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Veröffentlicht am 11.12.2021

Diana: Königin der Herzen

Diana (Ikonen ihrer Zeit 5)
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Hier lesen wir einen weiteren Band des Verlages über die Ikonen ihrer Zeit. Heute mal Diana. Die Autorin beschreibt das Leben dieser jungen Frau so, wie wir es aus den bunten Blättern schon wissen. Fast ...

Hier lesen wir einen weiteren Band des Verlages über die Ikonen ihrer Zeit. Heute mal Diana. Die Autorin beschreibt das Leben dieser jungen Frau so, wie wir es aus den bunten Blättern schon wissen. Fast noch ein Kind, heiratet sie den Kronprinzen und eine Märchenprinzessin war geboren. Aber aus ihren Träumen vom Prinzen auf dem weißen Pferd, der sich nur um sie kümmert, wurde nichts. Er hatte seine Verpflichtungen, seine Jagd, sein Polospiel. Für eine junge verträumte Frau blieb da nicht viel Platz und dann gabRR es auch noch Camilla. Trotz allem bekamen sie zwei reizende Söhne und Diana vertrieb sich die Zeit mit dem Rittmeister. Was mich an diesem Buch stört, ist das kapitelweise Jammern von Diana, dass sie nicht geliebt wird. Immer wieder. Aber sie schätzt die vielen Reisen, die schönen Roben, den Jaguar, den sie fährt und die anderen Annehmlichkeiten. Ihre Bulemie und ihre Selbstmordversuche sind ein Hilfeschrei und bekannt. Die Autorin führt uns in die Welt des englischen Hochadels, wo natürlich keine Fehler begangen werden dürfen und die Gefühle ausgeschaltet werden. Man lebt mit und für dien Krone. Diana war für dieses Leben eigentlich zu jung und nicht vorbereitet und ging daran zu Grunde, weil sie falsche Illusionen hatte. In diesem Buch wird gekonnt Geschichte mit Fiktion vermischt, die meisten Personen sind reele Menschen. Sogar die Reisen und die Kleidung sind so beschrieben, wie man sie von den Fotos kennt. Für mich zeigt sich in diesem Buch, dass Diana unreif und verwöhnt war, sie wollte im Mittelpunkt stehen, aber auf Annehmlichkeiten nicht verzichten. Eigentlich gab es in dem Buch keine neuen Erkenntnisse, wie man sie nicht schon aus de Presse hatte.

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Veröffentlicht am 07.12.2021

Die Dorfschullehrerin

Die Dorfschullehrerin
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Ein Buch, das im Jahr 1961 spielt und noch vor dem Mauerbau auf der West- und Ostseite von Deutschland. Helene wird aus Berlin in den kleinen Ort Kirchdorf an der deutsch-deutschen Grenze auf Wunsch versetzt. ...

Ein Buch, das im Jahr 1961 spielt und noch vor dem Mauerbau auf der West- und Ostseite von Deutschland. Helene wird aus Berlin in den kleinen Ort Kirchdorf an der deutsch-deutschen Grenze auf Wunsch versetzt. Sie ist eine sehr hübsche junge Frau und in dem kleinen Dorf mangelt es an Lehrer. Sie muß mehrere Klassen unterrichten, kann die Kinder aber derart gut beschäftigen, dass die Schüler sie anhimmeln und bald auch die Eltern froh sind, so eine patente Kraft zu haben. Zwischen ihr und dem Dorfarzt Tobias bahnt sich eine Liason an, die sie aber zuerst verheimlichen. Auffallend oft geht Helene an der Grenze spazieren, dann schaut sie mit dem Fernglas in den Osten. Im Laufe des Buches wird dann klar, dass sie aus dem Osten kommt. Sie hat ein Geheimnis und sie spricht mit niemanden über ihre Zeit dort. Dann wechseln auf einmal die Lokalitäten und wir befinden uns in Ostdeutschland bei einem Tierarzt und seiner Frau. Dieser ist total gegen das Regime und bereitet seine Flucht vor. Ich liebe die bisherigen Bücher von Eva Völler und bin darin immer tief versunken. Auch dieses Buch ist mehr als interessant zu lesen. Die Ausdrucksweise der Autorin nimmt einen total gefangen und sie versteht es die Charaktere der einzelnen Personen derart herauszuarbeiten, dass man meint, sie selbst zu kennen. Es sind meist einfache Leute, deren Leben ein täglicher Kampf ist mit schweren Schicksalschlägen. Auch die Menschen im Osten haben mit großen Problemen zu rechnen, das kleine Dörfchen im Westen ist im Zonenrandgebiet und die Leute haben gerade einmal so viel, um ihr tägliches Leben zu fristen. Ein Buch, das wirklich sehr nachdenklich macht. Es endet leider sehr abrupt und es bleiben einige Fragen offen. Ich hoffe, dass diese vom Nachfolgeband beantwortet werden. Leider hat das Buch hier einen kleinen Schönheitsfehler. Helene ist derart perfekt. Schön, fleißig, die beste Lehrerin überhaupt mit Unterrichtsmethoden, die heute machbar sind, von denen aber in den 60iger Jahren noch niemand geträumt hat. Alles, was sie in die Hand nimmt, geht klar und sie ist gut Kind bei allen. Das Cover ist hier sehr gut getroffen, eine junge Frau, die ein Schulkind an der Hand hält.

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Veröffentlicht am 25.11.2021

Halbtote Schmetterlinge

halbtote schmetterlinge
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Ein Buch, nicht leicht zu lesen. Einsteils wegen der Diagnose Krebs, andernteils durch die Gedankensprünge des Autors. Schon vorab sei gesagt, dass von dem darin Erzählten nur 50 % der Wahrheit entspricht, ...

Ein Buch, nicht leicht zu lesen. Einsteils wegen der Diagnose Krebs, andernteils durch die Gedankensprünge des Autors. Schon vorab sei gesagt, dass von dem darin Erzählten nur 50 % der Wahrheit entspricht, das andere sei Fiktion. Was dabei erfunden ist, soll vom Leser selbst beurteilt werden. Ambühl ist fünfzig, als ihn die Diagnose trifft: Prostatakrebs. Ihn trifft dies wie ein Schlag, hat er doch bisher ein ziemlich unkonventionelles Leben geführt. Als Lehrer in der Schweiz hat er auch einige Jahre davon in der Karibik und in Asien unterrichtet. Neben seiner Ehefrau hat er immer wieder Frauen nebenher gehabt, seine Ehe erstickte an der Alltäglichkeit und an der Sorge um die Kinder. Nachdem er die Diagnose erhalten hat, will er sein Leben ordnen. Er trennt sich von den Geliebten und auch von seiner Frau. Die Behandlung hatte auch zur Folge, dass er sein Libido und seine Männlichkeit verlor, was ihm natürlich sehr zu schaffen machte. Trotz all dieser Schreckensboschaften lernte er eine Frau kennen, die ihn so nahm, wie er war. Leider ist das Ende des Buches offen und man fragt sich, ob Ambühl den Kampf gegen den Krebs letztendlich doch verloren hat, da seine Metastasen ja weiter wucherten. Der Schreibstil des Autors ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn er schweift mit seinen Berichten oft etwas ab und geht plötzlich auf ein anderes Thema ein. Das Buch zu lesen kostet viel Kraft, denn es zeigt uns erschreckend, wie schnell sich im Leben etwas ändern kann, ohne dass wir dagegensteuern können. Vor allem Prostatakrebs ist bei den Männern schwer verdaulich, denn dies ist ein ziemlich sensibles Organ. Das Cover des Buches ist sehr auffällig in Rot- und Gelbtönen gestaltet. Vor einer blauen Bretterwand sitzen drei Personen. Ein Buch, das uns zeigt, dass unser Leben von heute auf Morgen aus den Fugen gerät.

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Veröffentlicht am 11.11.2021

OMBRA

OMBRA
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Wer meint, dass man dieses Buch nur so zwischendurch mal schnell lesen kann, liegt hier falsch. Ich kannte den Autor bisher noch nicht, habe aber dann während des Lesens erfahren, daß er schon an die 70 ...

Wer meint, dass man dieses Buch nur so zwischendurch mal schnell lesen kann, liegt hier falsch. Ich kannte den Autor bisher noch nicht, habe aber dann während des Lesens erfahren, daß er schon an die 70 Bücher und Essays geschrieben hat. Ich wurde auf das Buch aufmerksam, da ich selbst eine schwere Herz-OP hinter mir habe und ich mich voll und ganz in diese Thematik hineinversetzen kann. Der Roman ist keine leichte Kost. Ortheil schildert hier seine Genesung ab Eintritt der Reha. Als menschliches Wrack beginnt er seine Kur, arbeitet sich Stück für Stück nach vorne mit eiserner Disziplin und sehr großer Willenskraft. Ihm stehen sehr gute Ärzte und Therapeuten zur Seite, die ihn fördern und ermutigen. Doch immer wieder gelangt er an einen seelischen Tiefpunkt. Sein Appetit ist noch nicht zurück, er leidet unter Gleichgewichtsstörungen. Radfahren gelingt ihm anfangs nicht, er kann einen Stift nur schwer halten und dann hält er immer wieder Zwiesprache mit seinen toten Eltern und anfangs ist man der Meinung, dass die Eltern noch leben. Er setzt sich Ziele, will wieder nach Italien und Griechenland. Dann beginnt er auch wieder mit Autorenlesungen. Nach seiner OP lag er im Koma, ist dem Tod noch gerade von der Schippe gesprungen. Das Buch macht einen sehr nachdenklich, teilweise zieht es den Leser mit herunter. Man merkt, dass Schreiben die Passion von Ortheil ist, denn seine Sätze sind wortgewandt und wortgewaltig und er kann den Leser in seinen Bann ziehen. Er erklärt auch, warum er den Titel Ombra gewählt hat, der Schatten. Ein Buch, das auch Gesunde lesen können und müssen um zu sehen, wie schwer es sein kann, nach solch einem schweren Eingriff wieder ins Leben zurückzufinden. Sehr auffällig ist das rote Cover mit den gelben Buchstaben und Strichen.

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Veröffentlicht am 26.10.2021

Berauscht vom Leben

Berauscht vom Leben
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Ein Buch, das sehr unterhaltsam ist, teilweise für mich aber etwas langatmig mit vielen Wiederholungen, was man alles ohne Alkohol alles unternehmen kann. Immer wieder Spaziergänge, Baden, Fernsehen und ...

Ein Buch, das sehr unterhaltsam ist, teilweise für mich aber etwas langatmig mit vielen Wiederholungen, was man alles ohne Alkohol alles unternehmen kann. Immer wieder Spaziergänge, Baden, Fernsehen und dergleichen. Ich kann dem Alkohol absolut nichts abgewinnen. Ein Glas Sekt an Sylvester, das war es dann schon auch. Deswegen kann ich vielleicht einige der Ausführungen nicht verstehen, dass man sich so betrinkt und nicht mehr weiß, wie man nachhause gekommen ist, vor lauter Alkohol sich übergibt und der nächste Tag mit einem Kater und Schmerzen zu bewältigen ist. Die beiden Autorinnen Jardine Libaire und Amanda Eyre Ward haben gerne gefeiert. Die vielen Feten in New York, ein gelungenes Buch, After-Work Partys, nach Feierabend zwei Drinks zum Preis für einen, immer hat doch jemand Geburtstag. Es gehört da einfach dazu, mit einem Glas am Pool zu stehen. Und doch finde ich es sehr großartig, wie die beiden Freundinnen ohne irgendwelche Entziehungskliniken zu Hilfe zu nehmen, dem Alkohol abgeschworen haben und nun sehen sie erst, was sie alles versäumt haben in ihrem ewigen Rauschzustand. Das Buch ist in vielen Kapiteln aufgegliedert und diese dann wieder in zahlreichen Untertiteln. Manche Texte lesen sich richtig lyrisch, andere wiederholen sich, wieder andere lassen neue Hobbies und Betätigungen erleben. Sehr überrascht und wunderschön finde ich die Rezepte am Ende des Buches für alkoholfreie Drinks, für Menüs und auch für Badezusätze. Man ist versucht und möchte doch gleich an so einem Cocktail mit viel Frucht nippen. Das Cover macht einen unheimlich heiteren Eindruck. Über einen bunten Regenbogen fliegen Schmetterlinge in den Himmel.

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