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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2021

Valerie

Die Maskenbildnerin von Paris
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Ich muss gestehen das ich beim Anblick des Covers und des Titels an einen Roman gedacht habe, in dem es um eine junge Frau geht, die in Paris ihr Glück als Maskenbildnerin am Theater sucht. Nun so ist ...

Ich muss gestehen das ich beim Anblick des Covers und des Titels an einen Roman gedacht habe, in dem es um eine junge Frau geht, die in Paris ihr Glück als Maskenbildnerin am Theater sucht. Nun so ist es nicht. Valerie, so der Name der Titelfigur, fertigt Masken an, nur haben diese absolut nichts mit dem Theater zu tun. Nein sie sind viel wichtiger den es geht um Masken für Kriegsversehrte.

Allerdings nimmt dieser Teil von Valeries Leben ein. Der Roman erzählt in einem wunderschönen Erzählstil die Geschichte einer jungen Künstlerin und wie sich ihr Leben und das der ganzen Kunstszene von Paris während des ersten Weltkrieges verändert. Wir erleben wie dieser schreckliche Krieg die Welt verändert und wie auch die Menschen die zu Hause blieben darunter litten.

Er erzählt aber auch eine emotionale Liebesgeschichte, die mich zu Tränen gerührt hat. Für mich überzeugt der Roman vor allen durch lebensnahe Charaktere und der Liebe zum Detail der Autorin. So gibt es viele kleine Szenen, die den Roman zu etwas besonderem machen

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Veröffentlicht am 16.10.2021

Das richtige Gespür für den perfekten Duft

Das Haus der Düfte
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Der Titel dieses Romanes passt perfekt zur Geschichte. Die Autorin versteht es einfach perfekt die Welt der Düfte und Aromen zu beschreiben und so hatte ich beim Lesen des Buches immer wunderbare Gerüche ...

Der Titel dieses Romanes passt perfekt zur Geschichte. Die Autorin versteht es einfach perfekt die Welt der Düfte und Aromen zu beschreiben und so hatte ich beim Lesen des Buches immer wunderbare Gerüche in der Nase.

Der Roman erzählt die Geschichte von Anouk die in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts davon träumt Parfüms zu kreieren. Doch ohne Ausbildung ist es fast unmöglich in Paris eine Anstellung zu finden. Doch dann lernt sie Stephane kennen. Er ist Sohn der Girards, ihnen gehört eine bekannte Duftwerkstatt in Grasse. Um die Geschichte der Girards zu verstehen wird in einem zweiten Erzählstrang deren Geschichte erzählt. Diese beginnt 1890 mit Florance und Honrace. Sie eine Lavendelpflückerin und er Sohn eines Gerbera, vereint in ihrer Liebe und dem Wunsch eine Parfümerie zu eröffnen.

Der Wechsel zwischen den verschiedenen Zeiten und Charakteren hat mir sehr gut gefallen, so hat man eine komplexe Geschichte von vielen Seiten erfahren und konnte sich einige Ereignisse in der späteren Zeit gut erklären. Manchmal gab es allerdings ein paar zu viele Zufälle, die allerdings notwendig waren, um die Geschichte zu erklären.

Wie schon anfangs erwähnt, mag ich vor allem die Art der Autorin Dinge, Orte und Düfte zu beschreiben. Sowohl Paris als auch Grasse habe ich noch nie besucht, hatte aber beim Lesen stets Bilder im Kopf. Genau so ging es mir mit den Düften, da hatte ich sofort den Duft von Lavendel in der Nase und den von erlesen Parfüms.

Alles in allem eine Familiengeschichte voller guter Gerüche und spannender Entwicklung.

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Veröffentlicht am 06.10.2021

Frauen in den zwanziger Jahren

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein großer Rausch
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Die Reihe rund um die Polizeiärztin Magda Fuchs geht in die zweite Runde. Mit ihr geht es in das pulsierende Berlin der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. In ihrem Beruf erlebt sie weiter die Schrecken ...

Die Reihe rund um die Polizeiärztin Magda Fuchs geht in die zweite Runde. Mit ihr geht es in das pulsierende Berlin der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. In ihrem Beruf erlebt sie weiter die Schrecken und dunklen Seiten der Stadt. Nebenbei eröffnet sie eine Praxis für Frauenheilkunde. Hier gerät sie schnell an die Grenzen ihres Gewissens.
Neben Magda treffen wir noch auf andere junge Frauen die stellvertretend für die jungen Frauen jener Zeit stehen. Wir haben Doris die Tänzerin die einen schlimmen Albtraum erlebt. Celia die sich die Frage stellt, ob sie ihre Freiheit für den Mann den sie liebt aufgibt. Ina die sich mit Leib und Seele um die vergessen Kinder der Stadt kümmert und noch einige mehr.

Der Roman katapultiert uns mitten in das rasante Leben in Berlin vor gut hundert Jahren. Wir erleben auf der einen Seite den Glanz der Großstadt und auf der anderen Seite Armut, Verzweiflung und Frauen die völlig von ihren Männern abhängig sind.
Wie schon im ersten Teil haben mir besonders die Einblicke in die Polizeiarbeit und die Medizin der Zeit gefallen. Aber auch das Leben der Menschen war anhand der Charaktere so nachgebildet,das ich mich in die Figuren hineinversetzen konnte. Großartige Frauen in einer spannenden Stadt.

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Veröffentlicht am 05.10.2021

Elise auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit

Atelier Rosen
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Elise ist eine junge Frau, die zusammen mit ihrer Mutter ein Putzmacher-Atelier betreibt. Ihre Hautkreationen sind beliebt und bekannt. Eigentlich führt Elise ein glückliches Leben, doch dann verliebt ...

Elise ist eine junge Frau, die zusammen mit ihrer Mutter ein Putzmacher-Atelier betreibt. Ihre Hautkreationen sind beliebt und bekannt. Eigentlich führt Elise ein glückliches Leben, doch dann verliebt sie sich in den Verlobten ihrer Freundin Sybilla und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Zudem beschäftigt sie die Frage nach ihrem Vater, aus der ihre Mutter ein großes Geheimnis macht.

Der Roman erzählt in erster Linie Elises Geschichte und dich lernen wir viele Menschen in ihrem Umfeld kennen und lieben. Das große Potential dieses Buches sind für mich, die mit viel Liebe zum Detail beschriebenen Figuren. Sei es nun der gewitzte Moritz, die adelige Sybilla oder die Mitglieder des Ateliers.
Die Geschichte des Romans ist in einem flüssigen Stiel geschrieben und erzählt von Liebe, Freundschaft und den Folgen der falschen Liebe. Dazu kommt Elises Suche nach ihren Wurzeln, die dem Roman ein wenig Spannung bringt.

Der historische Hintergrund ist in diesem Roman gut recherchiert und durch geschichtliche Ereignisse und bildgetreue Beschreibungen machen die Vergangenheit lebendig.

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Veröffentlicht am 30.09.2021

Was der Krieg aus Freunden macht

Berlin Friedrichstraße: Novembersturm
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Berlin - zwanziger Jahre- fünf Freunde

Im Berlin der Nachkriegszeit versuchen fünf junge Menschen ihr Leben zu leben. Einst waren sie Kindheitsfreunde, doch der Krieg hat alles verändert. Robert und Luise ...

Berlin - zwanziger Jahre- fünf Freunde

Im Berlin der Nachkriegszeit versuchen fünf junge Menschen ihr Leben zu leben. Einst waren sie Kindheitsfreunde, doch der Krieg hat alles verändert. Robert und Luise heiraten, obwohl Luise einst mit Johannes verlobt war, doch der gi!t als vermisst und alle halten ihn für tot. Doch am Tag der Hochzeit kehrt er zurück... Dann ist da noch Ilse, Johannes Schwester, die sich zu Frauen hingezogen fühlt und Ella die im Gegensatz zu den Anderen aus armen Verhältnissen stammt und so nie wirklich dazugehôrte...

Der Roman ist ein perfekter Spiegel der Zeit, authentisch und gut recherchiert erzählt er die Geschichte der Stadt und der fünf Freunde. Anhand der unterschiedlichen Charaktere erleben wie die viele Facetten der Stadt und der Zeit. Wir treffen auf bekannte Personen, die der Zeit ihren Stempel aufgedrückt haben. Aber wir erleben auch die ganz normalen Schicksale der ganz normalen Menschen.

Ulrike Schweikert schafft es uns eine interessante Epoche näher zu bringen und erzählt dabei genauso von der politischen Situation, wie von gesellschaftlichen Ereignissen und der Lust der Menschen nach dem Krieg wieder zu leben.

Nicht zu vergessen ist aber auch die emotionale Geschichte rund um Johannes, Robert, Luise, Inge und Emma. Tolle Charaktere über die ich gerne mehr lesen möchte.

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