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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.06.2021

*Unfassbar emotional - das ist für mich Emma Scott*

All In - Tausend Augenblicke
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Inhalt:
Kacey steht mit ihrer Band Rapid Confession kurz vor dem großen Durchbruch und verbringt als Partyrockröhre ihre Abende nach den Konzerten mit krassen Alkoholexzessen. Als sie nach einem solchen ...

Inhalt:
Kacey steht mit ihrer Band Rapid Confession kurz vor dem großen Durchbruch und verbringt als Partyrockröhre ihre Abende nach den Konzerten mit krassen Alkoholexzessen. Als sie nach einem solchen Abend in Jonahs Wohnung aufwacht, dem Fahrer ihrer Band-Limousine, bietet sich ihr ein Ausweg aus dem Rockstar-Leben, die Chance, auf Pause zu drücken. Zumal sie zu Jonah relativ schnell eine tiefe Verbundenheit spürt. Allerdings hat er ein Geheimnis, das schwerer wiegt als alles andere.

Meinung:
„All In – Tausend Augenblicke“ stand etwas mehr als ein Jahr ungelesen in meinem Regal – weil ich Angst hatte, dass es mich enttäuschen könnte. Denn obwohl ich schon viele sehr positive Meinungen zu der Dilogie gehört hatte, kannte ich auch einige negative. Dennoch habe ich den ersten Band diesen Monat endlich zur Hand genommen… und ich wurde von der ersten Seite an mitgerissen.
Der wundervolle, poetische Schreibstil von Emma Scott war mir bereits bekannt und genau den gab es auch hier wieder. Doch vor allem die beiden Protas fand ich großartig. Kacey und Jonah könnten kaum unterschiedlicher sein, sind die absoluten Gegenteile zueinander und doch passen sie hervorragend zusammen. Sie ergänzen sich in so vielen Punkten, dass sie wie zwei Zahnräder ineinandergreifen. Und weil genau das direkt spürbar war, habe ich ihnen die recht schnell aufkeimenden Gefühle füreinander auch vorbehaltlos glauben können.
Das Verfolgen ihrer gemeinsamen Reise war unglaublich intensiv und glaubhaft, daher gab es keinen Moment, in dem ich ihnen ihre Geschichte nicht abgekauft hätte. Nur selten habe ich Bücher gelesen, die mir so realistisch erschienen wie dieses, was die Liebesgeschichte der beiden betrifft. Denn die Liebe der beiden war auf ihre ganz eigene Art und Weise perfekt, ebenso wie herzzerreißend. Und obwohl ich keines ihrer individuellen Schicksale, geschweige denn das gemeinsame, teile, habe ich enorm mitfühlen können – den Schmerz und die Freude gleichermaßen. Und so haben Kacey und Jonah mir mehr als einmal Tränen in den Augen stehen lassen.
Doch nicht nur die Protas habe ich ins Herz geschlossen, auch die Nebenfiguren fand ich fantastisch ausgearbeitet. Ob Jonahs Bruder Theo, die Eltern der beiden, Jonahs Freunde… sogar Kaceys Eltern fand ich enorm authentisch. Schön zu sehen war, dass auch die Nebencharaktere ihren Raum bekommen haben, in dem sie agiert haben, ohne dabei zu weit in den Fokus zu rücken.
Auch die Reaktionen der Nebenfiguren auf Kaceys und Jonahs Entscheidungen und Gefühle erschien mir so wundervoll. Als es jedoch an Jonahs Geheimnis ging, hat die Geschichte eine gewisse Schwere bekommen, die unglaublich gut gepasst hat. Und obwohl diese Wendung mir emotional einiges abverlangt hat, war es toll zu lesen, denn Emma Scott hat hier wieder mit einer Tiefe und Metaphorik gearbeitet, die ihresgleichen sucht. Und selbst wenn es keinen zweiten Band gäbe, hätte ich das Ende ausnahmsweise richtig gut gefunden. Denn für die Geschichte der beiden war dieser Abschluss von Band 1 genau richtig.
Das Buch zählt eindeutig zu meinen Favoriten der Autorin und daher kann ich mich guten Gewissens den vielen positiven Stimmen zu dieser Dilogie anschließen.

Lieblingszitat:
Ich sah vielleicht nach Rock’n’Roll aus, aber ich fühlte mich wie zerbrochenes Glas, das überall verstreut war. Ich wusste nicht mehr, wer oder was ich war, aber ich glitzerte hübsch im Rampenlicht.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2020

Wo finde ich diesen Buchclub?

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
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Inhalt:
Gavin und Thea Scott sind seit einigen Jahren verheiratet, haben zwei Töchter, ein gemeinsames Zuhause – und jetzt will sie die Scheidung. Gavin ist am Boden zerstört, da sie doch die Liebe seines ...

Inhalt:
Gavin und Thea Scott sind seit einigen Jahren verheiratet, haben zwei Töchter, ein gemeinsames Zuhause – und jetzt will sie die Scheidung. Gavin ist am Boden zerstört, da sie doch die Liebe seines Lebens ist, und fühlt sich absolut ratlos. Umso besser, dass seine Mannschaftskollegen ihm hilfreich zur Seite stehen. Mit Rat und Tat und Liebesromanen. Denn wie könnte man Frauen besser verstehen als Bücher zu lesen, die von Frauen für eben jene geschrieben wurden? Zunächst zweifelt Gavin noch sehr an den Vorschlägen seiner Teamkollegen, doch es dauert nicht lange, bis er sich ernsthaft mit der Regency Romance des Buchclubs befasst und feststellt, dass die Idee vielleicht doch dabei helfen könnte seine Ehe zu retten.

Cover:
Die Farbgebung lässt direkt darauf schließen, dass es sich um einen Liebesroman handelt. Allerdings ist die Aufmachung durch die Illusion eines aufgerissenen Stück Papiers, unter dem das Wort „Secret“ hervorkommt, noch ein wenig besonderer und vermittelt tatsächlich das leichte Gefühl, man hätte ein Dokument in den Händen, das der höchsten Geheimstufe unterläge.

Meinung:
Von der ersten Seite an war ich bereits von der Geschichte gefangen. Man kommt als Leserin direkt ins Geschehen rein und wird auch entsprechend schnell in die Gefühlswelt der Protagonistinnen eingeführt. Und das gelingt überraschend gut, ist das Buch doch aus der Er/Sie-Perspektive geschrieben, was es so manches Mal erschwert, die Emotionen der Figuren wirklich spürbar zu machen. Doch das ist Lyssa Kay Adams hier wunderbar gelungen.
Überhaupt hat sie mit diesem Buch ein paar wundervolle Charaktere geschaffen. Angefangen bei den süßen Zwillingen Ava und Amelia, deren Unterschiede wunderbar hervorgehoben wurden. Über Gavins Teamkollegen Del und Braden, die beide zwei sehr unterhaltsame Nebencharaktere darstellen, und Theas Schwester Liv, die mit ihrer impulsiven Art so manche Männer vor Angst erzittern lässt. Aber besonders die beiden Hauptfiguren haben es mir wirklich angetan. Gavin ist als stotternder Profisportler nicht überzeichnet worden, obwohl diese Kombination wirklich viele Möglichkeiten für Klischees geboten hätte. Stattdessen hat die Autorin mit ihm einen äußerst entschlossenen, liebevollen Ehemann und Vater geschaffen, der nach wie vor Teile seiner Vergangenheit mit sich herumträgt. Auch Thea ist nicht die perfekte Spielerfrau, sondern eine impulsive, selbstbewusste junge Frau, die wieder ihren Träumen nachgehen möchte und dabei ebenfalls noch einiges zu verarbeiten statt zu verdrängen hat. Die Entwicklungen, die Gavin und Thea allein für sich, aber auch gemeinsam durch machen, sind wunderbar fließend.
Insgesamt lässt sich das Buch hervorragend lesen! Es gab keine Seite, nach der ich nicht weiterlesen wollte oder hin und wieder mal auflachen musste, denn der Buchclub bringt mit seinen einzelnen Mitgliedern einen herzerwärmenden Humor mit. Dementsprechend ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass ich „The Secret Bookclub“ innerhalb von wenigen Tagen förmlich inhaliert habe und nun sehnlichst auf Band 2 warte.
Wenn ihr also noch auf der Suche nach einem Buch seid, das den Hype absolut verdient, authentische Charaktere hat und Humor mitbringt, liegt ihr mit diesem Schätzchen auf jeden Fall richtig!

Lieblingszitat:
„Wir haben alle eine Leere in uns“, fuhr Del fort. „Etwas, das uns fehlt. Etwas, das wir brauchen, es uns aber nicht eingestehen wollen oder nicht mal wissen, dass es uns fehlt. Bis wir es in einem anderen Menschen finden.“

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Veröffentlicht am 26.06.2020

Der traumhafte Abschluss einer Ära

Dream Again
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Inhalt:
Nach geplatzten Schauspielträumen kehrt Jude Los Angeles den Rücken und zieht kurzfristig in die WG ihres Bruders Ezra in Woodshill. Als ihr dort angekommen ihr Ex-Freund Blake die Tür öffnet, ...

Inhalt:
Nach geplatzten Schauspielträumen kehrt Jude Los Angeles den Rücken und zieht kurzfristig in die WG ihres Bruders Ezra in Woodshill. Als ihr dort angekommen ihr Ex-Freund Blake die Tür öffnet, sind beide etwas vor den Kopf gestoßen, denn nach der Trennung gemeinsam unter einem Dach zu wohnen, hatten beide nicht geplant. Während Blake Jude jeden Tag auf’s Neue deutlich macht, dass er sie nicht um sich haben will und sie versucht die Trümmer ihrer jüngsten Vergangenheit zu verarbeiten, müssen sie jedoch beide feststellen, dass die Gefühle von damals noch nicht gänzlich verschwunden sind.

Cover:
An sich bin ich wenig begeistert von Covern, auf denen Menschen abgebildet sind. Bei den Büchern der Again-Reihe ist dieses Motiv jedoch sehr subtil und gehört mittlerweile ebenso zur Geschichte wie das Örtchen Woodshill.

Meinung:
Zugegebenermaßen hatte ich etwas Angst davor, den letzten Band der Again-Reihe zu lesen, da die Rezensionen, die ich zuvor gelesen hatte, doch sehr unterschiedlich waren. Ganz schnell habe ich jedoch festgestellt, dass diese Befürchtung absolut unbegründet war, denn Mona Kasten schickt uns nicht nur zurück nach Woodshill, sondern auch zurück in die Arme einiger Charaktere, die wir bereits in vorherigen Teilen kennenlernen durften. Und auch wenn die Universität in diesem Buch keine so große Rolle mehr einnimmt wie in den vorangegangenen Teilen, so hat man doch trotzdem dieses Heimat-Gefühl, das sich auch in den anderen Bänden der Reihe immer ausgebreitet hat.
Besonders passend fand ich für den Abschluss der Reihe, dass man sich mit diesem Band wieder ein bisschen von einigen Charakteren verabschieden musste und somit doch irgendwie präsent war, dass sich diese Ära nun dem Ende neigt. Und wenn wir schon bei den Figuren angelangt sind, möchte ich ein paar Worte zu Jude und Blake loswerden, denn Jude Livingston erscheint mir in diesem Buch bei weitem nicht so naiv, wie andere sie wahrgenommen haben. Man darf nicht vergessen, dass sie erst 17 war, als sie angefangen hat ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen und in dem Alter macht man nun einmal Fehler. Zudem kann ich auch ihre Scham und ihre Versagensängste sehr gut verstehen. Für mich ist Jude ein absolut authentischer Charakter. Und auch Blake mochte ich in diesem Band sehr gerne. Man kann sich zwar über seine Umgangsweise mit Problemen streiten, doch genau diese Kanten machen eine Figur für mich erst realistisch. Was mich jedoch besonders gefesselt hat, war die Umgangsweise der beiden miteinander. (An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass mich „Pretty Woman“ künftig wohl immer zum Weinen bringen wird.)
Mona Kasten hat mich mit diesem letzten Band durch eine Achterbahn der Gefühle gejagt und mich sogar einige Tränen vergießen lassen, was zuvor einzig und allein einem anderen Buch vorbehalten war, doch sie hat es geschafft. Das allein macht wohl schon deutlich, wie tief sie mich mit ihren Worten berühren konnte und welch einen Platz sich „Dream Again“ somit in mein Herz gestohlen hat. Deswegen kann ich zum Schluss nur noch sagen: Lest das Buch – aber legt euch Taschentücher bereit!

Lieblingszitat:
„Trauer hat kein Verfallsdatum.“

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Veröffentlicht am 26.06.2020

*Mein erstes Buch von Bianca Iosivoni - und ich war begeistert!*

Finding Back to Us
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Inhalt:
Bevor ihre Schwester Holly ihre Weltreise startet, kehrt Callie für die Semesterferien in ihre Heimatstadt zurück. Der Ort, in dem ihr Vater vor sieben Jahren verunglückt ist und den sie daher ...

Inhalt:
Bevor ihre Schwester Holly ihre Weltreise startet, kehrt Callie für die Semesterferien in ihre Heimatstadt zurück. Der Ort, in dem ihr Vater vor sieben Jahren verunglückt ist und den sie daher gar nicht schnell genug verlassen konnte. Doch mit ihrer Rückkehr kommen nicht nur Callies schmerzhafte Erinnerungen zurück, sie trifft auch wieder auf Keith. Der Mann, der die Schuld am Tod ihres Vaters trägt, zu dem sie sich aber gleichzeitig auf eigenartige Weise hingezogen fühlt – und das, obwohl er ihr Stiefbruder ist.

Cover:
Das Cover ist mit seiner marmorierten Gestaltung und den sanften Farben sehr schön anzusehen und reiht sich somit wunderbar in die für den LYX-Verlag typisch schlichten, aber wundervollen Cover ein.

Meinung:
Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich sehr viele positive Bewertungen gelesen, entsprechend hoch waren meine Erwartungen an diese Geschichte. Zu meiner Überraschung wurden diese aber alle nicht nur erfüllt, sondern sogar stellenweise übertroffen!
Bianca Iosivoni schafft ein sommerliches Kleinstadtfeeling mit absolutem Wohlfühlfaktor. Direkt von der ersten Seite an habe ich mich heimisch gefühlt und konnte die Sonne förmlich auf meiner Haut spüren. Auch Callies Elternhaus konnte ich mir detailreich vorstellen, ebenso das Billy’s und die anderen Schauplätze in dem kleinen Örtchen. Doch nicht nur die Gegend beschreibt die Autorin wunderbar detailreich, auch ihre Charaktere sind fein säuberlich ausgearbeitet.
Von Beginn an waren mir Callies jüngere Schwester Holly sowie ihre Stiefmutter Stella absolut sympathisch. Als Leserin habe ich mich selbst innerhalb kürzester Zeit selbst als ein Teil dieser kleinen Familie gefühlt, da die beiden unfassbar herzlich sind. Gleichzeitig sind sie auch absolut authentisch, sodass man ihre Reaktionen und Handlungen sehr gut nachvollziehen kann. Auch Callies Freundin Faye, der eine Nebenrolle zuteilwird, ist mir sehr ans Herz gewachsen. Besonders gut hat mir auch Parkers kleiner Auftritt in diesem Buch gefallen, dessen Geschichte man in „Feeling close to You“ erfährt.
Vor allem haben mich aber die beiden Protagonisten fasziniert. Beide haben einen tief verwurzelten Schmerz in sich, den sie seit vielen Jahren mit sich tragen. Doch anstatt daran zu zerbrechen, haben sie für sich Wege gefunden damit klarzukommen. Gleichzeitig wird deutlich, dass beide ihre jeweiligen Verluste noch nicht gänzlich verarbeitet haben, somit ist es nicht verwunderlich, dass ihre Gefühle bei der Rückkehr in ihre Heimatstadt wieder aufgewühlt werden. Entsprechend erscheinen ihre Denk- und Verhaltensmuster absolut realistisch und auch sehr nachvollziehbar. Bianca schafft es hervorragend, besonders Callies innere Zerrissenheit darzustellen, was Keith und ihre Gefühle für ihn anbelangt. Somit ist auch die Spannung zwischen den beiden nahezu greifbar und lässt den Leser gar nicht los. Man muss einfach mitfiebern! Daher gab es beim Lesen auch keinerlei Längen und es fiel mir wirklich schwer, das Buch zwischenzeitlich aus den Händen zu legen. Die etwas mehr als 400 Seiten habe ich deshalb in weniger als einer Woche verschlungen.
Abschließend lässt sich nur noch sagen, dass es keinen einzigen Kritikpunkt von meiner Seite gibt und ich daher guten Gewissens eine Leseempfehlung aussprechen kann, also: Lest es!

Lieblingszitat:
„Manche Wunden heilten nie. Und vielleicht sollten sie das auch nicht. Vielleicht brauchten wir den Schmerz, um uns daran zu erinnern, wie wichtig uns die Menschen gewesen waren, die wir verloren hatten.“

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Veröffentlicht am 07.02.2022

This girl is on fire!

The Serpents
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Inhalt:
Schon als Kind kam Sage zum Ofidios-Kartell, um zur Viper und einem Mitglied der „Las Serpientes“ ausgebildet zu werden, dem tödlichsten Hit Squad des Kartells. Dass der Präsident in ihrer Anwesenheit ...

Inhalt:
Schon als Kind kam Sage zum Ofidios-Kartell, um zur Viper und einem Mitglied der „Las Serpientes“ ausgebildet zu werden, dem tödlichsten Hit Squad des Kartells. Dass der Präsident in ihrer Anwesenheit stirbt, bringt sie trotz ihres Rufes in keine sonderlich gute Position. Statt sie jedoch zu bestrafen, beschließt Nacon Ofidios, der neue Kopf des Kartells, sie weiter für ihn arbeiten zu lassen. Dabei werden nicht nur alte Lügen enthüllt, sondern auch die ungewisse Situation von einem befeindeten Kartell ausgenutzt. Sage weiß schon lange, dass sie in dieser Welt mit Gefühlen nicht weit kommt. Das hält sie jedoch nicht davon ab, ihrer Wut, dem Zorn und auch ihrem Verlangen regelmäßig nachzugeben.

Meinung:
Von der ersten Seite an hat Ambra mich auch mit ihrer neuen Reihe vollkommen für sich gewinnen können. Obwohl ich einen Moment gebraucht habe, um mich in diesem Setting zurechtzufinden, hat mich das Buch vollkommen begeistert.
Besonders die Protagonistin hat es mir angetan, denn Sage ist eine unfassbar großartige, willensstarke Figur. Statt jedoch eine reine Tötungsmaschine zu sein, ist sie enorm vielschichtig, sodass auch ihre Ängste und Schwächen zu Tage treten. Erst dadurch wird sie einem so nah gebracht, dass man sich wunderbar in sie hineinfühlen kann. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass sie ihr wahres Potential erst noch in den Folgebänden entwickeln wird.
Aber nicht nur Sage hat mich überzeugt, auch Ándres, Nacon und Wren habe ich sehr ins Herz geschlossen, jeden davon auf seine ganz eigene Art und Weise. Wobei ich zugeben muss, dass besonders Nacon mir noch enorme Rätsel bezüglich seines Verhaltens aufgibt. Er scheint seiner Rolle noch nicht ganz gewachsen zu sein, aber auch das wird schön beschrieben. Zumal er seine Fehler gar nicht sehen will.
Ándres und Wren sind auch eindeutig mehr als nur die Männer, mit denen Sage das Bett teilt. Wo Wren mir auf emotionaler Ebene allerdings noch ein paar Fragezeichen beschert, da ich ihn noch nicht gänzlich einschätzen kann, scheint sich Ándres seiner Gefühle selbst noch gar nicht ganz klar zu sein.
Alle Charaktere werden nach und nach eingeführt, sodass man wirklich Zeit hat, sie individuell und in aller Ruhe kennenzulernen. Und alle zusammen sind einfach grandios! Sie sind mir so sehr ans Herz gewachsen – umso schlimmer war das Ende für mich, das mich gezwungen hat, einige von ihnen zu hassen. Überhaupt hat das Ende mir doch ziemlich das Herz zerrissen. Zumal ich überhaupt nicht darauf vorbereitet war, zum Schluss so leiden zu müssen.
Meiner Meinung nach wurde hier alles großartig eingefädelt, sowohl was die Handlung anbelangt, als auch die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander. Ausgeschmückt wurde das durch den sehr angenehmen Schreibstil, heiße Sex-Szenen und ein gewisses Maß an Brutalität und Gewalt, das großartig zu dem Genre passt.
Für mich ist „Sündenfall“ ein ziemlich starker Auftaktband, der absolut danach verlangt, auch die nächsten Bände der „The Serpents“-Reihe zu lesen.

Lieblingszitat:
[…] Liebe war eine mächtige Waffe, wenn man sie gegen die richtige Person richtete. Liebe war ein Instrument, dass in der richtigen Hand nicht Musik spielte, sondern wie ein Skalpell Schaden zufügte.

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