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Veröffentlicht am 21.11.2021

ZORN ist wie Spannung, Spiel und Schokolade

Zorn – Opferlamm
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Wo ZORN draufsteht, sind Zorn und Schröder drin. Mit seinen Protagonisten hat Stephan Ludwig ein kongeniales Ermittlerduo erschaffen. 11 Thriller. 5 Verfilmungen. Zorn und Schröder haben durchaus Kultstatus ...

Wo ZORN draufsteht, sind Zorn und Schröder drin. Mit seinen Protagonisten hat Stephan Ludwig ein kongeniales Ermittlerduo erschaffen. 11 Thriller. 5 Verfilmungen. Zorn und Schröder haben durchaus Kultstatus erreicht.

Darum geht’s: In „Opferlamm“ werden die Kommissare mit dem perfiden Plan eines irren Mörders konfrontiert. Ein halbtoter Mann übergibt der Polizei einen Timer. Der Countdown läuft ab und der Mann ist tot - gekreuzigt. Kurze Zeit später erhalten Zorn und Schröder einen weiteren Timer. Können sie den Mörder stoppen, bevor es weitere Opfer gibt?

Ich habe bei der Reihe jetzt länger pausiert. Einfach, weil man eben nicht alles lesen kann. Da verliere ich zuweilen sogar mal Lieblingsreihen aus dem Blick. Manchmal tut ein bisschen Abstand aber sogar ganz gut. So war das Wiedersehen mit Zorn und Schröder für mich jetzt wieder ein echter Genuss. Die beiden sind noch genauso, wie ich sie in Erinnerung hatte. Es war gleich wieder alles so vertraut. Autor Stephan Ludwig geht keine Experimente ein. Er spannt immer noch den gewohnten Bogen zwischen Spannung und Humor. Wobei letzteres in der ZORN-Reihe oft im Vordergrund steht. Damit bedient der Autor aber genau das, was Fans der Reihe wollen. Es gibt wieder viele herrliche Dialoge und Frotzeleien zwischen Zorn und Schröder. Wer die beiden kennt weiß, dass sie sich im tiefsten Herzen lieb haben und füreinander durchs Feuer gehen würden. Und das müssen sie beim großen Showdown auch diesmal wieder.

Zugegeben: die Scharmützel zwischen Zorn und Schröder sind sicherlich Geschmackssache. Sie überlagern schon mal den eigentlichen Fall, sind Showstopper und nehmen zuweilen sogar etwas die Spannung aus den Ermittlungen. Aber will ich das anders? Eindeutig Nein! Genau so gehört sich das bei Zorn und Schröder. Alles andere wäre eine Enttäuschung. Absolute Neueinsteiger sollten also wissen, worauf sie sich einlassen. Thriller ist das nicht immer. Die Spannung verläuft eher wellenförmig. Der Schluss bringt aber Zorn-typische Action. Okay, auch ein bisschen Over The Top. Aber das gehört sich bei Zorn so. Das Buch hat mir insofern genau das geliefert, was ich erwartet habe.

Mein Fazit: Der 11. ZORN „Opferlamm“ ist genauso, wie ein ZORN sein muss. Totaler Wiedererkennungswert. Lasst es mich wie in der Werbung für ein allseits beliebtes Schoko-Produkt formulieren: ZORN, das ist Spannung, Spiel und Schokolade.

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Veröffentlicht am 16.11.2021

Sehr spannend und wendungsreich

Verloschen: Thriller
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"Verloschen" ist der neue Thriller von @autorincatherineshepherd. Ein weiterer Fall für Rechtsmedizinerin Julia Schwarz. Und was für einer. Ein Serienkiller trennt seinen Opfern Körperteile ab - und näht ...

"Verloschen" ist der neue Thriller von @autorincatherineshepherd. Ein weiterer Fall für Rechtsmedizinerin Julia Schwarz. Und was für einer. Ein Serienkiller trennt seinen Opfern Körperteile ab - und näht ihnen fremde wieder an …

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Wohoooo, was für ein mörderisch gutes, düsteres und gruseliges Szenario. Ohne Umschweife geht's los und schon war ich sowas von drin in der Story. Zwischen erstem Wort und Schlusspunkt gab es auch kein Entkommen mehr. Catherine Shepherd gönnt weder ihrer Protagonistin noch dem Leser eine Atempause. Es geht Schlag auf Schlag und die Seiten blättern sich fast wie von selbst um. "Verloschen" ist mega-spannend. Es gibt mehrere Handlungsstränge und ganz viele lose Fäden. Klar ist, dass es irgendwo einen Zusammenhang geben muss. Nur wo und wie? Häppchenweise bekommt man Hinweise. Die vielen Einzelteile fügen sich immer mehr zusammen. Aber wirklich erst ganz zum Schluss ergibt sich das komplette Bild.

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Catherine Shepherd schreibt mit dieser scheinbar lässigen Selbstverständlichkeit. Und genauso selbstverständlich bin ich dann beim Lesen nur so durch die Seiten geflogen. Der Plot ist toll und die Sogwirkung groß. Es gibt verschiedene Ansätze und immer wieder unerwartete Wendungen. Trotzdem wird es an keiner Stelle verwirrend. Ich hatte ganz viele Gänsehaut- und Überraschungsmomente.

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Fazit: Ich bin ja schon Fan der Julia Schwarz-Reihe. Bisher war "Winterkalt" mein Favorit. Jetzt hat "Verloschen" die Spitzenposition übernommen. Das Buch kommt auf die Liste meiner Jahres-Highlights. Der Thriller hat bei mir voll ins Schwarze getroffen. Er ist durchweg spannend - ohne Längen und Tiefen. Ein Pageturner par excellence. Catherine Shepherd, ich bin schwer begeistert. Deshalb gibt's von mir eine große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.11.2021

Super Fortsetzung der Trilogie

Amissa. Die Vermissten
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Hart, härter, Kodiak. "Die Vermissten" ist Teil 2 der Amissa-Trilogie von Frank Kodiak aka Andreas Winkelmann. Ich war bereits vom Auftakt "Die Verlorenen" begeistert - habe da aber auch noch Luft nach ...

Hart, härter, Kodiak. "Die Vermissten" ist Teil 2 der Amissa-Trilogie von Frank Kodiak aka Andreas Winkelmann. Ich war bereits vom Auftakt "Die Verlorenen" begeistert - habe da aber auch noch Luft nach oben verspürt. Teil 2 treibt die Story nun bereits dermaßen voran, dass ich mich frage, wie der Autor das im Finale noch steigern will - habe aber keinen Zweifel, dass ihm das gelingt. 😱
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Die Privatdetektive Rica und Jan Kantzius versuchen mehr über die dubiosen Machenschaften der vermeintlich ach so wohltätigen Organisation "Amissa" rauszufinden. Die Spur führt zu "Missing Order". Das Motto: Wer Geld hat, kann sich alles kaufen – auch Menschen!
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Was passiert hier bitte alles? Der Plot ist ultra-spannend, hart und nimmt unglaubliche Twists. Ich habe mich für die Hörbuch-Fassung des Thrillers entschieden. Schon zwei mal war ich von Charles Rettinghaus Interpretation der Winkelmann-Bücher begeistert. Diesmal sogar noch mehr. Normalerweise lese ich Krimis und Thriller lieber. Bei Hörbüchern schaltet mein Gehirn zwischendurch meist automatisch mal ein bisschen ab. Bei komplexen Handlungen und Entwicklungen verliere ich dann schnell den Faden. Diese Gefahr bestand hier nicht ansatzweise. Von der ersten bis zur letzten Minute war ich gefesselt und mitgerissen. Hörpausen? Fast unmöglich. Die Kombination der spannungs- und actiongeladenen Handlung mit der charismatisch-facettenreichen Sprecher-Stimme hat mich nicht losgelassen. Ich wurde eingesogen und erst am Ende wieder ausgespuckt. Meine Aufmerksamkeit ist zusätzlich noch verstärkt worden, weil meine Stadt Duisburg in der Geschichte auch eine Rolle spielt.
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Fazit: Macht euch auf was gefasst! Teil 2 der "Amissa"-Trilogie ist der Wahnsinn. Die Story verlangt dem Leser/Hörer emotional aber auch einiges ab. Böse. Brutal. Unfassbar. Unfassbar gut! Und die Jagd ist noch nicht zu Ende...

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Veröffentlicht am 05.11.2021

Wunderbar weihnachtliche Wohlfühl-Geschichte

Herzfunkeln und Winterträume
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In der Vorweihnachtszeit trifft Weihnachtsliebhaberin Hanna auf Weihnachtsgrinch Jared. Die 18-Jährige ist dabei, sich von ihrer Familie abzunabeln. Kurz vor den Feiertagen bricht sie nach London auf, ...

In der Vorweihnachtszeit trifft Weihnachtsliebhaberin Hanna auf Weihnachtsgrinch Jared. Die 18-Jährige ist dabei, sich von ihrer Familie abzunabeln. Kurz vor den Feiertagen bricht sie nach London auf, wo sie ein Praktikum machen will. Auf dem Weg dorthin trifft sie Jared wieder. Für beide wird es eine turbulente Reise. Hanna blickt hinter Jareds Grinch-Fassade. Es knistert zwischen den beiden.
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OMG! Wie wunderschön ist diese Geschichte. Lichterglanz, Plätzchenduft, Liebe. Was will man mehr? Nichts! Ich bin rundum zufrieden. Die Story hat mich vom ersten Moment an mit ganz viel Atmosphäre, Herz und Humor abgeholt. Gleich das erste Aufeinandertreffen von Hanna als leidenschaftliche Weihnachtselfe und Jared als Weihnachtsmann wider Willen hat mich verzaubert. Der Tripp nach London im Weihnachtsmobil ist auch einfach herrlich beschrieben. Und die Metropole selbst kann mich ohnehin immer begeistern. Ein weiteres Highlight sind die absurd-komischen Kauderwelsch-Textnachrichten von Hannas Mutter. Dazu gibt's noch eine wohldosierte Portion Herzschmerz. Fertig ist ein charmant-leicht-liebevoller Weihnachtsroman.
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Dem Sprecher-Duo Julia Preuß & Alexander Pensel bin ich hier jetzt zum zweiten Mal begegnet. Bei "What to say next" von Julie Buxbaum haben sie mir nicht so gut gefallen. In die Rollen von Hanna und Jared finden sie sich für meinen Geschmack dagegen perfekt ein. Ich konnte mich einfach fallen lassen und genießen.
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Fazit: Eine Wohlfühlstory mit Kuscheldecken-Feeling und Heißgetränk-Ambiente. Hach, einfach rundum schön! Bei mir hat der Weihnachtszauber gezündet. Gefühle, Träume und Humor. Corinna Wieja hat den stimmungsvollen Mix 1A umgesetzt. So wie Filme, die man sich jedes Jahr in der Weihnachtszeit anschaut, hat dieses Hörbuch das Potenzial, ein traditioneller weihnachtlicher Immer-Wieder-Hörer zu werden.

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Veröffentlicht am 24.10.2021

Endlich: Sebastian Bergman ist zurück!

Die Früchte, die man erntet
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Drei Jahre nach dem letzten Fall "Die Opfer, die man bringt" habe ich diese Fortsetzung sowas von heiß ersehnt. Beinahe hatte ich schon befürchtet, dass das Autoren-Duo Hjorth & Rosenfeldt nicht mehr weiterschreibt ...

Drei Jahre nach dem letzten Fall "Die Opfer, die man bringt" habe ich diese Fortsetzung sowas von heiß ersehnt. Beinahe hatte ich schon befürchtet, dass das Autoren-Duo Hjorth & Rosenfeldt nicht mehr weiterschreibt und sich anderen Einzel-Projekten widmet. Dann kam aber die erlösende Nachricht, dass es doch einen neuen Sebastian Bergman-Krimi gibt. Entsprechend habe ich "Die Früchte, die man erntet" beim Lesen gefeiert und zelebriert.

Drei Jahre sind im realen Leben vergangen. Und eben so viele sind es auch in der Handlung zwischen den Büchern. Einiges ist in dieser Zeit passiert. Die Reichsmordkommission hat sich verändert. Die Figuren haben einiges erlebt und sich auch verändert. Und trotzdem gab es keinen einzigen befremdlichen Moment. Sebastian, Vanja, Torkel, Ursula und Billy - sofort war das vertraute Verhältnis wieder da. Schnell war ich darüber im Bilde, was meinen "Freunden" in den letzten Jahren widerfahren ist. Da hat es gute und schlechte Entwicklungen gegeben und etwas, was unterschwellig stetig weitergeköchelt ist.

Vor allem Hauptfigur Sebastian Bergman hat sich verändert. Zum Positiven. Er scheint zur Ruhe gekommen, angekommen und ein gutes Stück geerdet. In dem Krimi spielt er über weite Strecken nur eine untergeordnete Rolle. An den Ermittlungen der Reichsmordkommission ist er diesmal nicht beteiligt. Aber auch ohne ihn entwickelt sich der Fall einer Mordserie sehr spannend.

Ich kann es nicht anders sagen: Die Mordserie ist nur Staffage. Die Bonnie & Clyde-Nummer ist nach der Hälfte des Buches abgeschlossen - und liefert den wichtigsten Impuls für das, was den Leser eigentlich interessiert. Ab da, kommt das Leser-Blut erst richtig in Wallung, ein Adrenalinschub jagt den nächsten und es geht auf den großen Showdown zu.

Hjorth/Rosenfeldt sind für mich die Meister der Cliffhanger. Und nach drei Jahren der Abstinenz laufen sie in "Die Früchte, die man erntet" zur Cliffhanger-Hochform auf. Etwas kommt zu einem schmerzlichen Abschluss. Etwas Unglaubliches tut sich auf. Und etwas Neues wird antizipiert. Ich hoffe jetzt nur, dass ich nicht nochmal so gefühlt unendlich lange auf eine Fortsetzung warten muss.

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