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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.12.2021

Rebeccas Suche nach der Wahrheit

Die andere Wahrheit
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Ganz plötzlich verschwindet Rebeccas Vater und sie findet ihre Mutter tot auf. Mord oder Selbstmord? Bei der Suche nach der Wahrheit gerät Rebecca in ein gefährliches Netz der Intrigen und Lügen.
Tara ...

Ganz plötzlich verschwindet Rebeccas Vater und sie findet ihre Mutter tot auf. Mord oder Selbstmord? Bei der Suche nach der Wahrheit gerät Rebecca in ein gefährliches Netz der Intrigen und Lügen.
Tara Winter hat einen Thriller geschrieben, der nicht vorausschaubar ist. Er ist spannend und ich wusste nie, was als nächstes erfolgt. Einige Dinge erschienen mir nicht unbedingt logisch und die Zufälle konnte ich teilweise nicht so richtig nachvollziehen. Trotzdem hat mir dieses Buch gefallen und ich gebe sehr gerne eine Leseempfehlung 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Eine Geschichte über Familie und Verantwortung

Ransom Canyon
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Die Geschichte spielt in einer kleinen Gemeinschaft in Texas. Auf der Ranch geht es um harte Arbeit, Familie und alte Beziehungen. Viele kennen sich schon lange. Entscheidungen aus der Vergangenheit beeinflussen ...

Die Geschichte spielt in einer kleinen Gemeinschaft in Texas. Auf der Ranch geht es um harte Arbeit, Familie und alte Beziehungen. Viele kennen sich schon lange. Entscheidungen aus der Vergangenheit beeinflussen das Leben der Figuren bis heute.
Ein großer Teil der Geschichte dreht sich um die Ranch und die Verantwortung, die damit verbunden ist. Es geht um Verlust, Trauer und darum, wieder einen Platz im Leben zu finden. Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam. Nähe entsteht Schritt für Schritt. Zweifel gehören dazu und machen die Beziehung realistisch.
Das Leben in Ransom Canyon ist ruhig, aber nicht ohne Konflikte. Alte Spannungen und unterschiedliche Vorstellungen sorgen für kleine Reibungen. Es passiert nichts Spektakuläres, aber alles fühlt sich wirklich an.
Beim Lesen ist die Stimmung ruhig und nachdenklich. Die Handlung nimmt sich Zeit. Manche Entwicklungen lassen sich früh erahnen. Wichtig ist das Zusammenspiel der Menschen und ihr Alltag.
Ransom Canyon erzählt von Zusammenhalt, Verantwortung und vorsichtigen Neuanfängen. Ein einfaches Buch, das bodenständig ist und beim Lesen angenehm bleibt.
3 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Ein Roman mit Stärken und Schwächen

Die Reise der verlorenen Worte
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Die ersten Seiten führen den Leser in Jannes' stille Welt, die von einsamen Wegen und kleinen Momenten der Ruhe geprägt ist. In der Poststation kümmert sie sich um Briefe, die ihren Empfänger nicht erreichen ...

Die ersten Seiten führen den Leser in Jannes' stille Welt, die von einsamen Wegen und kleinen Momenten der Ruhe geprägt ist. In der Poststation kümmert sie sich um Briefe, die ihren Empfänger nicht erreichen können, und versucht, ihnen doch noch einen Weg zu öffnen.
Die Geschichte springt immer wieder zwischen früher und heute. Die Rückblicke zeigen gut, was zwischen Janne und ihrem Großvater passiert ist, und machen verständlich, warum die Beziehung so belastet ist. Manchmal wirken die Beschreibungen jedoch etwas ausführlich, sodass die Spannung an einigen Stellen nachlässt.
Der Brief, der plötzlich in der Poststelle auftaucht, verändert vieles. Er bringt Janne dazu, endlich etwas zu unternehmen. Die Reise, die daraus entsteht, ist wichtig für sie, bleibt aber eher kurz erzählt. Gerade nach diesem Wendepunkt hätte die Geschichte mehr Raum gebraucht, da dieser Teil recht schnell abgeschlossen wirkt.
Trotzdem hat der Roman einen warmen Kern. Manche Szenen, besonders die rund um den Großvater, wirken gefühlvoll, während andere Stellen eher vorhersehbar bleiben. Die Figuren sind gut beschrieben, folgen aber oft vertrauten Mustern.
Am Ende bleibt ein ruhiger Roman, der eine schöne Grundidee hat und wichtige Themen wie Verlust, Versöhnung und den Mut zur Veränderung anspricht, aber insgesamt nicht alle Möglichkeiten ausschöpft. Er passt gut zu einem entspannten Abend, wenn eine leichte und weniger anspruchsvolle Geschichte gesucht wird. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Stilles Schicksal, stark erzählt – jedoch mit Distanz

Fräulein Hedwig
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Zu Beginn hatte ich etwas Mühe, in die Geschichte hineinzufinden. Die Kapitel über Hedwigs Familie und die Generationen vor ihr zogen sich für mich etwas hin. Erst in den letzten Teilen hat mich das Buch ...

Zu Beginn hatte ich etwas Mühe, in die Geschichte hineinzufinden. Die Kapitel über Hedwigs Familie und die Generationen vor ihr zogen sich für mich etwas hin. Erst in den letzten Teilen hat mich das Buch wirklich erreicht, als Hedwig selbst stärker in den Mittelpunkt rückte. Sie lebt Anfang des 20. Jahrhunderts als Lehrerin auf dem Land, ist oft krank und wird von ihrer Umgebung kaum verstanden.
Ich hätte mir gewünscht, sie noch näher kennenzulernen. Ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihr inneres Erleben. Stattdessen bleibt sie oft auf Distanz. Man spürt zwar das Mitgefühl und auch die Empörung des Autors über das, was ihr widerfahren ist, aber für mich blieb Hedwig als Person etwas verschwommen.
Christoph Poschenrieders Stil ist lebendig, fast wie in einem Gespräch. Man merkt, wie sehr ihm die Geschichte seiner Familie am Herzen liegt und dass er mit diesem Buch etwas wiedergutmachen wollte.
Mich hat berührt, wie Hedwig sich in einer Zeit behaupten musste, in der Frauen kaum eigene Wege gehen durften. Noch stärker hat mich bewegt, wie schnell sie als „nervenkrank“ abgestempelt und schließlich zum Opfer der NS-Zeit wurde. Diese Ungerechtigkeit hallt nach, auch wenn mich das Buch nicht auf jeder Seite fesseln konnte.
Am Ende überwiegt für mich der Respekt vor der Intention des Autors. Er hat einer Frau eine Stimme gegeben, die keine hatte und hat ihre wichtige Geschichte mit einer gewissen Distanz erzählt. 3 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die ruhige, ernsthafte Geschichten bevorzugen und sich für historische Schicksale interessieren.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Atmosphärisch dicht, aber mit Hürden beim Einstieg

Das Flüstern der Marsch
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Katja Keweritsch hat mit "Das Flüstern der Marsch" ein Buch geschrieben, das sehr stark von der Landschaft lebt. Diese weite, stille und etwas melancholische Marsch habe ich beim Lesen sofort vor Augen ...

Katja Keweritsch hat mit "Das Flüstern der Marsch" ein Buch geschrieben, das sehr stark von der Landschaft lebt. Diese weite, stille und etwas melancholische Marsch habe ich beim Lesen sofort vor Augen gehabt, fast wie eine eigene Figur. Die Stimmung ist von Anfang an bedrückend und zieht sich durch das ganze Buch.
Mit der Erzählweise bin ich allerdings nicht so richtig warm geworden. Es gibt verschiedene Stränge, und lange wusste ich nicht, wie das alles zusammenpassen soll. Besonders die ständigen Wechsel zwischen den Erzählerinnen haben mich aus dem Rhythmus gebracht. Janne und Freya habe ich dauernd verwechselt, und dann erzählt Mona noch in der Ich-Form, während die anderen in der dritten Person bleiben. Das hat mich eher auf Abstand gehalten.
Gerade am Anfang war das richtig verwirrend. Freyas Teile habe ich ewig nicht einordnen können und fühlte mich dadurch etwas verloren. Irgendwann kam dann doch ein kleiner Funke, weil ich ahnte, wohin das Ganze führen soll. Aber im Endeffekt hatte ich oft das Gefühl, dass mich die Geschichte absichtlich in die Irre führt. Einen Erzählstrang hätte man für mein Gefühl sogar komplett weglassen können, ohne dass etwas fehlen würde.
Mit keiner Figur bin ich wirklich vertraut geworden. Es war, als wäre ein Schleier zwischen mir und den Personen. Das passt zwar zur kühlen Grundstimmung des Romans, hat mir das Lesen aber schwer gemacht. Am Ende gab es ein paar sehr bewegende Szenen, die mich berührt haben, aber sie konnten den mühsamen Einstieg nicht mehr ganz wettmachen.
Gut gefallen hat mir dagegen, wie die Autorin Gedanken über das Leben von Frauen einbindet. Man merkt, wie sehr Frauen in verschiedenen Zeiten unter Abhängigkeiten und Belastungen gelitten haben. Und auch, wie diese Spuren über Generationen hinweg sichtbar bleiben. Gerade dieser Aspekt hat für mich dem Buch eine besondere Tiefe gegeben, auch wenn mich die Umsetzung insgesamt nicht ganz überzeugt hat. Deshalb gebe ich 3 Sterne.

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