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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2017

äußerst interessant und gut verständlich

Nie mehr süchtig sein
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Reinhard Haller, u. a. Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik mit Schwerpunkt Abhängigkeitserkrankungen, analysiert, selbst für den Laien gut verständlich, wie Sucht entsteht, welche ...

Reinhard Haller, u. a. Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik mit Schwerpunkt Abhängigkeitserkrankungen, analysiert, selbst für den Laien gut verständlich, wie Sucht entsteht, welche verschiedenen Abstufungen oder Erscheinungsformen es gibt und welche möglichen Wege aus der Sucht führen können. Der Autor stellt Modelle und Hypothesen zu den jeweiligen Hintergründen , z.B. genetische Veranlagung, vor, beschreibt das Verhalten der Angehörigen als Co-Abhängige und veranschaulicht die vermittelten Erkenntnisse durch zahlreiche Fallbeispiele.

Deutlich wird die Vielfalt der möglichen Süchte; ob verschiedene illegale Drogen, Rauchen, Alkohol, Spiel, Essen, Arbeit, Sport, Sex oder Medien weisen sie als Hauptmerkmale die Dosissteigerung, Entzugssyntome und den Kontrollverlust auf und erweisen sich häufig als Zeitlupenselbstmord.

Sehr gut gefällt mir die sachliche Darstellung der Problematik sowie der Suchtstoffe, die nicht generell verteufelt werden, denn die meisten Konsumenten beispielsweise von Alkohol, pflegen einen durchdachten, genießenden und ungefährlichen Umgang damit. Ohne selber betroffen zu sein, beeindruckten mich die Ausführungen und besonders die vorgestellten Wege aus der Sucht, sowohl für Süchtige als auch Angehörige, denn Haller stellt eindeutig klar, wie wichtig es für den Süchtigen ist, dass seine Sucht nicht gedeckt ist, damit er sich ihr stellen kann.

Fazit: äußerst interessantes und dabei gut verständliches Buch, darüber, wie Sucht entsteht, wie man sie erkennt und überwinden kann

Veröffentlicht am 19.05.2017

wunderbare Vielfalt an Gemüse, Informationen, Tipps und Rezepten

Gartenküche
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Beide Autoren sind schon seit vielen Jahren Mitglieder der Arche Noah und geben in diesem Buch sowohl Wissen über altbewährte und doch zum Teil fast vergessene Sorten als auch über Neuentdeckungen und ...

Beide Autoren sind schon seit vielen Jahren Mitglieder der Arche Noah und geben in diesem Buch sowohl Wissen über altbewährte und doch zum Teil fast vergessene Sorten als auch über Neuentdeckungen und heimische Raritäten weiter, wobei Elisabeth Plitzka den Schwerpunkt auf die Pflanzen und Arche-Noah-Koch Bejamin Schwaighofer ihn auf einfache, köstliche Rezepte legt.

Neben den Vorzügen der altbewährten Sorten erfährt der Leser auch einige Details über die Tätigkeit der Arche Noah, über engagierte Saatgutbewahrer und verschiedene Gemüsesorten in ihrer Vielfalt.
Dabei wurde dieses Buch sehr durchdacht aufgebaut: in jedem Kapitel wird eine Gemüsegruppe betrachtet, zu den einzelnen Sorten verschiedene Züchtungen in Bild und Text vorgestellt Gartentipps und Rezepte mit angegeben; so erfährt man z.B. Wissenswertes zum Vorkeimen, Auspflanzen, Saatgut selber geinnen und auch über Abstammung und Zuchterfolge bei einzelnen Arten – für mich war z.B. ganz neu, dass Wintersalate alle von der Wegwarte abstammen. Die Texte sind leicht verständlich, geben viel Wissen weiter und helfen, seine persönlichen Sorten und Arten zu finden. Zudem bietet ein Kapitel Rezepte für die Vorratskammer um Ernteüberschüsse sinnvoll zu verwerten, z.B. Sirupe, Chutneys, Engelshaarmarmelade, Fermentieren. Nebenbei und auch am Ende des Buches erhält man Tipps sowie Adressen für Bezugsquellen des Saatgutes.

Die Kapitel zu den einzelnen Gemüsesorten sind:

- Blattgemüse und Salate: Salate, Kräuter, Salatrauke, Senfkresse, Ampfer, wilde Melden, echte und falsche Spinate – z.B.

- Fruchtgemüse: Tomaten, Paprika und Chili, Kürbisse, besondere Kürbisgewächse, Dicke Bohnen und süße Erbsen

- Wurzeln und Knollen: Kartoffeln, Karotten und Pastinaken, Rote Rüben, Endivie, Zuckerhut & Co, Kohlgemüse, Alles Lauch

Für mich waren die unterschiedlichen Variationen zu einzelnen Gemüsen eine große Hilfe, so dass ich nun ganz konkrete Züchtungen für mich und meinen Garten entdecken konnte.

Die zu den einzelnen Gemüsesorten vorgestellten Rezepte finde ich allesamt sehr ansprechend; sie sind gut erklärt und können leicht nachgearbeitet werden. Ein großes Foto, eine übersichtliche Zutateneliste, Extra-Tipps und immer wieder ein Infokästchen mit weiteren Erklärungen zu einzelnen Zutaten zeichnen die Rezepte zusätzlich aus. Sehr gut gefällt mir auch, dass zu jedem Rezept in einem grünen Kästchen den verwendeten Gemüsen die Seitenzahlen zur Vorstellung und Erläuterung zugeordnet werden und man so ganz schnell an Zusatzinformationen zu den verwendeten Gemüsen gelangt.

Mit Hilfe dieses Buches lassen sich persönliche Anbaupläne erstellen, ganz egal ob für einen großen oder kleinen Garten oder einen Balkon,

Mich hat das Buch völlig begeistert, da es neben dem Beschreiben von fast verschwundenen und auch neuentdeckten Gemüsesorten, 80 darauf abgestimmte Rezepte, viele Informationen, Anleitungen und Tipps zur Aussaat, Anbau, Wintertreiberei und Winteranbau im Gewächshaus enthält.

Veröffentlicht am 09.05.2017

wunderschön und durch die Darstellung im Jahresverlauf besonders hilfreich

Die Wildkräuter der vier Jahreszeiten
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Daniela Dettling, u.a. Kräuterpädagogin und Lehrgangsleiterin für Heilkräuterkunde, hat in diesem Buch im Verlauf des Jahreskreises monats- bzw. quartalsweise verschiede Heilkräuter samt ihrer Wirkung ...

Daniela Dettling, u.a. Kräuterpädagogin und Lehrgangsleiterin für Heilkräuterkunde, hat in diesem Buch im Verlauf des Jahreskreises monats- bzw. quartalsweise verschiede Heilkräuter samt ihrer Wirkung mitsamt verschiedener Rezepte vorgestellt. Immer wieder erzählt sie hierbei auch von alten Bräuchen, insbesondere zu den acht großen Sonnen- und Mondfesten, die sie genauso erklärt wie das Sammeln, Lagern und Verarbeiten der Kräuter.

Sehr gut gefällt mir die sehr gute Übersichtlichkeit dieses Buches, z.B. durch unterschiedlich farbige Randstreifen zu jeder Jahreszeit, so dass man den aktuellen Teil des Buches umso schneller findet. Über Heilkräuter habe ich schon mehrere Bücher gelesen und finde bei diesem gerade die Darstellung im Jahresverlauf äußerst ansprechend und hilfreich. Nachdem ich dieses Buch zunächst komplett gelesen und etliche Rezepte markiert habe, kann ich mich nun gut auf die gerade sammel- und nutzbaren Kräuter konzentrieren und im Laufe des Jahres das aktuell benötigte Wissen gezielt nachschlagen und so im Jahresverlauf immer mehr dazulernen. So präsentiert finde ich es viel einfacher, als in alphabetischer Reihenfolge. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Buch und denke, das es nicht nur für Anfänger viel Wissen bereithält.

Veröffentlicht am 04.05.2017

Leckere und einfach zuzubereitende Low-Carb Rezepte

Low-Carb-Rezepte
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Das Buch beginnt mit einer ganz kurzen Einführung in die Low-Carb Ernährung, bei der man versucht Kohlenhydrate wegzulassen und Proteine zu verwenden. Dadurch wird starken Insulinschwankungen und auch ...

Das Buch beginnt mit einer ganz kurzen Einführung in die Low-Carb Ernährung, bei der man versucht Kohlenhydrate wegzulassen und Proteine zu verwenden. Dadurch wird starken Insulinschwankungen und auch Muskelabbau, wie er bei Diäten häufig vorkommt, entgegenzuwirken.
Bei dieser Ernährung purzeln die Pfunde, aber oft sind die Rezepte langweilig, so dass ich auf der Suche nach neuen war.
In diesem dünnen Buch gibt es Rezepte, unterteilt in die Kapitel Frühstück & Süßes, Vorspeisen & Snacks, Salate, Suppen und Hauptmahlzeiten.
Die Rezepte sind gut erklärt, leicht nachzuarbeiten, zu jedem gibt es ein Foto und zu vielen noch einen Extra-Tipp. Gut gefällt mir, dass die Zubereitungszeit mitangegeben wurde; allerdings vermisse ich ein wenig die Nährwertangaben.
Insgesamt gibt es 36 verschiedene Rezepte; die, die ich ausprobiert habe, fand ich sehr lecker. Besonders gut gefallen mir der Blumenkohl-Hummus, die im Backofen zubereiteten Gemüsechips, der orientalische Blumenkohlsalat, die Bärlauchsuppe sowie die Gemüse-Schinken-Lasagne.
Die Rezepte sind sehr einfach gehalten und regen dazu an, einfach mal Zutaten auszutauschen und kreativ zu werden.

Veröffentlicht am 04.05.2017

ernormes Kräuterwissen erfrischend vermittelt

Kraftsträuße
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Christina Mann, Phytotherapeutin, Kräuterfachfrau und Ethnobotanikerin bietet nach einer Einführung in die Geschichte der Kräuterkunde, der Betrachtung eines magischen Weltbildes sowie der Bedeutung von ...

Christina Mann, Phytotherapeutin, Kräuterfachfrau und Ethnobotanikerin bietet nach einer Einführung in die Geschichte der Kräuterkunde, der Betrachtung eines magischen Weltbildes sowie der Bedeutung von Kräutersträußen im Laufe der Zeit einen Überblick über 40 heimische Pflanzen, die man heutzutage in seinen eigenen Kraftstrauß einbinden könnte.
In diesen Portrait vermittelt die Autorin vielschichtiges Wissen, erzählt manchesmal die dazugehörende Natursage, Göttererzählung, Kräutermärchen oder Tipps einer Kräuterhexe, geht auf die Nutzung im Laufe der Jahrhunderte ein, erläutert die symbolische Bedeutung der jeweiligen Pflanze, ihre Wahrnehmung mit alles Sinnen, ihre Verwendung sowie therapeutisch bedeutsame Inhaltsstoffe, Gegenanzeigen, Tipps zum Finden und Ernten und rundet die Darstellungen durch die Wirkung im Kraftstrauß und häufig auch durch Rezepte zur Verwendung des Krautes ab. Die Pflanzenportraits werden durch Fotos und von der Autorin zum Teil selbst ausgedachten Praxis-Ergänzungen zum historischen Kraftstrauß ergänzt.

Für mich war das Lesen dieses Buches durchgehend sehr spannend und interessant. Die anfängliche Gegenüberstellung von keltischen und germanischen Festen, die Mond- oder Sonnenstellungen zugrundelegen, die Erklärungen zu den historischen Vorbildern der heutigen Kraftsträuße, die früher zu Maria Lichtmeß gesegnet wurden oder dass es zur Sommersonnenwende, so munkelt man, als Pendant zu den Rauhnächten 12 Nächte zum Sammeln der wirksamen Kräuter gab und vieles mehr, gehört zu den Hintergrundinformationen, die ich, so wie alle Angaben hier im Buch, ausgesprochen intensiv recherchiert und vermittelt finde.
Einzelne Regeln, die es beim Binden des eigenen Kraftstrußes zu beachten gibt, z.B. eine durch drei teilbare Anzahl an Pflanzen, wird erklärt und, was mir besonders gut gefällt, auch daraufhin gewiesen, dass der Weg das Ziel ist, dass man beim Sammeln nicht zu ernsthaft und verbissen, sondern manchmal auch einfach aus dem Bauch heraus entscheiden sollte, welche die Wirkung welcher Pflanze man in seinen Strauß mit einbindet und als Hilfe für die nächste Zeit nutzen möchte.

Christina Mann versteht es dieses enorme Wissen ganz erfrischend und abwechslungsreich zu vermitteln, mit dem der Leser ganz einfach wilde Kräuter sammeln und zu seinem individuellen Krauftstrauß binden kann. Darüber hinaus bieten die vielfältigen Informationen zu den vorgestellten Pflanzen auch zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten im Alltag.