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Veröffentlicht am 28.12.2021

Ganz nette Geschichte für geübte Leseanfänger

Fanny und die Liebe
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Fanny und ihre beste Freundin Ester spielen in jeder Pause zusammen. Bis Ester möchte, dass Fanny sie lieben soll. Fanny ist mit dieser Aussage etwas überfordert, so dass ihre Freundin sich gekränkt zurückzieht. ...

Fanny und ihre beste Freundin Ester spielen in jeder Pause zusammen. Bis Ester möchte, dass Fanny sie lieben soll. Fanny ist mit dieser Aussage etwas überfordert, so dass ihre Freundin sich gekränkt zurückzieht. Das macht Fanny total traurig und sie beginnt über Liebe und Freundschaft nachzudenken. Vor allem bei ihrer Oma, mit der sie gern Zeit verbringt, wenn ihre Mutter arbeiten muss, findet sie Trost und kann mit ihr über alles sprechen. Beim Aufräumen kommt ihr dann eine Idee, wie sie Ester gegenüber ihre Gefühle zeigen kann.

Beim Titel und der Beschreibung dachte ich zunächst es handle sich um ein weiteres Buch zum Trendthema Diversität und war eigentlich neugierig, wie die Autorin das in einem Erstlesebuch umsetzt. Nach dem Lesen muss ich sagen, dass es sich eigentlich um eine ganz normale Alltagsgeschichte handelt. Das ist auch gar nicht schlimm, nur hätte ich mir eine andere Inhaltszusammenfassung auf dem Cover gewünscht. Im Großen und Ganzen geht es im Buch darum, wie Fanny sich wieder mit ihrer Freundin vertragen kann. Es wird sehr einfühlsam beschrieben, wie wichtig es für Kinder ist, jemanden zu haben, dem sie vertrauen und mit dem sie sich über solche Probleme austauschen können, die ihnen auf der Seele liegen.

Bei Fanny ist das ihre etwas unordentliche Oma, aber auch ihre Mama spielt eine wichtige Rolle. Die Familiensituation wirkt sehr authentisch. Sprachlich ist die Geschichte wirklich sehr sehr einfach gehalten, fast schon kindlich. Mehr als einmal hatte ich das Gefühl, dass Fanny einfach drauflosredet, wie es Kinder eben manchmal so tun. Die Einteilung in Kapitel ist schön, um mal eine Lesepause einzulegen und weniger inhaltlich notwendig. Für ein Erstlesebuch ist es ziemlich viel Text, was meine Tochter etwas demotiviert hat. Die Illustrationen dazu findet sie jedoch sehr lustig. Für richtige Leseanfänger ist der Text schon sehr lang, daher würde ich das Buch eher für Kinder ab der 2. Klasse empfehlen oder besser, weil es sprachlich so einfach ist, zum Vorlesen für Kinder ab 5 Jahren.

Fazit: Eine einfache, nette und sehr gefühlvolle Geschichte, bei der uns ein bisschen der Lesespaß und das Fesselnde zu kurz kommt. 3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.

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Veröffentlicht am 28.12.2021

Brutales, aber etwas langatmiges Katz-und-Maus-Spiel

Die falsche Zeugin
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Obwohl Leigh unter widrigen Umständen in einem miesen Viertel aufgewachsen ist, hat sie es zu einem Job als Anwältin in einer renommierten Kanzlei gebracht. Sie lebt von ihrem Mann getrennt, doch liebt ...

Obwohl Leigh unter widrigen Umständen in einem miesen Viertel aufgewachsen ist, hat sie es zu einem Job als Anwältin in einer renommierten Kanzlei gebracht. Sie lebt von ihrem Mann getrennt, doch liebt sie ihn und die gemeinsame Tochter Maddy sehr. Gerade besucht sie eine Schulaufführung, da wird sie von ihrem Chef zu einem Treffen mit einem Mandanten gerufen, der wegen einer brutalen Vergewaltigung angeklagt ist und nur von ihr vertreten werden möchte. Verwundert macht sie sich auf den Weg, nicht ahnend, dass der Mandant Dinge aus ihrer Vergangenheit weiß, die sie am liebsten vergessen würde. Nun muss sie alles tun, um nicht nur ihre Tochter, sondern auch ihre drogenabhängige Schwester Callie zu beschützen, die die damaligen Geschehnisse nie überwinden konnte. Doch der Gegner scheint immer einen Schritt voraus zu sein.

Ich bin ein großer Fan von Karin Slaughter, vor allem, weil ich ihre Romane - insbesondere die um Sara Linton - sehr spannend finde. Bei diesem Buch handelt es sich wieder um eine Einzelgeschichte. Sie beginnt auch wie oben beschrieben recht geheimnisvoll und auch das Cover lässt erahnen, dass hier etwas Aufregendes passiert. Doch gleich nach der Einleitung sank für mich die Spannung ab. Am Schreibstil und am Setting gibt es nichts auszusetzen, Slaughter ist einfach eine tolle Erzählerin und auch sehr gut darin menschliche und unmenschliche Charaktere und ihre Beweggründe zu Papier zu bringen. Sie erzählt sehr authentisch. Hier auch gut nachzuvollziehen, da sie die Pandemie nicht ausklammert.

Nach der Einleitung beginnt sie also die Vergangenheit vor uns auszubreiten und auch die Taten und Motive, so dass von der Spannung nur noch eine leichte, eher subtile Bedrohung übrig bleibt. Ich bin nicht so der Fan von Thrillern, bei denen Täter, Motiv und Opfer bereits sehr früh bekannt sind. Natürlich ist das, was Leigh und ihre Schwester Callie erlebt haben sehr schrecklich gewesen, die Beweggründe des Täter aber sind in meinen Augen etwas dürftig, obwohl die Autorin wirklich alles tut, um uns Einblick in die Psyche der Protagonisten zu gewähren und das in einem sehr sehr langen Mittelteil, der zwar noch ein paar kleine Geheimnisse aufdeckt, aber nicht besonders fesselnd ist. Zum Beispiel erzählt sie lang und breit davon, wie Callie ihre Drogen besorgt, konsumiert und welche Wirkung das auf ihren Körper hat. Manches, was sie ausführlich darstellt, braucht man, um Mitgefühl aufzubauen, anderes war mir einfach zu weitschweifig und es passierte 400 Seiten lang nicht besonders viel.

Zum Ende hin, konnte mich die Geschichte dann aber wieder packen, weil es ein paar überraschende Wendungen und einen ganz guten Showdown gibt, aber kein wirkliches Happy End. Trotzdem werden alle noch offenen Fragen geklärt und die Auflösung ist gut nachvollziehbar.

Fazit: Sehr gute Erzählweise nur für einen Thriller einfach zu langatmig und nicht spannend genug. Um die Geschichte nachzuvollziehen hätten auch 200 Seiten weniger gereicht. Leider diesmal nur 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.09.2021

Gesundes Kochen mit Schwächen

Genussvoll gesund bleiben
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Bei "Genussvoll gesund bleiben" handelt es sich um eine 28-Tage-Ernährungschallenge, die vor allem einen Wechsel zu einem gesunden Lebensstil unterstützen soll. Nach einer kurzen Einführung zum Zweck des ...

Bei "Genussvoll gesund bleiben" handelt es sich um eine 28-Tage-Ernährungschallenge, die vor allem einen Wechsel zu einem gesunden Lebensstil unterstützen soll. Nach einer kurzen Einführung zum Zweck des Buches, folgt die Erklärung der Challenge sowie nötige Utensilien und wichtige Hinweise (Abkürzungen etc.).
In einem nächsten Teil folgen 4 Teile mit Rezepten, für jede Woche einer immer untergliedert in Tage und Mahlzeit. Die Rezepte sind vielfältig, verzichten auf viele ungesunde Zutaten z. B. Kristallzucker und Weißmehl. Obst, Gemüse und Hähnchenfleisch stehen ebenso auf der Tagesordnung wie Low-Carb-Lebensmittel. Eingestreut sind oft Hinweise, warum gerade diese Lebensmittel gut für die Gesundheit sind und auch kurze Episoden zum Autor. Gekrönt wird das Buch von einladenden Fotos zu den Rezepten.

Nach dem Lesen der Einführung und überzeugt durch die tollen Rezeptfotos, machte ich mich sogleich ans Werk und stellte fest, dass die Challenge aus verschiedenen Gründen wohl nicht so einfach durchzuführen sein wird, sondern jede Menge Vorbereitungszeit benötigt. Für viele Rezepte sind für mich eher außergewöhnliche Zutaten notwendig, die man nicht in jedem Supermarkt findet. Hinzu kommt, dass einige davon auch noch wenig preisgünstig zu bekommen waren. Eine Wocheneinkaufsliste wäre zumindest eine kleine Hilfe gewesen. So musste ich alle Wochenrezepte durchgehen und die Liste selbst erstellen. Bei einigen Rezepten fiel dann auch alsbald auf, dass Zutaten auf der Liste fehlen, obwohl sie im Text oder auf dem Foto zu finden waren. Zudem gibt es nicht zu jedem Rezept ein Bild, was ich immer etwas schade finde.
Die meisten Rezepte die ich allerdings ausprobiert habe, waren erstaunlich einfach nachzukochen und schmeckten wirklich gut. Zudem machten sie lange satt. Auch konnte ich eine positive Wirkung auf den Körper wahrnehmen. Einige wenige Rezepte, vor allem die mit Mandelmehl wie Pancakes und Pfannkuchen gelangen auch nach Anpassung der Mengen nicht wirklich.
Fazit: Wer sich wirklich auf eine komplette Ernährungsumstellung einlassen kann und kein Problem hat, dafür auch etwas Zeit und Geld zu investieren, ist mit diesem Buch gut beraten. Eher ungeeignet ist es für Familien, da das preislich kaum zu leisten ist. Zudem muss man, wie immer bei gesunder Ernährung das gewisse Etwas an Disziplin mitbringen.
Ein gutes Kochbuch, aber nicht für jedermann. 3,5 Sterne!

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Veröffentlicht am 09.06.2021

Kurze Alltagsgeschichten mit vielen Bildern

ministeps: Meine liebsten Vorlesegeschichten
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Das Cover dieses Pappbilderbuches finde ich recht ansprechend, weil es das zeigt, was man mit diesem Buch tun soll, nämlich vorlesen. Der Innenteil ist so gestaltet, dass sich der Text einer Geschichte ...

Das Cover dieses Pappbilderbuches finde ich recht ansprechend, weil es das zeigt, was man mit diesem Buch tun soll, nämlich vorlesen. Der Innenteil ist so gestaltet, dass sich der Text einer Geschichte meist auf einer oder beiden Seiten der Doppelseite über oder unter den Illustrationen befindet. Als Schriftart hätte ich mir eine andere gewünscht, die besser zu einem Bilderbuch passt. Das hätte das Gesamtbild etwas aufgelockert. Die Illustrationen sind kindgerecht und sehr bunt, Kinder können darauf sehr viel entdecken und finden Sprechanlässe. Die Geschichten behandeln Alltagsthemen, die kleinen Kindern vertraut sein dürften (Kindergarten, Spielen, Geschwisterchen, Haustiere, Schwimmbad etc.) und auch die Personen sind meist Familienmitglieder (Geschwister, Mama, Papa, Oma, Opa). Da die Geschichten ab 24 Monaten vorgelesen werden können, sind sie sehr einfach gehalten, was meiner Meinung nach dazu führt, dass sie manchmal unvollständig wirken und nicht wirklich viel Handlung da ist. Ab dem Kindergartenalter ist sicher mehr Content möglich. So beschränkt sich die Nutzungszeit wirklich eher auf die Zeit des ersten Vorlesens.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Leider sehr vorhersehbar

Wicked Souls (Bd. 1)
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Lyn, die Hexe aus der Familie Smythe, beginnt ihre Ausbildung am Institut für Moderne Magie. Was weder ihre Familie noch ihre neuen Freunde wissen ist, dass sie vor nicht allzu langer Zeit von einer anderen ...

Lyn, die Hexe aus der Familie Smythe, beginnt ihre Ausbildung am Institut für Moderne Magie. Was weder ihre Familie noch ihre neuen Freunde wissen ist, dass sie vor nicht allzu langer Zeit von einer anderen Hexe verflucht wurde. Wann immer sie sich nun in jemanden verliebt, passieren seltsame Dinge und oft endet schon Anhimmeln im Chaos. Blöd, denn nur durch den Kuss der wahren Liebe kann sie von diesem Fluch erlöst werden. Eine Wahrsagerin prophezeit ihr, dass einer der Barnes-Zwillinge, die ebenfalls am Institut studieren, der Auserwählte sein wird. Doch welcher von beiden ist es? Neben Lyns Bemühungen, den Fluch zu überwinden, geschehen am Institut rätselhafte Einbrüche, denen sie ebenfalls nachgeht.

Die Vorgänger-Dilogie Hunting Souls hatte ich bereits gelesen uns fand sie ganz gut. Optisch ähnelt das neue Buch den Vorgängern sehr und lockt Liebhaber schöner Motive und Farbschnitte zum Kauf. Ich wollte eher wissen, wie es mit den Familienmitgliedern der Familie Smythe nach dem großen Kampf weitergeht. Lyn als Hauptfigur unterscheidet sich deutlich von ihrer älteren "Schwester". Als Hexe hält sich ihr Können für mich in Grenzen dafür, dass sie eigentlich auch in den großen Hexenzirkel hätte aufgenommen werden können oder die Autorin lässt ihr Können nicht deutlich genug zu Tage treten. Lyn wirkt unsicher und viel zu sehr darauf fixiert, einen Typen zu finden, der sie von ihrem Fluch freiküsst. Dass das so nicht gut funktioniert, ist eigentlich klar. In jedem sieht sie zunächst nur einen potentiellen Kandidaten für ihre Zwecke und gerade nach der Prophezeiung der Wahrsagerin versteift sie sich auf eine einzige Person, obwohl das die Aussage der guten Frau überhaupt nicht hergibt. Von vornherein war mir hier klar, wie der Hase laufen wird. Obwohl das was folgt ganz süß gemacht ist und auch einige tiefergehende Gespräche geführt werden, fehlte mir die Spannung komplett, da ich ja bereits wusste, wie es enden würde. Leider ist Lyn von ihrer Schöpferin dahingehend blind geschrieben worden, wodurch die Protagonistin für mich etwas naiv rüberkommt.

Ein weiterer Schauplatz des Geschehens ist ihre Arbeit in der Auffangstation für magische Tiere, auch ganz niedlich, aber auch hier ist mir vieles zu eindeutig. Hexerei kommt viel zu selten vor und auch von den anderen Ausbildungszweigen am Institut erfährt man fast nichts. Ein eindeutiger Hinweis sorgt dafür, dass auch die Einbrüche weniger rätselhaft werden, sondern sich schnell ein Verdacht breitmacht, der sich am Schluss bestätigt. Spannungstechnisch wird viel zu wenig geboten und die Motive sind jetzt auch nicht so stark, dass sie superglaubwürdig wären. Das ganze Buch hat mich leider etwas enttäuscht, da es doch sehr seicht geschrieben ist und bis auf den Cliffhanger am Ende kaum Rätselhaftes bietet. Es ist dadurch allerdings auch sehr leicht und flüssig zu lesen und dürfte wegen der Liebesgeschichte bei jüngeren Jugendlichen, die bisher wenig Romantasy gelesen haben sehr gut ankommen. Wer nicht zur Vorgänger-Dilogie gespoilert werden will, dem empfehle ich, diese zuerst zu lesen. Zum Verstehen des Buches ist das aber nicht unbedingt notwendig. Mehr als knappe 3 Sterne kann ich leider nicht vergeben. Dem zweiten Band werde ich jedoch nach dem mysteriösen Ende trotzdem noch eine Chance geben.

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