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Veröffentlicht am 20.01.2022

Fine und Ihr Supergau

Du bringst mein Chaos durcheinander
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Ella Lindberg geht in die nächste Runde: Nach „Das Leben braucht mehr Schokoguss“ präsentiert sie uns ein weiteres unabhängiges Buch voller Humor und Augen zwinkern.

Für mich war ja der Roman „Das Leben ...

Ella Lindberg geht in die nächste Runde: Nach „Das Leben braucht mehr Schokoguss“ präsentiert sie uns ein weiteres unabhängiges Buch voller Humor und Augen zwinkern.

Für mich war ja der Roman „Das Leben braucht mehr Schokoguss“ ein Stöberfund im Verlagssortiment. Ich war gespannt, ob es die Autorin schafft, den humorvollen Schreibstil aufrecht zu erhalten und ich sag es gleich vorweg: ja sie schafft es.

Josefine ist chaotisch hoch drei. Auf den ersten Seiten erlebt ihr Leben den Supergau. Auf dem Weg zu einer Hochzeit geht alles schief und so beginnt das Ende vom Anfang (oder war das andersrum zwinker) halb geschminkt, mit Lockenwicklern im Haar, abgeschnittenen Wimpern, Birkenstockschuhen, frisch verlassen und ausgesperrt mit einem Streit mit ihrem pedantischen Nachbarn Patrick.

Doch haben nicht alle Recht? Oder ist das alles einfach übertrieben? Als sie endlich wieder in ihre Wohnung kann, schreibt sie sich den Frust von der Seele. Das Internet ist begeistert und erkennt Finchens Ironie nicht wirklich. Dafür meldet sich eine Zeitung und würde Fine gern als Kolumnistin für Ordnungsliebe und Co unter Vertrag nehmen.

Doch wie soll Fine das nur bewerkstelligen? Ob Patrick ihr mit seinem Ordnungswahn helfen kann?
Fine ist echt eine Marke. Gegen Fine sieht Bridget Jones echt blass aus. Soviel Chaos und Pech muss man erstmal verbreiten können. Doch Einsicht ist schon einmal ein Anfang und so versucht sich Fine testweise an ihrer Handtasche. Schließlich weiß jeder, dies ist ein Universum der Frauen in klein. Doch leider holt Fine die Realität schnell ein und es schadet schließlich nicht, Hilfe anzunehmen, besonders wenn die Hilfe so schöne Augen hat und lecker Kuchen backen kann.

Wer sich nicht ein klitzeklein bisschen in Fine wiederfindet, der hat bestimmt auch einen passenden Staublappen zum Tagesoutfit. Seid ehrlich, die richtige Mischung macht es und die sucht Fine mit Hilfe ihrer Familie und ihres Nachbarn. Dabei kann nicht nur ein Missverständnis aufgeklärt, sondern auch die Liebe und eine neue Zukunft gefunden werden.

Ich vergebe volle Punktzahl für diesen Schenkelklopfer.

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Veröffentlicht am 19.01.2022

Ein Stück Familiengeschichte garniert mit Freundschaft, Liebe und Rezepten

Der süße Himmel der Schwestern Lindholm
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Wo fange ich an? Das Buch habe ich schon vor einigen Wochen gelesen, aber ich konnte nicht gleich eine Rezension schreiben. Warum? Andrea Russo gehört ungelogen zu meinen Lieblingsautorinnen. Ihr Schreibstil ...

Wo fange ich an? Das Buch habe ich schon vor einigen Wochen gelesen, aber ich konnte nicht gleich eine Rezension schreiben. Warum? Andrea Russo gehört ungelogen zu meinen Lieblingsautorinnen. Ihr Schreibstil ist von der ersten Seite an mitreißend: ein Stück Familiengeschichte, eine aktuelle Lebens- und Liebesgeschichte und lauter gebackene oder gerührte Kleinigkeiten, die das Hüftgold bei sofortiger Umsetzung anwachsen lassen würden.

Dieses Buch unterscheidet sich jedoch ein klitzeklein bisschen von den anderen Büchern. Es ist ein bisschen komplexer: Das Buch startet in der Gegenwart. Und durch einen kleinen Generationskonflikt beim Betreiben des Cafes „Söta Himlen“ (Süßer Himmel) in Schweden erfahren wir schließlich vom steinigen Weg der Gründung im Jahr 1936 und die eigentliche Handlung setzt ein.

Die Schwestern Lindholm sind Hannah, Ingrid, Matilda, Ulla und Ebba und jede hat ihre eigene Persönlichkeit und ihren eigenen Anteil an der Geschichte.

Die Wirtschaftskrise beeinflusst die Familie nachhaltig und jeder versucht seinen Teil beizutragen, um die Familie über die Runden zu bringen. Die bereits bestehende Bäckerei trägt zwar einiges dazu bei, aber der Vater muss dennoch weit von der Familie entfernt im Bergwerk arbeiten und ist nur ein oder zwei Mal im Jahr daheim. Durch die Arbeit im Hotel der einen Schwester kommt die Idee auf, ein Café zu eröffnen. Die bestehende Rezeptsammlung wird Jahr für Jahr aufgestockt und mit Leckereien wie zum Beispiel Chokladbollar, Vaniljhjärtan, Wienerbröd, Kanelbullar angereichert. (Achtung an alle mit guten Vorsätzen und aktuellen Diäten!) Wer da beim Lesen keinen Appetit bekommt, der ist wirklich eisern.

Doch auch die Liebe macht vor den jungen Frauen nicht halt und die Wahl der Männer und der aufkommende Zweite Weltkrieg droht die Schwestern zu entzweien.

Das Buch repräsentiert eindrucksvoll, das Bild und die Rolle der Frau in den 30iger Jahren. Heim, Herd und Kind sind vorgesehen. Doch durch die wirtschaftliche Lage müssen die Frauen ebenfalls Geld verdienen. Dennoch ist eine angemessene Wahl des Partners und schickliches Verhalten Voraussetzung. Das dies angesichts der persönlichen Umstände nicht immer einfach ist, macht das Buch so vielfältig und packend. „Söta Himlen“ und seine Betreiberinnen müssen einiges durchmachen und man erahnt trotz des versöhnlichen Endes, dass die Geschichte der Schwestern noch nicht zu Ende ist. (Was auch schon von der Autorin bestätigt wurde.) Ich vergebe volle Punktzahl und habe mich direkt an den Chokladbollar versucht.

(Leider habe ich das Bloggerevent aus familiären Gründen verpasst, habe aber anhand des Rezeptes nachgesessen und zusammen mit meinem Sohn leckere Chokladbollar produziert. Statt normalen Puderzucker haben wir allerdings Puderzucker von Xucker verwendet und haben daher ein paar Kalorien weniger.)

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Veröffentlicht am 12.01.2022

Vom ersten schwarzweiß Kinderfoto bis hin zum aktuellen multicolour Foto, das digital präsentiert wird

Die Queen
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Queen Elisabeth ist eine der bekanntesten und meistfotografiertesten Frauen unserer Zeit. Paola Calvetti hat anhand der Menschen hinter der Kamera das Leben dieser Monarchin skizziert.

Angefangen vom ...

Queen Elisabeth ist eine der bekanntesten und meistfotografiertesten Frauen unserer Zeit. Paola Calvetti hat anhand der Menschen hinter der Kamera das Leben dieser Monarchin skizziert.

Angefangen vom ersten schwarzweiß Kinderfoto bis hin zum aktuellen multicolour Foto, das digital auf Twitter präsentiert wird, machen wir eine Zeitreise.

Der Schreibstil der Autorin hat mir von Anfang an gut gefallen. Die Geschichte der Queen ist in einzelne (Lebens-)Abschnitte unterteilt und so habe ich mir auch dieses Buch beim Lesen in kleine Häppchen eingeteilt.
Wer in den vergangenen Jahren die Presseberichte der Queen verfolgt hat, ahnt schon, dass eine Menge Fotografen die Queen abgelichtet haben.

Doch wer waren diese und was zeichneten diese aus? Wie lief ein Fotoshooting mit der Queen ab? Wer segnet die Bilder ab? Was unterscheidet den beauftragten Fotografen von den Paparazzi? Wer schoss das erste Foto von Diana?

Die Queen musste und sollte sich in Bild und später auch Ton ihrem Volk zeigen. Es wurde von ihr erwartet und so wird deutlich, dass sie auch bei Fototerminen eisern Disziplin warte.

Interessante Details finden sich hier und da, so dass auch ich als Fan der Queen tatsächlich ein paar neue Fakten herausgepickt habe. Wusstet Ihr, dass die spätere Jackie Kennedy als Journalistin bei der Krönung als Journalsitin anwesend war? Oder dass der Musiker Bryan Adams ein Foto von der Queen in der Stiefelkammer gemacht hat?
Ich vergebe volle Punktzahl für dieses überraschend informative Buch über die Queen.

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Veröffentlicht am 03.01.2022

Die Whisky Prinzessin und der Tierflüsterer

Highland Hope 3 - Eine Destillerie für Kirkby
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Auf nach Kirkby!

Ich liebe „small town“ Geschichten. Man lernt liebenswerte und schrullige Charaktere kennen und es ist meist sehr idyllisch dort. Ein paar Problemchen hier und da, garniert mit einer ...

Auf nach Kirkby!

Ich liebe „small town“ Geschichten. Man lernt liebenswerte und schrullige Charaktere kennen und es ist meist sehr idyllisch dort. Ein paar Problemchen hier und da, garniert mit einer Liebesgeschichte und schon hat man einige Stunden wundervollen Lesegenuss. Im Verlauf einer Reihe freut man sich auf ein Wiedersehen mit bereits mit Liebesglück versorgten Charakteren und erhascht bereits einen Ausblick auf nachfolgende Paarungen oder Entwicklungen.

Shona ist das Nesthäkchen der Familie Fraser. Bislang immer familiär ordentlich betüdelt und durch den Tod der Mutter irgendwie ohne weibliches Vorbild zog sie immer ihr „Ding“ allein ohne Verpflichtungen durch. Als sie nun in Kirkby die Arbeit in der verwaisten Destillerie aufnimmt, merkt sie, dass sie eine Menge Verantwortung und Arbeit zu stemmen hat. Als ihr Alpaka Nessie bei der Eröffnungsfeier zuviel Gin aus den Gläsern schlabbert und dem neuen Tierarzt Kendrick McIntosh vor das Auto tockelt, fliegen schnell die Fetzen.

Kendrick ist anfänglich empört über das fehlende Verantwortungsbewusstsein der Alpakahalterin. Doch nach einer Reihe von Ereignissen in Kirkby lernen sie sich von einer anderen Seite kennen….

Ja, so ein moderner Singlemensch hat es in den Highlands nicht leicht. Schließlich ist das Jagdgebiet örtlich und anzahlmäßig erheblich eingeschränkt. Wenn man da zu Tinder greift, wischt man schnell ein bekanntes Gesicht von links nach rechts oder andersherum. Als sich Shona und Kendrick dann auch noch beim Ceilidh Tanz gegenüberstehen knistert es ordentlich. Ein gelungener Auftakt, der zeigt, dass es einfach sein könnte, es aber im Alltag natürlich nicht ist.

Shona ist impulsiv, genauso wie ihr Tanzstil und ihre Lebensweise. Bislang hat sie ihr Herz vor einer festen Beziehung verschlossen. Kendrick dagegen wurde enttäuscht, betrogen und in seiner Männlichkeit gekränkt. Er will sich eigentlich nach Kirkby vor seiner Familie zurückziehen.

Doch Kirkby wäre nicht Kirkby, wenn da nicht ordentlich mitgemischt wird: hier wird getratscht und gekuppelt, was das Zeug hält. Besonders charmant werden die Einmischungen diesmal durch die pensionierte Reporterin Betty und den Pfarrer Jack. Aber auch die schottischen Haudegen Marlin und Rupert haben ihren Teil beizutragen. Langweilig wird es hier nie und …. das müsst ihr selbst herausfinden. Ich vergebe volle Punktzahl! Wer nach Shonas und Islas Tätigkeiten Appetit bekommt für den hält die Autorin ein Rezept und Infos über Whisky bereit. Slàinte mhath.

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Veröffentlicht am 21.12.2021

Für Groß und Klein

Das kleine Ich auf der Suche nach sich selbst
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Wieso weshalb warum…wer nicht fragt bleibt dumm….so habt Ihr jetzt alle einen Ohrwurm? Oder bluten Euch ohnehin die Ohren von der Fragephase? Wissbegierige kleine Kinder können Fluch und Segen zu gleich ...

Wieso weshalb warum…wer nicht fragt bleibt dumm….so habt Ihr jetzt alle einen Ohrwurm? Oder bluten Euch ohnehin die Ohren von der Fragephase? Wissbegierige kleine Kinder können Fluch und Segen zu gleich sein und mit diesem Buch habt ihr einen tollen Begleiter, wenn das Kind anfängt, seine Persönlichkeit zu entdecken und auszubilden.

Hier haben wir das kleine Ich. Es ist derzeit allein und hat gaaaaaaaaaaaaaanz viel nachzudenken. Dabei hätte es gern Unterstützung und wie funktioniert das überhaupt alles so? Denken und reden mit sich selbst? Findet man da eine Lösung? Das Ich beschließt sich auf die Suche zu begeben und findet ganz schnell andere Ichs.

Das Buch wurde von Dr. Ina Schmidt in kindlicher Sprache geschrieben. Die Geschichte des kleinen Ich eignet sich zum Vorlesen und vielleicht für die größeren zum begleiteten Selberlesen. Nach jedem Kapitel spricht die Autorin die Kinder direkt an. Ein Denkanstoß passend zum Verlauf der Geschichte. So lernen die kleinen Leser tatsächlich bereits (versteckt) Nietzsche, Archimedes, Platon und Schiller kennen. Durch die Zeichnungen von Lena Ellermann habe auch ich als Erwachsene das kleine Ich ins Herz geschlossen. Schließlich schadet es den Großen auch nicht, mal über sich selbst nachzudenken.

Philosophisches Denken gibt es seit über 2000 Jahren. Man kommt nicht immer zu Lösungen, aber die Suche danach, gibt Groß und Klein eine Orientierung.

Das kleine Ich erkennt, dass man manchmal neue andere Wege gehen sollte (auch wenn einem manchmal mulmig dabei ist). Das Treffen des wütenden, des ängstlichen, des frechen und den anderen Ichs kam mir ein bisschen vor, wie der erste Tag im Kindergarten. Man erkennt die Eigenschaften des anderen (Ichs), versteht, akzeptiert sie und wächst mit Ihnen auf.

Fazit: Es ist ein wunderschönes Buch für die Kleinen, aber auch als Geschenkbuch für die Großen geeignet. Seid mutig, Denken und Erkennen schadet nicht. Ich vergebe volle Punktzahl.

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