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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2021

Sehr seichter Liebesroman

The Sky in your Eyes
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Das Buch war nicht mein Fall, aber das heißt nicht, dass es schlecht ist. Ich glaube sogar, dass es vielen Menschen aus der Seele sprechen wird. Man kann es schnell lesen und muss dabei auch nicht wirklich ...

Das Buch war nicht mein Fall, aber das heißt nicht, dass es schlecht ist. Ich glaube sogar, dass es vielen Menschen aus der Seele sprechen wird. Man kann es schnell lesen und muss dabei auch nicht wirklich denken. Es geht um Elín, die sich als zu dick wahrnimmt und sehr darunter leidet. Sie interpretiert viel in Kommentare von anderen hinein und ihre Unsicherheit beeinflusst ihr gesamtes Leben.

In meiner Pubertät hatte ich auch Probleme mit meinem Körper und konnte ihre Gedankengänge darum sehr gut nachvollziehen, aber mittlerweile bin ich etwa so alt wie Elín sein soll und uns trennen wirklich Welten. Ich habe sie verstanden, aber sie hat auf mich eher wie ein naiver Teenager gewirkt, als wie eine erwachsene Frau. Durch ihre Unsicherheit fokussiert sie sich sehr auf die negativen Aspekte, was sehr realistisch ist, mich beim Lesen aber schnell genervt hat. Es passiert sonst auch sehr wenig, was aber eher am Genre, als an diesem Buch liegt. Ich glaube in der letzten Woche, ist in meinem Leben mehr passiert als in der ganzen Handlung. Darum war es für mich auch nicht spannend.

Bitte denkt immer daran, dass meine Kritikpunkte, gerade in diesem Fall, mehr über mich, als über das Buch aussagen. Ich bin ziemlich selbstbewusst, was auch harte Arbeit war und diese negative Selbsteinschätzung der Protagonistin hat sich für mich wie ein Rückschritt angefühlt. Diese Gedanken zu lesen, hat meine Stimmung ziemlich gedrückt und diese negative Stimmung hat sich leider durchs ganze Buch gezogen.

Ich finde es schade, dass dieses Buch über Selbstliebe und Unsicherheit an eine Lovestory geknüpft ist. Um sich selbst zu lieben, ist keine andere Meinung nötig. Vor allem, dass das Love-Interest schon im Klappentext als besonders attraktiv beschrieben wird, ist für mich nicht zielführend. Aber vielleicht müssen manche Menschen erst von anderen hören, dass sie sich selbst lieben dürfen. Mit dem Love-Interest bin ich nicht wirklich warm geworden. Seine Qualifikation war, dass er da war und kein Arsch. Er war sogar einigermaßen sympathisch, aber für mich war er ein wenig zu uninteressant. Wir beide haben zwar dasselbe Lieblingsgewürz, aber das reicht mir persönlich nicht als Basis.

Ansonsten war das Buch wirklich das, als was es vermarktet wird. Man bekommt genau das, was im Klappentext steht. Nicht mehr und nicht weniger.

Also wenn ihr euch unsicher fühlt, vielleicht selbst Probleme mit eurem Körper habt, oder einfach das Gegenteil von einem Thriller sucht, wird euch das Buch wahrscheinlich sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 05.11.2021

Ein unterhaltsames Buch für zwischendurch

Too Late
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Generell mochte ich den anarchistischen Aufbau total. Das war einfach mal etwas anderes.

Die Liebesgeschichte an sich war zwar vorhersehbar, aber es gab einige Handlungen, die mich dann doch überrascht ...

Generell mochte ich den anarchistischen Aufbau total. Das war einfach mal etwas anderes.

Die Liebesgeschichte an sich war zwar vorhersehbar, aber es gab einige Handlungen, die mich dann doch überrascht haben. Ich hatte während des Lesens immer wieder mal das Gefühl, dass wir gerade beim Happy End sind, aber dann wurde noch einer draufgesetzt.
Ich habe immer wieder mal verzweifelt gelacht.

In dem Buch sind einige Themen angeschnitten worden, die interessant waren aber leider blieb der Fokus auf den Beziehungsgeschichten. Ich fand das ein bisschen schade, weil die Story einfach viel mehr Möglichkeiten geboten hätte. Nichts gegen Beziehungsgeschichten, aber ich hätte mir einfach ein bisschen mehr erwartet.

Der Text war dafür echt leicht zu lesen aber irgendetwas, wodurch mir das Buch noch lange im Gedächtnis bleiben würde, hat einfach gefehlt.

Charakterlich war mir Luke ein bisschen zu glatt. Ihm haben die Ecken und Kanten gefehlt, die Asa dafür umso mehr hatte. Asa war wirklich super ausgearbeitet und hat mich immer wieder überrascht. Er war mir absolut unsympathisch aber genau das hat das Leseerlebnis für mich besonders gemacht.

Ein sehr unterhaltsames Buch, das wichtige Themen anschneidet und einen unfassbar interessanten Charakter beinhaltet aber meiner Meinung nach hat die Tiefe gefehlt.

Zusammengefasst hatte ich sehr viel Spaß während des Lesens, aber es hat jetzt auch nicht mein Leben verändert.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Anders als erwartet

How To End A Love Story
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Viele Jahre nachdem Helen und Grant ein tragisches Ereignis verbindet hat, treffen sie sich plötzlich wieder. Sie ist Bestsellerautorin mit Impostersyndrom und er soll ihre Geschichten für den TV adaptieren, ...

Viele Jahre nachdem Helen und Grant ein tragisches Ereignis verbindet hat, treffen sie sich plötzlich wieder. Sie ist Bestsellerautorin mit Impostersyndrom und er soll ihre Geschichten für den TV adaptieren, während er mit seinen eigenen Dämonen kämpft. Ihr Treffen setzt einiges in Gang und während sie damit kämpfen das Erlebte zu verarbeiten, müssen sie sich nicht nur der Vergangenheit stellen, sondern auch der Zukunft.
Das Buch, mit dem fluffigen Cover und hübschen Farbschnitt wird als sexy Enemies to Lovers Romance vermarktet, was es absolut nicht auf den Punkt bringt.
Es ist viel eher ein sensibles und ehrliches Buch über Verlust, Abschluss und die Frage dem Recht zu vergeben.
Die Erzählung hat ein verwirrendes Nähe- und Distanzverhältnis, bei dem intime Momente und widersprüchliche Gefühle aus der Distanz, fast schon analytisch betrachtet werden, sodass man emotional nicht wirklich mitfühlt und dann oberflächliche Szenen, plötzlich voller Emotionen stecken.
Die Protas hatten eine interessante Dynamik und die Instabilität, die Helen begleitet, wird durch Grants Menschlichkeit und Sympathie aufgewogen.
Die Erzählweise ist unkonventionell und folgt nicht den gängigen Schemata, was erfrischend ist, manchmal jedoch ziellos wirkt und hat ein paar Längen hat. Das Erzähltempo ist auch sehr uneinheitlich und durch Perspektivenwechsel innerhalb der Kapitel musste ich mich beim Lesen wirklich konzentrieren.
Es war ein interessantes Leseerlebnis, aber nicht das, was ich erwartet habe.

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Fantasy für Einsteiger

Burning Crown
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Yessa ist Drachenreiterin bei der Armee von Eldeya. Als ihr Cassim als neuer Drache zugewiesen wird, gestalten sich die Dinge schwierig. Denn Beziehungen zwischen Drachen und Reiter:innen sind strengstens ...

Yessa ist Drachenreiterin bei der Armee von Eldeya. Als ihr Cassim als neuer Drache zugewiesen wird, gestalten sich die Dinge schwierig. Denn Beziehungen zwischen Drachen und Reiter:innen sind strengstens verboten. Außerdem verfolgen beide ihre eigenen Ziele, die sie in große Gefahr bringen könnten.
Ich liebe den Schreibstil von Marie Niehoff sehr. Er ist unaufgeregt und nicht sonderlich kompliziert, aber genau wegen dieser Geradlinigkeit lese ich ihre Geschichten sehr gerne. Gerade als Hörbuch funktioniert ihr Stil für mich richtig gut.
Was mir bei dieser Geschichte leider wirklich gefehlt hat, war ein ordentliches Worldbuilding. Es gab nur wenig Information über die Welt, abgesehen von der Armee, wodurch ich lange nicht wusste, wie ich mir die Umgebung, die Politik, den Alltag der Bevölkerung, die Kleidung und andere Dinge vorstellen sollte. Es hat sich für mich nicht echt und etwas unausgereift angefühlt.
Die Charaktere waren einfach gehalten, aber hatten beide ihr eigenes Päckchen zu tragen. Die Emotionen der Protas und ihre moralischen Dilemmata waren sehr gut dargestellt und wirkten für mich glaubhaft. Leider war ein Großteil der Handlung zwischenmenschliches Drama, bei dem die negativen Emotionen im Vordergrund standen, die sich ständig im Kreis gedreht haben.
Einen großen Pluspunkt gibt es für eine gesunde Poly-Repräsentation, die mich sehr positiv überrascht hat.
Für mich war Burning Crown eher eine verlängerte Einleitung der Trilogie, die das Potential hat, zu einer guten Geschichte zu werden, wenn die Welt noch etwas greifbarer wird und die Stimmung nicht ganz so gedrückt bleibt.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Lesbar, aber nichts Besonderes

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Die Diebin Lyra wird von Hades, dem (heißen) Gott der Unterwelt auserwählt als seine Championesse bei den Crucible-Spielen anzutreten. Dort kämpfen die Gottheiten um die Vorherrschaft. Damit hat sie natürlich ...

Die Diebin Lyra wird von Hades, dem (heißen) Gott der Unterwelt auserwählt als seine Championesse bei den Crucible-Spielen anzutreten. Dort kämpfen die Gottheiten um die Vorherrschaft. Damit hat sie natürlich nicht gerechnet, aber sie hat eine eigene Motivation, um zu gewinnen. Und außerdem findet sie Hades heiß.
Bücher über tödliche Spiele, griechische Götter und vor allem Hades (der anscheinend sehr heiß ist) scheinen momentan beliebt zu sein. Die Götterthematik an sich hat mir ganz gut gefallen, aber das wurde in anderen Büchern schon viel besser umgesetzt. Es ist eine Neuerzählung von einer Geschichte, die so ähnlich schon sehr oft erzählt wurde.
Der Schreibstil war leicht lesbar, aber sehr simpel gehalten und hat mich mit den extrem kurzen Kapiteln eher an ein Jugendbuch erinnert.
Ich fand die Protagonistin leider sehr anstrengend. Sie hatte keinen Selbsterhaltungstrieb, war einfach nur nervig, musste immer das letzte Wort haben und war dabei nicht einmal schlagfertig. Ich hatte phasenweise wirklich Mitleid mit Hades (der übrigens sehr heiß sein soll).
Die Handlung mit den Spielen ist gut beschrieben worden (aber nicht so gut wie Hades, der wirklich heiß sein muss), jedoch gab es am Anfang zu viele Namen und später zu viele Wiederholungen. Es gab dann doch noch einen netten Plottwist, aber auch der konnte es für mich nicht herausreißen.
Den größten Teil der Story hat die Romanze eingenommen, die mit Romantik oder Gefühlen nicht wirklich was zu tun hatte. Sie findet Hades heiß und das wars dann eigentlich auch.
Das Buch ist lesbar und wird bestimmt seine Leser:innen finden, aber für mich hatte es leider keinen Mehrwert. Naja, jetzt weiß ich wenigstens, dass Hades heiß ist.
Einen Bonusstern gibt es, weil ein toller Hund vorkommt.

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