Profilbild von buchnarr

buchnarr

Lesejury Star
offline

buchnarr ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit buchnarr über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2022

Geschichte - Spannend und unterhaltsam

Das Sacher
0

Von Beginn an ist der Leser mitten drin im Hotel Sacher. So begegnet er zum Beispiel dem Ehepaar Martha und Maximilian Aderhold aus Berlin auf Hochzeitsreise, Prinz und Prinzessin von Traunstein aus Niederösterreich ...

Von Beginn an ist der Leser mitten drin im Hotel Sacher. So begegnet er zum Beispiel dem Ehepaar Martha und Maximilian Aderhold aus Berlin auf Hochzeitsreise, Prinz und Prinzessin von Traunstein aus Niederösterreich aber auch dem elfjähriges Mädchen, welches im Sacher als Putzmädel arbeitet. Im weiteren Verlauf erfährt der Leser, dass sie alle unabwendbar miteinander und dem Sacher verbunden sind.
Die Autorin erzählt nun die jeweiligen Leben dieser Figuren in sich abwechselnden Erzählsträngen und so entsteht ein sehr detailliertes Bild der damaligen Zeit. Denn unterschiedlicher könnten die Lebenssituationen nicht sein, zum einen der Adel mit all seinen Annehmlichkeiten oder das junge Paar, welches sich einigen Repressalien gegenübersieht, das Putzmädel Marie und nicht zu vergessen die Familie Sacher selbst.
Alles in allem ein historischer Roman, der dem Leser durch die fiktiven Umstände der Hotelgäste und Mitarbeiter, die Geschichte des Sacher in einer dem Umbruch geweihten Zeit näherbringt. Aus meiner Sicht eine spannende und unterhaltsame Geschichte, die auch historische Fakten mit einbezieht und damit dem Roman somit eine Basis gibt. Mir hat der HistoRoman gut gefallen und deshalb empfehle ich ihn auch gern weiter.

Veröffentlicht am 16.01.2022

Auch der 2. Fall überzeugt und unterhält

Komm gut heim
0

Mit „Komm gut heim“ geht die Reihe um die Miss Marple aus der Eifel in die nächste, die zweite, Runde. Erneut stolpert Frederike über einen verdächtigen Todesfall. Und wie während ihrem langen Arbeitsleben ...

Mit „Komm gut heim“ geht die Reihe um die Miss Marple aus der Eifel in die nächste, die zweite, Runde. Erneut stolpert Frederike über einen verdächtigen Todesfall. Und wie während ihrem langen Arbeitsleben als Kriminalkommissarin, jetzt allerdings a. D. kann sie gar nicht anders als genauer hinzuschauen und viele Fragen zu stellen. Da dies natürlich nicht jedem, vor allem aber dem Täter nicht gefallen kann, manövriert sich Frederike unversehens auch diesmal wieder in eine gefährliche Lage. Wie Frederike da wieder herauskommt, das verrate ich selbstverständlich an dieser Stelle nicht.
Auch der zweite Fall für Frederike Suttner ist wieder ein beschaulicher Eifelkrimi, der mir auch diesmal wieder viele angenehme Lesestunden bereitet hat. Der Schreib- und Erzählstil ist eingängig und leicht zu lesen. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und auch Kater Hannelore (ja es ist ein Kater) ist wieder mit von der Partie. Wie schon in Teil 1 fällt auch hier auf, dass die Autorin, obwohl es ein Regionalkrimi ist, auf intensive Beschreibungen des dortigen Menschenschlags und der Region selbst, weitestgehend verzichtet hat. Obwohl vielleicht gerade der eine oder andere Leser gerade deshalb zu einem Regionalkrimi greift, um „Land und Leute“ auf diese Weise kennenzulernen. Aber ich empfand das jetzt nicht als Manko. Im Gegenteil mir hat auch der zweite Fall der „Eifeler Miss Marple“ wieder gut gefallen und deshalb spreche ich hiermit eine Leseempfehlung aus und bewerte den Krimi mit 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 16.01.2022

Für entspannende Lesestunden

Ich dachte schon, du fragst mich nie
0

Dieser Roman ist eine gelungene Mischung aus Romanze, Urlaub, Kochen. Es ist ein humorvoller Roman, der gut geeignet ist, sich eine Auszeit aus dem stressigen Alltag zu gönnen.
Der Schreib- und Erzählstil ...

Dieser Roman ist eine gelungene Mischung aus Romanze, Urlaub, Kochen. Es ist ein humorvoller Roman, der gut geeignet ist, sich eine Auszeit aus dem stressigen Alltag zu gönnen.
Der Schreib- und Erzählstil ist modern und leicht und flüssig zu lesen. Die Kapitel wechseln stetig zwischen den Ansichten Sophies beziehungsweise Marcs hin und her. Wobei beide Hauptcharaktere authentisch und sympathisch beschrieben sind.
Die mitgelieferten Rezepte werden für so manchen ein kleines Highlight dieses Buches sein. Da auch das Setting u. a. auf Palma de Mallorca angesiedelt ist, kommt sogar ein bisschen Urlaubsfeeling auf.
Mein Fazit: Mir hat "Ich dachte schon, du fragst mich nie" entspannende und äußerst unterhaltsame Lesestunden bereitet. Ich empfehle diesen neuen Roman von Gabriella Engelmann gern weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 16.01.2022

Elegant und eloquent geschriebener Roman

Fünf Lieben lang
0

Das Buch handelt von fünf miteinander verknüpften Geschichten über den Protagonisten Paul/Paulo. Beginnend als 12-Jähriger, der unter der (vielleicht erwiderten) Begierde nach dem Tischler Ebanista in ...

Das Buch handelt von fünf miteinander verknüpften Geschichten über den Protagonisten Paul/Paulo. Beginnend als 12-Jähriger, der unter der (vielleicht erwiderten) Begierde nach dem Tischler Ebanista in seinem italienischen Dorf leidet, bis hin zu seiner Verliebtheit im mittleren Alter in eine angehende Journalistin, die halb so alt ist wie er. Jede der Geschichten endet mit einer unerwarteten und unvorhergesehenen Überraschung, und Aciman zeichnet sich auch dadurch aus, dass er beiläufige Bemerkungen über die Figuren fallen lässt, die die Geschichten auf nette Weise miteinander verbinden. Aciman liefert ein großartiges Werk ab, in dessen Mittelpunkt ein bisexueller Mann steht, der Beziehungen nicht nach dem Geschlecht, sondern nach reinem Verlangen auslebt. Letztlich geht es um das Wollen. Wie wir Dinge bekommen können, die wir nicht haben können, und wie sich das Begehren entwickelt, wenn der Traum in Erfüllung geht.
Es ist ein elegant und eloquent geschriebener Roman über Liebe, Begehren und Lieben in ihren unterschiedlichsten Daseinsformen. Wobei Aciman dies mit einer solchen vordergründigen Akribie tut, das das Lesen zu einem wahren Erlebnis wird. Ich empfehle dieses Buch gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 16.01.2022

Atmosphärischer und fesselnder Heidekrimi

Heidewut
0

Nach „Heidefeuer“ und „Heidegift“ ermitteln Hauptkommissarin Inka Brandt und ihr Team nun in ihrem dritten Fall. Nachdem die kürzlich gekrönte Heidekönigin plötzlich verschwunden ist und zeitnah auch noch ...

Nach „Heidefeuer“ und „Heidegift“ ermitteln Hauptkommissarin Inka Brandt und ihr Team nun in ihrem dritten Fall. Nachdem die kürzlich gekrönte Heidekönigin plötzlich verschwunden ist und zeitnah auch noch zwei Tote entdeckt werden, stellt sich Inka die Frage, ob es da einen Zusammenhang geben könnte. Die Ermittlungen sind alles andere als einfach, spielen doch viele, anfänglich gar nicht einkalkulierte Aspekte eine Rolle, denen man nachgehen muss.
Wie in einem Regionalkrimi üblich werden hier neben der Polizeiarbeit und den Charakterisierungen der einzelnen Protagonisten vor allem die Region/Landschaftsbeschreibungen intensiv mit in die Geschichte eingebracht. Dass die Hauptfiguren eine Weiterentwicklung erfahren gefiel mir gut und macht damit auch Lust auf den nächsten Band, um die sich abzeichnenden Veränderungen weiter zu verfolgen. Für Neueinsteiger sind aber diese Schilderungen nicht so wesentlich, als dass dadurch das Leseverständnis gemindert werden würde. „Heidewut“ kann durchaus als eigenständiger Kriminalroman gelesen werden. Der Schreib- und Erzählstil ist dabei flüssig und leicht zu lesen und wie der Fall gelöst und abgeschlossen wird, dass verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht.
Mich hat der 3. Fall in der „Heide“ gut unterhalten und deshalb empfehle ich ihn auch gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.