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Veröffentlicht am 01.11.2022

Flitterwochen oder die Welt retten?

Archibald Leach und die Machenschaften der Mama Legba
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„»Jetzt komme ich mir wie ein erfolgreiches Gaunerpärchen «, sagte sie flüsternd. […]
»Mal sehen, wir werden von der Polizei wegen Mord gejagt, haben Feuer im größten Museum des Empires gelegt und stehlen ...

„»Jetzt komme ich mir wie ein erfolgreiches Gaunerpärchen «, sagte sie flüsternd. […]
»Mal sehen, wir werden von der Polizei wegen Mord gejagt, haben Feuer im größten Museum des Empires gelegt und stehlen Geld für unsere Flucht«, zählte er auf. »Wir sind Gauner.«
»Die Sache macht Ihnen Spaß, oder?«
»Ihnen etwa nicht?», gab er die Frage zurück.“ (S. 84)

„»Was soll das ständige Siezen? […] Ich dachte, Ihr seid verheiratet?«
»Eine Frage des Respekts«, erwiderten beide gleichzeitig.“ (S. 181)

Wer die Hochzeit von Sarah Goldberg und Archibald Leach schon als spontan und etwas durcheinander empfand, der wird die Flitterwochen lieben. Es ist so viel passiert, daß ich schon gar nicht mehr sagen kann, wie alles anfing.
Eine verborgene Macht hat viele führende Persönlichkeiten auf der ganzen Welt unter ihrem Einfluß und läßt alle Medien und Okkultisten gefangen nehmen und verschiffen. Selbstverständlich versucht diese verborgene Macht auch an Archibald Leach heran zu kommen, doch ist er zu gerissen, um sich unter Kontrolle bringen zu laßen. An seiner Seite befindet sich wie immer Sarah Goldberg, die in diesem Teil unheimlich viel zu bemängeln und hinterfragen hat. Zuweilen hinterfragt sie die Motive ihres Gatten, doch auf der anderen Seite vertraut sie ihm blind. Diese Wankelmütigkeit fand ich in diesem Teil nervig, da Sarah mir bisher als gefestigte Persönlichkeit ohne Zweifel an ihrem Selbst vorgekommen ist. Vor allem aber ihre Entscheidung auf eine jüdische Hochzeit zu bestehen und bis dahin weiterhin Miss Goldberg genannt zu werden, konnte ich nicht nachvollziehen. Entweder sie ist verheiratet und Mrs. Leach, mit Kabine teilen und den anderen Annehmlichkeiten und Zweideutigkeiten, oder sie bleibt Miss Goldberg und die Kabinen bleiben getrennt. Sie kann doch keinen Schokokuchen essen, ohne ihn selbst zu backen, oder zumindest zu bezahlen!

Jedes Kapitel beginnt mit Anmerkungen aus verschiedenen Quellen, meistens aus Sarahs veröffentlichten Kolumnen oder Büchern, aber auch zum Beispiel direkt aus dem Buckingham Palace. Sie dienen nicht nur der Unterhaltung, sondern fassen auch Reiseabschnitte zusammen, überbrücken Zeitsprünge in der sonst nahtlosen Reise oder bieten Hintergrundwissen zu einzelnen Charakteren.

Die Flitterwochen von Sarah und Archibald führen sie und einige Freunde in allerlei Länder, unter anderem nach Tibet. Dort hat Archibald einen unheimlich undurchsichtigen Plan, der nicht nur mich verwirrt zurückgelassen hat, sondern auch alle anderen beteiligten Personen. Doch das macht Archibald Leach aus, seine unkonventionellen Pläne und Ansichten. Dafür ist Miss Goldberg der ideale Gegenpol, mit mehr als einem heißen Eisen. Besonders beeindruckend finde ich Sarahs Mitgefühl mit den unterdrückten in ihrer Umgebung.

Archibald Leach und die Machenschaften der Mama Legba ist ein ebenbürtiger zweiter Teil, doch ist er dicker und die Schrift ist kleiner. Die Mischung aus Steampunk, viktorianischer Zeit und Okkultismus hat mir wieder gut gefallen, kann das nächste Buch aber bitte etwas dünner sein? Archibald Leach und die Magie der Ms würde ich als Titel empfehlen.

Am Ende bleibt nur eine Frage offen: Warum trägt Sarah Goldberg auf dem Cover Jeans und Lederjacke, wenn sie im Buch doch ständig Röcke anhat, wie es sich für eine Dame im viktorianischen England gehört?

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Veröffentlicht am 20.09.2022

Trotz trauriger Themen ein schönes Buch

Die Lavendeljahre
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„»Sie haben einen …« Er brach kurz ab, als er nach den richtigen Worten suchte. »… farbenfrohen Geschmack«, beendete er den Satz und blickte ihr danach wieder offen und vielleicht eine Spur taxierend ins ...

„»Sie haben einen …« Er brach kurz ab, als er nach den richtigen Worten suchte. »… farbenfrohen Geschmack«, beendete er den Satz und blickte ihr danach wieder offen und vielleicht eine Spur taxierend ins Gesicht.“ (S. 20)

Isabelle als exzentrisch zu bezeichnen, trifft es vermutlich genau auf den Punkt. Sie ist eine über 70jährige Frau mit einer Geschichte voller Geheimnisse, die sie schon immer mit sich herum trägt.
Es beginnt mit ihrer Herkunft, die im Jahre 1942 im Elsass nicht schlechter sein könnte: der Vater ist ein deutscher Soldat und die Mutter eine französische Prostituierte, die die Tochter noch im Wöchnerinbett zurückgelassen hat. Die Krankenschwester Sabine hat Isabelle aufgenommen und wie eine Tochter großgezogen; ihr Sohn Phillipe hat sich von Beginn an rührend um seine neue kleine Schwester gekümmert. Erst viele Jahre nach dem Kriegsende hat der Vater Isabelle gefunden und so geriet ihr ganzes Leben durcheinander.

„Genau, in diesen paar Wochen bin ich in Deutschland die Scheißfroschfresserin, und wenn ich zurückkomme, dann ich ich hier ein dreckiger Boche. Ich gehöre nirgendwohin, Sabine, nicht nach Frankreich und nicht nach Deutschland.“ (S. 178)

Heute ist Isabelle schwer krank und möchte vor ihrem Tod noch eine letzte Reise nach Frankreich machen. Dazu stellt sie Ben Bäcker ein, der ein warmes Herz hat und kein leichtes Leben. Isabelles Tochter Carole hat eine mehr als schwierige Beziehung zu ihrer Mutter und zweifelt an ihrem Verstand. Trotzdem begleitet sie sie nach Frankreich, um endlich die ganze Geschichte zu erfahren.

Die Lavendeljahre ist trotz der behandelten Themen wie Krankheit, Tod und Verlust, eine sehr schöne Geschichte, wunderbar erzählt, und leicht zu lesen. Ich habe das Buch tatsächlich an einem Tag durchgelesen und war gefesselt von Isabelles Geschichte. Sie wird sowohl in der Gegenwart, als auch aus ihrer Vergangenheit erzählt. Erst zum Ende hin gibt es eine Wendung, die mich ziemlich überrascht hat. Und obwohl schon zu Beginn klar ist, daß es Isabelles letzte Reise wird, ist das Buch nicht traurig. Es ist ein schönes Ende, ein friedliches.

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Veröffentlicht am 12.09.2022

Unterhaltsam, aber verwirrend

Der Uhrmacher in der Filigree Street
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„Ich weiß so gut wie nie, was du sagen wirst. Du änderst deine Meinung zu oft.“ (S. 439)

Dieses Buch, so gefesselt ich davon auch war, hat mich vor allem verwirrt zurückgelassen. Von all den Personen ...

„Ich weiß so gut wie nie, was du sagen wirst. Du änderst deine Meinung zu oft.“ (S. 439)

Dieses Buch, so gefesselt ich davon auch war, hat mich vor allem verwirrt zurückgelassen. Von all den Personen scheint der Protagonist Thaniel Steepleton trotz seines Namens der Vernünftigste zu sein.
Nathaniel Speepleton möchte Thaniel genannt werden, weil sein Vater ebenfalls diesen Namen trug und von allen Nat gerufen wurde. Er arbeitet als Telegrafist im Innenministerium, hat ein Zimmer gemietet und ist ebenso grau, wie London für gewöhnlich. Mit seinem Geld unterstützt er seine verwitwete Schwester und ihre zwei Söhne. Sein Alltag besteht aus dem Weg zur Arbeit, der Arbeit an sich, und ein paar Stunden Schlaf. Bis er eines Tages, zufällig sein Geburtstag, eine Taschenuhr auf seinem Bett findet, die sich nicht öffnen läßt. An diesem Tag wurde ebenfalls eine Bombendrohung für das nächste Jahr im Mai ausgesprochen.
Am letzten Tag im Mai befinden sich die meisten Mitarbeiter des Innenministeriums in einer Bar, als Thaniels mysteriöse Taschenuhr plötzlich einen Alarm ausstößt. Daraufhin verläßt er das Gebäude und übersteht so die Explosion von Scotland Yard fast unbeschadet. Da dies kein Zufall sein kann, sucht er den Erbauer der Taschenuhr auf, und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Der Uhrmacher in der Filigree Street heißt Mr. Mori und ist ein Japaner mit blond gefärbtem Haar und einem Laden voller phantastischer Dinge. Am amüsantesten ist sein kleiner Oktopus, der gänzlich aus Uhrwerken besteht und sich bewegt, als wäre er lebendig. Mr. Mori antwortet auf Fragen, die ihm noch nicht gestellt wurden und hat manchmal seltsame Angewohnheiten. Zum Beispiel hat er am Abend, als Thaniel ihn das erste Mal aufsucht, bereits zwei Tassen Tee fertig. Da Thaniel ihn zunächst als Bombenbauer verdächtigt, beschließt er ihn eine zeitlang als sein Untermieter zu beschatten. Doch schnell freundet er sich mit diesem seltsamen Orientalen an.

Grace Carrow ist eine Wissenschaftlerin. Da sie aber auch eine Frau ist, werden gewisse Dinge von ihr verlangt. In diesem Fall darf sie erst in das Haus ihrer verstorbenen Tante ziehen, wenn sie einen Mann geheiratet hat und sie eine gesittete Ehefrau ist. Durch einen Zufall begegnet die Thaniel und hat einen verwegenen Einfall.

„Er hätte sich nur, wie schon so oft, zu sagen brauchen, dass Mori, wie die Schwerkraft und Ehefrauen, zu den Phänomenen zählte, denen man am besten blind vertrauen und sie nicht übermäßig hinterfragen sollte.“ (S. 314)

Zu Beginn gibt es drei Erzählstränge: die ersten beiden führen Thaniel und Grace in die Geschichte ein, jeder in seinem Leben in London oder Oxford. Sobald Thaniel auf Mr. Mori trifft, erscheint ein dritter Strang über dessen Vergangenheit. Alle drei werden durch Gespräche, Entscheidungen und Handlungen sehr gut beschrieben.
Ihre Zusammentreffen untereinander sind allerdings verwirrend, nicht zuletzt, weil der Uhrmacher ein zerstreuter Charakter ist, der nur das Nötigste sagt, Fragen manchmal einfach überhört und stattdessen Gedanken beantwortet. Die Dialoge zwischen ihm und Thaniel wirken unvollständig, wohingegen die Dialoge mit Grace grundsätzlich schwierig sind, manchmal sogar unverständlich. Sie ist eine wirklich anstrengende Person, mit Entscheidungen, die ich nicht begreifen kann. Ich verstehe ihre Sorgen bezüglich Mr. Moris Fähigkeiten nicht und kann den dritten Teil des Buches überhaupt nicht nachvollziehen.

Nicht nur die Aufmachung von Der Uhrmacher in der Filigree Street ist ansprechend, sondern auch das Umfeld der Geschichte. Die viktorianische Zeit spricht mich sehr an, vor allem mit gewissen Steampunk-Elementen. Hier sind es statt Dampfbetriebenen Maschinen die Uhrwerke, die sehr präsent und ihrer Zeit voraus sind.

Spoiler!
Die sich entwickelnde Freundschaft zwischen Thaniel und Mr. Mori fand ich etwas seltsam, aber auch schön. Zumindest bis zu Seite 364, wo ein Kuss zwischen den beiden furchtbar unpassend war und für mich nicht nur überraschend kam, sondern auch nicht zur Handlung beigetragen hat. Das wirkte erzwungen und willkürlich eingesetzt.
Spoiler Ende

Bis zum dritten Abschnitt des Buches habe ich mich wunderbar unterhalten gefühlt, war in der Geschichte drin und gespannt, wer nun der Bombenbauer ist und inwiefern Mori dort seinen Teil beiträgt. Anschließend war ich nur noch verwirrt und obwohl am Ende ziemlich viel aufgeklärt wurde, nicht nur die Identität des Bombenbauers, hatte ich doch das Gefühl, eine Menge nicht verstanden zu haben.

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Veröffentlicht am 29.05.2022

unterhaltsam

Liebe funkelt apfelgrün
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Mila Münzer lebt in Heidelberg, arbeitet als Rezeptionistin in einem Hotel und gehört zu einem Romantik-Club. Mit Leon, Fiona und Josefine trifft sie sich regelmäßig um über Bücher zu reden oder gemeinsam ...

Mila Münzer lebt in Heidelberg, arbeitet als Rezeptionistin in einem Hotel und gehört zu einem Romantik-Club. Mit Leon, Fiona und Josefine trifft sie sich regelmäßig um über Bücher zu reden oder gemeinsam romantische Filme zu schauen. Mit ihrem Hang zu Blumenkleidern verkörpert sie die Romantik in ihrem Leben.
Eines Abends trifft sie auf Theo, einen Bekannten von Leon, und ist sofort seinem Charme verfallen. Doch Leon holt sie schnell auf den Boden der Tatsachen zurück, denn Theo ist verlobt. Mila spürt jedoch eine Verbindung zu Theo, die er zu erwidern scheint. Als sie plötzlich ihn und seine Verlobte Marie zusammen auf der Straße sieht und wie vertraut sie mit einander umgehen, flieht sie kurzerhand nach Schottland, um auf das Cottage der Familie Bains aufzupassen. Zwei Monate wird sie in dem kleinen Dorf Applemore verbringen und jeden Gedanken an Theo hoffentlich hinter sich lassen.

Dieses Buch ist schöner Sommerroman. Mila ist offen und sucht den Kontakt zu anderen Menschen in Applemore. Sie ist unternehmungslustig, aufgeweckt und für neue Ideen zu haben. Nur mit ihrer Gefühlswelt kommt sie nicht so richtig klar. Allerdings stehen ihre Freunde aus dem Romantik-Club und ihr Vater mit Rat und Tat zur Seite. Und da ihr Vater Bäcker ist und Mila ihm häufig geholfen hat, schickt er ihr einen Sauerteigansatz, damit sie ihre Gefühle wegbacken kann. Ihre Brote und das damit einhergehende Tauschgeschäft kommt bei den Dorfbewohnern so gut an, daß sie bald feste Backtage für eine Menge Kunden hat.

Der Sohn der Bains, Finley, erwartet nach fünf Jahren Abwesenheit nicht unbedingt ein fremdes deutsches Mädchen in seinem Elternhaus. Nach anfänglicher Irritation auf beiden Seiten, treffen die beiden eine Abmachung und leben fortan als Mitbewohner zusammen. Mila bekommt nichts von Finley mit, bis er eines Abends ihre gesamten Teigansätze für ihr Brot entsorgt hat.
„»Was hast du mit meinem Teig gemacht?« […]
»Du meinst doch nicht etwa dieses stinkende Zeug, das da seit Tagen vor sich hin gegammelt hat, oder?» [...]
»Das war mein Brotteig! […] Du kannst doch nicht einfach an meine Schüsseln gehen und den Inhalt wegschmeißen!« […]
»Also entschuldige mal … […] Das Zeug hat doch nur noch vor sich hin geschimmelt. Hast du mal daran gerochen? Das war widerlich und gehörte in den Müll. Niemand will so etwas essen.«“ (S.189-190)
Finley ist frech, hat immer den Schalk in den Augen, und zieht Mila bei jeder Gelegenheit auf. Doch in der Not ist er hilfsbereit und handelt schnell. Er und Mila freunden sich bei gemeinsamen Backaktionen und anschließenden Filmeabenden langsam an, bis Mila plötzlich unerwarteten Besuch bekommt.

Liebe funkelt apfelgrün ist ein typischer Liebesroman mit Herzschmerz und Konflikten an jeder Ecke. Auch wenn das Ende schon von Beginn an vorhersehbar ist, ist der Weg dorthin unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 26.11.2021

Guter Auftakt, schwierige Protagonistin

Die Eiskriegerin
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Licia Troisi schafft es mit Leichtigkeit, tragische Heldinnen auf große Abenteuer zu schicken. Myra ist mit ihren 18 Jahren eine erfahrene Kriegerin, die in der Nacht, als ihr Adoptivvater Fadi ermordet ...

Licia Troisi schafft es mit Leichtigkeit, tragische Heldinnen auf große Abenteuer zu schicken. Myra ist mit ihren 18 Jahren eine erfahrene Kriegerin, die in der Nacht, als ihr Adoptivvater Fadi ermordet wurde, ihre Stimme ruiniert hat. Deswegen klingt sie meist kratzig und ähnelt eher einem Flüstern. Doch um ihrem Retter und Freund Acrab beizustehen, braucht sie keine Stimme. Und auch auf ihrer einsamen Suche nach der Wahrheit, wird sie sie nicht benötigen.
Der Weg durch das Dominium,, ist beschwerlich und führt sie durch Steppen, Wälder und Berge. In einem verschneiten Gebirge findet sie einen Eisdrachen, der von herabgefallenen Steinen teilweise eingeklemmt wurde. Trotz ihrer Angst entschließt sie sich, ihm zu helfen und findet unverhofft einen Begleiter.
Myra ist eine Protagonistin, die es nicht nur den Menschen in dem Buch, sondern auch dem Leser nicht leicht macht, sie zu mögen. Sie sieht sich vor allem als Kriegerin, gestählt durch ihre Vergangenheit; sie braucht niemanden, außer Acrab, der sie einmal gerettet hat. Sie schafft alles allein, denn sie ist stark und widerstandsfähig und hat schon vieles im Leben überlebt. Sie ist zynisch, wortkarg und lässt niemanden an sich heran. Doch im Laufe ihrer Suche merkt sie, daß sie sich sehr wohl auf andere verlassen muss, auch wenn ihr das nicht leicht fällt.

Das Dominium der Tränen hat eine umfangreiche Geschichte und unterschiedliche Völker und Wesen. Selbst Magie kommt in einigen Teilen des Landes vor, doch diese ist durch Sklaverei von sogenannten Elementalen geprägt. Ebenfalls existiert das Volk der Thyrren, die nicht nur als Sklaven gehalten, sondern auch für die Elementale als Käfige genutzt werden. Nur eine Religion, die der Reinen, glaubt an einen Befreier, der das gesamte Dominium von der Sklaverei befreien wird. Unter ihnen gibt es Kyllen, ein einsamer Magier, der ein furchtbares Geheimnis entdeckt und die Reinen verlässt um die Wahrheit zu suchen.

Die Eiskriegerin ist ein spannender Auftakt der Dominium-Saga, mit einer umfassenden Welt, vielen Völkern und einem herannahenden Krieg. Myras Suche begann als persönliche Mission, doch hängt nicht mehr nur ihr Schicksal daran. Das ganze Dominium wird bedroht.

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