Potsdamer Konferenz 1945
Schwestern des brennenden Himmels„Du musst dir vorstellen, was diese Menschen mit den Juden gemacht haben. Das unermessliche Leid, das sie ihnen zugefügt haben. Alle, die du hier siehst – alles nur Schlächter.“ (S.49)
„Schwestern des ...
„Du musst dir vorstellen, was diese Menschen mit den Juden gemacht haben. Das unermessliche Leid, das sie ihnen zugefügt haben. Alle, die du hier siehst – alles nur Schlächter.“ (S.49)
„Schwestern des brennenden Himmels“ ist ein packender historischer Roman, der im Jahr 1945 in Potsdam spielt – am Ende des Zweiten Weltkriegs, während die Alliierten über das Schicksal Deutschlands verhandeln. Im Mittelpunkt steht die 23-jährige Ann, die fließend Englisch und Deutsch spricht. Ihre Herkunft ist ein Geheimnis, denn sie ist 1934 mit ihren Eltern nach London geflohen. Während des Krieges war sie Flakhelferin, jetzt ist sie im britischen Frauenkorps ATS und kümmert sich um die Unterkünfte der Konferenzteilnehmer. Doch ihre Gedanken kreisen auch um ihre verschollene Verwandtschaft in Potsdam, das russisch besetzt ist. Mit einem Passierschein, den sie nur schwer bekommt, versucht sie, ihre Familie zu finden. Als sie den amerikanischen Soldaten Jackson kennenlernt, entwickelt sich eine besondere Verbindung – doch Ann hält ihre wahre Identität bis zum Schluss geheim.
Hanna Caspian verwebt geschickt Fiktion und historische Fakten: Vergewaltigungen, Depressionen, Lebensmittelknappheit, Schwarzmarkt, die Bilder der befreiten Konzentrationslager und die erschütternden Szenen aus den Waggons voller Leichen. Es ist verständlich, warum die Deutschen damals als Monster gesehen wurden. Der Roman macht die historischen Ereignisse lebendig und zeigt gleichzeitig die persönlichen Schicksale von Ann und Jackson, ihre Gefühle und Konflikte.
Ein absolut empfehlenswerter Roman für alle, die spannende Geschichte mit tiefgründigen Charakteren lieben.