Eine Geschichte, die niemand erleben will
Kleine PalästeHanno kehrt zurück in sein Elternhaus, wo er seit 28 Jahren nicht mehr war - er ging damals als junger Mann im Streit mit seinem Vater. Nun ist dieser schon seit längerem dement und auch körperlich ein ...
Hanno kehrt zurück in sein Elternhaus, wo er seit 28 Jahren nicht mehr war - er ging damals als junger Mann im Streit mit seinem Vater. Nun ist dieser schon seit längerem dement und auch körperlich ein Pflegefall. Aufgrund des plötzlichen Todes seiner Mutter übernimmt Hanno fürs Erste.
Nach der Beerdigung und dem ersten Eingewöhnen empfindet Hanno zunächst die neue Situation gar nicht als so schlimm wie befürchtet, da er unerwartete Hilfe durch seine Kindheitsfreundin Susanne, die im Nachbarhaus wohnt, erhält. Fast könnte man meinen, dass zwischen ihnen beiden eine Annäherung erfolgt, doch eine solche verläuft jedes Mal im nichts.
Begleitet wird die Szenerie aus der Sicht sowohl von Hanno als auch von Susanne. Auch Hannos verstorbene Mutter Sylvia steuert ihre Beobachtungen bei - sie erlebt nun alles sozusagen von der anderen Seite und zwar in Gesellschaft von Susannes ebenfalls verstorbenen Eltern.
Eine Handlung, die zwar ruhig, aber unweigerlich auf ein Drama hinsteuert, das sich in etwa ab Mitte des Romans mehr als deutlich anbahnt. Dadurch geht eine Menge Dynamik verloren. Auch werden bestimmte relevante Ereignisse, die ebenfalls eine Rolle spielen, nur angedeutet.
Auch wenn der Roman zunächst vielversprechend begann und sprachlich einiges bot, war ich im Endeffekt doch eher enttäuscht. So richtig eine tiefergehende Botschaft ist für mich nicht rübergekommen.