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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2022

Eine emotionale Zugfahrt in die Vergangenheit

In Richtung Stoppelfelder
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Der größte Teil dieses Buches beschreibt eine Zugfahrt. Das klingt jetzt nicht spektakulär, ist es in emotionaler Form aber sehr. Der Autorin gelingt es in dieser siebenstündigen Zugfahrt, dass wir Leser ...

Der größte Teil dieses Buches beschreibt eine Zugfahrt. Das klingt jetzt nicht spektakulär, ist es in emotionaler Form aber sehr. Der Autorin gelingt es in dieser siebenstündigen Zugfahrt, dass wir Leser den Protagonisten sehr nahekommen. Das Setting ist reduziert, aber der lebendige Schreibstil holt mich ab und nimmt mich mit auf die Reise. Gemeinsam mit Jule fahre ich zur Beerdigung ihrer besten Freundin. Im Zug treffen wir Hannes, ihre einstige große Liebe. Ich fühle mich wieder jung und unverwundbar, wie damals, als die Schule beendet war und alles möglich schien. Ich sitze gemeinsam mit den beiden im Abteil und spüre verletzte Gefühle, aufgestaute Emotionen und Trauer über den Verlust. Aber auch viel Humor und Hoffnung. Weitere Personen betreten das Abteil, manche mag ich mehr, manche weniger. Karl bringt mich zum Schmunzeln 😊

Jule und Hannes teilen ihre unterschiedlichen Sichtweisen auf die Vergangenheit. Jule mag den Herbst nicht. „Das Wetter schlägt um, es wird ungemütlich. Diese Regentage sind eine Absage an Biergärten, an Gartenpartys and Sommerkleidchen und Sonnenbrillen. Jeder Tropfen spült ein Stück der Leichtigkeit des Sommers durch den Rinnstein in die Kanalisation.“

Eine ungewöhnliche Geschichte, die mich zum Nachdenken bringt und neugierig auf weitere Werke der Autorin macht. Ich vergebe 5 Sterne und empfehle „In Richtung Stoppelfelder“ sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 16.01.2022

Grandioses Staffelfinale

Highland Hope 4 - Eine Bäckerei für Kirkby
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Wie habe ich mich gefreut endlich wieder in Kirkby zu sein. Aber gleichzeitig habe ich es auch ein wenig gefürchtet. Band 4 und damit vielleicht das Ende um die sturköpfigen Frasers und ihre Partner sowie ...

Wie habe ich mich gefreut endlich wieder in Kirkby zu sein. Aber gleichzeitig habe ich es auch ein wenig gefürchtet. Band 4 und damit vielleicht das Ende um die sturköpfigen Frasers und ihre Partner sowie all die anderen liebenswerten Einwohner von Kirkby, dem gemütlichen Dörfchen in den schottischen Highlands. Oder wird es noch eine weitere Staffel geben? Ich hoffe es so sehr.😍

Nach dem Bed and Breakfast, dem Pub und der Destillerie gibt es jetzt also auch wieder eine Bäckerei in Kirkby. Und dort frühstückt die neue Ärztin Anna sehr gerne gemeinsam mit ihrem Kater Elvis. Seit neuestem trifft Anna dort auch auf den verlorenen Sohn der Frasers, Lennox. Der Musiker hat seine Heimat in jungen Jahren verlassen und seine plötzliche Heimkehr hat alle überrascht. Was treibt Lennox zurück nach Kirkby und warum ist sein Vater so vehement gegen seine Musikerkarriere? Wohin verschwindet Elvis immer und gelingt es ihm, Anna und Lennox zusammenzubringen?

Neben den Charakterköpfen von Kirkby sind es auch die tierischen Lieblinge, die mir ans Herz gewachsen sind. Die Hundemeute, Katzen und Alpakas, die Kirkby noch heimeliger machen.

Die Autorin hat es geschafft, dass Kirkby für viele ein Sehnsuchtsort geworden ist. Ein Ort, wie wir ihn uns alle wünschen. Mit liebenswerten Bewohnern, die sich gegenseitig unterstützen. Kein anonymer Ort und wenn uns Klatsch und Tratsch manchmal doch zu viel werden, dann ist so eine Arztpraxis auch dazu geeignet, um mal wieder was für seine Gesundheitsvorsorge zu tun 🤣

Ich stelle mir gerne vor, wie ich in Kirsties Bäckerei frühstücke, mit meinen Freundinnen über die Felder reite, mit Touristen Alpakawanderungen unternehme, Führungen durch die Whiskydestillerie organisiere, Collum bei der Planung eines Events unterstütze oder einfach nur bei Jon im Pub abhänge. Vielleicht findet ja dann auch gerade mal wieder ein Cèilidh statt mit Livemusik oder ich sitze nur am Kamin und genieße einen Drink.

Kirkby und seine Bewohner sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich vergesse, dass sie eigentlich nur in der Fantasie der Autorin existieren. Ich leide mit ihnen, lache und vergieße Tränen und ich kann mir nicht vorstellen, dass es keine weiteren Besuche in Kirkby mehr gibt. Da sind noch so viele Dinge zu erzählen.

Highland Hope 4: 5 Sterne für diese mitreißende Geschichte und die Hoffnung, dass es eine weitere Staffel mit mindestens vier weiteren Besuchen in Kirkby geben wird.

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Veröffentlicht am 09.01.2022

Gelungene Fortsetzung von Tod auf dem Vulkan

Lava und Wellen: Tod in einer Tropennacht
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Eigentlich möchte Lucien mit seiner Tochter nur ein paar Tage Urlaub genießen. Nach den Aufregungen aus Band 1 haben sich die beiden das eigentlich redlich verdient. Doch Lucien gerät erneut in Schwierigkeiten. ...

Eigentlich möchte Lucien mit seiner Tochter nur ein paar Tage Urlaub genießen. Nach den Aufregungen aus Band 1 haben sich die beiden das eigentlich redlich verdient. Doch Lucien gerät erneut in Schwierigkeiten. Als er mit einer lebenslustigen Touristin die Nacht verbringt und diese am nächsten Tag ermordet aufgefunden wird, ist Lucien der Hauptverdächtige.

Erneut müssen Lucien und Alizée gemeinsam ermitteln, um Lucien vor dem unfähigen Polizisten zu schützen.

„Am Meer hört immer etwas auf oder fängt etwas an“, so lautet ein altes kreolisches Sprichwort. Schade, dass mit Teil 2 die Reihe bereits beendet ist. Ich habe mich gerne auf die Insel entführen lassen.

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Veröffentlicht am 09.01.2022

La Réunion Krimi

Lava und Wellen: Tod auf dem Vulkan
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Lucien Mahé hat aus persönlichen Gründen den Polizeidienst in Paris quittiert und leckt seine Wunden in seiner alten Heimat. Eine frühere Schulfreundin bittet ihn um Hilfe, da ihr Mann kurz vor einem Vulkanausbruch ...

Lucien Mahé hat aus persönlichen Gründen den Polizeidienst in Paris quittiert und leckt seine Wunden in seiner alten Heimat. Eine frühere Schulfreundin bittet ihn um Hilfe, da ihr Mann kurz vor einem Vulkanausbruch tot am Kraterrand aufgefunden wurde und der örtliche Polizist sie verdächtigt, ihren Mann ermordet zu haben.

Ich habe gerne gemeinsam mit Lucien auf dieser Tropen-Insel ermittelt. Die Landschaftsbeschreibungen haben mir Appetit auf La Réunion gemacht und gerne würde ich ein paar faule Wochen genießen. Allerdings ist es im Paradies nicht ungefährlich. Es drohen Vulkanausbrüche und Zyklone und als Luciens Tochter Alizée auftaucht, kommt es zum Showdown mitten in einem Tropensturm.

Das Setting und die Charaktere haben mir gut gefallen und ich bin schon gespannt auf weitere Abenteuer von Lucien und Alizée.

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Veröffentlicht am 09.01.2022

Leise Töne, die noch lange nachklingen

Als die Tage leiser wurden
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Cecilia lebt in London und führt mit ihrer Freundin Kat das Café Cinnamoon. Ich würde mich gerne in das kleine Café setzen und die besten Zimtschnecken probieren oder eine leckere Tarte.
So ergeht es ...

Cecilia lebt in London und führt mit ihrer Freundin Kat das Café Cinnamoon. Ich würde mich gerne in das kleine Café setzen und die besten Zimtschnecken probieren oder eine leckere Tarte.
So ergeht es auch dem bekannten Musiker Lukas, der sich in Cecilias Gesellschaft offenkundig wohl fühlt. Die beiden kommen sich näher, doch Lukas verbirgt ein Geheimnis. Hat diese Liebe trotzdem eine Chance?

Bei diesem Buch hat mir der Schreibstil besonders gut gefallen. Die Autorin versteht es mit Worten Emotionen zu erzeugen und mich zu fesseln. Josephine Cantrell ist eine Wortpoetin.

„Der Wind wälzte goldenes Laub über den Asphalt. Die Bäume, die das Ufer der Themse säumten, trugen zwar üppige Kronen, doch der Herbst hatte den Pinsel geschwungen und die Blätter verfärbt.“

„Liebe bedeutet verbunden, aber frei zu sein. Liebe stellt dich bloß und schützt dich, zwingt dich in die Knie und richtet dich auf.“

Das Buch setzt auf die leisen Töne und ich möchte noch nicht, dass die Geschichte endet. Mein erstes Highlight in diesem Jahr.

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