ie kleine Ritter Eule ist eines meiner liebsten Bilderbücher, mit einer liebevoll erzählten Geschichte und einer Selbstbewusstsein-stärkenden Botschaft. Zudem enthält es mein absolutes Lieblingsessen Pizza🍕 ...
ie kleine Ritter Eule ist eines meiner liebsten Bilderbücher, mit einer liebevoll erzählten Geschichte und einer Selbstbewusstsein-stärkenden Botschaft. Zudem enthält es mein absolutes Lieblingsessen Pizza🍕 als Problemlösung!
Worum geht es?
Seit dem Tag an dem er geschlüpft ist, hat er einen großen Traum. Ein echter Ritter sein. Klar, er ist vielleicht nicht die größte und auch nicht die stärkste Eule. Aber sein wacher Verstand und sein Euleninstinkt bewahren alle anderen Ritter davor, in große Gefahr zu geraten. Denn schon während seiner ersten Nachtwache ist die kleine Rittereule vor eine große Herausforderung gestellt. Ein furchterregender hungriger Drache hat ausgerechnet Appetit auf ihn. Aber die kleine Rittereule ist echt clever und hat eine rettende Idee. Wie gut, dass der Drache lieber Pizza isst, als Ritter in ihren Rüstungen.
Warum ich das Buch empfehlen würde:
Das Buch zeigt, dass jeder unterschiedliche Stärken hat und insbesondere Größe nicht alles ist und stärkt dadurch das Selbstbewusstsein Es zeigt, dass sich mit Kreativität, Durchhaltevermögen und Mut Träume verwirklichen lassen Liebevolle Illustrationen und eine humorvolle Geschichte Ein Muss für alle Ritter- oder Pizzafans 🍕
* Zu empfehlen ab 3 Jahren
Firekeepers Daughter ist seit langem endlich mal wieder ein Jugendbuch, das mich völlig überzeugen konnte.
Es erzählt die Geschichte von Daunis, die halb weiß, halb Native American ist und immer zwischen ...
Firekeepers Daughter ist seit langem endlich mal wieder ein Jugendbuch, das mich völlig überzeugen konnte.
Es erzählt die Geschichte von Daunis, die halb weiß, halb Native American ist und immer zwischen den beiden Welten steht. Eigentlich ist ihr Plan Medizin zu studieren, doch als ihre Großmutter in ein Pflegeheim kommt beschließt sie vorerst in ihrer Heimatstadt zu bleiben, um sich um ihre Familie zu kümmern. Durch ihren Bruder Levi lernt sie in der Eishalle den neu zugezogenen Jamie kennen und kommt ihm als seine Betreuerin immer näher, obwohl sie sich geschworen hat die Eishockey-Welt immer strickt von ihrer Alltags-Welt zu trennen. Als sie jedoch Zeugin eines Mordes wird, rekrutiert sie das FBI als Informantin und Daunis muss plötzlich gegen ihre Freunde und Bekannten ermitteln.
Das Cover des Buches ist einfach wunderschön und stimmig und ich bin unheimlich froh, dass es aus dem Original übernommen wurde. Inhaltlich beginnt die Geschichte erstmal eher langsam, nach und nach wird Daunis Beziehung zu den beiden sehr unterschiedlichen Teilen ihrer Familie aufgezeigt, ihre Freundschaften und ihre Leidenschaften für Eishockey und Wissenschaft thematisiert und insbesondere auch die Kultur der Ojibwe eingeführt. Zu Anfang ist es mir ein wenig schwer gefallen, mich in die vielen unbekannten Begriffe auf Anishinaabemowin, der Sprache der Ojibwe, einzufinden, am Ende des Buches befindet sich jedoch ein sehr umfangreiches Glossar, sodass die Wörter jederzeit nachgeschlagen werden können. Ich fand es besonders schön, dass die Autorin selbst registriertes Ojibwe-Tribe-Mitglied ist und auf Sugar Island und in Sault Ste. Marie aufgewachsen ist. Dies ermöglicht tiefgehende Beschreibungen der Kultur, der Bräuche und der Beziehungen zwischen den Menschen im Tribe, die ansonsten nicht möglich gewesen wären.
Nachdem ich mich in die vielen mir unbekannten Begriffe eingearbeitet hatte entwickelte das Buch einen richtigen Sog auf mich. Nachdem einige einschneidenden Ereignisse passieren, nimmt das Buch schlagartig an Spannung auf und konnte mich bis zum Ende fesseln.
Während das Cover für mich eher eine leichte Story assoziiert, thematisiert Firekeepers Daughter zahlreiche schwerwiegende Themen, bei denen eine Triggerwarnung sinnvoll gewesen wäre. Inhaltlich würde ich das Buch eher jungen Erwachsenen empfehlen, da enthaltenen Themen teilweise sehr heftig sind, fand die Aufarbeitung aber sehr gelungen. Auch wird im Buch an vielen Stellen die Misshandlung von indigenen Kindern in Internaten, das Machtungleichgewicht zwischen weißen und Native Americans und Drogenmissbrauch in den Reservaten behandelt und durch eine kleine Chronik der Geschichte der Native Americans am Ende des Romans ergänzt.
Daunis selbst hat mich mit ihrer Zielstrebigkeit aber auch mit ihrem Umgang mit Ängsten und Hindernissen überzeugen können, war mir aber an mancher Stelle etwas zu emotionslos. Die Art und Weise, wie ihr Tribe und ihre Bräuche jedoch als Stütze in schweren Lebenssituationen aufgezeigt wurden fand ich sehr gelungen.
Firekeepers Daughter ist ein unheimlich starkes Debüt über Familie, Kultur und Freundschaft, das mit Spannung, tollen Charakteren und einem guten Erzähltempo überzeugen kann und aus dem man viel über die Kultur der Ojibwe mitnehmen kann, sodass ich es nur jedem ans Herz legen kann! 5 Sterne!
Mit „ die sieben Männer der Evelyn Hugo“ hat Taylor Jenkins Reid mich absolut umhauen können. Von Anfang an hat der Schreibstil mich mitgerissen und mich in einen Sog gezogen, sodass ich das Buch nicht ...
Mit „ die sieben Männer der Evelyn Hugo“ hat Taylor Jenkins Reid mich absolut umhauen können. Von Anfang an hat der Schreibstil mich mitgerissen und mich in einen Sog gezogen, sodass ich das Buch nicht mehr beiseite legen wollte.
Aufgebaut ist das Buch in sieben Kapitel für sieben Ehen. Zwischen kurzer Zwischenszenen in der heutigen Zeit erzählt Evelyn Hugo Monique über Tage hinweg ihre Lebensgeschichte. Nach und nach wird ein immer umfangreicheres Bild davon gesprungen wie fake und wenig glanzvoll Hollywood in den 60er- und 70er Jahren war und welche Opfer Evelyn Hugo für ihre Karriere bringen musste. Mit jeder Seite wird der Charakter von Evelyn Hugo komplexer, immer wieder kommen neue Facetten zum Vorschein, doch auch den wichtigsten Nebencharakteren wird genug Leben eingehaucht um sie zu Personen zu machen, mit denen man mitfühlen kann und deren Handlung nachvollziehbar ist. Zwei der wichtigsten Aspekte dieses Buches sind definitiv die die „found family“, die einige Charaktere verbindet und sowie die gelungene queere Repräsentation. In die Handlung eingestreut sind immer wieder auch Presseartikel, die nochmal hervorheben wie gestellt vieles in Hollywood ist und die Story gelungen unterstützt haben.
Auch Moniques Leben wird in den Gegenwartsszenen angeschnitten, doch die große Frage, warum Evelyn Hugo die unbekannte Monique als Ghostwriterin wollte bleibt bis zu den letzten Seiten offen. Hier fand ich es aber richtig, dass Monique zwar genug Seiten füllt um einen kleinen Eindruck zu bekommen, Evelyns Geschichte aber immer im Vordergrund bleibt und Moniques Szenen nur als Übergang zwischen den einzelnen Kapiteln dienen.
Einen großen Kritikpunkt habe ich allerdings am deutschen Cover, denn auf dieser wird eine weiße Frau mit sehr heller Haut abgebildet, während Evelyn Hugo Kubanerin ist. Ich finde es wirklich schockierend, dass deutsche Verlage immer noch der Meinung sind, dass Whitewashing okay ist und hätte mir eine Übernahme des englischen Covers gewünscht.
In die inhaltliche Bewertung des Buches möchte ich diese Kritik allerdings nicht einfließen lassen, denn „Die sieben Männer der Evelyn Hugo“ hat sich ganz nach oben in meinen Jahreshighlights katapultiert und konnte mich emotional bewegen, packen und inhaltlich komplett überzeugen. Obwohl die Protagonist*innen fiktiv sind schafft es Taylor Jenkins Reid immer wieder sie so facettenreich zu gestalten, dass man beim Lesen fast vergisst, dass sie eben nur fiktiv sind. Ich kann das Buch wirklich jedem nur ans Herz legen und gebe 5 Sterne.
Nachdem Hüseyin 30 Jahre in Deutschland gelebt und gearbeitet hat möchte er sich zur Rente seinen großen Traum einer Eigentumswohnung in Istanbul erfüllen, stirbt jedoch bereits am Einzugstag an einem ...
Nachdem Hüseyin 30 Jahre in Deutschland gelebt und gearbeitet hat möchte er sich zur Rente seinen großen Traum einer Eigentumswohnung in Istanbul erfüllen, stirbt jedoch bereits am Einzugstag an einem Herzinfarkt. Für die Beerdigung reist ihm seine Familie aus Deutschland nach, wodurch alte Wunden wieder aufgerissen werden.
Nachdem das erste Kapitel aus der Sicht von Hüseyin bereits sehr sprachlich sehr intensiv und packend Teile seines Lebens Revue passieren lässt widmet sich der Hauptteil des Buches in 5 Abschnitten seinen Kindern und seiner Ehefrau, die zur Beerdigung nach Istanbul reisen.
Jedes Kapitel befasst sich zunächst damit, wie unterschiedlich die einzelnen Personen damit umgegangen sind, nach Deutschland ausgewandert zu sein, wie verschieden die Wege sind, die jeder einzelne im Leben gegangen ist und welche Traumata sie davongetragen haben. Durch den großen Altersunterschied von Hüseyins Kindern unterscheiden sich auch ihre Erfahrungen mit dem Leben im Deutschland sehr stark. Während Hakan immer wieder mit der Polizei in Konflikte gerät und bloß nicht wie sein Vater werden möchte, versucht seine ältere Schwester Sevda ihren beiden Kindern eine möglichst chancenreiche und glückliche Kindheit ermöglichen und hat den Kontakt zu den Eltern abgebrochen. Ihre jüngere Schwester Peri studiert mittlerweile und ist Feministin, während der jüngste Bruder mit der unerwiderten Liebe zu einem Freund aus dem Sportverein und den daraus resultierenden Folgen zu kämpfen hat. Allen gemeinsam sind jedoch das Unverständnis ihrer Eltern für viele ihrer Entscheidungen und ihre Gefühlswelt, die kurdische Herkunft, die sie verheimlichen und die Suche nach der eigenen Identität und einem Platz in der Gesellschaft.
Der letzte Abschnitt des Buches ist aus der Perspektive von Emine, der Ehefrau von Hüseyin verfasst und vereint viele Aspekte der vorherigen Kapitel zu einem stimmigen Ganzen, klärt bestimmte Lücken, die zuvor vorhanden waren auf und wirkt im Gesamtbild als besonders bedeutsam, da sie viele Ereignisse aus ihrem Leben Revue passieren lässt und sich einige Familiengeheimnisse lichten.
Dschinns hat mich von Beginn an komplett fesseln können. Jeder einzelne Charakter wurde umfassend beleuchtet und die jeweiligen Probleme gleichwertig aufgezeigt. Das Gesamtbild konnte mich emotional sehr berühren und hatte genau die richtige Dynamik, um es zu einem packenden Leseerlebnis zu machen. Insgesamt ist Dschinns ein unheimlich beeindruckender Familienroman, den ich jedem nur ans Herz legen kann.
Welche weiblich gelesene Person kennt es nicht – bei der Arbeit, in der Freizeit oder in Schule und Ausbildung, regelmäßig versuchen Männer FINTAs ungefragt zu erklären, wie die Welt funktioniert. Dabei ...
Welche weiblich gelesene Person kennt es nicht – bei der Arbeit, in der Freizeit oder in Schule und Ausbildung, regelmäßig versuchen Männer FINTAs ungefragt zu erklären, wie die Welt funktioniert. Dabei ist völlig egal, ob man die gleiche Ausbildung genossen hat, wenn nicht sogar höher qualifiziert ist, denn es wird direkt davon ausgegangen, dass „Mann“ mehr Ahnung hat und die belehrenden Wortbeiträge natürlich auch erwünscht ist.
Diesem Thema widmet sich die Poetry Slammerin, Berufsfeministin und Autorin Fee Brembeck in ihrem neusten Werk „Jetzt halt doch mal die Klappe, Mann“! In neun Kapiteln befasst sie sich mit den Gründen für Mansplaining, erzählt zahlreiche Anekdoten und zeigt einige Ansätze auf, wie damit umgegangen werden kann. Gleichzeitig werden thematisch überlappende Bereiche, wie Geschlechterstereotypen, Privilegien, Care Arbeit, Schuldzuweisungen gegen Opfer von sexueller Gewalt und toxische Männlichkeit behandelt.
Besonders interessant fand ich, wie das deutsche Kinderwissensfernsehen in Hinblick auf Gleichberechtigung und fehlende Vorbilder beleuchtet wurde und viele Beispiele aus Social Media, von Prominenten oder aktuellen Strafverfahren mit einbezogen wurden, sodass das Buch keineswegs trocken ist, sondern stets mit lebhaften Beispielen untermalt wird.
Ergänzt wird das Ganze von Brembecks Humor und der Art und Weise, wie sie diesen im Text und in zahlreichen Fußnoten einbringt ohne die eigentliche Thematik kleinzureden.
In Hinblick auf die Nutzung von Literatur möchte ich zudem positiv hervorheben, dass die Autorin von Anfang an klar definiert, dass das Thema Mansplaining nicht nur cis Frauen betrifft, sondern alle FINTA Personen. Bei einer der genutzten Quellen zeigt sie daher auch klar auf, dass es sich bei dieser nicht um intersektionalen Feminismus handelt und bestimmte Personengruppen ignoriert werden.
Insgesamt war es ein gelungen strukturiertes und recherchiertes Sachbuch, in dem das Thema Mansplaining mit viel Witz, aber auch der notwendigen Ernsthaftigkeit behandelt wird, das ich sehr weiterempfehlen kann. 5 Sterne!