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Veröffentlicht am 27.11.2022

Bambell sucht seinen Platz im Jenseits

Eine Woche nachdem Herr Bambell gestorben war, klopfte es an seiner Haustür
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Gibt es ein Leben nach dem Tod? Und wie könnte das dann ausschauen? Es ist und bleibt eine Glaubensfrage! Eine, die gläubige Menschen, solche, die eine Religionszugehörigkeit haben, jeweils unterschiedlich ...

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Und wie könnte das dann ausschauen? Es ist und bleibt eine Glaubensfrage! Eine, die gläubige Menschen, solche, die eine Religionszugehörigkeit haben, jeweils unterschiedlich beantworten. Paradies, Himmel, Hölle, Fegefeuer, Nirwana, die ewigen Jagdgründe, ein Kreislauf von Sterben und Wiedergeborenwerden, Seelenwanderung – oder das vollkommene Nichts? Mit dem Tod endet alles Leben, nicht nur das irdische? Jede Seele geht auch im Jenseits den Weg weiter, den sie im Erdendasein gegangen ist? Dann wäre der Tod nicht der große Gleichmacher, sondern es fände wieder eine Selektion statt? Seit Anbeginn der Menschheit haben sich die Völker ihre Vorstellungen gezimmert, Philosophen aller Jahrhunderte haben darüber nachgesonnen, aber naturgemäß keine endgültige Antwort finden können auf die vielleicht größte, wichtigste Frage, die sich während des Lebens eines jeden Menschen, so möchte ich behaupten, stellt. Und selbst diejenigen, die ein Leben nach dem Tod rundweg negieren, haben sich darüber Gedanken gemacht, ansonsten wären sie nicht zu ihrer Schlussfolgerung gekommen, dass da einfach nichts ist, nicht sein kann, nachdem man gestorben ist.
In dem Roman mit dem langen Titel, über den ich an dieser Stelle ein paar Betrachtungen anstellen möchte, begegnet der Leser einem Nihilisten, dem Herrn Bambell, der sich nicht an seinen Vornamen erinnern mag oder kann (später erfährt man, dass er Jakob heißt). Auch den eigenen Tod leugnet er, ein ganzes Jahr lang, und als er ihn sich endlich durch äußere Umstände bedingt eingestehen muss, ist er dabei genauso stur und unbelehrbar wie zu Lebzeiten, als er ein langweiliges, sehr unbedeutendes Dasein gefristet hatte, in dem er sich allem verweigerte, wie es im Laufe der Lektüre den Anschein hat, das ihm Freude und Erfüllung hätte bringen können. Nun sieht er sich gefangen in einer Art Zwischenraum, kann nicht zurück und nicht voran. Dank einer jungen Frau, Julia, die sich als Medium bezeichnet und in der Tat den halsstarrigen Verstorbenen sehen kann, gelangt er auf eine weitere Ebene, auf die er aber auch nicht zu gehören scheint. Dort sieht er mal verschwommen, mal klar, mal schwebt er und mal benutzt er seine Beine, wird dabei aber kontinuierlich langsamer, was ein gewisser Cornelius, den Bambell im Reich der Toten beziehungsweise in einem winzigen Teilbereich davon antrifft, in dem sich Geister aufhalten oder besser, gefangen sind, die zu Lebzeiten alles leugneten, an nichts glaubten, andere Menschen weitgehend mieden, so wie er und Bambell selbst, damit erklärt, dass 'ein Wimpernschlag … einer Woche bei den Lebenden' entspricht. Welche Funktion der Autor jenem Cornelius in der Geschichte, mit der ich, so kurz sie auch ist, meine liebe Mühe und Not hatte, eigentlich zugewiesen hat, ist mir bis zum Ende unklar geblieben, denn der 'Chef', oder was immer Cornelius in dem Stückchen Jenseits ist, in das einer wie Bambell passt, drückt sich in Rätseln aus, spricht knappste Sätze, die ich mit vielen Fragezeichen versehen habe, gibt Antworten auf Bambells Fragen, die zu jenen in keinem Bezug stehen.
Aber genauso ist die gesamte Erzählung aufgebaut: knapp, karg, dürre Worte, kryptisch. Man muss sich seinen Weg hindurch bahnen, so wie die Hauptfigur Bambell, der aber wenigstens zu verstehen scheint, dass er nach seinem irdischen Leben, so, wie er es nun einmal gelebt hatte, seinen Platz im Jenseits zugewiesen bekommen hat – ebenso einsam und eingesperrt, wie im Diesseits! Dass es aber auch für die Seelen der Verstorbenen weitergeht und dass er genauso wie im Leben auch im Tod eine Wahl hat, dämmert ihm langsam, nachdem er auf einem Treffen mit Julia, die inzwischen ebenfalls nicht mehr unter den Lebenden weilt, beharrt hat und das Cornelius ihm, nicht wissend, was er mit dieser toten Seele anfangen soll, auch gewährt. Ihr vertraut der Eigenbrötler, sie ist seine eigentliche Richtungsweiserin, obschon auch sie sich einfach nicht klar ausdrücken kann – ein Manko, wie ich finde, das die gesamte Geschichte durchzieht!
Nun, der Autor hat einen Entwurf seiner eigenen Vorstellung vom Jenseits oder besser einem Leben nach dem Tode angeboten, die von der meinen genauso abweicht, wie ich mit Gewissheit nicht zu denen gehöre, die wirklich etwas anfangen können mir diesem Roman der Andeutungen und des Rätselaufgebens. Dennoch beschäftigt mich des Autors Vision, wenn es denn tatsächlich die seine ist. Wovon allerdings auszugehen ist, denn, um Generoso Picone zu zitieren, 'es gibt kein anderes als das autobiographische Erzählen'. Es könnte so sein, oder so ähnlich, oder vollkommen anders oder womöglich ist das große, das allumfassende Nichts die Antwort. Wer weiß das schon! Niemand hat je über seine Erfahrungen im Jenseits (Anderwelt ist ein passender Ausdruck, trifft auch die Welt, die der Autor fabuliert hat) berichten können! Die Frage aber wird bestehen bleiben, solange es Menschen gibt...

Veröffentlicht am 03.01.2022

Die Hölle im Herzen der Bösen

Tod im Hohen Venn
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„Warum die Hölle im Jenseits suchen? Sie ist schon im Diesseits vorhanden. Im Herzen der Bösen“
Dieses Zitat des Schweizer Schriftstellers, Philosophen, Pädagogen und Naturforschers Jean-Jacques Rousseau ...

„Warum die Hölle im Jenseits suchen? Sie ist schon im Diesseits vorhanden. Im Herzen der Bösen“
Dieses Zitat des Schweizer Schriftstellers, Philosophen, Pädagogen und Naturforschers Jean-Jacques Rousseau stellt der Autor Stephan Haas seinem Kriminalroman „Tod im Hohen Venn“ voraus – und, wie man während der umfangreichen Lektüre feststellen kann, es könnte nicht passender sein! In der Tat stockt einem der Atem während der langsamen Enthüllung eines perfiden Verbrechens, mit der Kommissar Piet Donker und seine Kollegen betraut sind, bei dessen Aufklärung Eile geboten ist, um die Opfer einer Entführung, Tom Keyzer, seine Frau Grit und den gemeinsamen Sohn Paul, zu finden, bevor es zu spät ist.
Die gesamte Handlung, die der Autor ersonnen hat, spielt sich in einem Zeitraum von kaum zwei Tagen ab, obwohl dem Leser diese Zeit viel länger erscheint, so viel, wie da geschieht und peu a peu dank der fieberhaften Nachforschungen und dem, was sie an Unfassbarem zu Tage bringt, vielmehr aber noch dank einiger glücklicher Zufälle, schließlich aufgelöst, besser noch enthüllt wird. Spannend ist der Krimi von Anfang an – und hätte eine neutrale, nicht genannte Person die Rolle des Erzählers eingenommen, hätte es also einen auktorialen Erzähler gegeben anstatt des belgischen Kommissars höchstselbst, hätte er noch spannender, noch zügiger und letztend viel gestraffter sein können. Viele Längen weist der Roman nämlich auch auf, die vor allem der Tatsache geschuldet sind, dass der ausschweifende und detailverliebte Piet Donker eine Unzahl von persönlichen Wahrnehmungen einfließen lässt, die vom Wesentlichen ablenken und, wie man feststellen wird, mit dem Entführungsfall selbst und seinen Hintergründen allesamt rein gar nichts zu tun haben.
Fast das gesamte Geschehen – fast, denn da gibt es noch zwei weitere Perspektiven, die hier allerdings ausgespart werden müssen, um dem potentiellen Leser nicht zuviel zu verraten – wird aus der Sicht des Kommissars erzählt, wir blicken mit seinen Augen auf das, was an den beiden Tagen hektischer Spurensuche geschieht, was natürlich jeglicher Objektivität entbehrt, sehen nur das von den handelnden Personen, was Donker wahrnimmt, was ihm wichtig ist zu erwähnen – und für mich doch zum Großteil Trivialitäten sind. Dass beispielsweise Kollege Jacky leidenschaftlicher Teetrinker und -kenner ist, das belebende Getränk pausenlos zubereitet, es mit Honig versetzt und dann mit Genuss schlürft, muss nicht ein ums andere Mal hervorgehoben werden, um es zu kapieren. Die honigverklebte Schranktür, hinter der Donker hofft, ein paar Krümel Kaffee zu finden, ist uninteressant, genauso wie die ebenfalls klebende Farbe in der derzeit renovierten und somit eigentlich nicht benutzbaren Polizeiwache, mit der die Ermittler nicht nur einmal in unliebsamen Kontakt kommen. Diese Informationen sorgen für Leerlauf, ihr Weglassen hätte dem Krimi gutgetan.
Dies gilt gleichermaßen für die Personenbeschreibungen, die Donker mit uns teilt und von denen mir vor allem die immer kleinen Augen der Menschen, mit denen er es zu tun hat, im Gedächtnis geblieben sind, sowie die dünnen Haare, die nicht recht kämmbar sind und die stets nach hinten fallen (wie geht denn das?), und die bei den männlichen Charakteren in der Regel um einen Mittelscheitel angeordnet sind. Diese Beschreibungen erweckten in mir den – sicherlich falschen – Eindruck, dass besagte, fortwährend herausgestellten Merkmale typisch sein müssen für die Bürger Belgiens...
Obendrein bringt sich der Kommissar Donker durch die mit dem Leser geteilten subjektiven Eindrücke dessen, was er sieht, in den Mittelpunkt der Handlung – eine Stellung, in der ich einen Ermittler in einem guten Kriminalroman, wie ich ihn definiere, nicht sehen möchte, womit ich sicher nicht für die Mehrzahl der Leser sprechen kann. Dieser Platz steht den jeweiligen Fällen zu, die zu lösen sind, den Opfern und den Verdächtigen, die nicht dadurch mehr oder weniger verdächtig werden, indem man über ihre Marotten, über die Beschaffenheit ihrer Augen und Haare oder gar Fingernägel aufgeklärt wird. Das betrachte ich als überflüssiges Füllmaterial!
Ja, einschätzen können möchte ich die jeweiligen Detektive, Kommissare, Ermittler von eigenen Gnaden schon, auch verstehen, warum sie so sind und nicht anders, was sie antreibt, wie sie vorgehen. Das kann jedoch subtiler erreicht serden als mit der hier vorherrschenden Holzhammermethode, die letztlich nur zu Unverständnis des sich selbst ins Zentrum stellenden belgischen Kommissars geführt hat.
Als Getriebener stellt er sich dar, als jemand, der auf der Suche nach Gerechtigkeit ist, der am liebsten ganz alleine die bösen Buben und Mädchen, denen er habhaft wird, aus dem Verkehr ziehen möchte. Dies tut er mit einer Besessenheit, die der des freilich auf der anderen Seite stehenden Mörders oder der Mörderin dieses Romans in nichts nachsteht. Dafür riskiert er die Entfremdung von seiner Tochter, die er – wir erfahren es schon frühzeitig und werden dann stets aufs Neue daran erinnert – mit unschöner Regelmäßigkeit versetzt, was auch für seine langmütige Lebensgefährtin Sina gilt, die er immer wieder vertröstet mit dem Versprechen, sein Leben umkrempeln zu wollen.
Herrscht Personalknappheit bei der belgischen Polizei, so frage ich mich? Ist es nicht unverantwortlich, drei Polizisten 40 Stunden am Stück arbeiten zu lassen, ohne für Wachwechsel zu sorgen? Piet Donker und seine Kollegen sind infolge Schlafmangels – auch dieser wird breitgewalzt und es tut beinahe weh, Donkers Anstrengungen zu verfolgen, seiner überwältigenden Müdigkeit Herr zu werden - kaum noch einsatzfähig. Wie sollen sie dann einen so dringenden Fall lösen können? Alldieweil der arbeitssüchtige Donker nur durch Zufall auf die Entführung gestoßen ist, denn im Dienst war er nicht und in seinen Zuständigkeitsbereich fiel das Verbrechen auch nicht, soweit ich das verstanden habe...
Wie dem auch immer sei – abgesehen von der Figur des Piet Donker fand ich den Krimi enorm spannend, die Auflösung, die sich wirklich erst ganz am Schluss vollzog, sehr überraschend, aber nachvollziehbar, vorstellbar, logisch, nicht aus der Luft gegriffen, tief berührend. Und so banal wie schrecklich! Wäre der Kommissar nicht so weitschweifig und zunehmend erschöpft gewesen, hätte er seine Energie durch die Ermittlungen hindurch nicht darauf verschwendet, von einem Verdächtigen zum nächsten zu springen, immerzu der Meinung, dass jeweils diejenige Person, die gerade in sein Blickfeld geraten war, etwas zu verbergen hatte und auf jeden Fall der Täter sein musste, und hätte schlussendlich der Titel gehalten, was er versprochen hatte, beziehungsweise, was ich hineininterpretiert und mir davon erhofft hatte, dass nämlich das Hohe Venn eine echte Rolle spielen würde in dem Roman und nicht nur Staffage ist – es hätte so viel mehr hergeben können, wäre es in seiner Düsternis und Unwirtlichkeit als eigentliche Kulisse der Handlung aufgebaut worden -, dann wäre dieser Krimi einfach perfekt gewesen!

Veröffentlicht am 20.12.2021

Auch eine Weihnachtsgeschichte...

Das Geschenk
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Um es vorweg zu sagen – auf das im Klappentext angekündigte 'Feuerwerk voller Wortwitz' habe ich bis zum Ende dieser Weihnachtsgeschichte der von mir sehr geschätzten Autorin Alina Bronsky vergebens gewartet. ...

Um es vorweg zu sagen – auf das im Klappentext angekündigte 'Feuerwerk voller Wortwitz' habe ich bis zum Ende dieser Weihnachtsgeschichte der von mir sehr geschätzten Autorin Alina Bronsky vergebens gewartet. Auch das 'grenzenlose, bitterböse Lesevergnügen' blieb aus – stattdessen gaben sich zunehmend unhöfliche, garstige und die Würde verletzende Dialoge die Hand, die mir wehtaten und die Geschichte ein wenig verleideten.
Seine Freunde, so fühlte ich mich einmal mehr bestätigt, sollte man sich gut aussuchen – und wenn das, was einen einmal verband, nicht mehr vorhanden ist, sollte man so eine Freundschaft wie diejenige, die hier auf dem Seziertisch liegt, still und leise ausklingen lassen und nicht, aus welchen Gründen auch immer, wieder versuchen aufleben zu lassen. Das kann nur schief gehen, wie man am Beispiel des unerträglich hochnäsigen und vorurteilsbehafteten Ehepaares Kathrin und Peter, die einander rein gar nichts mehr zu sagen haben, und dem übriggebliebenen Part des anderen ehemaligen Freundepaares, Klaus – Ehefrau Almut war vier Jahre vor dem unseligen Weihnachtstreffen gestorben -, in erschreckender Deutlichkeit sehen kann. Und was für Freunde gilt, gilt auch für Paare: wenn die Liebe sich überlebt und Abneigung, Hohn und gar Hass gewichen ist, sollte man sich trennen! Wenn der zum Glück überschaubar kurzen Geschichte überhaupt eine Botschaft zugrunde liegt, dann genau diese.
Und dabei hat alles so menschenfreundlich, so ganz und gar zum uns alljährlich aufs Auge gedrückten Weihnachtsfest passend begonnen! Nach vielen Jahren des Schweigens meldete sich plötzlich der längst in den Tiefen der Vergessenheit schlummernde Klaus bei Kathrin und Peter und schlug vor, doch mal wieder ein paar Tage miteinander zu verbringen, in dem alten Wochenendhaus in einem gottvergessenen Landstrich Nordhessens, in dem man schon einmal angeblich unvergessliche Stunden miteinander verbracht hatte. Warum Klaus ausgerechnet diese beiden Unsympathen einlud, denen er schon in seligen, wahrscheinlich in der Erinnerung stark verklärten, gelegentlich gemeinsam verbrachten Tagen nichts zu sagen hatte, bleibt bis zum Schluss ein Rätsel, es sei denn die Erklärung lautet, dass der eigentlich nette, unkomplizierte und einfach gestrickte Klaus unter masochistischen Schüben leidet. Wie auch immer, die perfekte, aber leider hoffnungslos versnobte Kathrin nimmt die Einladung an, unter dem Vorwand, dem verwitweten Klaus in seiner Einsamkeit beizustehen. Jetzt, nach vier Jahren? Man mag ihr Samaritergehabe nicht recht glauben, bekommt aber bald den Eindruck, dass alles recht war, um bloß nicht in trauter Zweisamkeit mit dem fremdgehenden Zyniker Peter, einem selbstherrlichen Widerling erster Güte, unter dem Weihnachtsbaum sitzen zu müssen, nachdem man sich erstmals dafür entschieden hat, die längst erwachsenen Kinder auszuladen, recht unverständlich, denn die sind alles, was sie an Familie haben und wahrscheinlich die einzigen Menschen, die sie mögen, vielleicht, weil sie ihnen ihr Luxusleben finanzieren oder weil die Stimme des Blutes manchmal doch sehr laut dröhnt. Nach Spiekeroog, wie man irgendwann, viel später, erfährt, hatte man fahren wollen, aber dann kam ja Klaus' Anruf – und vielleicht kam er Kathrin gut zupass? Wer weiß das schon!
Die erste Überraschung kommt alsbald! Der traurige Witwer ist eines gewiss nicht: einsam! An seiner Seite lebt nämlich, und das auch schon seit vier Jahren, die etwas flippige, aber freundliche, sympathische und ganz und gar nicht eingebildete Sharon, die weiland Frau Almut zu Tode gepflegt hatte. In ihrer Bigotterie fassen die beiden verlogenen Schickimickis sofort eine tiefe Abneigung gegen die unkomplizierte und im Gegensatz zu ihnen völlig authentische junge Frau – vielleicht wegen ihres jugendlichen Alters, wiewohl sie bei weitem nicht so jung ist, wie sie aussieht, vielleicht weil ihre eigenen zweifelhaften und darüber hinaus unehrlichen Vorstellungen von Konventionen einen Witwer in ewiger Trauer sehen wollen, der verstorbenen Partnerin bis zum Tode treu. Vielleicht, und dieser Verdacht beschleicht einen zuerst, bis er sich beinahe zur Gewissheit manifestiert, gönnen sie 'Freund' Klaus sein neues Glück nicht, weil es ihnen ihr eigenes Unglücklichsein widerspiegelt.
Bald, ach leider nur allzubald, wird aus versteckten Gehässigkeiten ein offener Schlagabtausch mit unerwarteten Enthüllungen, provoziert einzig und allein von dem unseligen Gästepaar, die vor allem Peter, den scheinheiligen, an seiner Angetrauten Kathrin kein gutes Haar lassenden Erzähler der Geschichte, der sich erhaben dünkt über nicht nur seine Frau, sondern auch über seinen Freund, dem er niemals ein solcher war, und der zudem noch unverständlicherweise stolz ist auf seine – vom Arzt attestierte – Unfähigkeit, sich Gesichter zu merken und Erinnerungen zu bewahren, verbal grob, aber gründlich entlarven und als das armselige Bürschchen dastehen lassen, das er unleugbar nun einmal ist. Und jetzt überkommt ihn das große Flattern, wie es jeden wohl überkommt, der sich in einem kurzen Moment der Einsicht in aller Klarheit so sieht, wie ihn andere sehen: in aller Erbärmlichkeit, und nicht einmal mehr nur mittelmäßig! Wäre das nicht die Gelegenheit für ein Umdenken? Die zweite Chance zu ergreifen? Gar für einen Wendepunkt? Nun, das Ende soll natürlich nicht vorweggenommen werden – vielleicht überrascht es, vielleicht enttäuscht oder verwundert es? Vielleicht aber ist es vollkommen logisch? Das muss dann jeder für sich entscheiden, denn so viele Leser wie ein Buch hat, so viele verschiedene Meinungen gibt es dazu!
Und um meine Gedanken nun einem Abschluss entgegenzuführen – haben wir es hier denn überhaupt mit einer Weihnachtsgeschichte zu tun? Auch in diesem Punkt mögen die Ansichten divergieren. Ich meine ja! Ein traditionelles Weihnachsfest ist heutzutage beinahe schon die Ausnahme, obwohl Sharon ein solches möchte und mit viel Lametta aufwartet, was, das überrascht kaum jemanden, von den beiden, ach so gebildeten, geschmacks- und stilsicheren Eheleuten Kathrin und Peter mit mitleidigem Abscheu beäugt wird. Sie können einem beinahe leid tun, diese beiden, die rein gar nichts verstanden haben von dem, was das Leben ausmacht und denen der Sinn der Weihnacht, denen Freundlichkeit und echte Empathie fehlen oder womöglich, um ihnen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, irgendwann abhanden gekommen ist auf ihrem Weg in die zynische Kaltherzigkeit. Die, weihnachtlich beschenkt von ihren Gastgebern, die gerne und von Herzen geben, nicht verstehen, dass diese keine Gegenleistung erwarten, dass vielmehr sie selbst, Kathrin und Peter, das Geschenk sind, dessen sie sich aber nicht würdig erwiesen haben! Ja, man kann es nicht bestreiten, Alina Bronsky entlarvt hier vieles – und das gründlich und gnadenlos! Es ist jedoch die Art und Weise, in der sie es tut, die ich weniger ansprechend finde, die gewiss schonungslos ist, aber ohne Witz – und ein Funkeln kann daher zu keinem Zeitpunkt aufkommen, so sehr es auch zu Weihnachten passen würde, dem traditionellen, das ich, da bin ich mit Sharon einig, über alle Maßen wertschätze. Immer noch und trotz allem!

Veröffentlicht am 08.11.2021

Einfach loslaufen - oder: Auch Wandern will geübt sein!

Runter geht's immer schneller
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Wandern hat seit einigen Jahren Hochkonjunktur! Vor allem unter jungen Leuten, wieder, denn nach der gut hundert Jahre zurückliegenden Wandervogelbewegung und dem, was im Dritten Reich daraus gemacht wurde, ...

Wandern hat seit einigen Jahren Hochkonjunktur! Vor allem unter jungen Leuten, wieder, denn nach der gut hundert Jahre zurückliegenden Wandervogelbewegung und dem, was im Dritten Reich daraus gemacht wurde, war es vorwiegend der älteren Generation vorbehalten; die Jungen in der Zeit, in der ich aufgewachsen bin, hatten vermeintlich Besseres zu tun, als in der Bergen herumzukraxeln oder weite Strecken auf flachem Land zurückzulegen und für die eifrigen, in diversen Wandervereinigungen organisierten Berg- und Naturbegeisterten nur ein müdes Lächeln übrig.
Doch Wandern ist nicht gleich Wandern, wie man von der Autorin des hier zu besprechenden, wunderhübsch aufgemachten schmalen Buches gleich zu Beginn erfährt: da gibt es das Weitwandern, das Hüttenwandern, das Bergwandern, das Trekking, das Hiking und das Pilgern – und wie diese sich jeweils voneinander unterscheiden, schiebt Melissa Guadagno gleich hinterher. Dank Google, den sie eifrigst und ausdauernd bemüht, ist sie bestens informiert! Wenn das mit dem Wandern doch auch so einfach wäre! Sie und ihr Lebenspartner, während ihrer gesamten Aufzeichnungen nur als 'der Mann' bezeichnet, haben nämlich die Idee (offensichtlich wie aus dem Nichts aufgetaucht), die Alpen zu Fuß, also wandernd, zu überqueren, voller Naivität freilich und gänzlich ungeübt in dem Trendsport. Typische Großstadtpflanzen oder, wie sie sich selbst nennen, 'Fischbrötchen' - sie leben in Hamburg -, die sich zwar mit dem Reisen auskennen, vom Wandern jedoch nicht die geringste Ahnung haben. Doch was soll's, geht man am besten einfach los, mit der passenden App wird’s schon möglich sein....
So denkt die Erzählerin noch am Anfang, allmählich aber dämmert ihr, dass ihr Unterfangen nicht so einfach ist, vor allem nachdem sie einen Urlaub auf Sardinien verbracht und die ersten zaghaften Wanderschritte gemacht hat. Denn da merkt sie, dass ihre angestrebte neue sportliche Betätigung anstrengend ist und Kondition erfordert; und die App – na ja.... Aber halt! Wollten die beiden nicht in die Alpen? Ach, doch, das wollten sie und wollen es immer noch, können sich allerdings nicht für eine der vielen Routen entscheiden und haben, in seliger Unkenntnis der Wetterverhältnisse, ihren Urlaub auf März/April gelegt, eine Zeit also, in der noch Schnee liegt und die Berghütten geschlossen sind. Pech gehabt! Aber wandern kann man doch schließlich überall, denkt Melissa, womit sie natürlich Recht hat. Nach dem Sardinienurlaub erkundet sie mit 'dem Mann' die nähere Umgebung Hamburgs, zu Fuß und auch mit dem Fahrrad – und so ganz allmählich wird ihr klar, dass für ihre geplante Tour sowohl körperliche Fitness als auch die geeignete Ausrüstung, sprich bergtaugliches Schuhwerk, gewiss nicht von Nachteil wäre. Als Generalprobe, oder so etwas in der Art, dient dann ein einwöchiger Wanderurlaub in Berchtesgaden, bei dem sie durchaus an ihre körperlichen Grenzen gerät, sich aber in ihrem Vorhaben, irgendwann doch noch die Alpen zu überqueren, bestätigt fühlt - vielleicht dann, meint sie, und es klingt fast wie eine Ausrede, wenn Corona das Leben nicht mehr gar zu sehr einschränkt.
Das mit 190 Seiten recht kurze, entsprechend schnell zu lesende Buch mit seinen freundlichen Zeichnungen sollte, so die Autorin in ihrem Nachwort, ursprünglich eher ein Blog werden – und stellenweise liest es sich genau so: leicht, ein wenig flapsig, eine Aneinanderreihung von Momentaufnahmen, auch sehr offen und die eigenen Unzulänglichkeiten nicht verbergend und sich, was ich als sehr angenehm erfinde, oft genug darüber lustig machend. Es ist so, als hätte Melissa Guadagno ihre Gedanken und Erfahrungen mit ihren Freunden geteilt. Was sie wohl von Anfang an sowieso getan hat, gleich nachdem sie den Einfall mit der Fußwanderung über die Alpen hatte, immer irgendwie beifallheischend, so als wollte sie sagen 'Seht mich an, ich habe etwas ganz Außergewöhnliches vor....', und es setzt sich fort, wie man vermuten darf, denn wozu sonst machen sie und 'der Mann' geschätzte Tausende von Photos und Selfies während all ihrer Unternehmungen, von denen sie uns in ihren Geschichten, allesamt mit fröhlichen Überschriften versehen, berichtet? Die ganze (Freundes-)Welt soll teilhaben an den ach so tollen Abenteuern. Bewunderung und Anerkennung ist unbedingt wichtig, sonst ist das Ganze ja nur halb so viel wert.... Zeitgeist? Ich fürchte wohl!
Immer wieder fiel mir auf, dass die Schreiberin und vermutlich auch 'der Mann' eine eigentlich erbauliche Freizeitbeschäftigung wie das Wandern als hochernstes Projekt anzusehen schienen. 'Hochmotiviert' gingen die beiden so manche ihrer Tagestouren an, bierernst geradezu und so, als müssten sie sich etwas beweisen, sich dabei immer an die Vorgaben der Reiseführer, mit denen Melissa bestens vertraut war, haltend, die unglücklicherweise nicht immer auf dem neuesten Stand waren, oder sich streng an den gelben Schildern in den Berchtesgadener Bergen festhaltend, denen man so recht aber auch nicht vertrauen konnte. Kurz und gut – während des Großteils der Aufzeichnungen fehlte mir eine gewisse Leichtigkeit, die schiere Lust am Wandern ohne sich etwas beweisen zu müssen. Nicht nur einen Tick zu verbissen gingen die beiden 'Nordlichter' zu Werke – eine verkrampfte Ernsthaftigkeit, die auch der mit leichter, salopper Hand geschriebene Text nicht zu verbergen vermag.
Doch sind sie nach ihrem Urlaub in Berchtesgaden zum Glück auf dem besten Weg gelassener zu werden, wozu die sie überwältigende Natur, noch schöner als alle Postkartenmotive, das ihre beiträgt. Zurück in Hamburg haben sie das Gefühl, irgendwie im falschen Film gelandet zu sein, diese beiden zu Anfang so ausgeprägten Großstadtpflanzen, der Wettbewerb mit sich selbst spielt plötzlich keine Rolle mehr.... Die sehr lebendigen Beschreibungen, die die Autorin zu diesem Urlaub niederschreibt, fand ich, nebenbei gesagt, sehr gelungen. Sie machen in der Tat Lust, es den beiden Hamburgern gleichzutun! Und wer weiß , vielleicht gelingt es ihnen irgendwann in der Zukunft doch noch, die Idee, mit der alles begann, in die Tat umzusetzen, auf jeden Fall aber das Wandern mit eben jener Leichtigkeit zu betreiben, die einem Hobby zusteht. Und dann ist es tatsächlich völlig egal, wo und wohin man auf Schusters Rappen unterwegs ist....

Veröffentlicht am 29.10.2021

Falsche Fährten

Ankertod
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Der Journalist Joost Bookmeyer war ein aufgeschlossener Mann! Er schrieb an einem Buch über Verschwörungsmythen, in dem er vor allem den Gründen nachging, aus denen Menschen an immer absurdere Theorien ...

Der Journalist Joost Bookmeyer war ein aufgeschlossener Mann! Er schrieb an einem Buch über Verschwörungsmythen, in dem er vor allem den Gründen nachging, aus denen Menschen an immer absurdere Theorien glauben wollen, die die Realität in Frage stellen, und sich ihre eigene zimmern. Für ihn waren diese Vorstellungen eine verzweifelte Flucht aus einer immer komplexer werdenden Welt, die sie zunehmend weniger verstehen und die ihnen Angst macht. Er nahm sie ernst, all diejenigen, die an Ufos glauben, an Außerirdische wie die Aldebaraner, die angeblich der Erde bereits einen Besuch abgestattet haben und von deren Wiederkunft als Retter sie überzeugt sind, an reptoloide Echsenwesen, die die Menschheit unterwandern, die der Hohlwelttheorie zugeneigt sind, mit Aluhüten umherlaufen und dergleichen mehr. Er verstand ihre Ängste vor 5-G-Masten, vor Chemtrails, davor, zu Impfungen aller Art gezwungen zu werden, ohne sie zu den seinen zu machen. Niemanden griff er an, niemanden verhöhnte er, machte sich schon gar nicht über sie lustig.
Warum also wurde er ermordet und auf einem Feld an der Nordsee, wohin er zu Recherchezwecken gereist war, nackt aufgefunden, mit einem seltsamen Zeichen auf der Brust, das alsbald als das Symbol für das Sternzeichen des Stiers identifiziert wurde? Und warum, mit Verlaub gefragt, wird der komplett durchgeknallte Gastwirt Hajo Rutkat, ein überzeugter Jünger all des Unsinns, den die Verschwörungstheoretiker so von sich geben und gerade der Mann, wegen dem der Journalist aus seinem Domizil Osnabrück hoch ans Meer gekommen ist, der ihm Wichtiges zu erzählen oder zu zeigen hatte, wenig später ebenfalls ermordet und seine Leiche auf die gleiche Weise zur Schau gestellt, wie die Bookmeyers?
Die beiden ermittelnden Kommissare, Tilmann Baer und Kira Jensen, stehen jedenfalls vor einem Rätsel! Und da Ermittlungen eben nicht, wie in den einschlägigen Krimis in Buch- und Filmform suggeriert wird, durch eine Aneinanderreihung von Geistesblitzen bestehen, genausowenig aus Enthusiasmus und übermotivierter Planlosigkeit, sondern vielmehr aus mühevoller Kleinarbeit, bei der man besser einen kühlen Kopf bewahrt, aus viel Geduld, ganz wie beim Schachspiel, so erläutert der Hauptkommissar sein Vorgehen seiner jungen Kollegin, dauert es eine ganze Weile, genauer gesagt bis kurz vor dem Ende des Küstenkrimis mit dem für mich völlig unersichtlichen Titel, bis sich die Nebel lichten, bis das kunstvolle Gebilde aus falschen Fährten und Spuren, die ins Leere laufen, entwirrt ist und die beiden Morde, bei denen es im Übrigen nicht bleiben wird, von den beiden Kommissaren aufgeklärt und der Mörder schließlich dingfest gemacht werden kann.
„Ankertod“ ist kein umfangreicher Krimi, doch ist er bis zum Rand vollgepackt mit Geschehnissen, mit Themen, mit Handlungssträngen, die man nicht so leicht durchschaut, deren Verbindungen erst ganz allmählich ersichtlich werden. Ein rechtes Puzzle, eines von der kniffligen Sorte, und die Geduld, die Baer von Jensen fordert, muss auch der Leser aufbringen, um durchzublicken. Kein Krimi zum Mitraten, denn der Autor hat nicht, nach Art des klassischen „Whodunnit“ a la Agatha Christie, versteckte Hinweise in die Handlung eingebaut, die dem cleveren Krimileser, selbst oft ein halber Detektiv, den Weg weisen. Lange blieb mir überdies unverständlich, was der zweite Handlungsstrang, in dem eine gewisse, reichlich verhuschte Eilika die Hauptrolle spielt, mit der Mordgeschichte um den Journalisten zu tun hat, was die Niedergeschlagenheit einer jungen Frau, die mit ihrem Café, dem Traum von der Selbständigkeit, gescheitert ist und das Ende der Welt gekommen sieht, zum Fortgang der Haupthandlung beiträgt. Nunja, beide Stränge werden schließlich zusammengeführt, denn beide sind sehr wohl miteinander verflochten, und zwar von Beginn an! Dennoch betrachte ich die Eilika-Geschichte als Schwachpunkt des für meinen Geschmack etwas zu vielschichtigen Romans, bei dem ich eine klare Linie vermisse. War die Haupthandlung alles in allem stimmig, so gilt das nicht für den Teil, in dem Eilika Trübsal bläst und deren Weinerlichkeit und Selbstmitleid nicht recht nachvollziehbar sind und die wirklich lernen muss, dass Niederlagen zum Leben gehören. Und, nebenbei gesagt, welchen Leuten man trauen kann und von welchen man sich besser fernhält....
Ersteres hingegen hat die Kommissarin Kira Jensen, sicher nicht viel älter als Eilika und mit viel mehr Berechtigung depressiv zu sein, verstanden. Sie wurde, wie man am Rande erfährt, als Kind vom eigenen Vater missbraucht, hat natürlich ein Trauma zu verarbeiten, sucht sich aber Hilfe und ist stets bemüht, ihr Leben im Griff zu behalten. Kira verdient jeden Respekt, auch wenn man ihre Tendenz zu Alleingängen, die zu Konflikten mit dem Vorgesetzten Baer führen, mit Skepsis betrachten kann.
Und damit komme ich zu dem stärksten Teil des verzwickten und verschlungenen Krimis mit der arg konstruierten Auflösung, nämlich zu dem Team Baer/Jensen! Team? Davon kann bis weit nach der Mitte der Handlung nicht die Rede sein! Sowohl der skeptische und schweigsame Baer als auch die sich um jeden Preis beweisen wollende Jensen sind Einzelgänger, zwar mehr oder minder zähneknirschend zur Zusammenarbeit bereit, aber eben nicht aus Überzeugung, zumal beider Herangehensweisen an die jeweiligen Fälle grundverschieden sind. Die Art und Weise, wie sie sich dennoch, nach einem gewaltigen Faux pas von Jensen, der es schwerfällt, sich an vereinbarte Regeln zu halten, allmählich zusammenzuraufen und schließlich gemeinsam an einem Strang ziehen, empfinde ich als glaubwürdig und überzeugend geschildert. Es sieht am Ende ganz danach aus, als könnten die beiden Polizisten zu einem richtig guten Team zusammenwachsen, bei dem jeder die Entscheidung des anderen mitträgt, selbst wenn sie eine Fehlentscheidung war, wie der zuerst uneinsichtigen Jensen von einem Kollegen erklärt wird, und was sie sich offensichtlich zu Herzen genommen hat. So gesehen bleibt zu hoffen, dass einer erfolgreichen Zusammenarbeit Kiras und Tilmans in weiteren Bänden nichts mehr im Wege stehen mag....