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Veröffentlicht am 07.01.2022

Süße Liebesgeschichte, aber zu viel Ablenkung

All You Wish For
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Evie ist über dreißig und nicht so ganz zufrieden mit ihrem Leben, denn all ihre Freunde sind in Beziehungen und gründen Familien, aber Evie bekommt nicht einmal die Beförderung, die sie wirklich verdient ...

Evie ist über dreißig und nicht so ganz zufrieden mit ihrem Leben, denn all ihre Freunde sind in Beziehungen und gründen Familien, aber Evie bekommt nicht einmal die Beförderung, die sie wirklich verdient hätte. Darum nimmt sie sich eine Auszeit und reist nach England um dort zu überlegen, wie sie weitermachen möchte. Sie wollte nur ein paar Wochen bleiben, aber die Bewohner des Dorfes sind liebenswerter, als sie erwartet hätte.

Evie war mir direkt sympathisch. Ihr Leben entspricht nicht ihren Erwartungen und nun überlegt sie, was sie sich eigentlich wirklich wünscht und welche Wünsche sie sich von der Gesellschaft aufdrängen lässt. Nach schlechten Erfahrungen möchte sie nun eine Männerpause einlegen, aber genau während ihres Aufenthalts zur Selbstfindung, als sie sich nur um sich selbst kümmern möchte, lernt sie Roane kennen und auch wenn er ihre Wünsche respektiert, kann er sich auch nicht von Evie fernhalten. Die beiden wollen nur Freunde sein, aber Roane ist charmant und ehrlich - anders als die Männer, die Evie immer wieder enttäuscht haben.

Beim Lesen dachte ich manchmal, das Buch sei vielleicht doch Teil einer Reihe, weil man sich sehr intensiv mit dem Schicksal vieler Nebencharaktere beschäftigt und sie alle so komplizierte Geschichten haben. Aber all diese kleinen Nebengeschichten werden noch in diesem Buch wieder aufgelöst. Ich mochte das jedenfalls nicht so gerne, weil sie so viel Raum einnehmen, dass es ständig darum geht, wie Evie sich in das Leben der Bewohner einmischt, sodass ihre Liebesgeschichte mit Roane oft in den Hintergrund rückt. Die Geschichten der Nebencharaktere sind nämlich nicht weniger dramatisch als die der Protagonistin selbst. Ich hätte wirklich gerne weniger Ablenkungen und dafür mehr über Evie und Roane gelesen, deren Liebe kam mir schon fast zu kurz.

Fazit
Die Liebesgeschichte von Evie und Roane in "All You Wish For" hat mir gut gefallen und ich mochte besonders Evie, die versucht, ihr Herz zu beschützen. Ich fand aber, dass viel Zeit auf die komplizierten Geschichten der Nebencharaktere verschwendet wird.

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Veröffentlicht am 05.01.2022

Liebe, eine ungeplante Ehe und Frauenrechte

Die Rebellinnen von Oxford - Furchtlos
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Hattie fiel zwischen den anderen Suffragetten schon auf, weil ihr Wunsch nach Veränderung nicht so dringend ist wie bei manchen anderen. Trotzdem ist sie froh, in Oxford Kunstkurse besuchen zu können und ...

Hattie fiel zwischen den anderen Suffragetten schon auf, weil ihr Wunsch nach Veränderung nicht so dringend ist wie bei manchen anderen. Trotzdem ist sie froh, in Oxford Kunstkurse besuchen zu können und interessiert sich auch sehr für Frauenrechte. Sie ist auch reich aufgewachsen und träumt davon, eine gute Partie zu machen, Kinder zu haben und glücklich zu werden - bis Lucian ihr einen Strich durch die Rechnung macht und sie gezwungen ist, einen Mann zu heiraten, den sie kaum kennt.

Es gibt Kapitel aus den Perspektiven beider Protagonisten, aber die von Hattie dominieren schon, sodass es mir am Anfang noch etwas schwerfiel, Lucian richtig einzuschätzen. Er verleiht Geld, um es zum schlechtesten Zeitpunkt zurückzufordern und die Lords damit in Schwierigkeiten zu bringen, und sein Umgang mit Hattie ist zwar freundlich, könnte aber noch respektvoller sein, auch wenn er sich wirklich bemüht. Es gibt die typischen Missverständnisse, aber ich empfand schon Mitgefühl für Hatties Situation, während Lucian eher unnahbar war.

Am Anfang geht es nur um Hattie, Lucian und ihre holprige Beziehung, aber nach und nach kommen dann auch die feministischen und anderweitig politischen Themen hinzu. Mit Feminismus hat Lucian wenig am Hut, dafür liegt ihm aber das Wohl der Arbeiter in den Kohleminen am Herzen, also stehen diesmal auch besonders die schlechten Arbeitsbedingungen sowie die fehlenden Rechte der Arbeiterfrauen im Vordergrund. Wegen Lucians Interesse an Investitionen in neue Technik geht es nebenbei auch mal um Elektrizität und technischen Fortschritt, während Hattie sich für Kunst und Fotografie begeistern kann.

Auch wenn die Hochzeit überstürzt war und nicht gerade mit Hatties Einverständnis, fügt die junge Dame sich ihrem Schicksal, gegen das sie als Frau ohne Rechte auch kaum etwas tun kann. Natürlich ist sie alles andere als begeistert, aber da ist auch eine gewisse Anziehung zwischen den Protagonisten. Doch bevor sie dieser nachgeben kann, muss sie Lucian erstmal vertrauen können. Das Ende hat mir nicht so gut gefallen, aber abgesehen davon war es schon eine spannende Liebesgeschichte.

Fazit
"Die Rebellinnen von Oxford - Furchtlos" zeigt, wie eine wohlhabende junge Frau einfach in eine Ehe gedrängt werden konnte und die spannende Liebesgeschichte hat mir fast so gut gefallen wie die beiden Vorgänger, auch wenn das Ende nicht ganz nach meinem Geschmack war.

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Veröffentlicht am 03.01.2022

Angst, Unsicherheit und alkoholbetriebene Kräfte

Hard Liquor – Der Geschmack der Nacht
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Wenn sie trinkt, fühlt Tycho sich stark. Alkohol verleiht ihr übermenschliche Kräfte und dann zieht sie oft los, um als "Captain Wodka" gefährliche Typen zu bestrafen, die auch immer betrunken genug sind, ...

Wenn sie trinkt, fühlt Tycho sich stark. Alkohol verleiht ihr übermenschliche Kräfte und dann zieht sie oft los, um als "Captain Wodka" gefährliche Typen zu bestrafen, die auch immer betrunken genug sind, um sich nicht an ihr Gesicht zu erinnern. Sie wird dann so viel selbstbewusster, dass sie den nüchternen Zustand kaum ertragen kann, denn dann fühlt sie sich unsicher und angreifbar. Seit dem brutalen Tod ihrer Eltern hat sie zwei große Ängste und nur Alkohol hilft ihr bei beiden, daher hat sie schon lange die Kontrolle über ihren Alkoholkonsum verloren.

Leider fand ich Tycho manchmal schon etwas nervig, weil sie nüchtern und betrunken schon zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten hatte, die beide auf ihre eigene Art anstrengend waren. Die eine ängstlich und einsam, aber wenn sie sich erstmal flüssigen Mut angetrunken hat, wird sie richtig arrogant, während man als Leser schon fühlt, wie wenig sie weiß. Ich hatte schon Mitleid mit ihrer Situation, aber so richtig sympathisch wurde sie mir nicht.

Tychos ständige Angst, erwischt zu werden, sowie die vielen Mysterien um ihre Kräfte erzeugen die Erwartung, das jederzeit etwas Schlimmes passieren wird und mich konnten diese Entwicklungen dann oft nicht mehr so überraschen. Außerdem verrät der Klappentext wirklich sehr, sehr viel. Zu meinem Glück hatte ich ihn nicht so im Kopf und habe ihn vor der Lektüre nicht noch mal gelesen, da ich Bücher oft auch lesen möchte, wenn sie von bestimmten Autoren sind, die ich mag, ohne die Inhaltsangabe zu genau zu lesen. Ich wusste nur noch, dass Tychos Kräfte durch Alkohol aktiviert werden, hätte ich alles aus dem Klappentext gewusst, hätte ich das Buch vermutlich schlechter bewertet, da dort wirklich viel vorweggenommen wird. Außerdem unterscheiden sich die Inhaltsangaben auf dem Buch und online leicht voneinander, wobei ich die auf dem Buch schon deutlich besser finde und deshalb auch diese für meinen Blog abgetippt habe.

Abgesehen davon fand ich die Geschichte aber schon spannend und auch wenn ich Tycho und auch die meisten anderen Charaktere nicht wirklich sympathisch fand, fand ich sie doch interessant gestaltet und die Welt der Food-Universe-Reihe hat noch Potenzial, das hier meiner Meinung nach schon ein bisschen verschwendet wurde. Ich bin auch kein Fan davon, dass es am Ende mehrere Zeitsprünge gibt.

Damit auch wirklich jedem klar ist, dass Alkoholmissbrauch und Selbstjustiz nicht gut sind, und dass hier nichts verherrlicht wird, gibt es diese Radio-Show, in der viel über "Captain Wodka" berichtet wird, aber auch vor Nachahmungen gewarnt wird. Ich finde es zwar schon wichtig, das Thema zu behandeln, aber es ist alles andere als subtil.

Fazit
Ich habe in meiner Rezension schon einiges an Kritik geäußert, aber trotzdem fand ich "Hard Liquor - Der Geschmack der Nacht" spannend - solange man sich die Geschichte nicht durch die Inhaltsangabe ruinieren lässt - und in sich stimmig. Zwar fand ich Tycho nicht besonders sympathisch, aber ihre Unsicherheit gepaart mit der Macht durch den Alkoholkonsum waren schon clever miteinander verwoben und haben sie authentisch gemacht.

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Veröffentlicht am 26.12.2021

Lebensechte Androiden, spannende Kämpfe und große Geheimnisse

Das Babel Projekt – Lifelike
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Eve hat achtmal in Folge bei Roboterkämpfen gewonnen, aber diesmal läuft es nicht so gut - bis ihr Gegner auf mysteriöse Weise außer Betrieb gesetzt wird. Das rettet zwar Eves Leben, bringt sie aber aufs ...

Eve hat achtmal in Folge bei Roboterkämpfen gewonnen, aber diesmal läuft es nicht so gut - bis ihr Gegner auf mysteriöse Weise außer Betrieb gesetzt wird. Das rettet zwar Eves Leben, bringt sie aber aufs Radar einer ziemlich gefährlichen Organisation. Und kurz darauf findet sie auf einem Schrottplatz einen Lifelike - ein Androidenmodell, das verboten wurde, weil es sich den drei Direktiven widersetzen konnte: sie sind Roboter, die Menschen töten können.

Eve weiß nicht mehr, was sie glauben soll. Erst diese seltsame Kraft, die den Roboter ausgeschaltet hat, dann der Lifelike namens Ezekiel, der sie kennt, und dann hat sie auch noch Visionen, die sie sich nicht erklären kann. Sie muss herausfinden, was es mit den mörderischen Lifelikes wirklich auf sich hat, und dabei einige Vertrauenskrisen überwinden.

Ich mochte die starke und intelligente Eve und auch einige der Nebencharaktere, egal ob Freund oder Feind: Der treue Lifelike Ezekiel mit all seinen unglaublichen Fähigkeiten, den frechen und liebenswürdigen Roboter Cricket mit seiner künstlichen Intelligenz, und auch die anderen komplexen und vielschichtigen Roboter. Eves beste Freundin Lemon Fresh - eine der vielen Charaktere mit eigener Perspektive - ist mir leider nicht so ans Herz gewachsen, ich fand sie eher nervig.

In der Handlung hat eine ziemlich wichtige Sache meiner Meinung nach nicht wirklich Sinn ergeben, was mir ein komisches Gefühl gegeben hat, aber ich mochte diese dystopische oder auch post-apokalyptische Welt, wie sie die Charaktere manchmal nennen, und fand die Geschichte eigentlich durchgehend spannend und die Elemente clever verwoben. Ich fand aber schon, dass die Charaktere etwas zu viele große Geheimnisse hatten. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie es weitergeht, weil ich nicht wirklich einschätzen kann, wie der Autor dieses Abenteuer fortführen wird, und hoffe, die Fortsetzung lässt nicht zu lange auf sich warten!

Fazit
"Lifelike" bietet eine interessante dystopische Welt mit sympathischen Charakteren und faszinierenden Robotern, dazu spannende Kämpfe und ein gelungenes Abenteuer, in dem es um Freundschaft, Vertrauen und Rache geht.

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Veröffentlicht am 20.12.2021

Süße Liebesgeschichte, spannende Entwicklung der Protagonistin

Still With You
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Lara träumt davon, nach ihrem High School Abschluss an einer Akrobatikschule angenommen zu werden, aber dafür muss sie kämpfen. Ihre Mutter ist unzufrieden mit Laras Körper, Laras Dad hingegen sind die ...

Lara träumt davon, nach ihrem High School Abschluss an einer Akrobatikschule angenommen zu werden, aber dafür muss sie kämpfen. Ihre Mutter ist unzufrieden mit Laras Körper, Laras Dad hingegen sind die Noten wichtig, denn er hat ganz andere Vorstellungen, was Laras Zukunft betrifft. Und ausgerechnet jetzt beschließt Laras Zwillingsschwester Amelia, mit der Akrobatik aufzuhören, obwohl Lara und sie immer gemeinsam auftreten.

Ich mochte Lara und war daher sehr gespannt, wie sie ihre Probleme überwindet. Man kann ihre Liebe zur Akrobatik, ihre sonstigen Unsicherheiten und die Verzweiflung wirklich gut nachempfinden. Ihre Eltern sind nicht zufrieden mit ihr und scheinen ihre Schwester Amelia zu bevorzugen, der eigentlich nie gesagt wird, was sie tun soll. Erst mochte ich Amelia auch nicht besonders, weil sie Lara im Stich lässt und es so viel leichter hat, aber letztendlich fand ich sie doch ganz in Ordnung. Bei Lara merkt man aber richtig, wie sehr sie alles stresst, wie viel Mühe sie sich bei allem gibt und trotzdem nie gut genug ist. Sie ist eigentlich gar nicht so unsicher, aber lässt sich von ihrem Umfeld doch einreden, dass sie unzufrieden sein sollte und das mit ihr etwas nicht stimmt. Ich fand ihre Gefühle und Handlungen absolut authentisch.

Die Liebesgeschichte fand ich beinahe zweitrangig, aber sie hat mir trotzdem gut gefallen. Casey liebt den Zirkus auch, aber er möchte sich nicht von seinen Eltern vorschreiben lassen, was er mit seinem Leben anfangen will, darum hat er mit der Akrobatik aufgehört. Er und Lara sind sich ähnlich und doch verschieden und sie passen auch gut zusammen. Caseys letzter Freund hat ihm das Herz gebrochen und da er seinen Eltern keine Hoffnungen machen möchte, will er nicht unbedingt Laras neuer Akrobatikpartner sein - aber er wird es natürlich trotzdem.

Lara hat Zwangsstörungen, die sich als nervige, aufdringliche innere Stimme äußern, die Lara kaum ignorieren kann. "Nana" taucht auf, wenn Lara Angst hat oder gestresst ist, und redet Lara ein, dass sie sich komisch verhalten muss oder dass mit ihr etwas nicht stimmt. Ich fand diese unheimliche Stimme schon sehr interessant und spannend, wie Lara versucht, damit klarzukommen und sich nichts anmerken zu lassen, während es sie natürlich unglaublich belastet. Aber manchmal war mir diese Stimme schon etwas zu konkret und direkt, sodass es mir etwas unnatürlich vorkam, aber darüber will ich eigentlich auch nicht urteilen.

Fazit
"Still With You" hatte mehr zu bieten als ich erwartet hätte. Ich fand Lara wirklich sympathisch und musste einfach mitfiebern, als sie hier mit all ihren Problemen und Unsicherheiten konfrontiert wird. Auch die süße Liebesgeschichte hat mir gut gefallen.

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