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Veröffentlicht am 17.01.2022

Süße Romanze

Heartstopper Volume 1 (deutsche Hardcover-Ausgabe)
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"Heartstopper Volume 1" von Alice Osemann ist der erste Band der Graphic Novel über den Schüler Charlie.
Charlie lernt durch eine neue Gruppeneinteilung Nick kennen. Nick ist ein netter Kerl, Rugbyspieler ...

"Heartstopper Volume 1" von Alice Osemann ist der erste Band der Graphic Novel über den Schüler Charlie.
Charlie lernt durch eine neue Gruppeneinteilung Nick kennen. Nick ist ein netter Kerl, Rugbyspieler und hat auch viele Freunde. Er nimmt Charlie mit zum Sport und auch sonst unternehmen die Jungen so einiges zusammen. Auch als Charlie Probleme mit Ben hat, sein derzeitiger Flirt, steht Nick ihm zur Seite.
Charlie weiß von seiner eigenen Homosexualität und steht auch dazu, aber für Nick ist die Situation alles andere als gewöhnlich. Er hat das Gefühl, dass er sich verliebt hat, kann es aber vor sich selber noch nicht zugeben. Diese Zeit der Unsicherheit ist hier sehr gut beschrieben.
Mir gefällt diese Geschichte der langsamen Annäherung sehr und auch die Zeichnungen sind sehr gelungen. Trotz dem sparsamen Zeichenstil werden auch Gefühle und kleine Gesten gut wiedergegeben.
Schön, dass hier offen über die Probleme der Jungen, wie Mobbing, Ausgegrenztsein und Anderssein gesprochen wird. Mir fehlt hier ein wenig der Abschluss, aber es werden ja weitere Bände folgen. Auch etwas mehr Tiefgang hätte der Geschichte gut getan, so ist es mir zu zuckersüß.
Die Gestaltung des Buches als Hardcover mit zusätzlichen Steckbriefen und Tagebuchseiten ist sehr gelungen.

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Veröffentlicht am 14.01.2022

Schwierig einzuschätzen

Zum Paradies
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"Zum Paradies" von Hanya Yanagihara ist das erste Buch der Autorin, dass ich gelesen habe. Habe mich sehr darauf gefreut, weil ihr letzter Roman so viele gute Meinungen bekommen hat. Und nun bin ich in ...

"Zum Paradies" von Hanya Yanagihara ist das erste Buch der Autorin, dass ich gelesen habe. Habe mich sehr darauf gefreut, weil ihr letzter Roman so viele gute Meinungen bekommen hat. Und nun bin ich in der Lage, dass ich dieses Buch gar nicht so richtig einordnen kann.
Es ist ein Roman, wirkt auf mich aber etwas wie eine Sammlung aus drei Büchern, die sich in Einzelheiten, wie Namen der Protagonisten und Handlungsorten gleichen. Den ersten Teil des Buches habe ich sehr gerne gelesen und mich gefreut, wie es weitergehen wird und fand mich dann an ganz anderer Stelle wieder. Das hatte ich so nicht erwartet.
Es ist ein Haus am Washington Square in den Jahren 1893, 1993 und 2093, um das sich hier das Geschehen dreht. In jedem dieser Jahrhunderte lernen wir Menschen kennen, die sich im Namen gleichen, was mir die Zuordnung etwas erschwerte und erfahren sehr viel über ihr Leben, ihre Träume, Sehnsüchte und auch Qualen. Die Autorin schafft es, diese Welten und Zeiten lebendig auszugestalten und ihren Figuren Leben und Charakter zu verleihen. Die Menschen wachsen einem ans Herz, man kann mit ihnen fühlen und leiden. Egal wie sich die äußeren Umstände, die nicht unserer Realität entsprechen, ändern, die Menschen und ihre Gefühle bleiben sich treu und stehen im Mittelpunkt.
In diesem Buch wird so viel besprochen und angerissen, dass man sich beim lesen sehr fokussieren muss, um den Faden nicht zu verlieren. Manches ging mir zu sehr ins Detail, war zu langatmig beschrieben und dennoch fehlte mir hier das gewisse Etwas, das dieses Buch in mein Gedächtnis gebrannt hätte.

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Veröffentlicht am 08.01.2022

Verwirrspiel

Perfect Day
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"Perfect Day" ist ein Song von Lou Reed und der erste Thriller von Romy Hausmann, den ich gelesen habe.
Schon seit vielen Jahren verschwinden in und um Berlin kleine Mädchen, zu deren toten Körpern eine ...

"Perfect Day" ist ein Song von Lou Reed und der erste Thriller von Romy Hausmann, den ich gelesen habe.
Schon seit vielen Jahren verschwinden in und um Berlin kleine Mädchen, zu deren toten Körpern eine Spur aus roten Schleifen führt. Ann ist dabei, als ihr geliebter Vater, Professor der Philosophie und Anthropologie, als einziger Verdächtiger verhaftet wird. Er sitzt in Haft und legt weder ein Geständnis ab, noch verteidigt er sich. Ann glaub ganz fest an seine Unschuld und will diese auch beweisen.
Die Geschichte breitet sich hier in verschiedenen Erzählebenen, die aber deutlich unterscheidbar gekennzeichnet sind, ganz langsam vor unseren Augen aus. Einmal haben wir hier Ann bei ihrer Suche nach dem wahren "Schleifenmörder", um ihren Vater zu entlasten. Dabei gibt es auch so einige Rückblicke in ihre Kindheit nd ihre innersten Gedanken und Gefühle. Besonders gefallen mir hier die Stellen, wo Gefühle mit kindlichen Worten aufsatzmäßig beschrieben werden.
Dann gibt es Passagen mit einer Person und einem Kind, das Prinzessin genannt wird und man ist hier wohl beim Täter, der aber ungenannt und unerkannt bleibt. Und auch sehr interessant sind Passagen aus einem Interview eines Reporters mit dem Mörder, dass zu einer späteren Zeit stattfindet und die immer wieder eingestreut werden.
Dadurch, dass bei Ann Träume und Wirklichkeit ineinander übergehen, muss man sehr aufmerksam lesen, um das unterscheiden zu können. Der Schreibstil ist durchaus spannend, verlangt dem Leser aber auch eine gewisse Aufmerksamkeit ab.
Die Protagonisten blieben mir fremd und auch nicht unbedingt sympathisch, was bei einem Thriller nicht unbedingt schadet. Es ist ein psychologisches Verwirrspiel, dass mir etwas sehr viel mit dem Zufall spielt, aber ein überraschendes Finale bietet.

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Veröffentlicht am 31.12.2021

Finale der Trilogie

Abgetrennt
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"Abgetrennt" von Michael Tsokos ist ein True-Crime:Thriller und der Abschluß der Paul-Herzfeld-Trilogie. Meine Empfehlung wäre es auch, die Teile über den sympathischen Rechtsmediziner in der richtigen ...

"Abgetrennt" von Michael Tsokos ist ein True-Crime:Thriller und der Abschluß der Paul-Herzfeld-Trilogie. Meine Empfehlung wäre es auch, die Teile über den sympathischen Rechtsmediziner in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da einem sonst einige Entwicklungen und Zusammenhänge entgehen.
Herzfeld ist nach den Anschlägen von Schneider so langsam wieder etwas zur Ruhe gekommen, seine Hochzeit ist in Planung und alles läuft sehr positiv. Die Meldung, dass in einem Institut mit Leichenteilen gearbeitet wird, klingt auch noch nicht allzu bedrohlich. Als er an einem dort beschlagnahmten Arm dann die Tätowierung wiedererkennt, wird die Lage schon angespannter.
Das Buch geht ganz gemächlich los und wer schon andere Bücher des Autors gelesen hat, kennt auch die Beschreibung echter Fälle und auch Obduktionen. Die Spannungskurve steigt in diesem Buch ganz allmählich an, bis sich wirklich alles zuspitzt und in einem fast filmreifen Showdown endet.
Der Schreibstil ist flüssig und gut, die vorgestellten Fälle interessant und spannend, mir war diese Geschichte ein wenig zu vorhersehbar und auch etwas zu kurz.

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Veröffentlicht am 29.12.2021

Düster und beklemmend

Der Sucher
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"Der Sucher" von Tana French ist ein spannender Roman mit einer ganz besonderen Atmosphäre.
Cal Hooper ist ein ehemaliger Cop aus Chicago, der nach etwas mehr Ruhe und Natur sucht und deshalb auswandert, ...

"Der Sucher" von Tana French ist ein spannender Roman mit einer ganz besonderen Atmosphäre.
Cal Hooper ist ein ehemaliger Cop aus Chicago, der nach etwas mehr Ruhe und Natur sucht und deshalb auswandert, nach Irland. Dort will er seinen zeitigen Ruhestand genießen. So ganz kann er seinen ehemaligen Beruf aber nicht abschütteln und wird deshalb alarmiert, als um ihn herum Grausamkeiten an Tieren geschehen. Und dann sieht er immer öfter ein Kind, welches ihn beobachtet. Ganz schnell ist er wieder in Ermittlungen verstrickt, die er nicht wollte.
Die Geschichte baut sich hier sehr, sehr langsam auf, man bekommt viel Zeit, um die Beschreibungen der Natur und vor allem auch des Protagonisten zu verinnerlichen. Die Charakterbeschreibungen sind auch die große Stärke dieses Buches, Cal fühlt sich an, als würde ich ihn persönlich kennen und auch die Dorfbewohner haben alle ihre Eigenheiten.
Es ist eine langsame, eine düstere Geschichte, wer lieber mehr Action und Spannung hat, für den ist dieses Buch nicht so ganz das richtige. Mir hat es in großen Teilen gefallen, aber in seiner Gesamtheit nicht überzeugt.

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