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Veröffentlicht am 02.12.2021

Leckere vegetarische Klassiker

Heimwehküche vegetarisch
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Die beiden Journalisten Madeleine und Florian Ankner haben sich in ihrem neuen Kochbuch ganz den Klassikern gewidmet, allerdings kommen alle Rezepte ganz ohne Fleisch aus. Die Reise geht durch ganz Deutschland ...

Die beiden Journalisten Madeleine und Florian Ankner haben sich in ihrem neuen Kochbuch ganz den Klassikern gewidmet, allerdings kommen alle Rezepte ganz ohne Fleisch aus. Die Reise geht durch ganz Deutschland und präsentiert die lokalen Klassiker, die oft in anderen Regionen gar nicht bekannt sind. Geordnet sind die Gerichte in die fünf verschiedene Kategorien, wie Suppen und Eintöpfe oder Süßes. Aber dieses Buch ist natürlich nicht nur eine reine Aneinanderreihung von Rezepten, sonders es werden zwischen den einzelnen Kapiteln auch Informationen über die Wichtigkeit von Hülsenfrüchten oder Getreide in der Heimatküche präsentiert. Da jedes der siebzig Rezepte mit einem wunderschönen Foto präsentiert wird, bekommt der Leser schon beim Durchblättern Lust auf die Gerichte.

Im gesamten Buch wird die Liebe der beiden Autoren zu gutem Essen deutlich und diese überträgt sich auch auf die Leser. Neben ihrer Arbeit als Journalisten führen die Beiden auch ihren erfolgreichen Blog "Das Backstübchen". Die Erfahrung in der Entwicklung von Rezepten wird auch im Buch deutlich, denn alles ist gelingsicher und die Zubereitungsschritte sind übersichtlich geordnet und einfach formuliert.

Mir hat das Buch von Anfang an gefallen und ich wusste schon nach dem ersten Durchblättern, welche Gerichte es bald bei mir geben würde. Alles ist sehr schön gestaltet und die Rezepte unkompliziert und einfach nachzumachen. So habe ich gleich die Quarkkeulchen nachgemacht, die von mir noch durch eine Rote Grütze mit Früchten aus dem eigenen Garten ergänzt wurden. Meine Kinder, mein Mann und ich haben sie sehr gerne gegessen und sie wurden nun zu meinen familientauglichen Rezepten hinzugefügt. Außerdem gab es noch einen zünftigen Vesper, für den ich den Eiersalat und den Obazda zubereitet habe. Beides war so lecker und innerhalb kürzester Zeit schon alle. Natürlich werde ich noch mehr nachkochen, denn es steht noch einiges auf meiner Liste.

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Veröffentlicht am 01.12.2021

Mord in der Sommerfrische

Die Tote in der Sommerfrische
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Norderney 1912: Die junge Frau Viktoria Berg verbringt vier Wochen auf der Insel, denn es wird ihre letzte Sommerfrische sein, bevor sie ihre Stelle als Lehrerin antritt. Natürlich hegt ihr Vater auch ...

Norderney 1912: Die junge Frau Viktoria Berg verbringt vier Wochen auf der Insel, denn es wird ihre letzte Sommerfrische sein, bevor sie ihre Stelle als Lehrerin antritt. Natürlich hegt ihr Vater auch den Hintergedanken, dass sie dort einen Mann kennenlernt und dann ihre Pläne aufgibt, um zu heiraten und sich ganz der Familie zu widmen. Denn es wird nicht gern gesehen, dass Frauen arbeiten gehen, vorallem wenn es ihnen an Geld nicht mangelt wie Viktoria. Dort lernt sie die ebenfalls gutsituierte Clara von Balow kennen und verbringt viele unterhaltsame Stunden mit ihr. Das ändert sich aber, als sie am Strand einen Mann sieht, der gerade eine Tote aus den Wellen gezogen hat. Er heißt Christian Hinrichs und ist Journalist. Er ist es auch, der entdeckt, dass die Tote ein Hämatom an der Schläfe hat. Diese Entdeckung deckt sich mit dem, was Viktoria über die tote Henny Petersen weiß....

Elsa Dix hat hier einen perfekten historischen Kriminalroman geschrieben. Der geschichtliche Hintergrund und der Mordfall ergänzen sich sehr gut und machen alles noch spannender. Auch die beiden ermittelnden Charaktere sind sympathisch und bieten viel Raum für Schlagabtäusche und Emotionen.

Schon von Beginn an wusste ich, dass ich diesen Roman lieben würde und das war auch bis zur letzten Seite so. Da ich schon immer eine Leidenschaft für historische Romane besitze, die sich hier mit meiner neuesten Leidenschaft, den Kriminalromanen, vereint, war einfach alles perfekt. Zudem ist die Kulisse Norderney sehr passend, da dort nicht nur sonnige Wetterlagen vorherrschen, sondern die raue Nordsee auch ihren Teil beiträgt und die Handlung so zusätzlich beeinflusst wird. Da der zweite Teil der Reihe schon bereitliegt, werde ich nun schnell weiterlesen!

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Veröffentlicht am 28.11.2021

"Manchmal schafft man es eben nur mit der Hilfe von anderen."

Humboldt und Beaufort - Der Sternschnuppenstein
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Der Pinguin Humboldt lebt auf dem riesigen Kontinent Antarktika. Dort schaut er gerade in den Nachthimmel und denkt sich, dass es dort draußen so viele tolle Steine gibt, an die er niemals herankommen ...

Der Pinguin Humboldt lebt auf dem riesigen Kontinent Antarktika. Dort schaut er gerade in den Nachthimmel und denkt sich, dass es dort draußen so viele tolle Steine gibt, an die er niemals herankommen kann. Doch genau in diesem Moment erblickt er eine Sternschnuppe, die vor ihm herunterfällt. Gerade noch rechtzeitig zieht er seine Hände weg, denn sie ist sehr heiß und brennt ein Loch in das dicke Eis vor seinen Füßen. Aber nun ist sie auch unauffindbar im tiefen Meer verschwunden. Humboldt will sie unbedingt finden und begibt sich auf die Suche, nur gut, dass er auf seinen treuen Freund, den Wal Beaufort vertrauen kann und dieser ihm hilft...

Michael Engler versteht es, in seinen Kinderbüchern eine wichtige Botschaft so kindgerecht in eine schöne Geschichte zu verpacken, dass sie sofort verstanden wird, das Hauptaugenmerk aber trotzdem auf dem Abenteuer der beiden Freunde liegt. Die Sprache des Autors lässt sich sehr gut vorlesen und ist daher einfach perfekt für ein Kinderbuch ab vier Jahren geeignet.

Zauberhaft illustriert wurde dieser zweite Band der Reihe wieder von Susan Batori. Sie schafft es, auf ihren, im Gegensatz zu anderen Illustratoren, eher puristischen Bildern, die Emotionen und wichtigen Details der Geschichte so darzustellen, dass das Buch trotzdem nie langweilig wird und Kinder das Buch immer wieder anschauen.

Meine vierjährige Tochter hat schon sehr auf diesen zweiten Teil der Reihe gewartet, denn sie liebt die beiden Tiere und ihr erstes Abenteuer, bei dem sie einen eckigen Stein suchen. Und wir wurden nicht enttäuscht, denn auch dieses Abenteuer ist wieder spannend.

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Veröffentlicht am 26.11.2021

Na, das kann ja heiter werden...

Herr Maulwurf gräbt daneben
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Herr Maulwurf hat heute keinen guten Tag, denn gleich nach dem Aufwachen spürt er schon, dass er krank ist. Als er dann beim Graben des neuen und unbedingt notwendigen Ganges plötzlich mit dem Kopf an ...

Herr Maulwurf hat heute keinen guten Tag, denn gleich nach dem Aufwachen spürt er schon, dass er krank ist. Als er dann beim Graben des neuen und unbedingt notwendigen Ganges plötzlich mit dem Kopf an ein Rohr stößt, bemerkt er, dass er seine Brille zuhause vergessen hat. Doch jetzt ist er schon unterwegs und gräbt weiter, allerdings stattet er dabei fast jedem der Wiesenbewohner einen Besuch ab. Es ist ihm peinlich und unangenehm, denn eigentlich hat er kaum Kontakt zu ihnen. Doch als er dann abends endlich wieder zurück in seiner Wohnung ist, merkt er, dass er einsam ist. Umso mehr freut er sich, als am nächsten Tag Frau Maus einen großen Topf Suppe vorbeibringt und sich nach seinem Befinden erkundigt und er beschließt, dass er ab jetzt auch immer wieder bei seinen Nachbarn vorbeischaut...

Stephanie Polák schreibt kindgerecht und so, dass sich die Geschichte auch sehr gut vorlesen lässt. Ihre Botschaft, wie wichtig Freunde sind, wird auch von kleineren Kindern schon gut verstanden.

Igor Lange hat die zauberhafte und lustige Geschichte von Stephanie Polák perfekt mit seinen Illustrationen ergänzt. Durch die vielen kleinen Details wird das Anschauen nie langweilig. Auch die Tiere sind einfach zu süß dargestellt, wodurch das Buch auch den Erwachsenen noch viel Freude bereiten kann.

Meine vierjährige Tochter und ich sind ganz verzaubert von dieser tollen Geschichte, denn wir lieben Tiere und leben auf dem Land, sodass meine Tochter sich immer vorstellt, diese Tiere leben alle in unserem Garten. Während dem Ansehen des Buches entdeckt sie immer wieder neue Kleinigkeiten, die ihr ein Lachen entlocken - und genau das ist es, was ein Kinderbuch schaffen muss, damit es für mich perfekt ist.

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Veröffentlicht am 25.11.2021

Ein bewegtes Jahr für Elise

Atelier Rosen
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Kassel 1830: Die zwanzigjährige Elise Rosen betreibt gemeinsam mit ihrer Mutter eine Putzmacherei und beweist großes Geschick bei der Beratung der feinen Damen. Daher wird sie oft zu Kundinnen geschickt ...

Kassel 1830: Die zwanzigjährige Elise Rosen betreibt gemeinsam mit ihrer Mutter eine Putzmacherei und beweist großes Geschick bei der Beratung der feinen Damen. Daher wird sie oft zu Kundinnen geschickt und lernt so eine Vielzahl an Adeligen kennen. Bei einem dieser Hausbesuche trifft sie auf die sehr zurückgezogen lebende Sybilla Julia von Schönhoff. Schon bald entwickelt sich eine Freundschaft zwischen denn Beiden, denn sie lieben das Lesen und die Gespräche über die verschiedenen Bücher. Doch ihre gemeinsame Liebe zu Johann Georg von Haynau, der mit Sybilla verlobt ist, aber seine Liebe zu Elise nicht verstecken kann, lässt die Freundschaft beinahe zerbrechen...

Marie Lamballe hat einen flüssigen Schreibstil, sodass dieses Buch trotz seiner über fünfhundert Seiten sehr schnell gelesen werden kann. Da die Handlung so spannend und fesselnd ist, fliegen die Seiten nur so dahin. Gerade diese Zeit in Kassel ist sehr interessant und dank der gründlichen Recherchen der Autorin auch sehr detailreich geschildert.

Sofort habe ich mich beim Lesen wohlgefühlt und im Kassel von 1830 zurechtgefunden. Sehr interessant waren die politischen Entwicklungen für mich, denn diese waren mir so nicht bekannt, ebenso wie das Gewerk der Putzmacherin, das ich erst so kennengelernt habe. Elise und Charlotte sind sehr fleißige Frauen, die als Putzmacherinnen erfolgreich ihr eigenes Geschäft führen. Auch wenn sie immer vom Wohlwollen der Adeligen abhängig sind und sich so manche Emotion nicht anmerken lassen dürfen, sind sie immer freundlich und waren mir daher sofort sympathisch. Die komplizierte Liebe zwischen Elise und Johann Georg hat das Buch noch fesselnder gemacht, denn bis zum Schluss ist vieles unklar und die Geheimnisse lösen sich erst ganz am Ende.

Viel zu schnell war ich am Ende diesen ersten Teiles angelangt und muss nun fast ein Jahr auf das Erscheinen des zweiten Teiles warten, was mich vor eine harte Geduldsprobe stellen wird.

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