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Veröffentlicht am 17.01.2022

Wissenschaft für Kinder verpackt in einer mitreißenden Geschichte!

Der kleine Medicus. Band 1. Die geheimnisvolle Villa
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Nachdem uns schon die Reihe "Der kleine Major Tom" aus dem Tessloff Verlag so gut gefallen hat, konnten wir es kaum erwarten auch den "kleinen Medicus" kennenzulernen. Auch hier werden wissenschaftliche ...

Nachdem uns schon die Reihe "Der kleine Major Tom" aus dem Tessloff Verlag so gut gefallen hat, konnten wir es kaum erwarten auch den "kleinen Medicus" kennenzulernen. Auch hier werden wissenschaftliche Themen super für Kinder aufbereitet und es gibt eine spannende und mitreißende Geschichte zu entdecken.

Der Autor und die Illustratorin:
Prof. Dr. Grönemeyer ist Arzt und hat bereits einige Bücher geschrieben. Mit dem kleinen Medicus macht er die Welt des Körpers, der Krankheiten und der Heilungen auch für Kinder zugänglich.
Sabine Rothmund zeichnet bereits seit ihrer Kindheit. Nach ihrem Studium für Kommunikationsdesign arbeitet sie nun als Illustratorin.

Inhalt:
„Nano staunt nicht schlecht, als er das erste Mal die geheimnisvolle Villa Nachtigall betritt. In ihrer ultramodernen Klinik haben Dr. X und seine Assistentin Micro Minitec sogar eine Schrumpfmaschine gebaut: den Turbobeamer! Nur das Schrumpfen von Menschen klappt noch nicht. Glauben sie. Denn als Nano aus Neugierde auf einen wichtigen Knopf drückt, spürt er ein merkwürdiges Kribbeln … und bald darauf beginnt für ihn ein rasantes und spannendes Abenteuer!“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Das Cover hat eine verrückte Note, denn die Protagonisten wirken etwas exzentrisch. Während Nano etwas im Schilde zu führen scheint, wirken der Prof. X und Micro Minitec bestürzt und aufgeregt. Die Villa im Hintergrund besitzt eine große Kuppel, aus welcher irgendwelche Strahlen oder Blitze zu kommen scheinen. Hier ist also ganz neue Technologie am Werk und Nano ist mittendrin. Ganz genau, wie in der Geschichte, die es im Innern zu entdecken gibt.

Auch wenn das Buch in Format und Aufmachung an die Buchreihe "Der kleine Major Tom" erinnert, so findet man hier viel mehr Text und eher weniger Bilder. Die Reihe richtet sich an etwas ältere Kinder, ab 8 Jahren. Mein 6-jähriger hat aber auch sehr gerne der Geschichte gelauscht.

Prof. Dr. Grönemeyer schlägt einen gut verständlichen Ton an und die Geschichte hat uns von Beginn an in den Bann gezogen. Die technologischen Errungenschaften des Prof. X und seiner Assistentin Micro Minitec werden dabei kindgerecht erklärt und gut in die Handlung eingefügt.

Der Klappentext sagt allerdings schon so gut wie alles über die Story des ersten Bandes aus. Teil 1 ist eher eine Art Einführung in die Reihe und eine Vorstellung der verschiedeneren Protagonisten, denn das Buch endet mit einem Cliffhanger, und das erwähnte Abenteuer wird erst im zweiten Band folgen. Dennoch hatten wir großen Spaß mit dem ersten Band dieser vielversprechenden Reihe und nachdem wir das Buch beendeten, gab es einen Riesenaufschrei, denn wie kann man dort aufhören, wo es doch gerade richtig aufregend wird. Ich empfehle also, gleich die ersten beiden Teile zu besorgen.

"Der kleine Medicus – Die geheimnisvolle Villa" ist der super Auftakt einer vielversprechenden Buchreihe, die wir unbedingt weiter entdecken wollen. Verpackt in einer spannenden Geschichte erfahren wir mehr über den menschlichen Körper und futuristische medizinische Technologien. Wir sind schon sehr gespannt auf die Folgebände und können die Reihe uneingeschränkt empfehlen.

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Veröffentlicht am 17.01.2022

Umweltschutz erfrischend und nachvollziehbar gestaltet!

Wie man illegal einen Wald pflanzt
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Hier werden einem einige Informationen zum Thema Klimawandel, Umweltschutz und Waldsterben geboten, aber auch viele Aktionen zum Schutz und Aufbau der Wälder stehen parat. Ein geniales Buch für alle Klimaretter ...

Hier werden einem einige Informationen zum Thema Klimawandel, Umweltschutz und Waldsterben geboten, aber auch viele Aktionen zum Schutz und Aufbau der Wälder stehen parat. Ein geniales Buch für alle Klimaretter und jene, die es noch werden wollen.

Inhalt
„Einen Wald zu pflanzen ist kompliziert und teuer? Auf keinen Fall. Wir zeigen, wie man mit etwas Zeit und Handarbeit einen Wald ohne Geld und ohne eigenes Grundstück pflanzt – legal oder illegal, aber auf jeden Fall zu Recht! In diesem Buch erklären wir anhand von KATAPULT-Grafiken und Illustrationen, wie Bäume und Wälder gepflanzt werden, aber auch, wie Baumarten überhaupt aussehen, wie ihr sie unterscheiden könnt und welche Bäume in Europa vom Aussterben bedroht sind. Ihr erfahrt, welche Bäume nach Erbrochenem riechen, warum manche Wälder brennen müssen und warum Birken euer Leben retten können.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit
Das Buch selbst kommt fast ein wenig unscheinbar daher. Ist komplett in Grüntönen gehalten und zeigt neben einigen verschiedenen Baumarten lediglich den Titel und den Verlagsnamen in Großbuchstaben. Gleichzeitig fühlt es sich unheimlich natürlich an. Es handelt sich um eine Softcover mit Klappen, welche sehr schön und im Vergleich zum Cover fast schon bunt gestaltet sind, denn in den Klappen finden sich Abbildungen einiger Früchte verschiedenerer Bäume.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig. Der Verlag richtet sich nicht an eine besondere Altersklasse, sondern möchte von klein bis groß alles abdecken. Das ist ihm hier auch gut gelungen. Meine Kinder (6 und 10) sowie wir Eltern haben das Buch gemeinsam über die Feiertage gelesen und es blieben keine Fragen offen. Alles ist gut verständlich geschildert und die gewohnten Grafiken – gerne auch mal etwas provokant – runden den umfangreichen Text auf knapp 200 Seiten ab.

Das Buch ist in vier Bereiche unterteilt. Zunächst starten wir mit dem Thema des illegalen oder legalen Waldpflanzens. Hier werden einige Beispiele genannt, was funktioniert gut, was nicht. Sollte man in die Natur überhaupt eingreifen und welche Methoden dienen wirklich dem Umweltschutz und nicht nur dem Geldbeutel der ohnehin schon reichen.
Als zweites geht es mit der Bestimmung der Bäume weiter. 32 Baumarten werden hier auf jeweils zwei Buchseiten genauer vorgestellt. Während Wachstum, Alter und Höhe ganz schnell nachgeschlagen werden können, kann man außerdem in einem kurzen Text mehr über die jeweilige Baumart erfahren.
Weiter geht es dann mit dem Thema Wälder. Was macht einen Wald aus, welche Gefahren drohen ihm, welche Aufforstungen wurden wo betrieben. Hier reisen wir über den gesamten Globus und bekommen einen Eindruck der verschiedenen Wälder auf unserer Erde.
Zu guter Letzt befinden sich auf den letzten ca. zehn letzten Seiten eine Übersicht zur schnellen Bestimmung der Bäume anhand ihrer Blätter oder Früchte, versehen mit der entsprechenden Seitenzahl, auf welcher man näheres zur gesuchten Baumart in Erfahrung bringen kann.

Das Buch bietet sich also zu vielerlei Zwecken an. Möchte man selbst aktiv werden und sich informieren, wie und wo man Wälder pflanzen kann, wird man fündig, genauso wie wenn man die Bäume des eigenen Waldes näher bestimmen und die einzelne Baumarten unterscheiden möchte. Außerdem erfährt man wie in einem guten Sachbuch, wo welche Wälder existieren, warum so viele davon bedroht sind und welche Maßnahmen von den verschiedenen Ländern bereits unternommen wurden, sowie wie erfolgreich diese waren.

Erschreckend für mich war zu sehen, wie oft die Obrigkeiten Aufforstungen zwar durchführen, diese aber meist in Monokulturen enden, die nichts für den Umwelt- oder Klimaschutz tun, sondern lediglich den Geldbeutel der Besitzer füllen. Ein Umdenken scheint bei den wenigsten wirklich stattgefunden zu haben, und das obwohl es so wichtig ist, endlich in den Naturschutz zu investieren (was gar nicht so teuer ist, wie immer behauptet wird), um den Klimawandel zu stoppen und den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Erde zu hinterlassen.

Für alle, die noch nicht genug haben, gibt es außerdem ein Baum Quartett Spiel, welches die wichtigsten Informationen vieler verschiedener Baumarten bereithält und spielerisch Wissen vermittelt.

Mit "Wie man illegal einen Wald pflanzt" wird man schnell und einfach zum Baumexperten und lernt äußerst viel über die Bäume und Wälder auf unserem Planeten, ohne gelangweilt zu werden. Die ansprechenden Grafiken tragen dazu einen großen Teil bei und sorgen für einen perfekten Informationstransport. Ein großes Dankeschön geht an den KATAPULT-Verlag für das Engagement im Bereich der gesellschaftlichen Aufklärung durch seine Bücher und Magazine!

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Veröffentlicht am 10.01.2022

Informative Grafiken über die Themen Umwelt und Klima und wie wir beides schützen können.

Wie viel Regenwald passt auf dieses Brot?
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"Wie viel Regenwald passt auf dieses Brot?" Schon allein der Titel macht neugierig. Denn wie soll Regenwald auf eine Scheibe Brot passen? Vielmehr ist hier gemeint, wie viel Natur ist nötig, um Dinge unseren ...

"Wie viel Regenwald passt auf dieses Brot?" Schon allein der Titel macht neugierig. Denn wie soll Regenwald auf eine Scheibe Brot passen? Vielmehr ist hier gemeint, wie viel Natur ist nötig, um Dinge unseren alltäglichen Bedarfs zu produzieren. Da gibt es einige spannende Sachen zu lernen und viele Vergleiche werden auch euch bestimmt überraschen. Auf fast 50 Doppelseiten werden großformatige Grafiken bereitet, die uns vor Augen führen, was wir der Natur abverlangen, wie wir das Klima schädigen, aber gleichzeitig zeigt es eben auch, was wir tun können, um die Zukunft besser zu gestalten.

Inhalt:
„Wie viel CO2 verursachen Sneakers? Ist Baumwolle immer besser als Plastik? Wie oft schafft es der Biomüll in den Biomüll?
Du glaubst, du weißt schon alles über Umweltschutz und Klima? Dieses Buch beantwortet Fragen, die du dir so noch nie gestellt hast. 50 Grafiken übersetzen Zahlen in Bilder, zeigen Hintergründe und Zusammenhänge und weisen auf erstaunliche und oft überraschende Wahrheiten hin. Nicht alles ist, wie es scheint. Schau genau hin!“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Bereits auf dem Cover lässt sich erkennen, worum es sich bei diesem Buch handelt. Windmühlengleich sehen wir einige alltägliche Gegenstände wie Autos, Handys, Flugzeuge, Hamburger, Flaschen und einiges mehr. All diese Gegenstände werden im Buchinnern genauer beleuchtet und deren Einfluss auf unsere Umwelt.

Inzwischen gibt es ja einige Bücher, die sich mit Umwelt- und Klimaschutz beschäftigen. Da wird oftmals viel geschrieben und viel erklärt. In diesem Buch wird mit wenig Text und vielen Grafiken auf leichte und absolut verständliche Weise auf einige wichtige Dinge hingewiesen, die unseren Alltag betreffen und sich auf die ein oder andere Weise auf unsere Umwelt auswirken. Besonders eine Grafik hat mir hier gefallen, da sie nicht nur Dinge vor Augen führt, sondern einem dabei hilft, die richtige Entscheidung zu treffen. Mithilfe von 5 Fragen, die natürlich grafisch dargestellt sind, lässt sich einfach und zielgerichtet entscheiden, ob eine neue Anschaffung tatsächlich notwendig ist.

"Wie viel Regenwald passt auf dieses Brot?" bietet viele informative Grafiken aus unserem Alltag, welche leicht verständlich und übersichtlich aufbereitet sind und auf schnelle Weise zeigen, wie wir etwas besser machen können und wo wir unser alltägliches Handeln ändern können, um die Umwelt zu schützen. Ein tolles Buch, welches sicherlich auch gut im Schulunterricht eingesetzt werden kann.

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Veröffentlicht am 04.01.2022

Auf die innere Stärke kommt es an!

Pass bloß auf deinen Daumen auf
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Manchmal können Kinder untereinander wirklich sehr grausam sein. Mobbing ist ein Begriff, den inzwischen wohl jeder kennt und die meisten haben das in irgendeiner Form wohl auch schon am eigenen Leib erfahren. ...

Manchmal können Kinder untereinander wirklich sehr grausam sein. Mobbing ist ein Begriff, den inzwischen wohl jeder kennt und die meisten haben das in irgendeiner Form wohl auch schon am eigenen Leib erfahren. In "Pass bloß auf deinen Daumen auf!" findet Elena Prochnow einen guten Ansatz, um mit dieser Thematik umzugehen und zu zeigen, mit welchen Mitteln man sich zur Wehr setzen kann.

Die Autorin und Illustratorin:
Elena Prochnow (geboren 1978) hat schon immer gerne Geschichten gehört und dabei gezeichnet. In Minsk, Belarus geboren, wuchs sie dann in Tallinn, Estland auf. Hier besuchte sie die Staatliche Kunstschule und machte ihr Diplom. Sie studierte außerdem Journalismus und Rechtswissenschaften. Später machte sie einen Abschluss in Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Illustration an einer Kieler Hochschule. Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie in Schleswig-Holstein.

Inhalt:
„Ich heiße Mimi und gehe in die zweite Klasse. Florian und die Jungs ärgern mich immer. Ich muss etwas unternehmen. Mein Opa kann mir vielleicht dabei helfen.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Auf de Cover wird Mimi abgebildet, wie sie auf einer roten Bank sitzt, den Kopf geneigt hat und ihre Hände zu Fäusten geballt hat. Was es mit jeder roten Bank auf sich hat, erfahren wir im Verlauf der bebilderten Geschichte. Das Bild ist also mitten aus der Erzählung genommen und passt so zur Thematik.

Da Mimi in der Schule von einigen älteren Jungen gemobbt wird – und das sogar bereits auf dem Weg zur Schule – fängt ihr Opa an, Mimi das Boxen beizubringen. Ziel ist es, sich selbst im Notfall verteidigen zu können und nicht mehr stets als Opfer wahrgenommen zu werden. Spannend wird es dann in der Geschichte, als Mimi wieder auf die mobbenden Jungs trifft. Denn die Botschaft des Bilderbuchs ist nicht, sich mit Gewalt zur Wehr zu setzen, vielmehr gelingt es Mimi allein durch ihr verändertes Auftreten, ihre Selbstsicherheit und ihren Mut, die Jungs so aus dem Konzept zu bringen, dass sie sie fortan in Ruhe lassen.

Die Bilder im Innern des Buches erstrecken sich immer über die Doppelseiten und fangen einige Episoden aus Mimis Leben ein. Wir treffen auf mitfühlende Klassenkameraden, hilflose Lehrer und verzweifelte und allein gelassene Schüler vor dem Zimmer des Rektors. Eine Kritik an die Lehrer, die eigentlich für den Schutz der Kinder zuständig sein sollten, ist hier deutlich anzumerken.

Man könnte jetzt meinen, dass hier ein zu einfacher Weg beschrieben wird und dass die Seite der Mobber nicht näher beleuchtet wird. Das finde ich allerdings nicht problematisch. Vielmehr geht es ja darum, dass jedes Kind seinen eigenen Weg zur inneren Stärke finden muss und dass hierfür immer Hilfe von außen angenommen werden kann. Niemand ist allein. Und wenn man keinen so coolen Opa hat, wie Mimi, so gibt es sicherlich immer jemanden im nahen Umfeld, der helfen kann.

"Pass bloß auf deinen Daumen auf!" bietet einen guten Aufhänger, um sich mit dem Thema näher zu befassen, um mit den eigenen Kindern darüber zu sprechen und individuelle Wege zu finden. Aber auch für Kinder einer Kitagruppe oder einer Schulklasse bietet das Buch eine Möglichkeit, Missstände anzusprechen und Lösungen zu finden. Es ist wichtig, ins Gespräch zu kommen, sodass alle beteiligten Parteien sehen, was richtig und was falsch ist. Um gemeinsame Strategien zu entwickeln und Mobbing erst gar nicht eine Plattform zu bieten.

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Veröffentlicht am 21.12.2021

Der neue Band der großartigen Meermädchensaga ist da!

Alea Aquarius 7. Im Bannkreis des Schwurs
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Kaum zu glauben, dass ich euch eine meiner Lieblingsbuchreihen bisher noch gar nicht vorgestellt habe. Das soll sich heute aber ändern, denn mit dem siebten Band der Alea Aquarius Reihe bin ich nun auf ...

Kaum zu glauben, dass ich euch eine meiner Lieblingsbuchreihen bisher noch gar nicht vorgestellt habe. Das soll sich heute aber ändern, denn mit dem siebten Band der Alea Aquarius Reihe bin ich nun auf dem neusten Stand und hänge beim Lesen nicht mehr hinterher, nur weil ich die Reihe erst vor einigen Monaten endlich lesen konnte. Und zwar seit Dezember vergangenen Jahres, also ziemlich genau vor einem Jahr. Mit "Alea Aquarius – Im Bannkreis des Schwurs" ist Tanya Stewner wieder ein großartiger Roman mit tollen Charakteren und wichtigen Umweltthemen gelungen.

Die Autorin:
Tanya Stewner (geboren 1974) entdeckte ihre Leidenschaft fürs Schreiben mit zehn Jahren. Zunächst studierte sie Literaturwissenschaften. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Übersetzerin und Lektorin. Inzwischen ist sie Vollzeit als Autorin tätig. Ihre Kinderbuchreihen "Liliane Susewind" und "Alea Aquarius" sind sehr erfolgreich. In ihrer Freizeit setzt sie sich für den Umweltschutz ein, welcher auch ein großes Thema ihrer Alea Aquarius Reihe ist.

** Achtung Spoiler, für alle die die ersten sechs Bände noch nicht kennen. **


Inhalt:
„Sammy, Ben und Tess segeln – getragen von dem Plan, Doktor Orion eine Falle zu stellen – gen Rom. Währenddessen machen sich Alea und Lennox über Land auf den Weg zur Loreley, wo sie Aleas Zwillingsschwester Anthea vermuten. Wird es mithilfe ihrer DNA endlich möglich, Aleas Meermädchenfähigkeiten zurückzuholen? Aber was, wenn Doktor Orion hinter ihr Vorhaben kommt? Schweben sie alle bereits in größter Gefahr?“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Die Cover der Reihe sind allesamt absolut bezaubernd. Überall sprudelt es nur so unter Wasser und die wichtigsten Charaktere werden dort dargestellt. Der Titel prangt fast mittig unter Alea und Lennox, die diesmal auf dem Cover zu sehen sind. Über ihnen geistert fast schon etwas gruselig der böse Doktor Orion umher.

Nachdem mich der sechste Band einiges an Nerven gekostet hat, da ich so sehr mit Alea gelitten habe, die von Lennox getrennt und nicht nur ihres Gedächtnisses beraubt wurde, fiel die Lektüre des siebten Bandes ein wenig leichter. Lennox und Alea sind wieder ein Team und stehen sich näher als je zuvor. Gemeinsam stellen sie sich ihrem neuen Abenteuer und halten dabei immer wieder Kontakt zur Alpha Cru, indem sie Telefonate führen und sich von ihren Erlebnissen berichten. Das hat die Autorin geschickt angestellt, denn so konnte die Handlung gut weitergeführt werden und dennoch muss der Leser auf keinen der allesamt wahnsinnig liebenswerten Charaktere verzichten.

Es ist immer wieder schön, zur Alpha Cru zurückzukehren. Ben ist ihr Anführer und der Aufpasser der Runde. Er hält alle zusammen und hat immer einen Plan. Sammy ist sein kleiner Bruder, doch er hat es echt in sich. Seine tollen Sprüche haben so viel Herz und in ihm scheint eine alte Seele zu wohnen. Er liebt das Leben und genießt es in vollen Zügen. Von ihm kann man sich wirklich eine Scheibe abschneiden. Tess wirkt zwar eher unterkühlt, aber auch sie hat das Herz am rechten Fleck und kümmert sich manchmal wie ein altes Hausmütterchen um die Cru. Alea und Lennox, die beiden Meerkinder, haben so ganz tolle Freunde an ihrer Seite und immer Rückhalt, wenn es darum geht, die Weltmeere zu retten, sie zu entmüllen und vor weiteren Anschlägen durch Orion zu schützen. Außer diesen fünf wichtigsten Protagonisten tauchen außerdem immer wieder neue sympathische und hilfsbereite Charaktere auf, sodass man sich fühlt, als sei man Teil einer großen Familie.

In die Geschichte verwoben sind viele Themen bezüglich Umweltverschmutzung, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Sie werden ganz nebenbei eingeflochten und haben dennoch einen großen Stellenwert in der Geschichte. Da geht es um Verschmutzung durch Müll und vor allem Plastik, die Rettung von Tieren nach einer Ölkatastrophe, schädlichen Dünger, der durch den Regen in unseren Flüssen und dann in den Meeren landet und vieles mehr. Die Reihe hat diesbezüglich noch keinerlei Auszeichnungen erhalten, was ich absolut nicht verstehen kann. Das halte ich für längst überfällig. Tanya Stewner setzt sich mit Alea Aquarius so sehr für den Umweltschutz ein, klärt spielerisch auf und macht seit 2015 jedes Jahr aufs neue mit einem weiteren Roman darauf aufmerksam.

"Alea Aquarius – Im Bannkreis des Schwurs" ist ein grandioser weiterer Band der Reihe und gehört in alle Kinderzimmer und gerne auch als Schullektüre in den Unterricht. So viele wichtige Themen finden hier einen Platz, es geht um Familie, Freundschaft, Zusammenhalt, Liebe, Umweltschutz und so vieles mehr. Ich kann euch die Reihe also uneingeschränkt ans Herz legen. Lest die Geschichte um Alea Aquarius, Lennox Scorpio, Ben Libra, Sammy Draco und Tess Taurus. Ihr werdet sie sicherlich genauso lieben, wie ich.

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