Vorsicht: Dystopie mit Suchtgefahr
Wir VerstoßenenNachdem ich von dem ersten Band der Trilogie „Wir Verlorenen“ schon so begeistert war, war ich gespannt, wie es mit Smilla und ihrer Schwester Jera weitergehen würde.
Ein Großteil der Menschheit wurde ...
Nachdem ich von dem ersten Band der Trilogie „Wir Verlorenen“ schon so begeistert war, war ich gespannt, wie es mit Smilla und ihrer Schwester Jera weitergehen würde.
Ein Großteil der Menschheit wurde durch die große Plage ausgelöscht. Die wenigen verbliebenen Menschen schließen sich zu Gruppen zusammen, denn gemeinsam kann man besser überleben. Ohne Strom zu leben, für uns alle heute undenkbar und doch gibt es noch Länder, in denen die Armen so leben. Ohne einen gutgefüllten Kühlschrank und Essen im Überfluss. Der tägliche Kampf um Nahrung und was der Mensch alles bereit ist zu tun, um zu überleben, fasziniert mich an dieser Dystopie. Ich überlege, wie es wäre, wenn ich in Smillas Haut stecken würde. Wie würde ich reagieren?
Katastrophen bringen das Beste und das Schlechteste in den Menschen zutage und so weiß auch Smilla nicht, wem sie trauen kann. Ihre bedingungslose Liebe und Treue, die sie auf die Suche nach ihrer Schwester zwingt, berührt mich. Ausgerechnet in die Fänge der gefürchteten Sekte soll Jera gefallen sein.
Das Buch verschlingt mich mit Haut und Haaren, ich kann es nicht aus der Hand legen und lese es an einem einzigen Abend komplett durch. Meine Augen brennen, mein Körper ruft nach Schlaf, aber ich muss wissen, wie es weitergeht.
Wir Verstoßenen hat mich tief berührt, geht unter die Haut und erscheint so erschreckend realistisch.
5 Sterne für diese wunderbare Fortsetzung von Wir Verlorenen und ich kann es kaum abwarten, bis auch Teil 3 endlich erscheint.