"Unkaputtbar" von Nicole Jäger ist als Taschenbuch mit 256 Seiten im August 2021 beim Rowohlt Verlag erschienen.
Nicole Jäger, die viele sicherlich als erfolgreiche und selbstbewusste Komödiantin kennen, ...
"Unkaputtbar" von Nicole Jäger ist als Taschenbuch mit 256 Seiten im August 2021 beim Rowohlt Verlag erschienen.
Nicole Jäger, die viele sicherlich als erfolgreiche und selbstbewusste Komödiantin kennen, offenbart nun eine ganz private Seite von sich: Sie erzählt in diesem Buch schonungslos, offen und mutig von ihren Problemen mit ihrem Selbstwertgefühl, Problemen mit Männern und erlebter häuslicher Gewalt.
Sie schildert das Erlebte, aber auch, wie sie es geschafft hat, an ihrem Selbstwertgefühl zu arbeiten, es zu stärken und herauszukommen aus dem toxischen Privatleben.
"Unkaputtbar" ist ein Buch, mit dem sich garantiert vor allem viele Leserinnen widererkennen und identifizieren können, die so oder ähnlich schon einiges erleben und durchmachen mussten. Aber dieses Buch macht Mut und baut auf, denn es zeigt, dass nicht immer alles so bleiben muss, wie es ist - wenn man den Stier bei den Hörnern packt, kann man einiges bewirken und bisweilen setzt sich ein mechanismus in Gang, der Eingefahrenes aus der Bahn wirft und ganz neue Wege bereithält.
Eine mutige Lebensbeichte und ein echter Lichtblick, danke Nicole Jäger!
"Nowhere Girl" von Cheryl Diamond ist als Taschenbuch mit 400 Seiten im Oktober 2021 bei Eden Books, einem Verlag der Edel Verlagsgruppe, erschienen.
Es handelt sich hier um die Autobiographie von Cheryl ...
"Nowhere Girl" von Cheryl Diamond ist als Taschenbuch mit 400 Seiten im Oktober 2021 bei Eden Books, einem Verlag der Edel Verlagsgruppe, erschienen.
Es handelt sich hier um die Autobiographie von Cheryl Diamond alias Harbhajan , in der sie von ihrem Leben im Alter von 4 - 30 Jahren erzählt.
Ihre Familie war ständig auf der Flucht, da der Vater ein Trickbetrüger im ganz großen Stil war und von Interpol gesucht wurde. Die Flucht ging durch viele Länder und über Kontinente, es wurden unterschiedliche Religionen gelebt, aber eines war Cheryl immer: heimatlos!
Cheryl erzählt schonungslos und erinnert sich an unendlich viele Details, wahrscheinlich war vieles ewig verdrängt und bahnte sich nun den Weg an die Oberfläche...
Der Vater unterrichtet seine Kinder in den praktischen Dingen des Lebens. Dazu gehören nicht nur Geographie, Mathe und Biologie, sondern vor allem so etwas wie man beispielsweise einen Ausweis fälscht, untertaucht oder erfolgreich klaut. Die Kinder standen unter einem ständigen leistungsdruck, um dem Vater zu gefallen und nicht bestraft zu werden, mussten sie stets in Allem die Besten sein...
Das Buch ist fesselnd von Beginn an und liest sich einerseits wie ein einziges Abenteuer: Bunt, abwechslungsreich, immer mit einem gewissen Nervenkitzel.
Doch zugleich ist es andererseits bewegend, erschütternd und unfassbar traurig:
Keine Heimat, keine Freunde, ein despotischer, gewalttätiger Vater und eine kuschende Mutter, dazu Liebe, die die Geschwister auf erschreckende Weise untereinander suchen...insgesamt eine toxische und abnormale Familiengeschichte, deren Tragik trotz dieses Buches in ihrer Tiefe wohl kein Außenstehender nachvollziehen kann, der nicht zumindest ansatzweise ähnliches erlebt hat.
Eine faszinierende und erschütternde Autobiographie, die zu Recht von sich reden macht und absolut lesenswert ist!
"Das Buch der verschollenen Namen" von Kristin Harmel ist im Oktober 2021 als Paperback mit 384 Seiten bei Knaur HC erschienen.
Die Autorin erzählt in ihrem Roman die Geschichte der französischen Studentin ...
"Das Buch der verschollenen Namen" von Kristin Harmel ist im Oktober 2021 als Paperback mit 384 Seiten bei Knaur HC erschienen.
Die Autorin erzählt in ihrem Roman die Geschichte der französischen Studentin Eva, die 1942 in Paris aufgrund ihrer jüdischen Abstammung nur knapp der Deportation entgeht und gemeinsam mit ihrer Mutter in das unbesetzte Bergdorf Aurignon flüchten kann. Dort schließt sie sich der Widerstandsbewegung Résistance an und hilft, Papiere für jüdische Kinder zu fälschen. Um deren Identitäten zu bewahren, trägt sie ihre echten Namen verschlüsselt in ein besonderes Buch ein - und damit geraten Eva und Rémy, der ebenfalls für die Résistance kämpft, in Lebensgefahr...
Kristin Harmel hat mit "Das Buch der verschollenen Namen" einen Roman geschrieben, der auf einer wahren Begebenheit basiert und wahrhaft bewegt und erschüttert. Wie wunderbar, dass dieses Buch, welches die Identitäten vieler jüdischer Kinder bewahrte, die schlimmen Zeiten überdauern konnte!
Eva ist eine junge, sehr sympathische, aber vor allem bewundernswerte, empathische und engagierte Protagonistin. Sie beweist mit ihren Taten Mut und Entschlossenheit und begibt sich für ihre Mission ständig in Lebensgefahr.
Bei der Résistance lernt sie Rémy kennen, und zwischen den beiden entsteht eine echte Liebe - umso trauriger ist es, als Rémy eines Tages, nachdem die Zelle verraten wurde, spurlos verschwindet!
Es war sehr bewegend zu lesen, welcher Zusammenhalt in der Not bei den Menschen in Aurignon entstand und absolut erschütternd, dass solche Aktionen überhaupt notwendig wurden.
So gesehen ein zeitloser Roman, da sich die Menschheit leider nicht grundlegend ändert, weshalb solche und ähnliche Geschehnisse immer wieder vorkommen - darum finde ich es gut und wichtig. die Erinnerung in den Köpfen der Menschen lebendig zu halten.
Die Autorin erzählt auf zwei Zeitebenen, wobei die Zeit des zweiten Weltkrieges die weitaus größere Rolle spielt. Auf einfühlsame Weise bringt sie neben dem ganzen Schrecken eine Leichtigkeit ein und lockert die Schwere des Geschehens etwas auf, imdem sie Anekdoten zum Schmunzeln und aus dem Alltag einstreut . So wird die Handlung noch authentischer und der Leser kann die Atmosphäre, die vorherrschte, (fast zu intensiv) nachfühlen.
Ein bewegendes wichtiges Buch über eine Heldin des Kriegs-Alltags, unbedingt lesenswert!
"SCHWEIG!" von Judith Merchant ist im September 2021 als Taschenbuch mit 352 Seiten beim KiWi Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen.
Das Cover gefällt mir sehr, es ist farblich passend gestaltet und ...
"SCHWEIG!" von Judith Merchant ist im September 2021 als Taschenbuch mit 352 Seiten beim KiWi Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen.
Das Cover gefällt mir sehr, es ist farblich passend gestaltet und ansonsten eher schlicht gehalten, bei näherer Betrachtung offenbart sich jedoch, dass hier einiges verborgen ist - genau wie später im Buch...!
23.12: Esther, die sich eingentlich um die Weihnachtsvorbereitungen für ihre Familie kümmern müsste, setzt sich ins Auto und fährt zu ihrer Schwester Sue, um ihr ein Geschenk vorbeizubringen und nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. Sue lebt nämlich seit ihrer Scheidung allein in ihrem Haus im Wald, einsam und abgeschieden, und sie hat psychische Probleme. Zwischen den Schwestern entbrennt ein intensives Gespräch, und ein beginnender Schneesturm hindert Esther an der baldigen Heimfahrt - und so entsteht eine bedrohliche Situation, die permanent zu eskalieren droht...!
Judith Merchant hat mit "SCHWEIG!" einen Psychothriller der Extraklasse geschrieben.Die Story konnte mich von Beginn an fesseln, die Gänsehaut saß mir direkt spürbar im Nacken und im Verlauf des Geschehens breitete sie sich schleichend über die Wirbelsäule nach unten hin aus...
Die Situation scheint anfangs klar, die Rollen der Schwestern eindeutig. Je intensiver sich Esther und Sue jedoch unterhalten, je mehr Probleme und Unausgesprochenes zu Tage gefördert wird, desto mehr zweifelt man daran, welche denn nun die "Gute" und welche die "Böse" der Schwestern ist. Auf eine clevere, perfide Art und Weise sät die Autorin Zweifel und durch die abwechselnde Erzählperspektive aus der Sicht der Schwestern ist dies ausgesprochen authentisch. Zusätzlich gibt es Kapitel, die aus der Vergangenheit berichten, und gegen Ende kommt auch noch Esthers Ehemann Martin zu Wort, was widerum ganz neue Impulse liefert.
Die Sympathien für die Charaktere sind bei mir nicht klar festgelegt, da die knisternde Stimmung, die jederzeit zu kippen droht und eskalieren könnte, durchaus Verständnis für beide Seiten erzeugt.
Der Plot ist abwechslungsreich und fesselnd, die immer wieder eingebauten Wendungen halten die Spannung hoch und erinnern an eine emotionale Achterbahnfahrt. Und dann ereilt den Leser ein Ende, das wirklich überraschend ist...!
Für mich ein echter Pageturner, der perfekt in die dunkle Jahreszeit passt und eine fesselnde Sogwirkung hat.
„Eine Prise Meersalz. Mein Traum vom Restaurant auf Mallorca“ von Nanni Burba ist im August 2021 als Taschenbuch – Klappenbroschur mit 272 bei Eden Books, einem Verlag der Edel Verlagsgruppe, erschienen.
Zum ...
„Eine Prise Meersalz. Mein Traum vom Restaurant auf Mallorca“ von Nanni Burba ist im August 2021 als Taschenbuch – Klappenbroschur mit 272 bei Eden Books, einem Verlag der Edel Verlagsgruppe, erschienen.
Zum Inhalt:
Nanni Burba und ihr Mann Harald entschieden sich im Jahr 2006, nachdem es in ihrem Lokal „Liliom“ in Gronau, wo es ohnehin nicht mehr so gut lief, zu allem Überfluss nun auch noch gebrannt hatte, ihr Leben in Deutschland hinter sich zu lassen und auf Mallorca neu anzufangen. In einem alten Auto, mit nur wenig Erspartem und den beiden Hunden zogen sie los, um sich ihren Traum zu verwirklichen. Zunächst mit dem Vorsatz, nichts mehr mit Gastronomie am Hut zu haben, gelangten sie schließlich doch schnell weder zu ihrer alten Leidenschaft und konnten 2009 in dem ruhigen, schönen Städtchen Santanyí auf Mallorca das „Pablo“ eröffnen.
Meine Meinung:
Nanni Burba erzählt auf eine sehr offene, herzliche und warmherzige Art ihren Lebensweg vom Jahr 2006 bis (fast) heute mit allen Höhen und Tiefen. Es ist ausgesprochen abwechslungsreich, unterhaltsam und bewundernswert, was Nanni und Harald alles erlebt und zusammen gemeistert haben. Die beiden Herzblut – Gastronomen sind wahre Stehaufmännchen, keine noch so unvorhersehbare Unwägbarkeit wirft sie aus der Bahn – ein kurzes Schlingern, und weiter geht´s, stets mit Volldampf voraus. Ob Probleme mit Behörden, Millionärinnen und vermeintlichen Freunden, Schwierigkeiten mit dem Vermieter, Umbauten und anderen Weiterentwicklungen, Dreharbeiten im Lokal oder ganz persönliche und vertrauliche Inhalte, von allem ist etwas dabei. Trotz allem Stress und immer wieder auftretender Sorgen sind die Eheleute echte Familienmenschen – die Töchter und ihre Familien sind feste und regelmäßige Bezugspunkte- , es zieht sie einmal täglich an das geliebte Meer und ihre Hunde sind die wichtigsten Begleiter in ihrem Inselalltag. Sehr spannend war für mich auch der Rückblick auf die Zeit in Gronau, die sie bei dem Besuch durch einen Journalisten noch einmal Revue passieren lassen
Mich hat es beim Lesen immer wieder gefreut, wenn es Erfolgserlebnisse für Nanni und Harald gab und ich bin ganz begeistert von ihrer Ausstrahlung und Kreativität.
Ganz toll und überhaupt nicht selbstverständlich ist es auch, so viele Jahre lang immer (und in Zukunft immer weiter) am selben Strang zu ziehen und mit dem gemeinsamen Leben so glücklich zu sein.
Ich möchte das Pablo jedenfalls demnächst unbedingt mal besuchen, mir den traumhaften Innenhof selbst ansehen und natürlich Nannis Kochkünste testen…!
Die Lebensfreude und die Leidenschaft für ihren Beruf – nein, es ist definitiv eine Berufung- , sprühen in „Eine Prise Meersalz“ aus jedem einzelnen Satz! Nanni Burba weckt Träume und Sehnsüchte, sei es nun nach einer entspannten Reise in / auf das wunderschöne Mallorca oder nach einer Veränderung der eigenen Lebensumstände. Ihr Buch gibt Inspiration und kann durchaus Mut machen, die eigenen Karten nochmal neu zu mischen und einen Traum zu leben…
Einziger Wermutstropfen: Mir fehlte ein Bildteil im Buch, ich hätte gern von ganz Vielem Fotos gesehen, die die fantastischen Schilderungen noch unterstützt hätten!
Mein Fazit: Einfach großartig, dieses Buch, diese Menschen und dieses Lokal! Ich drücke die Daumen, dass das Pablo die Coronakrise weitgehend unbeschadet übersteht und dass Nanni und Harald so bleiben, wie sie sind!