffentlicht am 29.09.2021

Ein gelungener Auftakt, bei dem noch etwas Luft nach oben ist

Die Meisterin: Der Beginn
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Ich mochte Markus Heitz durch seine früheren Werke bereits unglaublich gern.
Deshalb wanderte seine neue Mystery Thriller Reihe auch sofort auf meine Liste.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr einnehmend ...

Ich mochte Markus Heitz durch seine früheren Werke bereits unglaublich gern.
Deshalb wanderte seine neue Mystery Thriller Reihe auch sofort auf meine Liste.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr einnehmend und fesselnd.
Die Atmosphäre mystisch, düster und beklemmend.
Man bekommt hier eine bunte Vielfalt an Charakteren geboten, doch den meisten Eindruck haben bei mir Geneve, Alessandro und Dara hinterlassen.
Manche sind nicht so sehr mit Tiefe geprägt, aber was sie tun und wie sie es tun, brennt sich unwiderruflich ein. So das man direkt begeistert ist.
Dara z.b. hat keinen allzu großen Auftritt, dennoch hat mich ihre Art einfach total begeistert und mitgerissen.
Andere Charaktere wiederum hatte ich sofort wieder vergessen, weil sie mir persönlich einfach nichts gegeben haben.
Anders Geneve und Alessandro.
Ich mochte beide auf Anhieb.
Besonders Geneve hat mich mit ihrer Menschlichkeit und Wärme total mitgerissen und berührt.
Bei Alessandro wusste ich eigentlich gar nicht so genau, warum ich ihn so gern mochte, ich tat es einfach.
Vielleicht weil er etwas ehrliches und reines an sich hatte.
Insgesamt sehr greifbare und vielschichtige Charaktere. Aufgrund der Vielzahl an Protagonisten gingen einige etwas unter, weil sie nicht allzu intensiv gezeichnet wurden, was aber im Endeffekt nicht wirklich schlimm ist.

Der Einstieg fiel mir total leicht.
Die Handlung begann sofort sehr spannend und ich war direkt infiziert.
Ich mochte die Idee mit der Kirche und dem Vatikan Ermittler sehr gern. Weil es zeigt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.
Hier bilden sich enorm viele Gräben und diese haben es definitiv in sich.
Des Weiteren bekommen wir es mit der Fehde der Bugattis und Cornelius' zutun.
Zunächst kann man sich keinen Reim darauf machen, warum und weshalb das so ist. Doch der Autor versteht es meisterhaft den Hintergründen nach und nach auf die Spur zu kommen. Was enorm interessant zu beobachten ist.
Geneve will mit dem Ganzen eigentlich gar nichts zutun haben. Aber sie kann die Füße nicht still halten, weil es sie durch die Ermordung ihres Bruders unmittelbar betrifft.

Mir hat vor allem die Zusammenarbeit zwischen Geneve und Alessandro unglaublich gut gefallen.
Denn die Spannung zog dadurch immens an und es gab einfach auch richtige schöne Momente, in denen Geneves starke Persönlichkeit sehr gut hervorkam.
Probleme hatte ich anfangs mit den unterschiedlichen magischen Wesen, weil es so viel wirkte. Aber es war ein elementarer Bestandteil, da ja Geneve auch unsterblich ist. Und alles ja irgendwie miteinander zusammenhängt.
Und man gewöhnt sich irgendwann daran.
Zudem gab es ziemlich interessante und faszinierende Aspekte zu beobachten, da hätte ich mir jedoch noch eine etwas intensivere Betrachtung gewünscht.

Etwas Probleme hatte ich mit Vergangenheit und Gegenwart, da ich oft nicht wusste, wo ich jetzt eigentlich bin.
Die Erklärungen dahinter mochte ich jedoch unglaublich gern.
Dennoch hat die Story unglaublich viel Vibe und Feuer im Blut.
Durch Geneves wundervolles Wesen kommen auch die Emotionen nicht zu kurz.
Der Autor versteht es doch die ein oder andere Wendung zu erzielen, so dass die Handlung auch nicht ins stocken Gerät.
Die Story selbst hat einen runden Abschluss.
Als Auftakt dieser Trilogie hat es mir enorm gut gefallen und ich bin mega gespannt wie es weitergeht.

Fazit:
Markus Heitz bringt mit "Die Meisterin" eine etwas andere Reihe an den Start, die mich fast ausnahmslos mitgerissen und begeistert hat.
Eine alte Fehde, magische Wesen und überall lauert Tod und Gefahr.
Klingt gut, ist es auch.
Obwohl der Autor es wirklich gut ausgearbeitet hat, hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle mehr Tiefgang und Intensität gewünscht.
Fakt ist jedoch, Geneve ist eine herausragende Persönlichkeit, die mich mit ihrer Art absolut begeistert hat.
Eine gelungener und sehr nervenaufreibender Auftakt seiner Mystery Thriller Reihe, bei der jedoch noch etwas Luft nach oben ist.
Ich bin gespannt auf mehr.

Veröffentlicht am 21.09.2021

Kurz, knackig, gehaltvoll

Blutkristalle
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Zum 175jährigen Jubiläum hat sich der Knaur Verlag etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Eiskalte Thriller ,namenhafter Autoren, die dich das fürchten lehren. “Blutkristalle ” von Ursula Poznanski ist ...

Zum 175jährigen Jubiläum hat sich der Knaur Verlag etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Eiskalte Thriller ,namenhafter Autoren, die dich das fürchten lehren. “Blutkristalle ” von Ursula Poznanski ist das zweite Buch aus dieser Reihe. Mit 80 Seiten ein recht schlankes Kerlchen und perfekt für den Kaffee zwischendurch.

Der Schreibstil ist recht einfach gehalten. Aber sehr fesselnd, humorvoll und spritzig.
Im Fokus dieses Thrillers steht Wolfram, dessen Perspektive wir auch erfahren.
Wolfram ist eigentlich ein Antagonist, aber irgendwie kann man ihn nicht als das sehen.
Sehr unbeholfen und etwas schräg lebt er in seiner eigenen kleinen Welt ,in der er seinem Glück mit Ella auf die Sprünge helfen will.
Zu Ella konnte ich gar kein Bezug aufbauen, was vielleicht auch an der Kürze des Buches liegt.
Dennoch verstehen die Charaktere zu begeistern, auch wenn sie etwas flach und eindimensional gehalten sind. Bisschen mehr Ecken und Kanten hätten dem Ganzen noch mehr Auftrieb gegeben.

In die Story kam ich sehr gut hinein. Sie liest sich auch in einem Rutsch weg, weil man so viel Spaß hat, Wolfram zu begleiten.
Wenn es nicht so ernst und verstörend wäre, könnte man fast darüber lachen.
Denn Wolfram ist als Stalker unfreiwillig komisch. Zumal die Autorin mit Wortwitz und den Dialogen definitiv für sehr gute Unterhaltung sorgt.
Ich hatte definitiv meinen Spaß und musste viel Schmunzeln.
Dennoch trägt das Ganze noch eine geheimnisvolle Note, denn Wolfram hört eine Stimme in seinem Kopf, was die unterschiedlichsten Assoziationen auslöst.
Aber das, was dem Ganzen tatsächlich zugrunde liegt, hätte ich niemals erwartet, womit die Autorin eine absolut gelungene Überraschung liefert.
Ebenso hat mir das kalte Setting gefallen, es hat einfach wunderbar mit der Geschichte harmoniert.
Die Thematik war mir allerdings nicht Ernst genug, auch wenn genug Dramatik und Tragik entsteht. Da haben mir einfach noch mehr Hintergrundwissen und Details gefehlt.
Dennoch für einen Kurz Thriller absolut gelungen.
Spannung ist nonstop vorhanden und es kommt zu keiner Zeit Langeweile auf.

Fazit:
"Blutkristalle” von Ursula Poznanski ist der zweite Thriller aus der Kurz-Thriller Reihe aus dem Knaur Verlag.
Kurz, knackig, gehaltvoll.
Es ließ mir nicht die Adern im Blut gefrieren, da unser Antagonist einfach viel zu unbeholfen und unfreiwillig komisch erschien.
Geniale Dialoge mit viel Wortwitz haben es definitiv zu einem absoluten Lesevergnügen gemacht.
Dennoch hat mir ein bisschen die Brisanz bei der Thematik gefehlt.
Ein Kurzthriller der recht einfach gehalten ist und zum schmunzeln bringt, mehr aber leider auch nicht.

Veröffentlicht am 21.09.2021

ein sehr sanfter, melancholischer Start ihrer Shetland Love Reihe

Where the Roots Grow Stronger
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“Where the Roots Grow Stronger” ist der erste Band der Shetland Love Reihe aus der Feder von Kathinka Engel.
Diese Reihe dreht sich um die Schwestern Fiona, Nessa und Effie.
Mich hat das Cover direkt verzaubert, ...

“Where the Roots Grow Stronger” ist der erste Band der Shetland Love Reihe aus der Feder von Kathinka Engel.
Diese Reihe dreht sich um die Schwestern Fiona, Nessa und Effie.
Mich hat das Cover direkt verzaubert, es hat mich nicht losgelassen, so das ich ganz spontan damit begonnen habe.
Eine absolut richtige Entscheidung, denn ich mochte diesen Band rund um Fiona so unglaublich gern.

Ihr Schreibstil ist enorm fesselnd und mitreißend. Ist aber auch von der Atmosphäre her sehr drückend, rau,schmerzvoll und schwer.
Aber gerade das passt nicht nur herausragend gut zu Fiona ,sondern auch zu Shetland und den Themen.
Ihr Auftakt startet mit Fiona, der definitiv so einiges hervorbringt.
Ich mochte Fiona wahnsinnig gern. Vielleicht weil man einfach spürt, dass sie etwas innerlich zerbrochen hat und das sie darum kämpft, endlich ankommen zu können.
Doch die Vergangenheit lässt sie nicht los.
Wunden die einmal entstanden sind, lassen sich nicht ohne weiteres wieder schließen.
Man trägt es im Herzen und auf der Haut.
Unsichtbar für alle anderen und doch ist es stetig präsent und zerstört dich innerlich immer mehr.
Fiona ist verletzlich und sensibel.
Ihre Fassade mühsam hochgezogen, bekommt immer mehr Risse, bis es irgendwann einfach nicht mehr geht.
Und daneben steht Connal im Fokus.
Es hat mich überrascht wie sanft, wie melancholisch und verletzlich und getrieben dieser junge Mann war. Das er von Poesie durchzogen und deshalb auch etwas in mir berührt hat.
Dadurch erhält dieser Roman eine sehr eigene und intensive Note, die nur schmerzhaft bewusst macht, dass die Vergangenheit niemals ruht.
Jeder trägt Narben auf der Seele, die ihn verändern und einfach einen Teil davon mitnehmen.
Hierbei erfahren wir von Fiona und Connal die Perspektiven, was mir enorm gut gefallen hat. Man taucht tiefer in ihre Seele ein, erkennt was sie antreibt und belastet und man fühlt einfach nur.
Denn davon lebt dieser Roman.
Von Emotionen, die mitten ins Herz führen und einen Teil zurücklassen.
Ebenfalls bekommt man hier einen sehr guten Einblick auf Fionas Schwestern und das mochte ich so unfassbar gern. Weil sie so unterschiedlich, interessant und faszinierend sind. Insgesamt sehr authentische und greifbare Charaktere, in die man sich wunderbar hineinversetzen kann.

Für ihre neue Reihe hat Kathinka Engel ,die raue Kulisse Shetlands gewählt. Ich mochte das Setting wahnsinnig gern. Es bringt zauberhafte Momente mit sich und man fühlt sich einfach sofort geborgen und Zuhause.
Und trotzdem hat man das Gefühl von großer Weite, Einsamkeit und Stille, die dir einfach den Atem nimmt.
Traumhaft und idyllisch zugleich.
Dieser Ort vergisst nicht, doch manchmal gibt es neue Chancen, wenn man sie am wenigsten erwartet.
Mir gelang der Einstieg unglaublich gut.
Die Autorin hat einfach eine sehr einfühlsame und sanfte Art an sich, die mich sofort mitriss und die Schwere etwas abmilderte. Zudem hat mir Effie mit ihrer jugendlichen Frische, immer wieder ein Schmunzeln entlockert. Sie wird auf sehr faszinierende Art und Weise ein Anker, der alles zusammenhält und erdet.

Ich mochte die Lovestory sehr gern. Weil sie sehr leise und sanft daherkommt, aber auch mitunter etwas nervenaufreibend anmutet. Was ihm mehr Dynamik verliehen hat.
Es gibt einige Konflikte und viel Herzschmerz, was es noch intensiver und bittersüßer macht.
Noch mehr mochte ich die sehr wichtige und sensible Thematik, die hier behandelt wird
Kathinka Engel geht damit sehr feinfühlig und sanft um und zeigt einfach, dass es vielleicht nicht das Ende der Welt sein muss.
Es aber etwas in dir verändert und zerbricht.
Der Blickwinkel ändert sich. Leichtigkeit und Sorglosigkeit werden vertrieben von Angst, Verzweiflung und Schmerz.
Als Frau fühlt man so viel bei dieser Thematik und Brisanz, dass die Autorin mich damit einfach mitten ins Herz getroffen hat.
Für mich ein sehr gut gelungener Band, der aber doch die ein oder andere Herausforderung birgt, weil es eben sehr schwer und drückend ist.
Mich konnte sie absolut begeistern, auch wenn mir gerade die Poesie an der ein oder anderen Stelle etwas zuviel wurde.
Ich bin gespannt auf mehr.

Fazit:
Kathinka Engel gelingt mit “Where the Roots Grow Stronger” ein sehr sanfter, melancholischer Start ihrer Shetland Love Reihe.
Sehr drückend, schwer und tragend.
Denn diese Story wird keinesfalls von der Lovestory dominiert, vielmehr geht es um Ankommen, Loslassen und Neu Beginnen.
Mir hat dieser Auftakt sehr gut gefallen, weil sie mit einer sehr sensiblen und wichtigen Thematik aufwartet, die mich schlichtweg mitten ins Herz getroffen hat.
Denn sie zeigt auf, dass nur wichtig ist, was das Herz fühlt.
Ich bin gespannt auf mehr.

Veröffentlicht am 14.09.2021

ein herausragender Psychothriller, der mit eleganten Twists zu punkten versteht

Eine perfekte Ehe
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Als ich “Eine perfekte Ehe” von Kimberly McCreight gesehen habe, war klar, dass ich es unbedingt lesen musste.
Alleine das Cover war schon Liebe auf den ersten Blick, aber der Inhalt hat mich nur noch ...

Als ich “Eine perfekte Ehe” von Kimberly McCreight gesehen habe, war klar, dass ich es unbedingt lesen musste.
Alleine das Cover war schon Liebe auf den ersten Blick, aber der Inhalt hat mich nur noch neugieriger gemacht. Denn diese Art von Thriller trifft definitiv immer meinen Geschmack.

Die Ernüchterung folgte jedoch auf dem Fuße, denn anfangs konnte mich die Geschichte einfach überhaupt nicht packen.
Es passierte so viel und gleichzeitig gar nichts. Wodurch für mich ein paar Längen entstanden sind.
Später wurde es besser und es hat mich definitiv erreicht. Aber das dauerte seine Zeit.
Zudem wartet diese Story nicht mit besonderem Tempo auf.
Es ist sehr schwermütig und ruhig, was doch eine gewisse Herausforderung darstellt.
Ebenso müssen sich die Charaktere erst entfalten, damit man sie wirklich spüren und erkennen kann.
Im Fokus stehen Amanda und Lizzie, deren Perspektive wir auch erfahren. Aufgrund dieser Perspektiven, kann man sie ergründen, erfährt sehr viel über ihr Leben und ihre Person. Was verdammt interessant zu verfolgen war.
Denn was die Charaktere so besonders macht, ist ihre Wandelbarkeit.
Sie haben so lange an ihrer perfekten Fassade gearbeitet, dass sie bald selbst nicht mehr wissen, wer sie eigentlich sind.
Und das ist definitiv ein Aspekt, der verdammt gut ausgearbeitet wurde.
Auf den ersten Blick erscheinen die
Schönen und Reichen perfekt, sympathisch und man lässt sich nur zu gern blenden. Es wird allerdings relativ schnell klar, das Oberflächlichkeit und Perfektion alles ist, was zählt.
Die Frage ist: Wie gut kennst du deine Freunde wirklich?
Und würdest du Ihnen dein Leben anvertrauen?

Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich gut gefallen. Eindringlich und intensiv, wobei sie sehr detailliert schreibt, was mich manchmal tatsächlich etwas überfordert hat.
Ebenso toll haben mir die unterschiedlichen Zeitebenen gefallen. Denn es spielt vor Amandas Tod und danach, bis sie schlussendlich zusammenlaufen. Auf diese Art und Weise kann man vieles sehr gut nachvollziehen und vor allem die zwischenmenschlichen Aspekte sind dadurch sehr gut spürbar.
Aber je weiter man kommt, umso berührender ist auch Amandas Geschichte, die komplett aus Einsamkeit und Schmerz zu bestehen scheint.
Mir ging sie wirklich sehr nah, weil sie einfach nicht in diese perfekte Welt hineinzupassen schien.
Sie ist so verletzlich und nirgends ist ein Anker, der sie zu erden vermag.
Aber nicht nur Amanda hat ihr Päckchen zu tragen. Auch alle anderen haben Geheimnisse die nicht ans Licht kommen dürfen.
Die Autorin baut dabei richtig elegante Twists ein, die mich definitiv überrascht und erschüttert haben.
Denn hier ist rein gar nichts, wie es scheint.

Selbst dem Antagonisten muss man Respekt zollen. Überheblichkeit, Manipulation und fehlende Empathie. Anders ist das einfach nicht erklärbar. Und doch hat er mich mit seiner Wahnhaftigkeit ziemlich überrascht.
Zudem webt die Autorin hier Wendungen ein, die dem Ganzen eine völlig neuen Blickwinkel verschaffen und den Handlungsverlauf sehr nervenaufreibend gestaltet haben.
Besonders im letzten Drittel des Buches überschlagen sich die Ereignisse förmlich und man weiß gar nicht, was man glauben soll.
Die Auflösung hat mich definitiv sprachlos gemacht. Denn damit hab ich überhaupt nicht gerechnet. Zudem die Autorin immer wieder geniale Twists einbaute, die alles im Bruchteil einer Sekunde veränderten.
Alles was du zu glauben meinst, ist nicht mehr da, es offenbart sich eine Wirklichkeit die Grenzen überschreitet und das absolute Grauen offenbart.

Auch der psychologische Aspekt bleibt nicht außen vor, womit die Autorin aber auch aufzeigt, was Traumata aus Menschen machen können.
Mir es in der Seele wehgetan, weil es so entsetzlich, so erschütternd und unfassbar beklemmend war.
Die Seele ist so tief verwundet, dass sie sich mit dem schützt, was übrig bleibt.
Für mich definitiv ein herausragender Psychothriller, der zwar eine kleine Durststrecke aufweist, danach aber richtig Fahrt aufnimmt.

Fazit:
Wenn Perfektion alles ist, was zählt.
“Eine perfekte Ehe” von Kimberly McCreight ist ein Psychothriller, der etwas braucht um in Fahrt zu kommen.
Dann aber mit eleganten Twists nur so punktet.
Eine perfekte und oberflächliche Welt, die merklich Risse bekommt und einige Unzulänglichkeiten ans Licht bringt.
Ein nervenaufreibender und intensiver Thriller, der mit ernsten Themen aufwartet und gerade deswegen auch so berührt.
Absolut empfehlenswert. Auch wenn man etwas Durchhaltevermögen mitbringen muss.

Veröffentlicht am 14.09.2021

Voller Magie, Dunkelheit, Schmerz und Leid

Das Gold der Krähen
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Der Auftakt der Glory of Grave Reihe von Leigh Bardugo hat mich damals schlichtweg von den Socken gehauen.
Umso gespannter war ich auf die Fortsetzung.
Und endlich hab ich es geschafft, sie mir zu Gemüte ...

Der Auftakt der Glory of Grave Reihe von Leigh Bardugo hat mich damals schlichtweg von den Socken gehauen.
Umso gespannter war ich auf die Fortsetzung.
Und endlich hab ich es geschafft, sie mir zu Gemüte zu führen. Und ja, ich bin absolut wieder süchtig nach dieser Welt.
Die so unglaublich vielfältig und so unglaublich faszinierend ist.
Von Trauer, Schmerz und Leid erzählt und dabei so viele Aspekte wie Vertrauen, Loyalität und Freundschaft vor Augen führt.

Ich mag den Schreibstil der Autorin einfach so unfassbar gern.
Fordernd, einnehmend und mit einer wahnsinnig großen Bildgewalt versehen .
Dazu diese schmerzliche und düstere Atmosphäre, die nicht nur ihre eigene Sprache spricht, sondern auch so unfassbar viel erzählt.
Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir wieder unfassbar gut gefallen.
Obwohl man tatsächlich ziemlich viele Perspektiven erfährt, haben mich diesmal ganz besonders Wyland und Inej berührt.
Besonders Wyland hat in mir so schier viel ausgelöst und mir die Tränen in die Augen getrieben. Kaz war auch wieder klasse, da er ein sehr dominanter Charakter ist, der vor allem durch seine Stärke hervorsticht.
Aber Kaz ist eben Kaz.
Dadurch das man wirklich sehr viele Perspektiven erfährt, taucht man wahnsinnig tief in ihre Seele ein und kann ihre Gedanken und Handlungen einfach so unglaublich gut nachvollziehen.
Für mich waren sie sehr authentisch und absolut greifbar. Mit Leben gefüllt und einfach so gut zu spüren.
Tatsächlich gab es aber einen Charakter von dem ich mir gern etwas mehr Tiefe gewünscht hätte.

Obwohl Band 1 schon gefühlte Jahre her ist, dauerte es nicht so extrem lange, bis die Handlung mich wieder voll im Griff hatte.
Ist der Knoten erstmal geplatzt, möchte man am liebsten gar nicht mehr gehen.
Richtig gut hat mir gefallen, dass die Autorin auch kleine Rückblicke eingebaut hat, wodurch ein Wiedereinstieg umso mehr gelang.
Diesen Band jedoch empfand ich als sehr viel ruhiger als den ersten. Was vielleicht auch daran liegt, dass die Autorin hier auch sehr viel Wert auf die zwischenmenschlichen Aspekte legt.
Ganz besonders der Zusammenhalt von allen, fand ich einfach so großartig.
Aber durch die einzelnen Sichtweisen, wird auch näher auf die Hintergründe eingegangen, was manchmal sehr schmerzvoll und tragend ist.
Gott, in mir schwelt immer noch so unglaublich viel Wut.
Dennoch bleibt auch der Nervenkitzel nicht außen vor. Denn hier gibt es eine ganze Menge zu bestehen. Dabei werden auch Wendungen eingewoben, mit denen man nicht unbedingt rechnet, die es aber für mich umso runder gemacht haben.
Die Entwicklung der Handlung, als auch der Charaktere ist gut spürbar und tatsächlich hat mich dieser Punkt manchmal lächeln lassen.
Einziger Punkt ,da es ja das Finale dieser Dilogie ist, empfand ich das Ende doch als sehr offen.

Fazit:
Mit “Das Gold der Krähen ” geht die Glory of Grave Reihe von Leigh Bardugo in die finale Runde.
Oder doch nicht?
Mir hat dieser Band wieder so unglaublich viel Spaß gemacht.
Voller Magie, Dunkelheit, Schmerz und Leid.
Diese Welt. Ich liebe sie einfach, weil sie so vielfältig und einzigartig ist.
Hier gibt es einige Stürme zu umschiffen und der eine oder andere hat einiges dabei zu tragen.
Ein Band, der vor allem zeigt ,wie wichtig Zusammenhalt, Vertrauen und Loyalität sind.
Zusammen ist man weniger allein und so viel stärker.
Ich bin wieder absolut begeistert.
Obwohl es relativ ruhig war, so war es auch sehr nervenaufreibend und intensiv.
Und mein Herz leider immer noch.
Unbedingt lesen.