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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2022

Chance sich zu verändern

Unser wirkliches Leben
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Das Cover hatte mich auf das Buch von der Autorin aufmerksam gemacht. Auf den ersten Blick ist es doch schlicht und einfach gehalten und wirkt ein wenig uninteressant- und denoch ist es ein Cover, was ...

Das Cover hatte mich auf das Buch von der Autorin aufmerksam gemacht. Auf den ersten Blick ist es doch schlicht und einfach gehalten und wirkt ein wenig uninteressant- und denoch ist es ein Cover, was voller Aussagekraft steckt und mich total neugierig auf das Buch gemacht hat, zumal die Figuren keine Gesichter haben.

Der Schreibstil der Autorin ist anders, als man es durch den Klappentext erahnen konnte. Der Roman wird in der Ichform aus Sicht von Anna beschrieben. Ich fand es teilweise als sehr schwierig zu lesen und musste mich sehr konzentrieren um ihren Verlauf zu folgen.

Die Figuren hat die Autorin sehr authentisch geschildert und hat ihnen die richtigen Farbkleckse verpasst.
Anna und Max sind zwei völlig verschiedene Charaktere und leben in zwei völlig verschiedenen Welten. Schnell wird dem Leser klar, das es in der Beziehung der Beiden völlig ungleichmäßige Machtverhältnisse gibt und Anna alles versucht um sich anzupassen.
Dabei spielt auch die Abhängigkeit eine große Rolle die sich in großer Unsicherheit wiederspiegelt. Der Autorin ist sehr gut gelungen, die Machtverhältnisse dazulegen und die daraus entstehenden Probleme aus psychologischer Sicht aufzuzeigen.

Annas Freundin fand ich allerdings als sehr anstrengend- eine bekennende Feministin. Dadurch war es auch nicht verwunderlich, das man viel über Feminismus gelesen hat. Allerdings empfand ich dass als etwas zu viel- zumal die Handlungen nicht sehr gut umgesetzt worden sind.

Was ich allerdings sehr großartig finde, das in diesem Roman die Oper eine große Rolle spielt. Das ist mein erstes Buch, wo die Oper so einen großen Auftritt bekommt und ich fand es klasse! Man merkt, dass die Autorin selber Operngesang studiert hat. Sie zeigt dem Leser ein absolut klares und detailliertes Bild auf, in dem sich die Studenten/ Künstler befinden um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und so bekommen die Künstler auch ihren großen Auftritt. Das finde ich auch sehr erwähnenswert!


Fazit:

Ein Roman der die ungleichen Machtverhältnisse in einer Beziehung sehr gut wiederspiegelt und die Veränderungen die sich daraus ergeben- mich aber leider nicht komplett vom Hocker reißen konnte
3 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2022

Rasantes Tempo, das abrupt in einer Vollbremsung endet

Der Gräber
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Durch eine Leseprobe war ich auf das Buch aufmerksam geworden und diese hatte mich so gefesselt, dass ich mich sehr auf das Buch gefreut hatte.

Der Anfang des Buches war total fesselnd geschrieben und ...

Durch eine Leseprobe war ich auf das Buch aufmerksam geworden und diese hatte mich so gefesselt, dass ich mich sehr auf das Buch gefreut hatte.

Der Anfang des Buches war total fesselnd geschrieben und ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die unheimliche Atmosphäre hatte sich blitzschnell bei mir ausgebreitet und in der Wohnung brannte in jedem Zimmer das Licht- aber ab Seite 100 nahm immer mehr das gewohnte rasante Fahrt an Tempo ab und ich fühlte mich, je weiter ich las, als wenn jemand bei Tempo 200 km/h eine Vollbremsung hingelegt hätte.

Und so las sich auch die Geschichte weiter, die erst, auf den letzten Seiten wieder an Fahrt aufnahm, mich aber leider nicht mehr mitreißen konnte.

Der Schreibstil war erst bombastisch und fesselnd und dann war es fast so, als wenn jemand anderes das Ruder übernommen hatte- ich kann das kaum in Worte fassen.

Während ich mich am Anfang mit Annika anfreunden konnte, so verblasste sie mir, je weiter ich las, immer mehr, was ich total schade fand.
Die ermittelnde Kommissarin konnte mich leider auch nicht wirklich überzeugen, denn diese war für mein Empfinden zu sehr mit sich selber beschäftigt als mit dem Gräber.
Und so verblassten auch alle weiteren Charaktere nacheinander und es fühlte sich an, als wenn ich hinter einem Milchglas stand um dann alles nur noch verschwommen zu sehen.

Schade- sehr schade, der Anfang hatte so viel Potenzial gehabt auch mit seiner ganzen Thematik und den Hintergrund- hat mich aber leider nur enttäuschend zurückgelassen.



Fazit:

Ein Echt toller Anfang der rasant an Fahrt aufnimmt und dann leider eine Vollbremsung hinlegt und mich nicht mehr mitnehmen konnte
3 Sterne

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Veröffentlicht am 26.10.2021

konnte mich nicht 100 % überzeugen

Fritz und Emma
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Durch eine Leseprobe bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und da mir diese auch sehr gut gefallen hatte, ist das Buch kurzerhand bei mir eingezogen.

Meine Erwartungen waren durch die vielversprechene ...

Durch eine Leseprobe bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und da mir diese auch sehr gut gefallen hatte, ist das Buch kurzerhand bei mir eingezogen.

Meine Erwartungen waren durch die vielversprechene Leseprobe sehr hoch und doch hat mich das Buch sehr zwiegespalten zurückgelassen.

Die Handlungsstränge spielen im Jahr 2019 und wandern dann zurück in die Vergangenheit in das Jahr 1947, wo dann die Geschichte von Fritz und Emma erzählt wird.

Während mich die Zeitreise rund um Fritz und Emma sehr gepackt und mich mitgenommen hatte, so fand ich die Handlungsstränge im Jahre 2019 langweilig und überflüssig. Den Wechsel zwischen den Zeiten empfand ich dann auch als störend und es fühlte sich an, wie eine lästige Werbeunterbrechung, wenn ich dann aus der Zeitreise wieder in das Jahr 2019 zurückgeordert wurde.

Den Schreibstil an sich fand ich schön und auch leicht zu lesen. Der Autorin ist es auch sehr gut gelungen das Geschehen der damaligen Zeit sehr gut auf mich zu übertragen und bildlich darstellbar zu machen. Die Geschichte rund um Fritz und Emma hat mich sehr tief abtauchen lassen und das gelesene wurde mit all seinen Emotionen greifbar für mich.

Während ich hingegen das Geschehen rund um Marie und Jakob leider nicht im geringsten mitreißen konnte. Das lag auch an diesen Frieden, Freude Heiterkeit Programm und kam mir einfach zu unrealistisch rüber und zum anderen waren konnten die beiden auch nicht so an Gestalt und Farbe annehmen wie Fritz und Emma.
Total schade, da mich die LP mit den Abschnitten rund um Fritz und Emma so einnehmen konnte.


Fazit:

Ein Roman der sich leicht und flüssig lesen, mich aber durch die Abschnitte in die Gegenwart nicht so wirklich überzeugen konnte.
3 Sterne


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Veröffentlicht am 04.05.2021

Entspannung auf Norderney

Möwensommer
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Das Cover ist so wunderschön gestaltet und hat in mir sofort Sehnsucht an die geliebte See hervorgerufen.

Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort eingefangen und mich tatsächlich auf die Insel entführt. ...

Das Cover ist so wunderschön gestaltet und hat in mir sofort Sehnsucht an die geliebte See hervorgerufen.

Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort eingefangen und mich tatsächlich auf die Insel entführt. Aber je mehr ich las, desto mehr ahnte ich, was die Geschichte mit sich bringen wird und wie es am Ende ausgehen würde.
Das Buch habe ich völlig entspannt zu Ende gelesen, aber eben ohne großartige Überraschungen und ohne Spannung plätscherte die Geschichte eben vor sich hin.

Die heimlichen Stars des Buches waren mit Abstand Frau Merkel und Herr Schröder. Herrliche Idee, mit viel Witz und Charme.

Mit Lina hat die Autorin auch eine glaubwürdige Person mit Ecken und Kanten versehen, das man das Gefühl bekam, sie stände neben mir. Nett und sympathisch und ein wenig verträumt.
Ihre Liebe und Begeisterung für die Blumen ist mir bei den Erzählungen die, die blühende Phantasie betrafen, regelrecht entgegen gesprungen. Ich hatte mehrmals den Duft von Rosen und Lilien in der Nase, leicht vermischt, mit dem Salzduft von der See.

Dazu der brummige Mattis, der mich manchmal an einen Brummbären erinnert hatte und dennoch eine wunderbare Ergänzung zu Lina wäre….

Und auch alle anderen Charaktere waren sehr gut beschrieben und haben sofort an Gestalt und Farbe genommen.

Die Beschreibungen rund um Norderney hat die Autorin so gut detailliert und treffend gewählt, das es für mich eine Leichtigkeit war, mir die Insel vorzustellen. Alles wurde schnell bunt und greifbar und der Wind wehte durch die Haare.


Fazit:

Dieses Buch eignet sich perfekt für eine Auszeit und lädt kurzweilig zu einem kleinen Trip nach Norderney ein, aber ohne großartige Überraschungen
3 Sterne


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Veröffentlicht am 04.01.2026

Die Reise nach Schweden blieb mir leider zu farb- und emotionslos

Zimtschnecken und Schneegestöber
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt gewesen. Das Cover wirkte sofort auf den ersten Blick sehr einladend und die Vorfreude auf einen Wohlfühlroman im winterlichen Schweden war dadurch sehr hoch.
Bei ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt gewesen. Das Cover wirkte sofort auf den ersten Blick sehr einladend und die Vorfreude auf einen Wohlfühlroman im winterlichen Schweden war dadurch sehr hoch.
Bei dem Buch handelt es sich um Zimtschnecken und Schneegestöber von der Autorin Hanna Blixt.

Im Mittelpunkt steht Nora, die frisch getrennt in Leksand ankommt. Zurück an dem Ort, mit dem sie glückliche Momente aus ihrer Kindheit verbindet, hofft sie dort die Ruhe und einen klaren Kopf zu bekommen, wohin ihre Zukunft gehen soll.
Als sie das kleine rote Holzhäuschen an einem See das erste Mal sieht, fühlt sie sich sofort wohl und mietet es an. Es gibt viel dort zu tun, genau das richtige um sich zu entfalten.
Ihr Nachbar Victor, unterstützt sie, wenn sie ihn braucht und schon bald vermischen sich zwischen in den Zukunftsplänen auch aufkeimende Gefühle…

Ich hatte mich auf eine Reise ins winterliche Schweden gefreut und das ist der Autorin auch sehr leicht gelungen.
Allerdings konnte ich mich nicht so richtig vom Geschehen treiben lassen.

Obwohl die Autorin die Charaktere an für sich gut beschrieben hat, so fand ich nur einen Zugang zu Nora, auch wenn sie so einige Entscheidungen traf, die ich nicht so richtig nachempfinden konnte.
Ihr Nachbar Victor, blieb mir hingegen zu blass und unnahbar.
Aber dieses Empfinden, hatte ich auch leider bei einigen weiteren Charakteren, was sich wiederum natürlich auch auf das Leseempfinden auswirkte. Vieles blieb einfach zu blass und auch die großen Emotionen blieben aus.

Was mich sehr überrascht hatet, war die Tatsache, dass es kurzzeitig einen zweiten Erzählstrang gab, der den Leser in die Vergangenheit entführte.
Auch wenn ich genau solche Bücher liebe, die mich auf eine Zeitreise entführen, so blieben aber auch die Bilder in diesen Abschnitten eher farb- und emotionslos Da fehlten mir die Tiefe zu sehr.

Während die Geschichte und die Handlung eher keinen positiven Eindruck bei mir hinterlassen, war das Setting mit dem schwedischen winterlichen Flair hingegen sehr intensiv.


Fazit:

2 Sterne für einen Roman, der mir leider zu farb und emotionslos blieb

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