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Veröffentlicht am 07.01.2022

Eine traumlose originelle Reise in den Wahnsinn

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr
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Prinzessin Dylia leidet unter einer ungewöhnlichen Krankheit, die sie schlaflos macht. Allein durchstreift sie nachts die Türme des Schlosses auf der Suche nach Zerstreuung und fantasiert sich ihre eigene ...

Prinzessin Dylia leidet unter einer ungewöhnlichen Krankheit, die sie schlaflos macht. Allein durchstreift sie nachts die Türme des Schlosses auf der Suche nach Zerstreuung und fantasiert sich ihre eigene regenbogenfarbene Welt zusammen. Eines Nachts trifft Dylia auf Havarius Opal, seines Zeichens Nachtmahr und Bringer von Alpträumen. Er kündigt an sie in den Wahnsinn treiben zu wollen. Hierzu führt Opal die Prinzessin in ihr eigenes Gehirn und direkt in das Zentrum ihrer Angst, der Amygdala. Auf dieser Reise müssen Dylia und Opal einige Gefahren bestehen, denn das Gehirn ist ein sehr gefährlicher Ort voller Ängste, Sorgen und Zweifel.

Der Anfang der Geschichte gestaltete sich sehr zäh. Sehr viele Wortspiele, Synonyme und Alliterationen machten das Lesen wirklich anstrengend. Glücklicherweise änderte sich diese Form des Schreibstils nachdem der Nachtmahr Havarius Opal auf der Bildfläche erscheint. Der Nachtmahr ist eine wirklich spannende und beunruhigende Figur, dessen Motive lange im Unklaren bleiben. Um Dylia in den Wahnsinn zu treiben, nimmt er sie mit auf eine Reise in ihr eigenes Gehirn deren Bewohner wirklich einzigartig und originell sind. Die Beziehung zwischen Dylia und Opal ist sehr zwiespältig und wechselt zwischen Freundschaft und Hass, was für eine schöne Dynamik in der Geschichte sorgt. Die Illustrationen, die die Geschichte unterstützen sollen, wären für mich zwar nicht notwendig gewesen (immerhin ist Fantasie ein grundlegendes Element der Geschichte), waren aber trotzdem sehr passend. Spannender finde ich eher den Einfluss den Lydia Rode überhaupt auf die Entstehung der Geschichte gehabt hat, nachzulesen am Ende des Buches.

Insgesamt konnte mich das Buch trotz des anstrengenden Anfangs doch noch überzeugen. Ein paar ungewöhnliche Protagonisten und fantasievolle Gehirnbewohner tragen dabei zu der interessanten Geschichte bei, auch wenn es nicht das beste Buch von Erfolgsautor Walter Moers ist.

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Veröffentlicht am 17.12.2021

Auf der Suche nach Erinnerungen

Gemmas Gedanken
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Gemma hat gerade ihre Ausbildung abgeschlossen und zieht in ihre erste eigene Wohnung direkt neben ihrer besten Freundin Vika. Eigentlich ein Anlass zum Feiern wäre da nicht dieses merkwürdige Gefühl, ...

Gemma hat gerade ihre Ausbildung abgeschlossen und zieht in ihre erste eigene Wohnung direkt neben ihrer besten Freundin Vika. Eigentlich ein Anlass zum Feiern wäre da nicht dieses merkwürdige Gefühl, dass etwas in Gemmas Leben ganz und gar nicht stimmt. Als die Anfälle ihrer Mutter sie ins Krankenhaus bringen, kann kein Arzt sagen kann, was ihr fehlt. Auf der Suche nach Antworten stößt Gemma auf ein verstecktes Tagebuch über ein halbes Jahr ihres Lebens an das sie sich nicht erinnern kann. Auf der Suche nach Ihren verlorenen Erinnerungen findet Gemma ein Geheimnis, dass nicht nur sie sondern auch alle die sie liebt in Gefahr bringen wird.

Ich liebe Lin Rinas Geschichten, weshalb klar war, dass auch dieses Buch schnell in mein Bücherregal wandern musste. Mich beeindrucken vor allem die Emotionen, die in jedem einzelnen Wort zu spüren sind und die mich jedes Mal auf eine wundervolle Reise in das Leben des Protagonisten mitnehmen. Ich liebe die großartigen Illustrationen, die das Buch zu etwas sehr Besonderem machen. Auch die Tagebucheinträge, die in der Handschrift der Autorin geschrieben sind, geben dem Ganzen eine zusätzliche sehr persönliche Note. Trotzdem hat sich die Geschichte an einigen Stellen doch ein wenig in die Länge gezogen, wobei das Ende dann doch recht halsbrecherisch abgeschlossen wurde. Somit kann diese tolle Geschichte nicht ganz mit den anderen Büchern der Autorin mithalten, ist aber immer noch ein riesiges Muss für jedes Bücherregal.

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Veröffentlicht am 17.12.2021

Die rote Peitsche

Joli Rouge
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Im 17. Jahrhundert war die Seefahrt in den westindischen Inseln beherrscht von Männern. Nachdem vor allem Spanien ein Großteil dieses Gebietes kontrolliert, werden immer mehr Länder gierig auf die Schätze ...

Im 17. Jahrhundert war die Seefahrt in den westindischen Inseln beherrscht von Männern. Nachdem vor allem Spanien ein Großteil dieses Gebietes kontrolliert, werden immer mehr Länder gierig auf die Schätze der Inseln, sodass an Land und Wasser erbitterte Kämpfe ausgefochten und Piraterie an der Tagesordnung ist. In all diesen Umständen wächst die junge Jaquotte als Tochter eines ehemaligen Bukanier auf. Als ihr Vater stirbt, soll sie gezwungen werden einen Mann zu heiraten und ihm als Ehefrau zu Diensten zu sein, ein Leben das Jaquotte mit all ihrem Wesen ablehnt. Auf der Suche nach Freiheit und Selbstbestimmung verkleidet sie sich als Mann und tritt der Bruderschaft der Küste bei um selbst auf den Meeren zu segeln und zu plündern. Doch sollte jemand herausfinden, dass sie eine Frau ist, wird die Strafe für ihre Täuschung gewaltig sein.

Ich liebe Geschichten in denen starke Frauen eine Hauptrolle spielen. Jaquotte ist eine unabhängige Frau, die alles tut um über sich selbst zu bestimmen und ihre Träume zu verwirklichen, obwohl dies in der Welt der Männer eine riesige Herausforderung ist. Neben ihr als Hauptfigur mochte ich vor allem auch Tete-de-Mort sehr gerne, der unter seinem schaurigen Aussehen einer der mitfühlendsten und eindrucksvollsten Charaktere der Geschichte ist und auch der Einzige zu sein scheint, der Jaquotte wirklich so akzeptiert, wie sie nun mal ist.

Obwohl mir die Geschichte sehr gut gefallen hat, muss ich sagen, dass mich die Zeitsprünge die meist auch einige Jahre überbrücken, ein wenig gestört haben, da so der Lesefluss einige Male doch ins stocken geraten ist. Ich finde es jedoch schön, dass auch einige Charaktere, die wirklich in dieser Zeit gelebt haben, als Figuren mit in die Geschichte eingebunden wurden, was der ganzen Geschichte einen realistischen Anstrich verleiht.

Insgesamt handelt es sich um eine interessante Reise einer jungen Frau zu sich selbst. Die Piraten, Kaperfahrten und Kämpfe bringen dabei eine gute Portion Spannung in die Geschichte. Auch wenn die Geschichte ein paar Schwächen hat, lohnt es sich doch sehr Jaquotte auf ihrer abenteuerlichen Reise zu begleiten.

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Veröffentlicht am 17.12.2021

Der dritte Teil

Cronos Cube 3. Der freie Wille
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Zack wurde von der META für ein Verbrechen inhaftiert, dass er nicht getan hat. Doch direkt in Grundremmingen, dem Arbeitslager für Terroristen angekommen, besteht eine Chance zur Flucht. Währenddessen ...

Zack wurde von der META für ein Verbrechen inhaftiert, dass er nicht getan hat. Doch direkt in Grundremmingen, dem Arbeitslager für Terroristen angekommen, besteht eine Chance zur Flucht. Währenddessen plant Lachlan in seiner Rolle als Chaosbringer die Gesellschaft umzustürzen und eine neue Welt zu erschaffen. Kann Zack seinen alten Freund von seinem verrückten Plan abbringen?

Nachdem ich mich wieder ein wenig in die Geschichte eingefunden haben (ist schon ein bisschen her, dass ich die ersten beiden Teile der Reihe gelesen habe) bin ich sehr gerne wieder in die Welt von Cronos eingetaucht. In diesem Teil spielt ein Großteil der Ereignisse nicht nur in der virtuellen, sondern auch in der realen Welt. Auch wenn ich weiß, dass dies zum Fortgang der Handlung wichtig ist, bin ich doch eher ein Fan von Szenen die in Cronos spielen. Die vielen Möglichkeiten, die Cronos seinen „Bewohnern“ bietet, sind wirklich einzigartig und vielseitig und machen die Handlung sehr farbenfroh und spannend. Nichtsdestotrotz sind die Ereignisse in der realen Welt natürlich wichtig und beginnen mit Zacks Inhaftierung und weiteren Verwahrung in Grundremmingen. Da ich ein großer Zack-Fan bin, war ich gerade auf seine Entwicklung sehr gespannt. Ich fand es schön, wie er in diesem Band einiges über sich selbst lernt und sein eigenes Verhalten reflektiert. Ich glaube Lachlan und Morris werde ich nie wirklich mögen können auch wenn sie mir beide in diesem Teil doch sympathischer geworden sind.

Letztlich hat mich die Handlung nicht in allen Punkten überzeugen können. Es ist schwierig hier auf spezielle Punkte einzugehen, da sonst zu viel der Handlung preisgegeben wird. Schließlich ist jedoch zu sagen, dass mir viele Dinge zu einfach gingen und damit doch an Glaubwürdigkeit verloren haben. Da das Ende viel Raum für den letzten Band der Reihe lässt, bin ich sehr gespannt wie es weitergehen wird und freue mich darauf meine Reise in Cronos bald weiterführen zu können.

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Veröffentlicht am 17.12.2021

Ein historischer Mord

Der Tod der Schlangenfrau
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Auguste Fuchs und ihr Vater Julius betreiben 1896 in Berlin ein erfolgreiches Fotoatelier. Während einer ihrer Aufnahmen wird die schöne Schlangenbeschwörerin Samirah, alias Charlotte Paulus auf mysteriöse ...

Auguste Fuchs und ihr Vater Julius betreiben 1896 in Berlin ein erfolgreiches Fotoatelier. Während einer ihrer Aufnahmen wird die schöne Schlangenbeschwörerin Samirah, alias Charlotte Paulus auf mysteriöse Weise umgebracht. Denn trotz der vielen Anwesenden scheint niemand gesehen zu haben voran die junge Frau verstorben ist. Nur das zum Tatzeitpunkt geschossene Foto bietet einen Hinweis auf die Mordwaffe, wird jedoch als Beweis nicht anerkannt. Während ein Unschuldiger für das Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden soll, versuchen Auguste, ihre Tante Henrietta und Kriminalassistent Jakob Wilhelmi den wahren Mörder zu finden.

Der historische Charakter des Krimis hat mich direkt begeistern können und unterscheidet sich sehr von den Krimis, die ich sonst lese. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und ihrer Zeit was Aufgeschlossenheit betrifft sogar ein wenig voraus. Der Schreibstil liest sich meist flüssig und die Perspektivenwechsel der erzählenden Personen sind wundervoll umgesetzt ohne dass die Spannung abreißt. Was mich ein wenig beim Lesen gestört hat, sind die verschiedenen Akzente der Figuren, die die Geschichte zwar sehr authentisch machen, bei denen ich mich jedoch sehr konzentrieren musste, um sie in schriftlicher Form zu verstehen. Die Geschichte greift wirklich spannende Themen wie Sklaverei und Rassismus auf und hat die ein oder andere spannende Wendung zu bieten. Trotzdem fand ich die Handlung etwas vorhersehbar. Gerade was den tatsächlichen Mörder betrifft, hätte ich mir ein wenig mehr erhofft. Dennoch wird dem Leser eine Menge Unterhaltung geboten und ist besonders für diejenigen geeignet, die sich gerne in die Historie eines Romans vertiefen wollen.

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