Platzhalter für Profilbild

Gisel

Lesejury Star
offline

Gisel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Gisel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2021

Fantasy-Pferdeabenteuer

Insel der Sturmpferde 1: Eine Freundschaft aus Wind und Magie
0

Nilla und ihr Hengst Windtänzer sind ein Herz und eine Seele. Die beiden bereiten sich auf einen Wettkampf vor. Eines Abends taucht ihr Ziehvater Jun mit Luna und deren Pferd Mondlicht auf. Allerdings ...

Nilla und ihr Hengst Windtänzer sind ein Herz und eine Seele. Die beiden bereiten sich auf einen Wettkampf vor. Eines Abends taucht ihr Ziehvater Jun mit Luna und deren Pferd Mondlicht auf. Allerdings erzählen weder Jun noch Luna etwas über das Mädchen und sein Pferd. Und das, obwohl Nilla die Zeit mit Luna und Mondlicht verbringen soll. Nilla ahnt, dass die beiden ein großes Geheimnis umgibt.

Dieses Buch fällt durch das wunderschöne Cover bereits von weitem auf, wobei sich die hochwertige Illustration durch das gesamte Buch zieht. Welches pferdebegeisterte Mädchen könnte dieses Buch im Regal links liegen lassen? Spannend ist die Geschichte um Nilla und Luna sowie die beiden Pferde, die mit den beiden Mädchen eng verbunden sind. Das Buch ist der Auftakt einer Reihe von Geschichten über dieses Quartett, das auf einer Insel lebt, die von Magie geprägt ist. Diese Mischung aus Pferdebuch und Fantasy entwickelt sich zu einer spannenden Geschichte, die nicht nur magische Elemente enthält, sondern auch einige Gefahrensituationen bewältigen lässt. Nicht nur die innige Verbundenheit des Mädchens mit seinem Pferd, sondern auch das Thema Freundschaft sind wichtige Themen der Geschichte. Da bleibt man am Ende des Buches zurück mit sehr viel Neugier auf den nächsten Band der Reihe.

Dieses aufwändig gestaltete Pferdeabenteuerbuch empfehle ich sehr gerne für pferdebegeisterte Mädchen ab ca. 9 Jahren und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.12.2021

Literarische Rebellinnen

Book Rebels
0

Dieses Buch vereint 75 Frauen- und Mädchenfiguren aus der Literatur. Man kennt sie, das eigene Frauenbild hat sich mit ihnen geformt: Pippi Langstrumpf, Effi Briest, Alice im Wunderland, Iphigenie auf ...

Dieses Buch vereint 75 Frauen- und Mädchenfiguren aus der Literatur. Man kennt sie, das eigene Frauenbild hat sich mit ihnen geformt: Pippi Langstrumpf, Effi Briest, Alice im Wunderland, Iphigenie auf Tauris, Miss Marple…

Viele Beispiele aus der klassischen Literatur, aber auch aus neueren Büchern sind in dieses Buch eingeflossen. Eine kurze Charakterisierung sowie ein Bild dazu geben einige Erklärungen zu jeder Figur, weitere Informationen zum Buch und zum jeweiligen Autor ergänzen diese Ausführungen in zwei weiteren Kapiteln. So entsteht eine Sammlung von all den literarischen Figuren, die wir bereits kennen oder vielleicht noch kennenlernen möchten. Das Buch macht Lust, eigene Bücher nochmal durchzublättern sowie bisher unbekannte Heldinnen kennenlernen zu wollen.

Diese Sammlung hat mir deshalb sehr gut gefallen. Sie eignet sich aber auch besonders dafür, Leseneulinge in die Geschichte dieser Heldinnen einzuführen und deren Interesse an den aufgeführten Büchern zu wecken. Sehr gerne vergebe ich alle 5 möglichen Sterne und empfehle das Buch unbedingt weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2021

Zutiefst verstörend

SCHWEIG!
0

Die zweifache Mutter Esther fährt am Tag vor Heiligabend zu ihrer Schwester, die allein in einem Haus im Wald wohnt. Eigentlich müsste Esther jetzt mit Mann und Kindern die Vorbereitungen für Weihnachten ...

Die zweifache Mutter Esther fährt am Tag vor Heiligabend zu ihrer Schwester, die allein in einem Haus im Wald wohnt. Eigentlich müsste Esther jetzt mit Mann und Kindern die Vorbereitungen für Weihnachten tätigen. Doch sie weiß, sie muss nachsehen, wie es Sue geht. Denn letztes Weihnachten kam es zu einer Katastrophe, und nun muss Esther sehen, dass Schnecke, wie sie ihre Schwester nennt, auch wirklich ihre Medikamente nimmt. Aber dann werden Worte gesagt, die nicht mehr zurückgenommen werden können. Und es geschehen Taten, die nicht zurückgedreht werden können.

Eher harmlos beginnt dieser Thriller, und doch ahnt man schon ab der ersten Seite, dass viel mehr hinter dieser Geschichte steckt. Nach und nach rollt sich etwas auf, das völlig verstörend ist. Als Leser fragt man sich immer wieder: Welches ist hier die richtige Wahrheit? Gibt es diese überhaupt? Aus mehreren Perspektiven erzählt, werden immer wieder neue Aspekte geschildert, die alles Bisherige neu beleuchten. Die Verstrickung der Protagonisten untereinander ist derart toxisch, dass dies Beklemmungen auslöst. Die Auflösung hat mich überrascht, und doch ist nur dieser Schluss der einzig Richtige für diese Geschichte. Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen, so spannend ist es geschrieben.

Dieses Familiendrama schickt beim Leser einen Schauer nach dem anderen über den Rücken. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2021

Eine berührende Geschichte voller Witz und Tiefgang

Barbara stirbt nicht
0

Walter Schmid genießt seine Zeit als Rentner. Seine Ehefrau Barbara hat immer für ihn gesorgt, er musste sich nie mit all den Arbeiten im Haushalt auseinandersetzen, da sie diese übernommen hatte. Doch ...

Walter Schmid genießt seine Zeit als Rentner. Seine Ehefrau Barbara hat immer für ihn gesorgt, er musste sich nie mit all den Arbeiten im Haushalt auseinandersetzen, da sie diese übernommen hatte. Doch dann steht sie eines Morgens nicht mehr auf. Nun muss er sie beide versorgen.

Dies ist die Ausgangssituation, die zunächst viel Raum gibt für Szenen voller Situationskomik. Doch Walter erhält die einmalige Chance, über sich hinauszuwachsen, und das tut er: als Pflegekraft, als Hausmann, als fürsorglicher Partner. Neben den humorvollen, teils bitterbösen Szenen über einen Mann, der nie gelernt hatte, eine Tütensuppe zu kochen, gesellen sich nun sehr warmherzige Momente, wenn der Leser liest, wie Walter seine Chance zur Veränderung nutzt. So vereint die Autorin Alina Bronsky Witz und Tiefgang in einer Geschichte, die nach und nach immer mehr berührt. Und Herr Schmidt, den ich (und nicht nur ich) anfangs so gar nicht gut leiden konnte, hat sich unversehens in mein Herz geschlichen.

Dieses Buch hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern auch tief berühren können. Sehr gerne vergebe ich alle 5 möglichen Sterne und empfehle die Geschichte unbedingt weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.12.2021

Beeindruckendes Familienepos aus Vietnam

Der Gesang der Berge
0

Huong wächst im Hanoi der frühen 1970er Jahre auf, bei ihrer Großmutter. Ihr Vater ist nicht aus dem Krieg zurückgekommen, ihre Mutter hatte sich auf den Weg gemacht, ihn zu finden. Die Großmutter entschließt ...

Huong wächst im Hanoi der frühen 1970er Jahre auf, bei ihrer Großmutter. Ihr Vater ist nicht aus dem Krieg zurückgekommen, ihre Mutter hatte sich auf den Weg gemacht, ihn zu finden. Die Großmutter entschließt sich, Huong die Geschichte ihrer Familie zu erzählen; sie erzählt ihrer Enkelin von der Vorhersage, die sie selbst in ihrer Kindheit erhielt: Dass ihr Leben in Wohlstand beginnen würde, dann aber auch bittere Armut und unsägliches Leid in ihr Leben käme. So erzählt die Großmutter vom Krieg in Vietnam, von der Landreform, von Vertreibung und Flucht.

Es ist eine Geschichte, die von einer starken Frau erzählt, von der Großmutter, die alles verlor und dennoch nicht aufgegeben hat, und die nun diese Stärke an alle ihre Kinder und auch an ihr Enkelkind Huong weitergibt. So entsteht ein bildreiches Familienepos, das nicht nur viel über die Geschichte der Familie erzählt, sondern über die Geschichte des Landes insgesamt. Dies ist für mich der erste Roman, den ich über Vietnam und seine Geschichte lese, und es ist der Autorin Nguyen Phan Que Mai sehr gut gelungen, mich in diese unsichere Welt mitzunehmen, die Huong und ihre Großmutter im zwanzigsten Jahrhundert erlebt haben. Dabei konnte ich die verschiedenen Facetten der handelnden Personen sehr gut nachvollziehen – da diese in einer Kultur leben, die mir eher fremd ist, hätte ich mir das am Anfang der Lektüre gar nicht vorstellen können. So erscheint Huongs Geschichte sehr authentisch.

Sehr gerne empfehle ich dieses beeindruckende Familienepos über eine vietnamesische Familie weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere