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Garten_Fee_1958

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2017

spannend und eindrucksvoll

Der Duft von Glück und Rosen
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Gwen wohnt mit ihrem Verlobten Kyle in Boston. Als sie erfährt, dass ihre Ziehmutter Rose schwer erkrankt ist und nicht mehr lange leben wird, reist sie umgehend, entgegen dem Rat ihres Verlobten nach ...

Gwen wohnt mit ihrem Verlobten Kyle in Boston. Als sie erfährt, dass ihre Ziehmutter Rose schwer erkrankt ist und nicht mehr lange leben wird, reist sie umgehend, entgegen dem Rat ihres Verlobten nach Portsmouth, in ihren Heimatort, um ihre schwerkrankte Großmutter zu pflegen und sie bis zum Ende zu begleiten. Kyle bleibt derweil in Boston. Während der Pflege und Betreuung von Rose stellt Gwen fest, wie tief sie doch mit ihrer alten Heimat verwurzelt ist und wie einsam ihr Leben in Boston eigentlich ist. Doch steht bekommt auch Hilfe von dem Hausarzt von Rose Dr. Matt O'Leary, er ist Gwen in dieser Zeit eine große Hilfe.

Wie die Geschichte dann endet, möchte ich nicht verraten.

Das Buch hat einen angenehmen, leichten und flüssigen Schreibstil und lässt sich sehr gut lesen. Die Kapitel des Buches sind relativ kurz und lassen sich sehr gut lesen. Die Autorin, Alexandra Markus erzählt eine wunderschöne Liebesgeschichte, die allerdings auch ihre Schattenseiten hat.

Meinetwegen hätte diese Geschichte gern länger sein können, vielleicht hätte man manche Situationen noch ein wenig mehr Inhalt geben können, ein wenig mehr ausschmücken, ich war fast enttäuscht, als das Buch zu Ende war.

Die Autorin hat die einzelnen Personen sehr gut beschrieben, man ist als Leser direkt mitten im Geschehen, man fühlt mit, man fiebert mit der Protagonistin, die in dieser Kurzgeschichte Höhen und Tiefen durchlebt.

Veröffentlicht am 10.05.2017

.Wunderschöne Liebesgeschichte

Seerosensommer
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Klappentext: Alles in Berlin erinnert Josephine Gill an ihren geliebten, tödlich verunglückten Mann Johann, Sternekoch in Prenzlberg. Es gibt nur eine Lösung: Weg aus der Stadt. Also zieht sie mit ihrem ...

Klappentext: Alles in Berlin erinnert Josephine Gill an ihren geliebten, tödlich verunglückten Mann Johann, Sternekoch in Prenzlberg. Es gibt nur eine Lösung: Weg aus der Stadt. Also zieht sie mit ihrem jüngsten Sohn Gabriel und ihrer Freundin Edith an einen idyllischen Seerosenteich nahe der Müritz. Ein eigenes kleines Restaurant, Ruhe, Frieden und kein Mann: So stellt sich Josephine ihr Leben von nun an vor. Das mit dem Restaurant klappt gut, das mit Ruhe und Frieden sehr viel weniger. Und kein Mann? Von wegen! Denn da ist zum einen der Ingenieur Severin Wiesgrund, zum anderen noch ein zweiter, der ebenso undurchsichtig wie seine Pläne ist …



Die Protagonistin des Buches Josephine beschließt nach dem Unfalltod ihres Mannes mit ihren Söhnen Gabriel und Rafael einen Neuanfang am Valtzower See, das Haus hatte ihr Mann am Unfalltag gekauft, als er von seiner letzten Fahrt nicht mehr zurückkam. Sie möchte dort ein Restaurant eröffnen, keine Sternerestaurant, wie das „Gills“ in Berlin, sondern eher Landküche, frisch, einfach…Doch ganz so einfach wird es nicht, denn der Seerosensee wird von Clemens bedroht, der plant, den See an einen Spekulanten zu veräußern, der dort am See einen Jachthafen bauen will und der Aussteiger Serverin, ein Romantiker, schleicht sich so langsam in ihr Herz…

Tanja Krätschmar versteht es, die Naturidylle des Sees wunderbar zu beschreiben, ich habe den See vor meinem inneren Auge sehen können, die quakenden Frösche gehört, man kommt als Leser nicht umhin, zu überlegen, dass man dort mal Urlaub machen möchte. Jedes Kapitel des Buches beginnt mit Rezepten, wobei manche sicherlich nicht ganz ernst gemeint sind, aber das stört nicht. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, die Charaktere neben der Protagonistin schön beschrieben und man kann sich gut in die Geschichte hineinfühlen.

Eine wunderschöne Liebesgeschichte von Beginn bis zum Ende.

Veröffentlicht am 10.05.2017

Unterhaltsam mit tragisch, komischen Verwicklungen

Alles Amore
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in alternder Journalist versucht nach einem Seitensprung seine Ehe zu retten, campt sich in Italien, wo die Familie traditionell Urlaub macht, über tragisch, komische Verwicklungen mit seinen chaotischen ...

in alternder Journalist versucht nach einem Seitensprung seine Ehe zu retten, campt sich in Italien, wo die Familie traditionell Urlaub macht, über tragisch, komische Verwicklungen mit seinen chaotischen Rentner-Campingfreuden zurück zu seiner Frau.

Bei vielen Schilderungen dieses Buches habe ich geschmunzelt, manchmal auch herzhaft gelacht, verrückte Ideen am Fließband, das Buch ist geprägt durch einen sehr lakonischen Schreibstil und sehr anschaulich geschildert, ich fühlte mich teilweise als "Mäuschen" mit in das Geschehen integriert und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die tragisch komischen Verwicklungen, in die Protagonist Markus ausgelöst durch seine Camperfreunde gerät, könnten durchaus im "wahren" Leben stattfinden, das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich finde es eine sehr gelungene Sommerlektüre.

Veröffentlicht am 10.05.2017

nette Unterhaltung für zwischendurch

Eine Kuh macht muh – viele Kühe machen Mühe
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Klappentext: Ihre Patienten sind ohne Ausnahme unbekleidet, treten nach ihr und bringen Astrid Brandl regelmäßig in "beschissene" Situationen. Doch es muss schon mehr passieren, damit die Tierärztin aus ...

Klappentext: Ihre Patienten sind ohne Ausnahme unbekleidet, treten nach ihr und bringen Astrid Brandl regelmäßig in "beschissene" Situationen. Doch es muss schon mehr passieren, damit die Tierärztin aus den Gummistiefeln kippt. Zwischen Milchkuh und Miezekatze erlebt sie tierische Geschichten - da kann es schon mal passieren, dass man bei einer Grippe aus Verzweiflung die Schweinemedizin schluckt ...



Witzig, humorvoll ist der Schreibstil sehr gut gefallen. Ich habe mit Landwirtschaft nichts zu tun, dich das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man als Tierarzt oder Tierärztin sehr viel Einfühlungsvermögen und Menschengespür braucht, besonders auf dem Land. Auch die Überschriften zu den Kapiteln sprechen ihre eigene Sprache und passen super zu dem Text. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass wie in jedem Beruf aller Anfang schwer ist und das man so manches Mal, wenn auch völlig ungewollt, in ein solches hineintappt. Ob den normalen Medizinern auch Fehler unterlaufen, ich könnte es mir gut vorstellen.

Die Geschichte mit dem Mops hat mir Tränen in die Augen getrieben und dabei so cool zu bleiben wie der Kollege…..

Mir hat das Buch recht gut gefallen und ich habe mich wunderbar entspannt.

Veröffentlicht am 10.05.2017

Wohlfühlschmöker

Im Schatten der Bräutigamseiche
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Klappentext: Nach dem Tod ihrer Großmutter kehrt Johanna Petersen in ihre Heimatstadt Eutin zurück. Obwohl sie sehr an dem alten Haus ihrer Familie hängt, sieht sie keine andere Möglichkeit, als es zu ...

Klappentext: Nach dem Tod ihrer Großmutter kehrt Johanna Petersen in ihre Heimatstadt Eutin zurück. Obwohl sie sehr an dem alten Haus ihrer Familie hängt, sieht sie keine andere Möglichkeit, als es zu verkaufen. Kurz vor dem entscheidenden Termin will sie ein letztes Mal Abschied nehmen. Von ihrer Großmutter. Von ihrer Kindheit. Aber auch von ihrer Vergangenheit. Als sie aus dem Astloch der uralten Bräutigamseiche einen geheimnisvollen Brief zieht, scheint es, als würde sich ein Kreis schließen. Plötzlich ist sie einem tragischen Geheimnis auf der Spur, das das Schicksal ihrer Familie damals wie heute bestimmen soll.



Die Protagonistin Johanna Petersen ist vor 12 Jahren Hals über Kopf aus ihrer Heimatstadt Eutin geflüchtet, nachdem ihre Liebe zu Jan enttäuscht wurde. Als ihre Nonna Charlotte gestorben ist, kehrt sie zurück, in dem Glauben, nur zur Beisetzung und zum Verlauf des Gutshauses zurückzukehren. Als sie nach der Beisetzung das alte Gutshaus wiedersieht, kommen viele Erinnerungen hoch, schöne und auch schmerzhafte. Bei einem Spaziergang findet sie einen geheimnisvollen Brief und verschiebt ihre Rückkehr nach Hamburg, obwohl ihr sehr dominanter Verlobter Henning auf sie wartet und sie kurz vor ihrer Hochzeit steht…

Die Autorin Petra Pfänder schreibt flüssig, leicht lesbar und die Geschichte liest sich gut.

Die Handlung spielt in zwei Zeitsträngen Vergangenheit um 1935 und in der Gegenwart, der Part der Gegenwartsgeschichte ist umfangreicher, dennoch erfährt man in dem Strang der Vergangenheitserzählung viel über Joannas Urgroßmutter Emilie, die in ihrer freiwillig geschlossenen Ehe mit dem um einiges älteren Ronald Petersen unglücklich ist, weil ihr Mann sie zwar abgöttisch liebt, ihr aber auch das Gefühl gibt, überflüssig zu sein.

Johanna und Emilie haben einige Gemeinsamkeiten, beide klären die Probleme nicht, wenn sie auftreten, sondern ergreifen die Flucht. Was ist nicht verstanden habe, war, das Johanna, die ihre Nonna sehr geliebt hat, in den letzten zwölf Jahren nicht einmal nach Hause gekommen ist. Sich damit herauszureden, man habe regelmäßig miteinander telefoniert, machte die Protagonistin ein wenig unsympathischer.

Petra Pfänder beschreibt die Landschaft und auch das alte Gutshaus so authentisch, dass ich als Leser mit durch die alten Räume gegangen bin, den See vor meinen Augen hatte und auch die alte Bräutigamseiche. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, es war zwar vorhersehbar, dennoch auch spannend geschrieben.