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Veröffentlicht am 25.01.2022

Wenn zwei Schotten durch Schottland reisen

Clanlands
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Klappentext:

„Die beiden Outlander-Stars und langjährigen Freunde Sam Heughan und Graham McTavish begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, um ihre Heimat Schottland neu zu entdecken.

„Clanlands“ erzählt ...

Klappentext:

„Die beiden Outlander-Stars und langjährigen Freunde Sam Heughan und Graham McTavish begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, um ihre Heimat Schottland neu zu entdecken.

„Clanlands“ erzählt davon, wie die beiden Schauspieler mit dem Wohnmobil, dem Kajak, Fahrrad und Motorrad von der Küste bis zu den Seen und von den Gipfeln bis zu den Tälern reisen und dabei tief in die Geschichte und Kultur des Landes eintauchen.

Auf ihrer Fahrt reift die Freundschaft von Graham und Sam wie ein guter Scotch, und die beiden Männer finden dabei nicht nur neuen Respekt für die majestätische Schönheit Schottlands, sondern auch, wie bei jedem guten Roadtrip, ein Stück weit zu sich selbst.“



Wenn zwei Schotten auf Reisen gehen kommt DAS heraus: eine Serie für‘s TV („Men in Kilt‘s“), viel Whiskey-Verzehr, ein Muskelkater im Bauch vor lauter lachen und dieses geniale Buch. Wer die Serie „Outlander“ kennt, kennt auch die beiden Schauspieler hier sehr gut. Im wahren Leben sind sie dicke Kumpels und reisen auch mal durch‘s eigene Land um die schottischen Wurzeln mal wieder zu riechen. Das Vorwort von „Outlander“-Autorin Diana Gabaldon ist herrlich amüsant und verspricht viel. Auf den ersten Seiten geht es auch gut los und wir Leser erleben nicht nur die Abenteuer der beiden sondern auch unheimlich viel Geschichte. Braucht man das? Ja! Ohne dieses Wissen lässt sich die schottische Geschichte nicht nachvollziehen genau wie die privaten Einblicke und Fotos der beiden Darsteller. Es erklärt vieles und zeigt einen besonderen Menschenschlag.

Der Schreibstil ist äußerst angenehm und stimmig. Die Fan‘s der Outlander-Reihe kommen mit vielen Info’s auf ihre Kosten aber auch alle Schottland-Fan‘s ebenso. Hier wird „Werbung“ für ein ganz besonderes Fleckchen Erde gemacht, welches voller Mystik und Magie ist und wo man mit Kilt gefühlt schon auf die Welt kommt.

Ein sehr lesenswertes Buch welches 5 Sterne von mir erhält!

Veröffentlicht am 25.01.2022

5 Sterne für Teil 2

Das Haus am Deich – Unruhige Wasser
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Klappentext:

„1951: Das Wirtschaftswunder bringt für Frida, die mittlerweile mit einem Unternehmer verheiratet ist, zwar Wohlstand – doch Glück sieht anders aus. Nicht nur kriselt es in ihrer Ehe von ...

Klappentext:

„1951: Das Wirtschaftswunder bringt für Frida, die mittlerweile mit einem Unternehmer verheiratet ist, zwar Wohlstand – doch Glück sieht anders aus. Nicht nur kriselt es in ihrer Ehe von Anfang an, sie ist auch ein goldener Käfig für Frida, die sich nach Unabhängigkeit sehnt. Ihre Freundin Erna muss ebenfalls schmerzhaft erfahren, dass die Zeit Frauen kaum Freiheiten erlaubt. Glück erleben die Freundinnen nur mit ihren Kindern, vor allem den Töchtern Meike und Sanne, und im Haus am Deich mit seinem üppigen Garten, ihrem selbst geschaffenen kleinen Paradies, in dem Wunder möglich scheinen.“



Es geht weiter in der aktuellen 3-teiligen Saga von Regine Kölpin mit Band zwei und wie der Titel bereits erahnen lässt, sind die Fahrwasser ziemlich unruhig!

Der Leser merkt recht schnell, der schöne Schein wird bei Frida und ihrem „vermeintlichen“ Glück immer trüber. Die Zeiten sind hart und auch das zehrte an den Seelenleben der Frauen, Männer, Kinder… Mit dem Wohlstand ist zwischen Frida und Horst eine Abhängigkeit entstanden, die Frida im tiefsten Inneren nie wollte. Aber was soll sie machen? Und Focko schwirrt ihr immer noch im Kopf herum - zu viel für ihre Begriffe. Aber was soll man gegen Gefühle tun? Diese zarte Bande wird von Kölpin sehr gekonnt eingewoben und verspricht viel! Der Spannungsbogen nimmt in viele Richtungen Fahrt auf und lässt so einiges vermuten. Und Fridas Freundin Erna trägt ebenfalls einen heftigen emotionalen Rucksack mit sich herum. Durch Erna „fahren“ wir Leser immer wieder raus aus Butjadingen, um den Jadebusen umzu in Richtung Varel. Das dortige Kinderheim ist die neue Heimat ihrer Tochter Sanne oder eine Pflegefamilie nach de anderen. Als Leser zerreißt es einem wirklich das Herz, wenn man die Situationen, die Gegebenheiten und Gepflogenheiten zu diesem Thema sacken lässt. Meine Güte, was waren das für Zeiten! Kölpin hat hier wieder ein feine sGespür dafür bewiesen! Das Kinderheim gibt es zumindest heute noch als Gebäude (äußerst imposant!) und jedes Mal wenn ich dort jetzt vorbei fahre, denke ich an diese Geschichte und die damaligen Zeiten.

Die beiden Freundinnen halten dennoch fest aneinander und geben sich den Halt den man gerade braucht. Die Zeiten riechen zum Ende hin des Buches nach Aufschwung und Umschwung! Die Zeit des Wirschaftswunders zeichnet sich dezent ab. Aber ob dies auch so kommen mag? Die Zeiten und auch der Wind an der rauen Küste in der Wesermarsch werden Neues mit sich bringen, aber erstmal muss man das bewerkstelligen was aktuell da ist.

Kölpins Schreibstil ist gleichbleibend stark und emotional wie im Vorgänger. Die bildhaften Beschreibungen, die Ortsbeschreibungen (ein sehr verständlicher Lokalkolorit) sind für mich als Ortsansässige grandios! Es ist wie eine Zeitreise! Aber auch Natur und Landschaft bekommen hier ihren Part. Aber wie bereits erwähnt, nicht nur das. Kölpin zerlegt die damalige Zeit sehr genau und für uns Leser ergibt dies ein stabiles Zeitenbild. Sie baut Spannungen, Irrungen und Wirrungen, Drama und Liebe sehr gekonnt und nicht schwülstig oder kitschig ein. Das Cover mag eher in die Richtung „kitischiger Heimatroman“ gehen, ist es aber keineswegs! Hier darf der Leser eine wunderbare Geschichte weiter verfolgen, die es in sich hat! Auf die Fortsetzung bin ich schon so gespannt! 5 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 25.01.2022

Da kommt Musik raus!

Panda-Pand
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Klappentext:

„Pandabär Nicht-Peter knabbert beim Frühstück genüsslich an einem Bambusrohr – und hat die beste Panda-Idee aller Zeiten! Er pustet kräftig in sein Lieblingsessen. Was kommt heraus? Erst ...

Klappentext:

„Pandabär Nicht-Peter knabbert beim Frühstück genüsslich an einem Bambusrohr – und hat die beste Panda-Idee aller Zeiten! Er pustet kräftig in sein Lieblingsessen. Was kommt heraus? Erst ein Ton, dann zwei und schließlich die schönste Melodie der Welt.

Aber so ganz allein macht das Musizieren keinen Spaß. Also startet er mit seinen Freunden eine Panda-Pand. Damit ist die Langeweile-Pandamie vergessen. Und der Konzerttermin steht. Die Frage ist nur: So viele Pandas mit Bambusflöten, ob das gutgehen kann? Die riechen doch so lecker …“



Von Autor Saša Stanišić habe ich bislang nur die Erwachsenen-Literatur gelesen, aber ein Kinderbuch von ihm war mir neu. In seiner Panda-Geschichte geht es einerseits um Entdecker-Geist, Phantasie, Langeweile, Umwelt, artgerechtes Tierwohl, Umweltverständnis, Teamarbeit und noch so viel mehr. Stanišić schafft es diese vielen Themen kindgerecht und wirklich witzig in die Geschichte einfließen zu lassen ohne das es überfordert. Sein Ton ist ruhig und die Geschichte eignet sich zum selbst- aber auch zum vorlesen. Die Bilder und Zeichnungen sind wirklich gelungen und man kann sich auch in ihnen vergessen. Es gibt viele Details zu erkunden! Die kleinen Anmerkungen (die Erklärung beispielsweise warum Nicht-Peter eben „Nicht-Peter“ heißt) des Autors sorgen natürlich für die größten Lacher in der Geschichte und somit ist hier wirklich eine sehr gelungene Mischung entstanden.

Dieses Buch kann ich nur empfehlen! 5 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 24.01.2022

Lesenswert!

Die Alpen im Fieber
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Klappentext:

„»Das Klima hat sich schon immer gewandelt«, so lautet das Lieblingsargument vieler Klimawandelleugner. Eiszeiten und Warmzeiten wechseln sich ab – vor 20 000 wie auch vor 5000 Jahren. Der ...

Klappentext:

„»Das Klima hat sich schon immer gewandelt«, so lautet das Lieblingsargument vieler Klimawandelleugner. Eiszeiten und Warmzeiten wechseln sich ab – vor 20 000 wie auch vor 5000 Jahren. Der Unterschied zum heutige Klimawandel? Er ist menschengemacht. Andreas Jäger schlägt Alarm: »Wir sind unzweifelhaft die Piloten im Klimaflug und sollten endlich anfangen, aus dem Cockpit zu schauen und gegenzusteuern!«



Zentraler Schauplatz des Buches sind die Alpen: Die alpine Vegetation wandert bergwärts, Gletscher ziehen sich zurück, Permafrost taut in immer höheren Lagen. In seinem Buch versammelt der Meteorologe und Geophysiker nicht nur fundierte Antworten und Fakten rund um Geschichte und Trend des alpinen Klimas, sondern macht auch die Dringlichkeit deutlich, mit der wir jetzt auf die Klimakrise reagieren müssen….“



Wenn man sich mal die Natur rund um die Alpen betrachtet (man muss den gesamten Ski-Tourismus etc. mal ausblenden) steht fest, dass sie unheimlich üppig und einzigartig ist. Allein ihre Entstehung, die Geologie der Alpen an sich, ihre Aussehen faszinieren bis heute und geben den Forschern Rätsel auf. In diesem Buch dürfen wir Leser ebenfalls in diese Welt eintauchen, aber beleuchten die Alpen bezüglich des Klimawandels und deren Auswirkungen genauer. Viele Fragen werden gestellt und versucht zu beantworten. In die Glaskugel kann niemand genau blicken aber fest steht, es wird sich sehr viel ändern. Nur wie war das früher? Auch dazu wird gesprochen und wir Leser gehen von der Entstehung bis zur heutigen Entwicklung genau auf den Punkt mit. Autor Andreas Jäger nimmt in seinen Texten kein Blatt vor den Mund, zweifelt an machen Parts verständlicher Weise und rüttelt mit seinen Denkweisen auf.

Natürlich wird hier nur ein „kleiner“ Teil der Welt beleuchtet der unter dem Klimawandel mehr als genug leiden wird, aber manchmal müssen Menschen genau auf das vor ihrer Nase erstangestoßen werden um zu begreifen…Andreas Jäger hat das hier sehr gut und punktgenau erreicht. Ich vergebe 5 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 24.01.2022

Fernweh inklusive!

Dem Genuss auf der Spur
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Klappentext:

„Zwei Bretter, Schnee und Muße: Wer sich auf eine der 50 Skitouren in diesem Tourenbuch begibt, kommt nicht nur in sportlicher Hinsicht voll auf seine Kosten. Eindrucksvolle Bergpanoramen ...

Klappentext:

„Zwei Bretter, Schnee und Muße: Wer sich auf eine der 50 Skitouren in diesem Tourenbuch begibt, kommt nicht nur in sportlicher Hinsicht voll auf seine Kosten. Eindrucksvolle Bergpanoramen und österreichische Hütten-Schmankerl sorgen dafür, dass es Leib und Seele gut geht!



Wenn man nicht genießen kann, was man tut, warum sollte man es dann tun? Nach diesem Motto hat Florian Scheimpflug die schönsten Skitouren in Österreichs Bergen ausgewählt. Ob auf die Stuhlalm in Salzburg oder den Rastkogel in Tirol: Alle Touren locken mit einzigartiger alpiner Atmosphäre, sportlichen Herausforderungen, denen auch Einsteiger gewachsen sind, und der gemütlichen Einkehr danach. So wird ein gelungener Tag zu einem unvergesslichen!…“



Wer etwas tut, muss auch kräftig essen! War schon immer so und wird auch immer so bleiben. Beim Ski-fahren ist dies nicht anders und dieses tolle Buch bietet neben richtig gut aufgeführten Skitouren (für alle Schwierigkeistgrade) auch Einkehrmöglichkeiten. Und nein, hier geht es nicht um lauten und überfüllten Aprés-Ski. Dem Leser werden hier Touren in den österreichischen Alpen erläutert. Neben kurzweiligen und lesenswerten Texten gibt es wunderschöne Bilder zu bestaunen. Man bekommt sofort Lust sich die Bretter unter die Füße zu schnallen und loszufahren. Fernweh ist hier also inklusive! Erwähnenswert sind die Tipps der Profis und Kenner dieser Region und ebenfalls hier genannten „Dos and Don’ts bei der Tourenplanung“. Solche Dinge werden heutzutage sehr gern vergessen. Hier steht auch bei. ski-fahren die Natur an erster Stelle und die gilt es zu respektieren und zu schützen.

Ein wirklich stimmiges Buch mit ganz viel Lust auf Schnee, Kälte und Ski! 5 von 5 Sterne!