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Veröffentlicht am 12.10.2021

Ein neuer Fall für Vierziger

In der Fremde
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Ein schweres Ereignis hat Josef Vierziger veranlasst, sich in Apulien niederzulassen. Er liebt die Abgeschiedenheit seines Hauses. Eines Tages taucht ein schwer verletzter Afrikaner bei ihm auf und er ...



Ein schweres Ereignis hat Josef Vierziger veranlasst, sich in Apulien niederzulassen. Er liebt die Abgeschiedenheit seines Hauses. Eines Tages taucht ein schwer verletzter Afrikaner bei ihm auf und er pflegt ihn. Bei seinen Nachforschungen, was mit Jacobo passiert ist, kommt er einem Geheimnis auf die Spur. Ist der ehemalige Kommissar jetzt in Gefahr?

Der Autor Joseph Lemark beleuchtet nicht nur die Sonnenseite Apuliens. Nein, er macht auf die Nöte der Flüchtlinge aufmerksam. Gleichzeitig aber auch die Ängste der Einwohner.
Anfangs gibt es viele Handlungsstränge und man ahnt nicht, was dahintersteckt.
Josef wird gut beschrieben. Er scheut keine Gefahr um hinter das Geheimnis zu kommen. Kochen tut er sehr gerne und liebt sein neues Heim.
Hier geht es um Macht, Gier, Mafia, Drogen und Erpressung und Josef gerät zwischen die Fronten.
Da das Buch in Italien spielt, wurden viele Wortwendungen und Wörter in Italienisch verwendet. Am Ende des Buches gibt es ein Glossar mit Übersetzungen. Da ich ein wenig die Sprache beherrsche, war es für mich einfach alles zu verstehen. Im anderen Fall wäre es mir zu lästig gewesen, immer die Übersetzung zu suchen. Das hätte meinen Lesefluss beeinträchtigt.

Fazit: Der Krimi besticht durch seine bildliche Sprache. Mir hat ein wenig Spannung gefehlt, er hat mich dennoch gut unterhalten.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne

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Veröffentlicht am 07.10.2021

Ein solider Regionalkrimi

Tödliches Cannstatter Zuckerle
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Beim Cannstatter Weinberghäusle wird eine Leiche geborgen. Kurz darauf wird ein junges Mädchen vermisst.
Die Stuttgarter Kommissare Jens Hurlebaus und Bianca Walter stellen fest, dass der Tote der Lehrer ...


Beim Cannstatter Weinberghäusle wird eine Leiche geborgen. Kurz darauf wird ein junges Mädchen vermisst.
Die Stuttgarter Kommissare Jens Hurlebaus und Bianca Walter stellen fest, dass der Tote der Lehrer der vermissten Kiara war.
Bei den Ermittlungen gibt es einige Verdächtige und die Suche gestaltet sich schwierig. Viele Wege führen zunächst in eine Sackgasse, aber dann führt einer sie zu Mittelalterfeiern. Werden sie dort Kiara lebend finden?

Dies ist ein Regionalkrimi von Jochen Bender. Es gibt viele Handlungsstränge, die zunächst nichts miteinander zu tun haben. Der Autor führt den Leser dabei durch einige Wendungen auf die falsche Fährte.
Die Charaktere sind ausgereift. Mir haben Jens, Bianca und Olga sehr gut gefallen. Auch die Mittelalter-Rituale sind gut beschrieben.
Der Schreibstil ist flüssig. Allerdings bleibt die Spannung ein wenig auf der Strecke und nimmt erst gegen Ende an Fahrt auf. Bis zum Ende rätselt man mit, wer der Täter ist.
Vieles wird in der Ich-Form Hurlebaus berichtet, was etwas ungewohnt ist, wenn Teile des Buches aus Sicht des Kommissars berichtet wird.
Schön fand ich, dass der schwäbische Dialakt hier angewandt wird, aber es bleibt dezent.

Fazit: Mein erstes Buch des Autors war Dienstage & Silvester und ich muss sagen, dass hier eine positive Steigerung festzustellen ist. Ein solider Regionalkrimi mit Lokalkolorit haben mich letztendlich überzeugt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne

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Veröffentlicht am 30.09.2021

Atemlos in Hannover

Atemlos in Hannover
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Nadine Odem liebt leidenschaftlich Geocaching. Sie hat sich eine Route ausgearbeitet und macht sich auf den Weg. Leider wird sie dabei gestört und heimtückisch ermordet.
Kriminaloberkommissarin Andrea ...



Nadine Odem liebt leidenschaftlich Geocaching. Sie hat sich eine Route ausgearbeitet und macht sich auf den Weg. Leider wird sie dabei gestört und heimtückisch ermordet.
Kriminaloberkommissarin Andrea Renner bekommt den neuen Kollegen Raffael Störtebecker und beide werden mit den Ermittlungen beauftragt.
Kurz darauf nimmt der Täter Kontakt mit der Polizei auf und kündigt den nächsten Mord an und kurz darauf gibt es eine Leiche, die die gleichen Tötungsmerkmale aufweist.
Ein Zusammenhang zwischen den Frauen ist zunächst nicht erkennbar. Wird er wieder zuschlagen oder gelingt es den Kommissaren den Täter zu stoppen?

Dies ist ein Psychothriller von Thorsten Sueße und der Schauplatz ist Hannover.
Andrea gefällt mir gut, aber mit Störtebecker wurde ich nicht warm. Man erfährt allgemein noch zuwenig von den Hauptakteuren. Sie sind noch ein wenig blass, aber ich gehe von einer Fortsetzung aus und dann wird sicher näher darauf eingegangen.
Der Schreibstil wirkt auf mich ein wenig nüchtern. Der Plot dagegen ist sehr gut und die bildhafte Sprache auch.
Es wird meist aus Sicht des Täters berichtet, sodass man immer genau weiß, was er vorhat. Bis zum Ende rätselt man mit, wer dahintersteckt. Ich war dann ganz überrascht, denn damit hätte ich nicht gerechnet.

Fazit: ein sehr guter Plot mit einem Täter, den man nicht im Visier hatte, haben mich letztendlich überzeugt.
Von mir gibt es 4 Sterne

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Veröffentlicht am 23.09.2021

Eine Krimikomödie mit skurrilen Figuren

Kommissar Norbert Hübner ermittelt / WAS FÜR EIN SCHEISSTAG
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Kommissar Hübner ist stolz auf seine kleine Stadt, denn es passieren außer Diebstähle nichts Aufregendes.
Er freut sich bereits auf die baldige Pensionierung, als er mit einer Leiche konfrontiert wird. ...



Kommissar Hübner ist stolz auf seine kleine Stadt, denn es passieren außer Diebstähle nichts Aufregendes.
Er freut sich bereits auf die baldige Pensionierung, als er mit einer Leiche konfrontiert wird. Noch nie hatte er in einem Mord ermittelt und verhält sich dementsprechend. Verstärkung bekommt er von der engagierten Kommissarin Katharina. Sie ist sehr motiviert und birgt ein Geheimnis. Wird es ihnen gelingen, den Mord aufzuklären?

Bisher kenne ich das Autorenduo Svarlen Edhor mit ihren skurrilen Geschichten rund um Brausesee. Dies ist ihr erster Krimi und er ist gut gelungen.
Im Vordergrund stehen außergewöhnliche Charaktere mit ihren Eigenarten. Norbert ist übergewichtig, kurz vor der Pensionierung und Aufregung ist im zuwider. Bei den Ermittlungen tritt er nicht nur einmal ins Fettnäpfchen.
Die ausgezeichnete bildliche Darstellung lassen uns das Ganze gut vor Augen sehen.
Auch hier steht die Satire und skurrilen Figuren im Fokus. Vieles hat mich schmunzeln lassen.
Ein wenig überzeichnet ist die Geschichte, aber gerade das macht das Buch aus.

Fazit: eine nicht ganz ernst gemeinte Krimikomödie mit skurrilen Figuren, Satire und bildliche Sprache führen zu einem sehr guten Lesegenuss.
Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne

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Veröffentlicht am 28.08.2021

Eine gelungene Fortsetzung mit dem Sektenführer Oswald Franz

Die Sekte - Deine Welt steht in Flammen
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Franz Oswald hat sich nach seinem Schlaganfall so weit erholt und überredet Julia an seinem neuen Projekt auf der Insel Dimö teilzunehmen.
Trotz heftiger Reaktionen ihrer Eltern und Thors Bedenken macht ...


Franz Oswald hat sich nach seinem Schlaganfall so weit erholt und überredet Julia an seinem neuen Projekt auf der Insel Dimö teilzunehmen.
Trotz heftiger Reaktionen ihrer Eltern und Thors Bedenken macht sie sich auf den Weg. Sie möchte für das Onlinemagazin MODA exklusiv aus Dimö berichten.
Franz möchte ein Requiem inszenieren und unbedingt Julia dabei haben. Franz wäre nicht Franz, wenn er nicht dabei Hintergedanken hätte.
Was er sich dabei ausgedacht hat, zeigt uns mal wieder die dunkle Seite von Franz.

Dies ist der vierte Teil um den Sektenführer Franz Oswald. Diesmal spielt Julia eine große Rolle. Franz hat sich nach seinem Schlaganfall geändert und spürt zum ersten Mal echte Gefühle. Das hält ihn aber nicht ab, schreckliche Experimente durchzuführen.
Franz hat nach wie vor auf alle Menschen eine große Anziehungskraft und ist und bleibt aber ein Psychopath ohne Gewissen. Er ist ein Meister der Manipulation.
Julia ist gleichermaßen fasziniert und abgestoßen.
Es wird abwechselnd aus der Sicht von Franz und Julia berichtet, sodass man die Gefühlswelt und die Vorhaben hautnah spürt.
Auch die bildhafte Darstellung, wie die neblige Stimmung auf Dimö, hat die Autorin sehr gut eingefangen.
Obwohl das Buch über 500 Seiten hat, wurde es nie langweilig. Allerdings ist dieser Teil nicht ganz so spannend.
Ich empfehle auf jeden Fall erst die vorherigen Bücher zu lesen, um die Entwicklung und Vorgänge richtig zu verstehen.

Fazit: wieder ein gelungenes Buch über den Sektenführer, mit hervorragenden Charakteren und einer bildgewaltigen Sprache haben bei mir zu einem sehr guten Lesegenuss geführt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4,5 Sterne

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