Zum Schmunzeln und Weinen - genau wie das Leben
Drei Frauen, vier Leben"Drei Frauen, vier Leben" ist die Fortsetzung "Drei Frauen am See". Überrascht bin ich von der dargebotenen Themenvielfalt zumal die Handlung in "Drei Frauen am See" stimmig abgeschlossen wurde, so daß ...
"Drei Frauen, vier Leben" ist die Fortsetzung "Drei Frauen am See". Überrascht bin ich von der dargebotenen Themenvielfalt zumal die Handlung in "Drei Frauen am See" stimmig abgeschlossen wurde, so daß es auch allein stehen könnte. Die Hauptfiguren kann ich förmlich vor mir sehen, erlebe ihre jeweiligen Charakter und Eigenheiten. Im Leben gestanden, hat eine jede trotzdem ihr Päckchen zu tragen. Durch die erfolgreiche Aussöhnung besteht nun die Möglichkeit einer Annäherung, besserem Miteinander und gegenseitiger Unterstützung, was in dem Buch gelungen abgefasst ist. Das in relativ kurzer Zeit so viele Probleme angegangen und recht unkompliziert gelöst werden erscheint mir etwas unrealistisch. Das Leben verläuft nicht immer so gerade und mitunter dauert es auch eine Weile, bis es wieder aufwärts geht. So stimmig wie das Buch in den ersten zwei Dritteln war, ist es mir zum Abschluss einfach ein bisschen "too much" und zu harmonisch. Leider scheint dieses Ende nun dazu angelegt, einen Folgeband anschließen zu lassen. Das finde ich schade, denn es wird immer schwieriger an das Niveau des ersten Teils anzuknüpfen. Anfänglich dachte ich, es sei hiermit gelungen, zum Ende hin war mir dann alles doch etwas zu wenig. Irgendwann ist zu einer Thematik alles gesagt, und eine Fortsetzung wirkt dann künstlich in die Länge gezogen und nur des Erfolges wegen fortgesetzt.
Zur Sprecherin Katja Danowski bin ich etwas zwiegespalten. Die extremen, überspitzten Charaktere liegen ihr definitiv mehr. Esther und Coco finde ich, genau wie Steffi zwar (etwas) nervig, jedoch gut getroffen. Ansonsten wirkt ihre Stimme im Großen und Ganzem eher dahinplätschernd.
Für mich somit ein Buch, das man einmal lesen/hören kann.