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Veröffentlicht am 28.01.2022

Verschwunden im Schnee

Grenzfall - Ihr Schrei in der Nacht
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Eine junge Frau ist auf dem Weg nach Hause, als sie spurlos verschwindet. Erst vermutet man, sie könnte sich wegen einem Schneesturm verirrt haben, als kurze Zeit später weitere Personen verschwinden. ...

Eine junge Frau ist auf dem Weg nach Hause, als sie spurlos verschwindet. Erst vermutet man, sie könnte sich wegen einem Schneesturm verirrt haben, als kurze Zeit später weitere Personen verschwinden. Alexa Jahn und ihr Partner Florian Huber haben in Oberbayern alle Hände voll zu tun. Gleichzeitig verschwinden auf der österreichischen Seite zwei Studentinnen aus ihrem Wohnheim, niemand hat etwas bemerkt, keiner was gehört. Bernhard Krammer und seine Kollegin Roza Szabo nehmen die Ermittlungen auf und ahnen noch nicht, dass die Fälle wieder einmal grenzübergreifend miteinander verbunden sind.

Dies ist der zweite Fall um Alexa Jahn und Bernhard Krammer, der aber lückenlos an den ersten Teil anschließt. Wieder konnte ich den Ermittlungen in Deutschland und Österreich folgen, die hier, anders als im Vorgängerband, lange Zeit parallel, aber unabhängig voneinander erfolgten, sodass wichtige Zusammenhänge von den Beamten nicht erfasst wurden, mir aber früh klar wurden. Das Buch war für mich überwiegend mehr ein Roman als ein Krimi, ich empfand die Handlung etwas gedrosselt und hätte mir oft etwas mehr Tempo gewünscht. Erst im letzten Drittel zog die Geschichte etwas an, die Ereignisse überschlugen sich und es stand ein furioses Finale an. Ich ahnte bereits früh, wer die Taten begangen hat, aber dennoch hat es Spaß gemacht, den Protagonisten bei der Suche über die Schulter zu schauen. Für mich eine etwas schwächere Fortsetzung, die aber nicht weniger lesenswert ist. Ich vergebe vier Sterne und empfehle, die Reihenfolge einzuhalten, da das Privatleben der Hauptpersonen zwar nicht übermäßig im Vordergrund steht, aber dennoch einen gewissen Platz beansprucht.

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Veröffentlicht am 07.01.2022

Die Schatten der Vergangenheit

Im Auge des Zebras
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Es werden an verschiedenen Orten zur gleichen Zeit Teenager entführt, deren Eltern kurze Zeit später brutal ermordet aufgefunden werden. Kommissarin Olivia Holzmann wird mit dem Fall betraut und arbeitet ...

Es werden an verschiedenen Orten zur gleichen Zeit Teenager entführt, deren Eltern kurze Zeit später brutal ermordet aufgefunden werden. Kommissarin Olivia Holzmann wird mit dem Fall betraut und arbeitet unter Hochdruck an der Lösung dieses Rätsels. Ihr Hauptverdächtiger ist ein mächtiger Verbrecher, der scheinbar unantastbar ist und mit ihr zu spielen scheint. Die Zeit läuft Olivia davon, sodass sie ihren Freund und Mentor Boesherz um Hilfe bittet. Dieser aber ist seit Jahren nicht mehr im Dienst und keinesfalls bereit, zurückzukommen. Olivia ist auf sich alleingestellt.

Zuerst war ich etwas verwirrt, habe nicht sofort ins Buch gefunden, aber begeistert vom Schreibstil war ich von Anfang an. Bemängeln möchte ich hier lediglich, dass im ersten Drittel immer wieder auf das Genie von Boesherz hingewiesen wurde, und das so oft und dermaßen penetrant, dass es mich anfing zu ärgern, weil ich bereits beim ersten Hinweis verstanden hatte, dass Boesherz etwas besonderes ist. Hier wäre weniger mehr gewesen und ich hätte es lieber selbst herausgefunden. Glücklicherweise ließ der Autor es dann auch gut sein. Die Art und Weise der Rätsel, ihre Präsentation sowie der Einbau in die Story haben mir unglaublich gefallen, obwohl die ein oder andere Lösung schnell zu finden war. Erst nach und nach entstand vor meinem geistigen Auge die Geschichte, griff ein Rädchen ins andere und machte endlich einen Sinn. Meine Begeisterung kannte tatsächlich keine Grenzen und auch wenn der Showdown sich für meine Verhältnisse etwas zu lange hinzog, ist dies eher jammern auf hohem Niveau. Ein kleiner Logikfehler störte mich an der Auflösung, der dadurch die Perfektion für mich leider etwas zerstört hat, aber alles in allem war es ein toller, spannender und wendungsreicher Thriller, den ich gerne empfehlen möchte. Von mir gibt es vier Sterne.

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Veröffentlicht am 05.01.2022

Staub zu Staub

Der Herzgräber
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Als die Mutter von Heather sich von einer Klippe stürzt, überreicht die Polizei ihr einen handgeschriebenen Abschiedsbrief, der mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Heather zieht in das Haus ihrer Kindheit, ...

Als die Mutter von Heather sich von einer Klippe stürzt, überreicht die Polizei ihr einen handgeschriebenen Abschiedsbrief, der mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Heather zieht in das Haus ihrer Kindheit, das sie vor Jahren überstürzt verlassen hat, um ihrer kaltherzigen Mutter aus dem Weg zu gehen, und muss sich um die Beerdigung zu kümmern. Dort findet sie auf dem Dachboden Briefe, adressiert an ihre Mutter, die bezeugen, dass diese eine jahrzehntelange Brieffreundschaft mit einem der schlimmsten Serienkiller der letzten Jahre geführt hat. Als zur gleichen Zeit Morde passieren, die dessen Handschrift tragen, will Heather unbedingt herausfinden, was ihre Mutter mit diesem Mann verbunden hat und welche Geheimnisse diese sonst hatte.

Erwartet habe ich einen actionreichen und rasanten Thriller, bekommen habe ich einen eher gemächlichen Psychothriller, der erst im letzten Drittel an Tempo gewinnt. Dies möchte ich aber nicht kritisieren, weil mich die Geschichte trotzdem recht schnell in den Bann gezogen und lange nicht losgelassen hat. Anfangs dauerte es etwas, bis ich die Zusammenhänge durchschaut habe, durch Rückblenden ergänzte die Autorin viele Lücken und so ergab sich nach und nach eine Story, die mir Gänsehaut über den Rücken laufen ließ. Normalerweise mag ich es rasanter und blutiger, aber dieses Buch hat mich trotzdem mitgenommen und unglaublich gut unterhalten. Lange war mir nicht klar, welche Auflösung es geben könnte, aber das Ende war stimmig und lässt mich zufrieden zurück. Ein eher ruhiges Buch, das selten blutige Einblicke zulässt, aber spannungstechnisch keine Wünsche offen lässt. Von mir gibt es vier Sterne.

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Veröffentlicht am 29.12.2021

Die da oben…

Reality Show
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An Heiligabend werden zehn der mächtigsten und reichsten Menschen in Deutschland, Frauen und Männer, zusammen mit Familie, Freunden oder Bediensteten in ihren Wohnungen, Häusern oder Feriendomizilen als ...

An Heiligabend werden zehn der mächtigsten und reichsten Menschen in Deutschland, Frauen und Männer, zusammen mit Familie, Freunden oder Bediensteten in ihren Wohnungen, Häusern oder Feriendomizilen als Geiseln genommen. Gleichzeitig wird auf allen Fernsehkanälen eine Reality Show ausgestrahlt mit einem bekannten Influencer als Showmaster. Dieser gibt dem erstaunten Publikum die Möglichkeit, über Vergehen dieser zehn Personen abzustimmen und eine Strafe festzusetzen.

„Es ist eine öffentliche Hinrichtung, zu der sie geführt wird. Rufmord zur Primetime. Der Moment ist bis zum Zerreißen gespannt.“ Seite 189

Anfangs war es schwer für mich, der Story zu folgen; zu viele Personen, zu viele Sprünge, Perspektiven, Schauplätze. Nach und nach kam aber etwas Struktur rein und es machte alles immer mehr einen Sinn. Trotzdem hatte ich bis zuletzt Probleme damit, für mich einzuordnen, welche Person agiert, da zusätzlich zu den vielen Namen Decknamen hinzukamen, was mich stellenweise echt verwirrte. Da half es nicht gerade, dass auch das Publikum einbezogen und namentlich erwähnt wurde.

Die Geschichte selbst war interessant, mal mehr, mal weniger spannend, was aber unter dem Aspekt, dass es sich um einen Roman handelt, nicht zu bemängeln ist. Der Klappentext suggeriert zwar, dass es in Richtung Thriller gehen könnte, tatsächlich war dies nur an wenigen Stellen der Fall. Bemängeln möchte ich aber, dass die Umsetzung für mich ungenügend erklärt wurde. Dies mag auf den ersten Blick egal sein, aber mich störte es sehr, dass die Autorin mir hier nicht einmal ansatzweise einen Hinweis darauf gab, wie die Sache letztendlich logistisch abgelaufen ist. Ich möchte hier nicht näher darauf eingehen, da es sicherlich vielen gleichgültig sein wird, mich aber hat es gestört.

Ansonsten war es aber ein sehr interessantes und unterhaltsames Buch, das mich mit einer letzten Wendung noch ein wenig überraschen konnte. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und so wird es sicherlich nicht das letzte Buch der Autorin bleiben, das ich lese. Von mir gibt es vier Sterne.

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Veröffentlicht am 07.12.2021

Die Idylle trügt

Das Dorf und der Tod
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Als 1995 in einem idyllischen Dorf in Oberbayern ein Mehrfachmord geschieht, bei dem drei Menschen sterben und der Täter danach Suizid begeht, sitzt der Schock tief. Christiane Tramitz findet bei ihren ...

Als 1995 in einem idyllischen Dorf in Oberbayern ein Mehrfachmord geschieht, bei dem drei Menschen sterben und der Täter danach Suizid begeht, sitzt der Schock tief. Christiane Tramitz findet bei ihren Recherchen heraus, dass die Gründe für dieses Verbrechen über hundert Jahre zurückliegen. Sie stößt auf eine unglaublich tragische und erschütternde Geschichte, die sie in diesem Kriminalroman zusammengefasst hat.

„Sie waren grausam gegenüber einer Frau, die aus Liebe Schändliches getan hatte. Indessen, es war Liebe, das hat der König mit eigenen Augen gesehen, es war Liebe, damals im Sommer.“ Seite 90

Es begann im Jahre 1921, was in einer Tragödie endete und eine ganze Familie auslöschte. Spannend und mitreißend erzählt die Autorin hier die Geschichte einer Liebe, die nicht sein durfte und die Jahrzehnte später zu einem Mehrfachmord führte. Passend zum Geschehen ist die Sprache veraltet, der Dialekt ausgeprägt, aber sehr gut verständlich. Ich brauchte ein wenig, um richtig reinzukommen ins Buch, aber dann war es um mich geschehen. Die damalige Zeit war keine schöne, besonders für Frauen war es hart und unfair, denn zu melden hatten diese nichts. Akribisch recherchiert ergibt sich eine Geschichte, die mich erschüttert und traurig gemacht hat. Für Liebhaber von True Crime ist dieses Buch ein Muss, für alle anderen ein besonders spannendes Stück Kriminalgeschichte. Von mir gibt es vier Sterne und eine Leseempfehlung.

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