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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2022

Ungewöhnliche Frau

Für Fitness ist es nie zu spät
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Sehr gut gefallen hat mir der Fitnesstest und die Übungsreihen in leicht mittel und schwer. Den Ernährungs - und Erklärungsteil fand ich schon sehr banal, aber natürlich nicht falsch. Die Bilder, allesamt ...

Sehr gut gefallen hat mir der Fitnesstest und die Übungsreihen in leicht mittel und schwer. Den Ernährungs - und Erklärungsteil fand ich schon sehr banal, aber natürlich nicht falsch. Die Bilder, allesamt mit der ultrafitten Frau Rischko waren erfrischend. Ein Model in den Achtzigern ist doch mal was Neues. Großer Respekt vor dieser durchtrainierten Frau, die laut eigener Aussage gar nicht erst einen inneren Schweinehund hat, was Trainingsdisziplin angeht. Da kann ich leider nicht mithalten, aber motiviert bin ich trotzdem durch ihr Vorbild. Ich weiß ja, dass im Alter die Knochendichte und Muskelmasse abnimmt und dass man dadurch viel anfälliger wird für Knochenbrüche und Verletzungen. Nicht zu reden vom Immunsystem und Herz-Kreislauferkrankungen. Bloß der Spaß… woher nehme ich den? Bei den gezeigten Übungen kommt er bei mir einfach nicht auf…

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Etwas klamaukig

Über die Toten nur Gutes
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Ich kenne von Andreas Izquierdo den Dreiteiler über die drei Freunde, die die Wirren der beginnenden Nazizeit und des Krieges zusammen durchstehen. Das hat mir sehr gut gefallen. Bei diesem Krimi jedoch ...

Ich kenne von Andreas Izquierdo den Dreiteiler über die drei Freunde, die die Wirren der beginnenden Nazizeit und des Krieges zusammen durchstehen. Das hat mir sehr gut gefallen. Bei diesem Krimi jedoch finde ich die Figuren überzeichnet, der Humorfaktor ist mir etwas zu dick auf Kosten der Charaktertiefe und einer glaubwürdige Story. Ich kaufe dem konservativen Mads den Trauerredner nicht ab, er wirkt auf mich außerdem eher wie ein Fünfzigjähriger, als ein Endzwanziger. Der Bösewicht ist dann wiederum gar zu diabolisch, der Showdown superkrass im Verhältnis zur eher cosycrimemäßig dahinplätschernden Krimihandlung davor. Insgesamt passt für mich nicht alles zusammen. Dennoch gibt es witzige Szenen beim Bingo, ich mochte den eifersüchtigen Hund und sicherlich goutieren Ortskundige den Flensburger Lokalkolorit. Meinen Geschmack traf der Krimiausflug leider nicht so ganz, aber ich bin mir sicher, dass ich damit wenig Gesellschaft habe. Mein Fazit : kann man lesen, muss man aber nicht.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Mit oder lieber ohne Katze?

Junge Frau mit Katze
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Daniela Dröschers „Lügen über meine Mutter“ hat mich voll mitgerissen. Ich empfand es gut geschrieben, authentisch und sehr originell. Ein Highlight des letzten Jahres. Deshalb war ich natürlich gespannt ...

Daniela Dröschers „Lügen über meine Mutter“ hat mich voll mitgerissen. Ich empfand es gut geschrieben, authentisch und sehr originell. Ein Highlight des letzten Jahres. Deshalb war ich natürlich gespannt auf die Fortsetzung. Mutterthemen haben wir ja alle und dieses schien mir lange nicht ausgereizt. Die Geschichte der Tochter aber, die zutiefst neurotisch, hypochondrisch bis fatalistisch-depressiv, hochgradig psychosomatisierend und dann wieder lebensgefährliche Symptome ignorierend, ihren unzähligen, gar aberwitzigen Symptomen frönt, wollte ich alsbald nicht mehr gar so gerne folgen. Es ist leidig, wenn zu viel literarisch gewollt wird, finde ich. Die Form zulasten des Inhalts übergewichtet wird ( schlechtes Wortspiel, ich gebe es zu)Kein Zweifel, die Autorin kann schreiben. Sie hat Humor und originelle Ideen, die Grimm‘schen Wörterbuchzitate allein sind köstlich. Aber ich war dennoch enttäuscht. Ich hatte irgendwie mehr Tiefe und weniger Kapriziosen ( gibt es das Wort?) erwartet. Aber wie sagt doch die Protagonistin über sich selbst irgendwo im Text : ich wollte eben das Schöne. Zu schön ist nicht mehr schön. Finde ich.
Dennoch gut lesbar und unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Naja!

In einem Zug
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Es ist wohl eine Art Rätselspiel, wie viel vom Autor im Protagonisten seines neuesten Romans steckt. Ein Robert Brünhofer sitzt im Zug nach München und trifft dort auf eine Frau, die geradezu unverschämt ...

Es ist wohl eine Art Rätselspiel, wie viel vom Autor im Protagonisten seines neuesten Romans steckt. Ein Robert Brünhofer sitzt im Zug nach München und trifft dort auf eine Frau, die geradezu unverschämt interessiert zu sein scheint an ihm und an seiner Expertise über die Liebe. Robert hat Bestseller-Liebesromane geschrieben, Catrin Meyr, angeblich Therapeutin, hat angeblich noch nie eine Buch von ihm gelesen hat. Es entspinnt sich eine Unterhaltung über die Länge der Zugfahrt ( vier Stunden) im Speisewagen, im Abteil, viele Weinfläschchen, Piccolos viele Fragen. Die Antworten sind anfangs noch ganz unterhaltsam, gestalten sich aber nach und nach vom leichten Flirt zum mühseligen Kreuzverhör. Der Autor, soviel wird klar, mag sich keine einzige Zeile mehr über die Liebe aus den Fingern saugen, er kann den bohrenden Fragen nicht standhalten und warum die junge, sehr attraktive Frau sich so sehr für ihn interessiert, wird erst am Ende aufgelöst. Leider konnte sich bei mir beim Lesen weder große Spannung, noch selbiges Interesse einstellen. Zu belanglos und geradezu eitel für meine Geschmack sind die Gedanken, die hier Raum bekommen. Eine ganz nette Idee, auf Buchlänge aufgeblasen. Macht mir auch keine große Lust, die Liebesromane des Autors zu lesen.

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Veröffentlicht am 29.10.2024

Fauler Hexenzauber

Tage einer Hexe
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Kosara ist eine Hexe. Leider ist ihr der Schatten abhanden gekommen.
Soweit so schlecht, denn Hexen ohne Hexenschatten fallen binnen kürzerer oder längerer Zeit einer Krankheit zum Opfer, die sie selbst ...

Kosara ist eine Hexe. Leider ist ihr der Schatten abhanden gekommen.
Soweit so schlecht, denn Hexen ohne Hexenschatten fallen binnen kürzerer oder längerer Zeit einer Krankheit zum Opfer, die sie selbst zu Schatten macht. Da hilft nur eins: Kosara muss noch während der zwölf Schmutzigen Tage, in denen Monster in der Stadt frei ihr Unwesen treiben können, zum Palast des Königs der Monster, zum Zmey. Mit ihm hat sie sowieso noch eine Rechnung offen, denn er ist verantwortlich für den Tod ihrer Schwester, die fortan als schlechtgelaunte Hausgeistin ihr Unwesen treiben muss.
Das Universum zweier, durch eine fast unüberwindbare Mauer getrennter Städte, das die Autorin entworfen hat, ist ganz hübsch. Gruselige Monster, die allerdings etwas alberne, unoriginelle Achillesfersen besitzen (Rätselratezwang, zu beliebiger Musik tanzen zu müssen oder Knoblauch nicht ausstehen können) durchstreifen die Nächte, der Zmey ist verführerisch, aber sehr, sehr, seeehr böse. Mich hat der Roman, die flapsige Sprache, die krude Mischung aus modern und altertümlich-märchenhafter Erzählweise stark an Leigh Bardugho erinnert. Leider an ihre etwas schlechteren Bücher, in denen ihr wohl keine Lektorin Einhalt mehr gebieten konnte. So zeichnet sich auch dieser Fantasyroman durch Geschwätzigkeit aus. Die Handlung hat Längen, ist nicht so recht logisch nachvollziehbar und die handelnden Gestalten lassen echte Lebendigkeit missen. Somit eine Reihe, der ich nicht weiter folgen werde. Schade. Gute Anlagen sind vorhanden. Und ich habe noch immer den Verdacht, dass Frau Bardugho sich ein neues Pseudonym eingerichtet hat.
Aber das Cover ist toll.

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