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Munteres Morden (Elli Gint und Oma Frieda ermitteln 2)Zarah Philips Munteres Morden Ullstein 2022
Elli Gint und ihre Familie lösen gerne Kriminalfälle. Ihr Ex-Freund Hiob Watkowski, der gerade wieder in Hamburg ist, findet das nicht so toll.
Der Schreibstil ...
Zarah Philips Munteres Morden Ullstein 2022
Elli Gint und ihre Familie lösen gerne Kriminalfälle. Ihr Ex-Freund Hiob Watkowski, der gerade wieder in Hamburg ist, findet das nicht so toll.
Der Schreibstil wäre eigentlich super. Manche Szenen sind auch klasse und voll mit schwarzem Humor, vor allem bei Elli und ihrer Oma Frieda. Doch leider ist der Krimi, für mein Empfinden, ein totales Durcheinander mit wenig Lokalkolorit! Die zeitlichen Sprünge sind der absolute Wahnsinn. Dazu kommt dass es teilweise quasi in die Länge gehende „Biografien“ der einzelnen Protagonisten gibt. Statt über 500 Seiten, könnte der Krimi in 300 Seiten locker abgehandelt werden. Oma Frieda wäre ausbaufähig. Ich finde, die Autorin kann sehr gut schreiben, aber dieses Buch zeigt nur ein „Aufblitzen“ ihres Könnens. Die Geschichte selber wäre ok. Das Highlight, könnte noch besser dargestellt werden, wenn da nicht alles so ausführlichst dafür sorgen würde, dass die Spannung fast gänzlich wegfällt. Und ganz blöde war, ich kam schon vorher dahinter, wer was und warum, weil für mich niemand anderes mehr übrig war.
Ärgerlich fand ich bei der Leserunde, als ich die Autorin darauf aufmerksam machte, ihre Antwort:“ Liebe Lesezeichenfee, ja, es gibt ein Minimum an Wörtern - die 150-Seiten-Bücher, die Agatha Christie geschrieben hat, würden heutzutage nicht mehr akzeptiert werden. Es muss mindestens das Doppelte sein, eher noch mehr. (Allerdings nicht, weil es die Verlage wollen, sondern weil es die größere Mehrheit der Leser*innen so wollen - Verlage richten sich nach dem, was der Markt verlangt). (…)“
Ich bin Leserin, die nach wie vor, lieber 150 gute Seiten liest und keine 500 langgezogene. Das ist der Grund, warum ich die letzten Jahre Martha Grimes gemieden habe. Ich möchte mich nicht mit der Autorin streiten, daher habe ich die Leserunde zu diesem Zeitpunkt abgebrochen, das Buch ausgelesen und die Rezi geschrieben. Sorry.
Mein- Lesezeichenfees – Fazit:
Ich habe Stephanie Plum auf Deutsch erwartet und das blitzt auch hin und wieder durch, aber das Buch ist in meinen Augen kein Krimi (auch nicht Cosy Crime), denn für mich war er ziemlich langweilig, durcheinander und nicht mehr spannend, weil für mich, zum Schluss, nur noch eine Person übrig war, die es sein konnte. Aber ich möchte trotz allem betonen, dass die Autorin schreiben kann! Ich habe das Buch ausgelesen, auch wenn ich es nicht so toll fand. Allerdings spricht bei mir über eine Woche Lesezeit für ca. 500 Seiten für sich. Sorry, ich kann leider nur 2 Sterne geben. Und ich werde weitere Bücher der Autorin lesen, vielleicht wird es ja besser. Ich finde, dass sie trotz allem eine gute Schriftstellerin ist! Auch wenn mir DIESES Buch nicht gefällt!