Profilbild von Geri

Geri

Lesejury Star
offline

Geri ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Geri über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.11.2021

Starker Beginn- ganz schwacher Schluss

Die Klänge der Freiheit
0

Ich muss meine Rezension für dieses Buch teilen, da ich beim Lesen das Gefühl hatte zwei verschiedene Bücher in der Hand zu halten.
Der erste Teil war fantastisch geschrieben . Die 18 jährige Inge kommt ...

Ich muss meine Rezension für dieses Buch teilen, da ich beim Lesen das Gefühl hatte zwei verschiedene Bücher in der Hand zu halten.
Der erste Teil war fantastisch geschrieben . Die 18 jährige Inge kommt als frisch gebackene Rotkreuzschwester in die Hölle von Charkow. Hier inmitten des Schreckens der Ostfront reift sie vom naiven Mädchen zu einer mitfühlenden und anpackenden Frau. Das Leid der Verwundeten und Inges Ekel vor den verschiedenen Gerüchen, dem sie sich erfolgreich stellt und ihre immer besser werdende Arbeit als Schwester waren sehr realistisch und nachvollziehbar geschildert. Auch ihr Geigenspiel, welches die ursprünglich nur für sich machte, welches aber von den Verwundeten so viel Freude brachte, war wie ein Sonnenstrahl in der Finsternis. Der sprachliche Ausdruck war angenehm, nicht mit Gefühlen übersättigt, sondern zum Teil einfach nur berichtend bzw. beobachtend.
Und dann der 2. Teil - Inge wird auf Betreiben des Oberstleutnant Preuss nach Italien versetzt um beim Aufbau eines Lazaretts in Montecassino zu helfen. Und hier beginnt die Geschichte zu kippen. Inge lernt ihre große Liebe kennen und leider hat die Autorin es aus meiner Sicht nicht geschafft, diese Liebesgeschichte in die Handlung von Inges Verpflichtung als Rotkreuzschwester zu integrieren, sondern ein platter Liebesroman beginnt. Ja Inge führt Übersichten über die neu erworbenen Gegenstände für das Lazarett, verbindet auch den einen oder anderen Verwundeten aber sonst über Seiten nur gähnende Langeweile. Es passiert nichts außer Besuchen auf dem Markt, Kochen, Abstecher zu Liebsten. Italienische Widerstandskämpfer tauchen auf, Erschießungen finden statt, Inge erfährt umwerfende Neuigkeiten über ihre Familie. All dass hätte so schön Spannung bringen können. Tut es aber nicht - mal ein Tränchen hier, gerungene Hände da, aber kein Gefühl - leider so wie im Kitschliebesroman. Also wer seichte Liebesgeschichten mag, die sich nur um die Liebenden drehen und beliebig an jeder Ort der Welt verpflanzt werden könnten, wird Zeil 2 lieben. Sonst kann man bei der Abreise aus Russland auch aufhören.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2021

Mut oder Wagemut

Sturm in die Freiheit
0

Hatte eventuell der englische Geheimdienst auch ein Attentat auf Hitler geplant und hierzu Leute nach Polen entsandt? Hier setzt die Geschichte ein.

Der gefangene U Boot Kommandant Wolf lässt sich auf ...

Hatte eventuell der englische Geheimdienst auch ein Attentat auf Hitler geplant und hierzu Leute nach Polen entsandt? Hier setzt die Geschichte ein.

Der gefangene U Boot Kommandant Wolf lässt sich auf diese Mission ein und startet mit einem bunten Mix aus Mitstreitern nach Ostpreußen, um eine Gelegenheit zu suchen, Hitler in der Wolfsschanze zu töten.

Mein Fazit:

Ich denke, es ist schwierig unter dem Gesichtspunkt der bestehenden Geschichte, solche Fiktion in einer Geschichte darzustellen und dies ist dem Autor aus meiner Sicht nur bedingt gelungen. Vor der Vielzahl der vom Autor recherchierten historischen Ereignisse bleiben die Figuren in ihrem Denken und Handeln flach (manchmal sogar sehr voraussehbar) und auch die Handlung ist für mich nicht immer stimmig. Ich denke etwas weniger an historischen Schauplätzen und Handlungen, die die Hauptperson Wolf erlebt, und diese dann tiefgründiger aufgebaut, hätten dem Roman gut getan. Der Schreibstil ist sehr knapp gehalten. Das hat ein übriges getan, dass ich keine Verbindung zu irgendeiner Person aufbauen konnte. Somit kann ich dieses Buch nur bedingt empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.08.2021

Wen liebt Luce und wen noch?

LUCE
0

Luce, die Hauptperson der Geschichte, besucht mit ihrem besten Freund eine Party, die ihr bisheriges Leben radikal verändern wird. Sie trifft hier Mel, deren Bruder Jason, wird auf ihrem Nachhauseweg von ...

Luce, die Hauptperson der Geschichte, besucht mit ihrem besten Freund eine Party, die ihr bisheriges Leben radikal verändern wird. Sie trifft hier Mel, deren Bruder Jason, wird auf ihrem Nachhauseweg von einem Monster angegriffen und von Jason gerettet. Es stellt sich heraus, Luce ist eine Magierin, welche ein wichtiges Artefakt finden muss. Ihre neuen und ihr alter Freund helfen ihr, mit ihren neuen Fähigkeiten umzugehen und begleiten sie auf ihre Mission.

Positiv an der Geschichte hervorzuheben, ist deren Grundidee. Das Reisen in verschiedene Welten ist wunderbar. Die Welten und auch Luce‘s Heimatstadt sind ganz bezaubernd beschrieben. Hier zeigt sich das große Potential der Autorin.

Überhaupt nicht gefallen, hat mir die Aussrbeitung der Hauptdarstellerin Luce. Sie bleibt zum einen total blass und seicht und für ihre 18 Jahre handelt sie wie ein verwöhntes Kind. Allein die Art, wie sie mit ihrem bis dahin einzigen Freund Jules umgeht, finde ich furchtbar. Und auch dann, als Luce das Artefakt Sicht und die Zeit drängt, hat sie mehr mit sich und ihrem Liebesleben zu tun. Die Grau hat mich irgendwann immens genervt.

Das Ende ist ein riesiger Cliffhänger. Musste das sein?
Ansonsten gibt es mehrere Rechtschreibfehler und die Formatierung auf den Seiten wechselt ab und an, was ich irritierend fand.

Ich hoffe, dass die Handelnden in den nächsten Bänden charakterlich reifen werden und nicht so viele Klischees ausgewalzt werden. Ich denke, davon würde die ganze Geschichte sehr profitieren. Das schreiberische Potential ist riesig, nun muss es nur noch in die Handlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2026

Ich hätte mehr erwartet

To Cage a Wild Bird
0

Die Idee fand ich sehr spannend. Ein Teil der Bevölkerung Arm, der andere reich. Wer gegen irgendeine Regel verstößt, landet im Gefängnis Dividim. Die Gefangenen werden von den Reichen ausgesucht, ...

Die Idee fand ich sehr spannend. Ein Teil der Bevölkerung Arm, der andere reich. Wer gegen irgendeine Regel verstößt, landet im Gefängnis Dividim. Die Gefangenen werden von den Reichen ausgesucht, um dann von ihnen wie Wild gejagt und erlegt zu werden. Als Ravens kleiner Bruder verhaftet wird, lässt sich die Kopfgeldjägerin ebenfalls festnehmen um ihm beizustehen. So weit so gut. Leider ist die Geschichte ab dem Gefängnisteil aus meiner Sicht zusammengebrochen. Am Anfang war es interessant, den Gefängnisalltag und die Hierarchien kennenzulernen und die ersten Jagden mitzuerleben bzw. den Hass nachzuvollziehen, der Raven dort entgegenschlug. Hat sie doch mehrere Insassen selbst dorthin gebracht. Aber dann lief die Geschichte mit Längen dahin. Auch die Handlungen von Vale dem Wärter, der Raven hilft, wurden vorhersehbar und das Ganze driftete in die Richtung Spice und Liebesgeschichte ab. Man brauchte ab der Mitte des Buches eigentlich keine hellseherischen Fähigkeiten um die weitere Handlung vorherzusagen. Dieser Mangel an Unvorhergesehenen hat mich richtig gestört und das ist auch der Unterschied zu den „Tributen von Panem“, die aus meiner Ansicht um Welten besser sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.12.2025

Nicht meins

Rabid
0


Zuallererst möchte ich betonen, dass die Triggerwarnungen unbedingt ernst genommen werden sollten. In diesem Buch wird nichts ausgelassen - alle Abgründe der menschlichen Seele werden gezeigt. ...


Zuallererst möchte ich betonen, dass die Triggerwarnungen unbedingt ernst genommen werden sollten. In diesem Buch wird nichts ausgelassen - alle Abgründe der menschlichen Seele werden gezeigt. Leider ist die Handlung aus meiner Sicht viel zu kurz gekommen. Weder wurde die Hauptperson Seneca aufgebaut und weiterentwickelt, noch konnte ich in ihrer Beziehung zu ihrer Wölfin eine Art von Glaubwürdigkeit finden. Sie hat den Wolfsgeist aufgenommen, aber aus meiner Sicht gar keine Bindung zugelassen. Auch hat mich gestört, dass die gesamte Handlung in einem kurzen Zeitablauf stand und somit offene Fragen, Beziehungen im Ruin-Falls-Rudel und zu deren Alpha ziemlich gekünstelt wirkten. Offene Fragen wurden durch Spice überbrückt und der macht gefühlt ein Drittel des Buches aus. Es gab wenig Momente, wo mir die Geschichte gefallen hat. Einer davon war die Flux-Zeremonie im Ruin-Falls-Rudel - hier haben die Autoren gefühlvoll geschrieben und eine zärtliche Stimmung erzeugt. Aber sonst war mir alles zu schnell und zu viel. Leider gar nicht meins.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere