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Veröffentlicht am 23.02.2022

Dugongs

Munteres Morden (Elli Gint und Oma Frieda ermitteln 2)
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Zarah Philips Munteres Morden Ullstein 2022

Elli Gint und ihre Familie lösen gerne Kriminalfälle. Ihr Ex-Freund Hiob Watkowski, der gerade wieder in Hamburg ist, findet das nicht so toll.

Der Schreibstil ...

Zarah Philips Munteres Morden Ullstein 2022

Elli Gint und ihre Familie lösen gerne Kriminalfälle. Ihr Ex-Freund Hiob Watkowski, der gerade wieder in Hamburg ist, findet das nicht so toll.

Der Schreibstil wäre eigentlich super. Manche Szenen sind auch klasse und voll mit schwarzem Humor, vor allem bei Elli und ihrer Oma Frieda. Doch leider ist der Krimi, für mein Empfinden, ein totales Durcheinander mit wenig Lokalkolorit! Die zeitlichen Sprünge sind der absolute Wahnsinn. Dazu kommt dass es teilweise quasi in die Länge gehende „Biografien“ der einzelnen Protagonisten gibt. Statt über 500 Seiten, könnte der Krimi in 300 Seiten locker abgehandelt werden. Oma Frieda wäre ausbaufähig. Ich finde, die Autorin kann sehr gut schreiben, aber dieses Buch zeigt nur ein „Aufblitzen“ ihres Könnens. Die Geschichte selber wäre ok. Das Highlight, könnte noch besser dargestellt werden, wenn da nicht alles so ausführlichst dafür sorgen würde, dass die Spannung fast gänzlich wegfällt. Und ganz blöde war, ich kam schon vorher dahinter, wer was und warum, weil für mich niemand anderes mehr übrig war.

Ärgerlich fand ich bei der Leserunde, als ich die Autorin darauf aufmerksam machte, ihre Antwort:“ Liebe Lesezeichenfee, ja, es gibt ein Minimum an Wörtern - die 150-Seiten-Bücher, die Agatha Christie geschrieben hat, würden heutzutage nicht mehr akzeptiert werden. Es muss mindestens das Doppelte sein, eher noch mehr. (Allerdings nicht, weil es die Verlage wollen, sondern weil es die größere Mehrheit der Leser*innen so wollen - Verlage richten sich nach dem, was der Markt verlangt). (…)“

Ich bin Leserin, die nach wie vor, lieber 150 gute Seiten liest und keine 500 langgezogene. Das ist der Grund, warum ich die letzten Jahre Martha Grimes gemieden habe. Ich möchte mich nicht mit der Autorin streiten, daher habe ich die Leserunde zu diesem Zeitpunkt abgebrochen, das Buch ausgelesen und die Rezi geschrieben. Sorry.

Mein- Lesezeichenfees – Fazit:

Ich habe Stephanie Plum auf Deutsch erwartet und das blitzt auch hin und wieder durch, aber das Buch ist in meinen Augen kein Krimi (auch nicht Cosy Crime), denn für mich war er ziemlich langweilig, durcheinander und nicht mehr spannend, weil für mich, zum Schluss, nur noch eine Person übrig war, die es sein konnte. Aber ich möchte trotz allem betonen, dass die Autorin schreiben kann! Ich habe das Buch ausgelesen, auch wenn ich es nicht so toll fand. Allerdings spricht bei mir über eine Woche Lesezeit für ca. 500 Seiten für sich. Sorry, ich kann leider nur 2 Sterne geben. Und ich werde weitere Bücher der Autorin lesen, vielleicht wird es ja besser. Ich finde, dass sie trotz allem eine gute Schriftstellerin ist! Auch wenn mir DIESES Buch nicht gefällt!

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Veröffentlicht am 01.11.2021

Viel Luft um nix

Die Berge, der Nebel, die Liebe und ich
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Tessa Randau Die Berge, der Nebel, die Liebe und ich: Von einer Begegnung, die das Herz wieder öffnete dtv 2021

Das Buch musste ich aus zwei Gründen unbedingt haben. Erstens gefiel mir das Cover und ...

Tessa Randau Die Berge, der Nebel, die Liebe und ich: Von einer Begegnung, die das Herz wieder öffnete dtv 2021

Das Buch musste ich aus zwei Gründen unbedingt haben. Erstens gefiel mir das Cover und zweitens dachte ich, es wäre eine tiefgründige Geschichte.

Das Cover ist wunderschön und auch die Bilder im Buch. Doch leider wirkt das Buch dadurch aufgebläht. Es gibt weniger Text und es entsteht viel Luft. Das Cover und das Drumherum wären optisch eine 1.

Der Inhalt ist leider einfach nicht so, wie ich mir das vorstelle. Dazu der Aufkleber Spiegel-Bestseller-Autorin, weil das vorhergehende Buch so toll war. Die Erwartungen werden so in die Höhe getrieben. Daher bin ich umso enttäuschter von diesem Buch. Viel Hype um nix.

Es geht darum, dass „eine Frau“ und „ein Mann“ vom Alltagstrott ausspannen möchten. Sie möchten in den Bergen ein gemeinsames Wochenende verbringen. Doch das geht schief, weil der Mann (der immer Geschenke mitbringt) eine Biketour machen möchte und die Frau möchte wandern. Weil sie sich ärgert, geht sie ins Bad und als sie rauskommt ist „Mann“ weg.

„Sie“ trifft dabei einen „älteren Mann“ mit dem sie eine Bergtour macht. Irgendwann taucht dann noch eine „ältere Frau“ auf. Beide hören zu und erteilen „Ratschläge“. Die ich als sinnlos erachtet habe. Im Prinzip kam für mich rüber: „Die Frau“ muss sich ändern und verbiegen, dass die Ehe gerettet werden kann. Das Buch wurde von einer „Frau“ geschrieben.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Dem Buch kann man zugute halten, es ist ein schönes Märchen, passend für diese Zeit, in der man das Gehirn ausschaltet und am besten gar nix mehr sagt. Mir hat es gefallen und die Botschaft, die ich herauslese gefällt mir nicht. Total schade. 2 Feensternchen.

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Veröffentlicht am 26.10.2021

Ich lese alles von diesem Autor. ;-)

Endlich Richtfest
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Rezi von 2014

Fee erzählt von der Geschichte
In und um Schorndorf gibt es in den Neubaugebieten Aufruhr. Zum einen findet man als Arbeiter verkleidete Schaufensterfiguren wirkungsvoll drapiert, zum anderen ...

Rezi von 2014

Fee erzählt von der Geschichte
In und um Schorndorf gibt es in den Neubaugebieten Aufruhr. Zum einen findet man als Arbeiter verkleidete Schaufensterfiguren wirkungsvoll drapiert, zum anderen wird ein Unternehmer tot unter der Baggerschaufel gefunden. Dazu wird auf den Baustellen zerstört und manipuliert. Die Bauunternehmer sind sauer und stellen ihre eigenen Posten auf, die prompt die falschen Leute erwischen und sogar der Kommissar Schneider bekommt etwas ab. Als Schneider und Ernst, die beiden Kommissare, einen Ausflug nach Karlsruhe, in Schneiders alte Heimat machen, um eine Kunstschule zu besuchen gibt es von einem Journalisten großen Ärger.
Fees Meinung
Es gibt viele Geschichten, die aufgeschlüsselt werden müssen, bis man die oder den „Schuldigen“ findet. Das Ende ist meiner Meinung nach – für mich – weniger überraschend gewesen, wenn man auch lange Zeit im Dunkeln tappt. Am Anfang fand ich diesen Krimi sehr, sehr langweilig und auch die Delikte finde ich nicht so toll. Der Autor scheint zwar in der Häuslesbauer-Szene recherchiert zu haben, so dass alles plausibel klingt, aber es wurde doch eher langweilig beschrieben, nach meiner Meinung. Erst bei dem Interview mit dem Journalist gibt die Geschichte ein wenig Spannung und es wird interessanter. Ich glaube, mit den Krimis von Jürgen Seibold werde ich nicht so richtig warm. Auch die Krimiserie von WeilderStadt mit dem Bestatter fand ich ja auch nicht so toll.
Die Charaktere der Kommissare bzw. die beschriebenen Figuren fand ich recht gut. Allerdings die „weiblichen“ Beteiligten finde ich absolut blöde. Die eine Kommissarin wird als typisch weiblich dargestellt, weil ihr übel wird, bei dem Toten und der Beschreibung, wie er gefunden wird. Auch die beiden Damen Frau Schneider und die Freundin von Kommissar Ernst und die Reaktion der Männer auf das was die Frauen wollen. Für mich scheint der Autor nicht gerade ein Frauenversteher zu sein und er scheint Frauen in diesem Buch eher negativ dastehen zu lassen. Die beiden Frauen der Kommissare erscheinen als nervig. Ich fand das ganze nicht gerade toll. Die Freundin von Ernst möchte mit ihm zusammenziehen. Sein Haus ist groß genug und eigentlich ist er ja auch schon lange genug mit ihr zusammen, so dass es eigentlich das natürlichste von der Welt sein müsste. Aber dass er dann auch noch auf seine Schaufensterfigur verzichten muss, weil sie zu viel mitbringt, beim Umzug, das ist doch klar, denn sein Haus ist voll eingerichtet. Aber der arme, arme Kommissar, so wird er dargestellt, muss sich betrinken, weil er mit der Freundin nicht klar kommt. Warum macht er dann nicht Schluss mit ihr? Warum zieht er mit ihr zusammen? Echt, ich fand das so blöde und unplausibel und ich fand schon gar nicht mehr, dass das ganze zusammenpasst.
Nun komme ich zum Lokalkolorit. Also ich hätte mir da schon mehr erwartet. Irgendwie könnte der Krimi überall spielen. Es gibt zwar Orte und Namen, Gegenden und so, aber so wirklich richtig, Remstal oder so, dass ich nun die Gegend besuchen möchte? Nein, das Remstal wurde mir nicht schmackhaft gemacht, zumal es mir neu ist, dass Schorndorf zum Remstal gehört. Wie auch immer, ich will mich da nicht festlegen und auch nicht streiten, aber irgendwie ging der Stern für Lokalkolorit für dieses Buch verloren.
Kein einziges Mal musste ich schmunzeln. Einige Charaktere sind so was von lasch, lieblos und farblos beschrieben, dass ich es total fade fand.
Fees Meinung
Das positivste was ich von dem Buch sagen kann: Ich habe es ausgelesen. 5 Abende habe ich dazu benötigt. Das Buch ist gut recherchiert, aber Witz, Spannung, Lokalkolorit und gute Charaktere habe ich keinen in dem Buch gefunden. Wer bauen möchte, sollte aber vielleicht einen Blick ins Buch riskieren, damit ihm die geschilderten Fälle nicht passieren. 2 Sterne und keine Empfehlung für das Buch.

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Veröffentlicht am 18.10.2021

Der Autor ist kein Frauenversteher

Endlich Richtfest
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Fee erzählt von der Geschichte
In und um Schorndorf gibt es in den Neubaugebieten Aufruhr. Zum einen findet man als Arbeiter verkleidete Schaufensterfiguren wirkungsvoll drapiert, zum anderen wird ein ...

Fee erzählt von der Geschichte
In und um Schorndorf gibt es in den Neubaugebieten Aufruhr. Zum einen findet man als Arbeiter verkleidete Schaufensterfiguren wirkungsvoll drapiert, zum anderen wird ein Unternehmer tot unter der Baggerschaufel gefunden. Dazu wird auf den Baustellen zerstört und manipuliert. Die Bauunternehmer sind sauer und stellen ihre eigenen Posten auf, die prompt die falschen Leute erwischen und sogar der Kommissar Schneider bekommt etwas ab. Als Schneider und Ernst, die beiden Kommissare, einen Ausflug nach Karlsruhe, in Schneiders alte Heimat machen, um eine Kunstschule zu besuchen gibt es von einem Journalisten großen Ärger.

Fees Meinung
Es gibt viele Geschichten, die aufgeschlüsselt werden müssen, bis man die oder den „Schuldigen“ findet. Das Ende ist meiner Meinung nach – für mich – weniger überraschend gewesen, wenn man auch lange Zeit im Dunkeln tappt. Am Anfang fand ich diesen Krimi sehr, sehr langweilig und auch die Delikte finde ich nicht so toll. Der Autor scheint zwar in der Häuslesbauer-Szene recherchiert zu haben, so dass alles plausibel klingt, aber es wurde doch eher langweilig beschrieben, nach meiner Meinung. Erst bei dem Interview mit dem Journalist gibt die Geschichte ein wenig Spannung und es wird interessanter. Ich glaube, mit den Krimis von Jürgen Seibold werde ich nicht so richtig warm. Auch die Krimiserie von WeilderStadt mit dem Bestatter fand ich ja auch nicht so toll.

Die Charaktere der Kommissare bzw. die beschriebenen Figuren fand ich recht gut. Allerdings die „weiblichen“ Beteiligten finde ich absolut blöde. Die eine Kommissarin wird als typisch weiblich dargestellt, weil ihr übel wird, bei dem Toten und der Beschreibung, wie er gefunden wird. Auch die beiden Damen Frau Schneider und die Freundin von Kommissar Ernst und die Reaktion der Männer auf das was die Frauen wollen. Für mich scheint der Autor nicht gerade ein Frauenversteher zu sein und er scheint Frauen in diesem Buch eher negativ dastehen zu lassen. Die beiden Frauen der Kommissare erscheinen als nervig. Ich fand das ganze nicht gerade toll. Die Freundin von Ernst möchte mit ihm zusammenziehen. Sein Haus ist groß genug und eigentlich ist er ja auch schon lange genug mit ihr zusammen, so dass es eigentlich das natürlichste von der Welt sein müsste. Aber dass er dann auch noch auf seine Schaufensterfigur verzichten muss, weil sie zu viel mitbringt, beim Umzug, das ist doch klar, denn sein Haus ist voll eingerichtet. Aber der arme, arme Kommissar, so wird er dargestellt, muss sich betrinken, weil er mit der Freundin nicht klar kommt. Warum macht er dann nicht Schluss mit ihr? Warum zieht er mit ihr zusammen? Echt, ich fand das so blöde und unplausibel und ich fand schon gar nicht mehr, dass das ganze zusammenpasst.

Nun komme ich zum Lokalkolorit. Also ich hätte mir da schon mehr erwartet. Irgendwie könnte der Krimi überall spielen. Es gibt zwar Orte und Namen, Gegenden und so, aber so wirklich richtig, Remstal oder so, dass ich nun die Gegend besuchen möchte? Nein, das Remstal wurde mir nicht schmackhaft gemacht, zumal es mir neu ist, dass Schorndorf zum Remstal gehört. Wie auch immer, ich will mich da nicht festlegen und auch nicht streiten, aber irgendwie ging der Stern für Lokalkolorit für dieses Buch verloren.
Kein einziges Mal musste ich schmunzeln. Einige Charaktere sind so was von lasch, lieblos und farblos beschrieben, dass ich es total fade fand.

Fees Meinung
Das positivste was ich von dem Buch sagen kann: Ich habe es ausgelesen. 5 Abende habe ich dazu benötigt. Das Buch ist gut recherchiert, aber Witz, Spannung, Lokalkolorit und gute Charaktere habe ich keinen in dem Buch gefunden. Wer bauen möchte, sollte aber vielleicht einen Blick ins Buch riskieren, damit ihm die geschilderten Fälle nicht passieren. 2 Sterne und keine Empfehlung für das Buch.

PS: 10/2021 Ich würde das heute nicht mehr so schreiben. Aber der Autor ist immer noch mein Lieblingsautor.

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Veröffentlicht am 18.10.2021

~~~ Wer war noch mal Patrick? ~~~

Mordsfreunde
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10.11.2014

Pro:
Ich mag die Charaktere, und manchmal den Humor, wenn man nach S . 70 ist, ist es spannend

Kontra:
wenig Lokalkolorit, viel zu viele Handlungssträge,bis man sich eingelesen ...


10.11.2014

Pro:
Ich mag die Charaktere, und manchmal den Humor, wenn man nach S . 70 ist, ist es spannend

Kontra:
wenig Lokalkolorit, viel zu viele Handlungssträge,bis man sich eingelesen hat, so bis S . 70


LESEZEICHENFEE

Fee erzählt von der Geschichte

Kommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff von der Hofheimer Kripo werden in den Opel-Zoo im Taunus gerufen. Im Elefantengehege wurde eine Hand gefunden. Nach und nach tauchen alle Teile und die restliche Leiche auf. Es ist ein aktiver Umweltschützer, den die einen Lieben und die anderen Hassen. Lucas und Christoph Sander, beides Verdächtige im Mordfall, gefallen Pia Kirchhoff und sie versucht sich von ihrem Mann zu lösen. Es gibt noch eine Leiche und einen Schwerverletzten und Bodenstein hat die Falschen im Verdacht und dann verschwinden auch noch Svenja, die den Mörder kennt und Pia.

Fees Meinung

Am ersten Abend als ich den Krimi las, hatte ich wieder Probleme, mich an den Schreibstil und die Darsteller zu gewöhnen, so habe ich am 1. Abend nur ca. 70 Seiten gelesen. Am 2. Abend habe ich den Krimi fast zu Ende gelesen, weil er dann endlich Fahrt aufnahm und am Morgen kam dann der Rest.

Die meisten Charaktere kannte ich schon von einem anderen Krimi der Serie und fand mal wieder, es ist egal, in welcher Reihenfolge man die Bücher liest, man kommt immer mit. Die Autorin hat die Personen sehr gut beschrieben und so kann man sich gut ein Bild machen. Ist das wirklich ein Regionalroman? Hab ich das schon mal gefragt? Also irgendwie haben die Krimis wenig Lokalkolorit, außer, dass man die Orte kennt und ein paar Gegebenheiten und dann noch ein bisschen einheimische Charakterzüge.

Gut war, dass Sonntag der 26. Juni, noch ein Spargelstand im Weg stand und dass die Spargelzeit eh vorbei war, so konnten die Betreiber den Stand wieder bis zur nächsten Spargelsaison aufbauen.

Der Aufbau und die Struktur der beiden Bücher, die ich gelesen habe, ähneln sich sehr. Es gibt viele Verdächtige, doch diese Spuren verblassen sehr schnell wieder. Viele werden festgenommen und einige haben Dreck am Stecken, der jedoch weniger mit dem Mord selber zu tun hat. Daher ist die Geschichte am Anfang etwas mühsam und die ersten ca. 70 Seiten, dauerten fast so lange, wie der Rest zum Lesen. Dann wurde es spannender und ich wollte das Buch nicht mehr weglegen. Wenn man erst mal mit den Geschehnissen „warm“ geworden ist und man den Schreibstil gewohnt ist, liest es sich sehr flüssig und man findet es fast schade, wenn der Krimi zu Ende ist. Also am Anfang könnte die Autorin noch etwas arbeiten. Auch dass der Spannungsbogen immer wieder hoch geht und nach unten geht. Mörder – doch kein Mörder – wieder ein anderer Mordverdächtiger – doch kein Mörder usw. das irritiert doch schon ein wenig und so rät man lange mit, wer denn jetzt wirklich der Mörder ist. Irgendwie dachte ich auch, Lucas oder Christoph ist der Gesuchte, aber wer es jetzt wirklich war, das verrate ich nicht.
Es ist manchmal schwierig, den Überblick zu behalten und bei den vielen Personen ist es schlichtweg unmöglich, am Schluss eine Liste der Charaktere aufzustellen. Das müsste man sofort machen. Mich erinnern die Romane von Nele Neuhaus ein wenig an Elisabeth George und ich hoffe, dass die Bücher nicht bald doppelt so dick sind. Denn dann schaffe ich es nicht mehr diese zu lesen, dann herrscht dort das Chaos!

Schön finde ich, dass man das Privatleben der Hauptakteure mitbekommt und sich die Autorin immer was Neues ausdenkt. Vor allem, man ahnt schon, wie es mit Pia Kirchhoff weitergehen könnte. Es ist kein billiger Groschenroman und ich hoffe, dass das Niveau des Buches nicht absinkt.

Eine Rezentin von Amazon schreibt: „Auf Seite 391 schreibt sie, dass Mareike Graf sowie Stefan Siebenlist von ihren Ehepartnern vor die Tuer gesetzt wurden - Bei Mareike Graf kann ich es verstehen, aber kann mir jemand erklaeren, wieso Siebenlist vor die Tuer gesetzt wurde?? Vielleicht habe ich zu diesem Zeitpunkt schon die Zusammenhaenge zwischen den Personen nicht mehr verstanden?!“

Mir ging es genau so, aber ich war schon etwas müde, als ich das gelesen habe und dann dachte ich, es läge an mir. Also wenn ich so nachdenke, ein bisschen Chaos herrscht schon in dem Kriminalroman.


Fees Fazit
Für mich hat das Buch zu wenig Lokalkolorit, auch nach dem 2. Buch von Nele Neuhaus verspüre ich nicht den Wunsch dort mal Urlaub zu machen. Es bleibt immer noch „irgendeine“ Gegend in Deutschland für mich. Da es einfach zu viele Handlungsstränge gab und ich doch ein paar Mal nicht mehr ganz mitkam und die vielen Personen: Wer war noch mal Patrick? total verwirrend waren, ziehe ich 2 Sterne ab. Drei Sterne für einen Krimi, der nicht schlecht ist, der aber – meiner persönlichen Meinung nach – nichts in den Bestsellerlisten verloren hat. Da ist mir Kluftinger immer noch lieber. Sorry, Frau Neuhaus, aber wenn mir nicht zufällig noch ein Buch von Ihnen in die Hände kommt, werde ich keins mehr lesen. Trotzdem empfehle ich das Buch, denn es gibt weitaus schlechtere.

PS: Bei Amazon steht, dass dieses Buch 400 Seiten hat. Bei mir steht das Ende auf Seite 394 und die Danksagung eine Seite weiter.

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