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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.12.2021

Magische Parallelwelt

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
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Erst einmal - wie schön ist bitte das Cover? Hätte ich die Autorin und ihren tollen Schreibstil nicht bereits gekannt, hätte mich spätestens das Cover zum Kauf bewegt.

Kerstin Gier hat mich erneut nicht ...

Erst einmal - wie schön ist bitte das Cover? Hätte ich die Autorin und ihren tollen Schreibstil nicht bereits gekannt, hätte mich spätestens das Cover zum Kauf bewegt.

Kerstin Gier hat mich erneut nicht enttäuscht. Ich liebe ihren witzigen, frischen Schreibstil mit den frechen Kommentaren, bei denen man selbst gut mitfühlen kann (ich mache mich auch gerne mal über Kalendersprüche lustig :)) Folglich haben mir auch die Charaktere super gefallen, allen voran Matilda, die ihrer Außenseiterin-Rolle schnell entwächst und sich als schlagfertig, mutig und loyal entpuppt. Quinn war auch immer für einen frechen Spruch zu haben, aber auch ein wenig abgehoben (was er ja zumindest gut reflektiert) - nichtsdestotrotz habe ich das Buch am liebsten aus Matildas Perspektive gelesen.

Die 2 nehmen einen großen Teil des Buches ein, die Nebencharaktere könnten noch mehr Raum bekommen, vor allem, da es so viele sind. Mit manchen muss ich noch ein wenig "Zeit verbringen", damit sie mir ans Herz wachsen.

Storytechnisch ist eine magische Geschichte, auch wenn bisher vieles nur oberflächlich angerissen wurde. Das große Ganze fehlt mir noch ein wenig und konnte mich daher auch noch nicht vollständig in seinen Bann ziehen, vielleicht auch, weil bisher nur Quinn die magische Welt erkunden konnte.

Alles in allem hatte ich super viel Spaß mit dem Buch. Der Zauber, den die Edelstein-Trilogie und die Silber-Trilogie auf mich hatten, blieb allerdings (noch) aus. Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht mehr die Zielgruppe.

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Veröffentlicht am 22.12.2021

Das Leben am Abgrund

Die falsche Zeugin
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"Die falsche Zeugin" von Karin Slaughter beleuchtet das Leben der Schwestern Callie & Leigh. Ereignisse aus deren Vergangenheit verfolgen sie bis in die Gegenwart. Themen wie Missbrauch von Kindern, Vergewaltigung ...

"Die falsche Zeugin" von Karin Slaughter beleuchtet das Leben der Schwestern Callie & Leigh. Ereignisse aus deren Vergangenheit verfolgen sie bis in die Gegenwart. Themen wie Missbrauch von Kindern, Vergewaltigung und Mord werden in dem Roman seziert und dem/ der LeserIn durchgehend vorgehalten. Das ist ziemlich harte Kost, da nichts verschönt wird. Um nichts vorweg zu nehmen, will ich nichts weiter zum Inhalt sagen.

Karin Slaughter schafft es dabei durch ihren unglaublich spannenden, eindrücklichen Schreibstil, dass man mitfiebert und alles viel zu bildlich miterlebt. Sowohl Callies, als auch Leighs innere Gedankenkämpfe sind nervenaufreibend. Die Autorin hat es geschafft, beiden einen starken, eigensinnigen Charakter zu geben. Sie sind nicht unbedingt sympathisch, weshalb ich nicht durchgehend mitfühlen konnte, aber es sind dennoch einzigartige Hauptcharaktere, Insbesondere die Beziehung der beiden Schwestern zueinander empfand ich als spannend, denn auch wenn sich die Leben beider nach einem einschneidenden Erlebnis absolut unterschiedlich entwickeln, so haben sie nie die Verbindung zueinander verloren.

Auch sonst konnten mich die Charaktere im Roman überzeugen. Sie sind klar gezeichnet und kontrovers, weshalb allein die Interaktionen der Protagonisten untereinander Spannung erzeugen. Walter mochte ich dabei am liebsten, da er wohl am menschlichsten rüberkam.

Einziges kleines Manko am Buch ist die Länge. "Die falsche Zeugin" weist vor allem im Mittelteil einige Längen auf, die die Spannung rausgenommen haben. Ich kann auch nicht sagen, dass die Entwicklungen maßgebend für den Roman waren.

Dennoch ein unglaublich gut geschriebener Krimi, der unter die Haut geht.

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Veröffentlicht am 07.12.2021

Liebesgeschichte mit ernsten Tönen und starken Hauptcharakteren

Still With You
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Ich habe mich so darauf gefreut, meinen ersten Roman von Morgane Moncomble lesen zu können und ich kann auf jeden Fall verstehen, warum sie so viele begeisterte LeserInnen hat. Ihr Schreibstil ist flüssig, ...

Ich habe mich so darauf gefreut, meinen ersten Roman von Morgane Moncomble lesen zu können und ich kann auf jeden Fall verstehen, warum sie so viele begeisterte LeserInnen hat. Ihr Schreibstil ist flüssig, emotional und führte dazu, dass ich trotz der ernsten Themen gut im Buch versinken konnte.

"Still with you" handelt von Lara und Casey. Während Lara von einem Leben bei Circado als Akrobation am Luftring träumt, will Casey nach Yale und studieren, doch ihre Eltern haben anderes für die beiden im Sinn. Nachdem Laras Schwester Amelia als Partner am Luftring wegfällt, wird Casey ihr neuer Partner und die beiden kommen sich Stück für Stück näher. Doch Lara hat mit inneren Dämonen zu kämpfen.

Zu Beginn dachte ich vor allem, dass ich eine Liebesgeschichte in Verbindung mit dem Thema Akrobatik geboten bekomme, aber gerade im zweite Teil des Buches nehmen Laras persönliche Probleme einen größeren Raum ein. Morgane Moncomble schafft es, dass Thema realistisch und emotional aufzuarbeiten. Vor allem der Blick in Laras Gedankenwelt hilft, vieles zu verstehen und mit größerem Verständnis aus der Geschichte herauszugehen.

Allgemein empfand ich Lara und Casey als zwei tolle Protagonisten, wobei mir insbesondere Lara lange im Gedächtnis bleiben wird. Ihr Selbstbewusstsein war richtig ansteckend und ihre Durchsetzungsfähigkeit einfach toll mit zu erleben.

Die Nebencharaktere blieben allerdings über größere Teile eher blass und neben weniger Raum ein, insbesondere Laras Freunde. Ich hätte gerne noch mehr über sie gelesen.

Auch das Setting "New York" kam für mich nicht ganz so deutlich herüber. Ich kann mir vorstellen, dass es besonders ist, in dieser Stadt zu leben und aufzuwachsen und während ich mir die Protagonisten sehr gut als New Yorker vorstellen kann, kam das Feeling der Großstadt bei mir nicht so recht auf.

Fazit: Ein ernster, emotionaler Roman für eher intensive, statt leichte Lesestunden

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Veröffentlicht am 09.11.2021

Viele Puzzleteile

Narbenherz
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In "Narbenherz" verschwindet ein Junge spurlos, nachdem der Vater ihn in der Schule abgegeben hat. Viele verschiedene Puzzleteile werden nach und nach offengelegt, doch lange ist unklar, wie alles zusammenhängt. ...

In "Narbenherz" verschwindet ein Junge spurlos, nachdem der Vater ihn in der Schule abgegeben hat. Viele verschiedene Puzzleteile werden nach und nach offengelegt, doch lange ist unklar, wie alles zusammenhängt. Verbindungen zu einem ominösen Apfelmann, aber auch zu traumatisierten Soldaten zeigen sich.

Es ist ein Verwirrungsspiel, dass trotz vieler Ungereimtheiten für mich über einige Strecken die Spannung nicht aufrecht erhalten konnte. Die Autorin hat allerdings einen tollen, einnehmenden Schreibstil, welcher es wett gemacht hat, dass Ermittler Schäfer und Investigativjournalistin Heloise über lange Strecken auf der Stelle standen. Sie finden zwar immer wieder neue Hinweise, aber alles will nicht so recht zusammenpassen. Auch ich als Leserin tappte lange im Dunkeln, wer nun der/ die TäterIn sein soll. Die Auflösung konnte mich überraschen.

Hinzu kommt, dass Heloise und Schäfer doch recht eigensinnige Charaktere sind. Während Heloise auf mich starrsinnig und eher kalt wirkte, war Schäfer ein eher eingefahrener, konventioneller Ermittler. Der Autorin ist es gelungen, die beiden authentisch darzustellen, auch wenn ich insbesondere mit Heloise nie so richtig warm geworden bin.

Erwähnen möchte ich noch, dass ich den 1.Teil bisher nicht gelesen habe, ich aber dennoch ohne Probleme hier einsteigen konnte, was eher selten der Fall ist. Manchmal bleiben bei einem 2.Teil doch das ein oder andere Fragezeichen, aber bei diesem Thriller war ich sofort in der Story drin und hatte nie das Gefühl, etwas nicht zu wissen.

Ein spannender, toll geschriebener Thriller, der vor allem zum Ende hin Fahrt aufnimmt.

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Veröffentlicht am 09.11.2021

New Orleans as its best

Love is Loud – Ich höre nur dich
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"Love is Loud" lag schon eine Weile auf meinem SuB und nachdem ich einfach große Lust auf einen Liebesroman hatte, war es nun endlich an der Reihe.


Man begleitet Franzi auf ihrem Trip nach New Orleans, ...

"Love is Loud" lag schon eine Weile auf meinem SuB und nachdem ich einfach große Lust auf einen Liebesroman hatte, war es nun endlich an der Reihe.


Man begleitet Franzi auf ihrem Trip nach New Orleans, wo sie sich um Hugo, einen alten Mann, kümmern soll. Dort trifft sie auf Link, dem zweiten Hauptprotagonisten. Link ist Straßenmusiker, lebt im hier und jetzt und verdreht Franzi - ebenso wie sie ihm - recht schnell den Kopf.


Katinka Engels Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und lässt einen nur so durch die Seiten fliegen. Der Einstieg in das Buch fiel mir super leicht und gerade der Anfangsteil war mein Lieblingsteil, was bei Büchern bei mir sonst eher selten der Fall ist. Auch ihre Charaktere hat sie sehr feinfühlig und einfach liebenswürdig gestaltet, allen voran den alten Griesgram Hugo, der wohl bei Weitem mein Lieblingscharakter war. Franzi und Link haben sich perfekt ergänzt und ihre Liebesgeschichte war eine emotionale Reise, wobei es mir zum Ende hin ein wenig zu viel "Säßholzgeraspel" war - aber das ist nur meine persönliche Meinung.


Die Geschichte an sich ist eher ruhig. Es handelt viel um Selbstfindung. Gerade im zweiten Drittel war bei mir dann ein wenig die Lust raus und das Buch konnte mich nicht mehr wirklich fesseln. Zum Ende hin nahm die Geschichte aber noch einmal Fahrt auf, wodurch sich die letzten Seiten wieder schneller lesen ließen.


Ein Wohlfühlroman zum Abschalten - ich freue mich auf den Folgeband.

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