Ich hatte das Buch ewig auf meinem SuB und es jetzt mal in Angriff genommen.
Es ist auf jeden Fall was für gemütliche Lesestunden, denn es lässt sich super schnell lesen, hat was fürs Herz und ein bisschen ...
Ich hatte das Buch ewig auf meinem SuB und es jetzt mal in Angriff genommen.
Es ist auf jeden Fall was für gemütliche Lesestunden, denn es lässt sich super schnell lesen, hat was fürs Herz und ein bisschen witzig ist es auch!
Ich finde es immer besonders erschreckend, wenn ich über fiktive Ereignisse lese, die doch etwas an der Realität kratzen. Und das tut "Dürre" auf jeden Fall.
Der Plot spielt in der nahen Zukunft. Mittlerweile ...
Ich finde es immer besonders erschreckend, wenn ich über fiktive Ereignisse lese, die doch etwas an der Realität kratzen. Und das tut "Dürre" auf jeden Fall.
Der Plot spielt in der nahen Zukunft. Mittlerweile ist es in Europa so warm geworden, dass Wasserknappheit herrscht und die Saat auf den Feldern kaum bewässert werden kann. Dies hat auch Hungersnöte zur Folge.
Aber nichts nur um die Umweltveränderung geht es in diesem Thriller, sondern der Autor verbindet dieses Thema gleichzeitig mit Überwachung und Kontrolle. Denn es gibt eine verpflichtende App, die misst, wie "grün" jeder Bürger lebt.
Was mich beim Lesen besonders fasziniert hat, ist das die Schere zwischen Arm und Reich noch viel weiter auseinander klafft als heute. Während Julian und Leni, zwei Geschwister, mit ihrem Bauernhof kaum über die Runden kommen, leben andere in Saus und Braus und können so viel Wasser vergeuden oder Fleisch essen wie sie möchten. Dieser Kontrast ist gut gelungen.
Im Mittelpunkt des Buches stehen die beiden Geschwister. Sie werden in etwas verwickelt, was ihr normales Leben komplett auf den Kopf stellt. Das mitzuverfolgen ist super spannend. Man braucht an der ein oder anderen Stelle auch starke Nerven, den zimperlich geht es in der nahen Zukunft nicht zu. Das macht den Thrill des Buches komplett.
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, den Weg der Beiden zu verfolgen und meine eigenen Schlüsse aus den Ereignissen zu ziehen, um neue Vermutungen anzustellen, was denn jetzt das große Ganze ist. Es kommen nämlich noch einige sehr wichtige Personen hinzu.
Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen. Durch Perspektivenwechsel gibt es auch immer wieder kleine Cliffhanger innerhalb des Buches.
Mein einziger Kritikpunkt: Irgendwann driftet der Plot etwas weg von der eigentlichen Umwelt-Situation. Dann spielt nämlich die Dürre, die Hitze und auch die Wasserknappheit kaum eine Rolle mehr. Das hätte für mich ruhig noch mehr thematisiert werden können, weil es das ist, was "Dürre" von anderen Thrillern abhebt.
Insgesamt wurde ich aber sehr gut unterhalten, deshalb gibt es von mir 4 Sterne!
Bei diesem Buch handelt es sich um einen abgeschlossenen Teil einer Krimireihe, den man auch eigenständig lesen kann. Ich empfehle aber trotzdem, den ersten Fall vorher zu lesen, denn da lernt man die ...
Bei diesem Buch handelt es sich um einen abgeschlossenen Teil einer Krimireihe, den man auch eigenständig lesen kann. Ich empfehle aber trotzdem, den ersten Fall vorher zu lesen, denn da lernt man die Eigenheiten von Kommissar Schmälzle schon sehr gut kennen, sodass einem der Einstieg sehr leicht fällt.
Gut gefallen hat mir, dass wieder sehr viel Lokalkolorit eingebracht wurde. Zwar unterbrechen die in Dialekt geschriebenen Dialoge meinen Lesefluss und ich muss mich ganz schön konzentrieren, was denn jetzt gesagt wurde, aber es passt sehr gut zum Setting und bietet auch ein bisschen Raum zum Schmunzeln.
Denn für mich ist dieses Buch ein Feel-Good-Krimi. Ja, es gibt eine Leiche und es wird ermittelt, aber zwischen den Zeilen ist es doch auch mit einem Augenzwinkern zu sehen. Auch wenn das Cover auf ganz viel Blut hindeutet, ist er auch etwas für Leser mit nicht so starken Nerven.
Die Spannung ist natürlich nicht so hoch wie in einem ernsten Krimi, aber wer das mag, der macht hier nichts falsch. An dieser Stelle sind die Figuren meines Erachtens wichtiger und diese sind wirklich gelungen. Ich kenne keine Schwarzwälder persönlich und bin mir bewusst, dass hier auch mit Klischees gespielt wird - und das ist für mich völlig okay.
Ermittelt wird natürlich auch und man hat die Möglichkeit, sich seine eigenen Gedanken über den Täter und die Gründe zu machen. Die Auflösung am Ende war gelungen und hat gut zur Geschichte gepasst.
Insgesamt hat mir dieser zweite Teil um Längen besser gefallen als sein Vorgänger. Von mir gibt es 4 Sterne.
Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Teil einer Krimi-Reihe rund um die Köchin Doro Ritter. Die einzelnen Fälle sind aber abgeschlossen, sodass "Limoncellolügen" auch ohne Vorkenntnisse gelesen ...
Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Teil einer Krimi-Reihe rund um die Köchin Doro Ritter. Die einzelnen Fälle sind aber abgeschlossen, sodass "Limoncellolügen" auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Für mich war es das erste Buch von Gudrun Grägel und ich hatte keine Verständnisprobleme, sondern jetzt nur ein Buch mehr auf der Wunschliste.
Doro ist eigentlich Köchin in Deutschland, reist aber nach einem Hilferuf ihrer Freundin an den Gardasee, um in deren Hotel die Küche zu schmeißen. Doch der fehlende Koch ist nicht das einzige Problem, denn es gibt auch einen Toten im Hotel-Pool. Doro nimmt also gleich zwei Rollen ein und ist damit eine kochende Ermittlerin.
Der Krimi ist auf jeden Fall ein Wohlfühlkrimi. Durch die anschaulichen Landschaftsbeschreibungen kann man sich alles genau vorstellen und in die Sonne träumen. Ich habe das beim Lesen richtig genossen und Lust auf die Gegend bekommen. Man hat das Gefühl, man ist vor Ort, auch wenn man im echten Leben noch nicht da war. Das zeigt auch, dass die Autorin hier sehr gut recherchiert hat.
Schön fand ich auch die vielen Passagen, in denen Doro das Menü für die Gäste plant und dann in der Küche wirbelt, um etwas Leckeres auf den Tisch zu zaubern. Hungrig sollte man dieses Buch auf jeden Fall nicht lesen. Man hat auch einen guten Einblick bekommen, wie es in Hotelküchen - zumindest in kleinen - zugeht.
Was aber natürlich durch diese "Einschübe" etwas verloren geht, sind die eigentlichen Ermittlungen bzw. der Fall. Der Spannungsaufbau wird immer wieder etwas unterbrochen, weil es zurück ins Privatleben bzw. in die Küche geht. Insgesamt ist die Mischung aus beiden Welten aber doch gelungen.
Was hinter dem Toten steckt, erfährt man nach und nach. Man begleitet Doro bei der Aufklärung und kann sich eigene Gedanken machen. Am Ende fügt sich alles schlüssig zusammen.
Wer es nicht allzu blutig mag, sondern Urlaubsfeeling mit Spannung, der ist bei diesem Buch auf jeden Fall richtig.
Vorab: Wenn man dieses Buch genießen möchte, dann muss man die beiden Vorgängerbände kennen. Zwar wird die ein oder andere Info wieder aufgegriffen, aber die drei Teile greifen so komplex ineinander, dass ...
Vorab: Wenn man dieses Buch genießen möchte, dann muss man die beiden Vorgängerbände kennen. Zwar wird die ein oder andere Info wieder aufgegriffen, aber die drei Teile greifen so komplex ineinander, dass man sonst zu viel verpasst. Vor allem weil der zweite Teil mit einem Cliffhanger endet und es mehr oder weniger direkt weitergeht.
Bei mir war ziemlich viel Zeit zwischen Teil 2 und Teil 3 und mir ist der Einstieg dann doch etwas schwerer gefallen als erwartet. Ich denke, ich rereade die Reihe nochmal in Ruhe. Aber nachdem ich mir ins Gedächtnis gerufen habe, was alles passiert ist, habe ich es richtig genossen.
Denn im Gegensatz zu den Vorgängern kommt man kaum zum Luft holen. Die Handlung spielt eigentlich innerhalb eines Tages - mit ein bisschen Vor- und Nachbereitung -, was dazu führt, dass die Spannung permanent hochgehalten wird.
Ich habe in meiner letzten Rezension kritisiert, dass jetzt endlich mal etwas neues zum totgeglaubten Bruder von Jula, der Hauptperson, kommen muss. Das hat sich nämlich schon etwas gezogen. Hier wird man auf jeden Fall für das Warten entschädigt, denn endlich erfährt man mehr. Was, das verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht.
Zwischen den beiden Protagonisten Jula, der True Crime-Podcasterin, und Hegel, dem forensischen Phonetiker, besteht eine gewisse Hass-Liebe, bereits seit Ende des ersten Bandes. Es war gut, dass diese fortgesetzt wurde, aber auch nochmal auf eine andere Ebene gehoben wird. Die Figuren entwickeln sich hier auf jeden Fall weiter. Was mich selbst ein wenig verwundert: Meine Sympathie ist ein bisschen in Schieflage geraten: Während ich vorher Hegel unausstehlich fand und Jula meine Heldin war, hat sie mich diesmal fast etwas genervt, während er irgendwie dann doch nicht ganz so blöd ist. Ich mag es, wenn es nicht nur Schwarz-Weiß gibt, sondern auch etwas dazwischen.
Auch der Schreibstil ist einfach klasse. Man liest das Buch einfach so weg, weil es keine Längen hat und einfach super spannend ist. Alles fügt sich auch gut ineinander, sodass man die Handlung immer sehr gut nachvollziehen kann und sie glaubwürdig ist.
Nachdem der zweite Teil ja etwas schwächer war, ging es mit diesem wieder steil bergauf. Von mir gibt es deshalb 5 Sterne!