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Veröffentlicht am 28.02.2022

Eine phantasmagorisch-tranceartige Odyssee

Sodom und Berlin
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Inhalt: Berlin 1918. Der Krieg ist vorbei. Die überkommene Monarchie existiert nicht mehr, politisch scheint alles möglich. Scharlatane, Vergnügungssüchtige und selbsternannte Messiasse strömen die Stadt. ...

Inhalt: Berlin 1918. Der Krieg ist vorbei. Die überkommene Monarchie existiert nicht mehr, politisch scheint alles möglich. Scharlatane, Vergnügungssüchtige und selbsternannte Messiasse strömen die Stadt. Mittendrin in der vor Ekstase taumelnden Metropole: Odemar Müller, ehemals Student der Philosophischen Fakultät Bonn, wandelbar und mit allen Wassern gewaschen.

Persönliche Meinung: „Sodom und Berlin“ ist ein Kurzroman (ca. 160 Seiten) von Yvan Goll (1891-1950). Der Roman wurde 1929 in Frankreich (unter dem Titel „Sodome et Berlin“) erstveröffentlicht. Erzählt wird die Handlung von einem allwissenden Erzähler, der Odemar auf seiner Reise, die sich mehr und mehr zu einer modernen Odyssee entpuppt, begleitet. Daneben streut der allwissende Erzähler häufig – gewissermaßen aus einer „Vogelperspektive“ – kluge und sezierende Gedanken zu Berlin, dem „Deutschen Reich“ und dem Charakter der Deutschen ein. Diese Gedanken sind meist losgelöst von der Odemar-Handlung und werden lyrisch, reich an Metaphern und in einem hypotaktischen Stil erzählt. So offenbart sich das „Deutsche Reich“ in „Sodom und Berlin“ in seiner vollen Widersprüchlichkeit: Einerseits ist es das schöngeistige Land der Dichter und Denker, andererseits ist es geprägt von militaristischer Rohheit und einem aggressiv übersteigerten Ehrgefühl (Diese Widersprüchlichkeit spiegelt sich auch in der Ausgestaltung der Figur „Odemar Müller“ wider). Der Handlungsort Berlin wird sehr plastisch dargestellt. Hier hat die verlustig gegangene Monarchie ein großes Vakuum hinterlassen, das nun von allerlei Phantastereien, Mystik, (sexuellen) Ekstasen und Eulenspiegeleien gefüllt wird. Oftmals werden dabei ironisierend philosophische Strömungen und zeitgenössische Denkweisen aufs Korn genommen. Wie der Schauspieler und Schriftsteller Hanns Zischler in seinem Nachwort ausführt, muten die Szenen insgesamt an, als wären sie den Gemälden Georges Grosz‘ oder Otto Dix‘ entsprungen – und dem kann ich nur beipflichten: Sie wirken unproportional, aus dem Takt gekommen, ent- und ver-rückt und erhalten dadurch eine große Ausdrucksstärke. Zischler führt im Nachwort außerdem kurz in Leben und Werk des (leider) etwas in Vergessenheit geratenen Yvan Golls ein. Insgesamt ist „Sodom und Berlin“ ein lyrisch verfasster Roman, der eine phantasmagorisch-tranceartige Odyssee erzählt.

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Veröffentlicht am 17.02.2022

Ein spannender Krimi mit authentischen Figuren und einer schönen Portion Lokalkolorit

Gaußberg
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Inhalt: Der Hannoveraner Kommissar Wim Schneider befindet sich beruflich gerade auf dem Abstellgleis: Von der Mordkommission ist er abgezogen worden, um – sehr zu seinem Leidwesen – im Einbruchsdezernat ...

Inhalt: Der Hannoveraner Kommissar Wim Schneider befindet sich beruflich gerade auf dem Abstellgleis: Von der Mordkommission ist er abgezogen worden, um – sehr zu seinem Leidwesen – im Einbruchsdezernat auszuhelfen. Doch als die Leiche einer Frau im Mittellandkanal gefunden wird, ändert sich das schlagartig: Bei der Leiche handelt es sich um eine vermisste Braunschweigerin, sodass Schneider, als gebürtiger Braunschweiger, wieder zur Mordkommission zurückbeordert wird – gewissermaßen zur „Völkerverständigung“ zwischen den beiden rivalisierten Städten. Die Ermittlungen führen das Team um Schneider zu einer alten Villa am Gaußberg, in der ein seit Jahrzehnten gehütetes Geheimnis schlummert…

Persönliche Meinung: „Gaußberg“ ist ein Regionalkrimi von Mario Bekeschus, der in Hannover und Braunschweig spielt. Erzählt wird der Krimi aus unterschiedlichen Perspektiven jeweils von einer personalen Erzählinstanz. So werden neben der Hauptperspektive von Wim Schneider u.a. die Perspektiven einzelner Braunschweiger Kolleg*innen eingenommen. Auch der Blickwinkel eines Immobilienmaklers, der die geheimnisumwitterte Gaußberg-Villa veräußern soll, spielt eine größere Rolle. Durch die häufigen Perspektivwechsel wird der Krimi vergleichsweise temporeich erzählt. Die Handlung setzt sich außerdem aus mehreren Strängen zusammen, sodass ein schöner und vielfältiger Spannungsbogen entsteht. Wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen, bleibt bis zum Ende offen; die Auflösung erfolgt dabei mit einem stimmigen und überraschenden Twist. Abgerundet wird „Gaußberg“ zudem durch eine gehörige Portion Lokalkolorit: Hannover und Braunschweig werden bildhaft beschrieben und auch die Rivalität zwischen beiden Städten wird oftmals von den Figuren in einem frotzelnden Ton thematisiert. Die Figuren, die in „Gaußberg“ auftreten, sind lebensnah gestaltet: Jede Figur wirkt menschlich, hat – neben dem Beruf – kleinere oder größere Privatprobleme, wodurch sie an Tiefe gewinnt. Hierbei sticht besonders Wim Schneider heraus. Scheider ist eine spezielle, sehr individuell gestaltete Figur, die Züge eines Antihelden besitzt. Er zeichnet sich durch einen trockenen Humor aus, ist oftmals ruppig und steht mit technisch-digitalen Neuerungen auf Kriegsfuß. Seine Vergangenheit war nicht gerade rosig. Außerdem wird er während der Handlung von „Gaußberg“ von einer Krankheit geplagt, die ihm viel abverlangt. Der Schreibstil von Mario Bekeschus ist eingängig, abwechslungsreich und lässt sich sehr flüssig lesen. Insgesamt ist „Gaußberg“ ein spannender Regionalkrimi mit lebensnahen Figuren und einer schönen Portion Lokalkolorit.

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Veröffentlicht am 07.02.2022

Elf Kurzgeschichten voller Grusel, Mystery und Atmosphäre

Derrière La Porte
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„Derrière La Porte“ ist ein Kurzgeschichtenband von Michael Leuchtenberger. Der Schwerpunkt des Bandes liegt auf Horror-/Gruselgeschichten; es finden sich allerdings auch Erzählungen anderer Genres. Jeder ...

„Derrière La Porte“ ist ein Kurzgeschichtenband von Michael Leuchtenberger. Der Schwerpunkt des Bandes liegt auf Horror-/Gruselgeschichten; es finden sich allerdings auch Erzählungen anderer Genres. Jeder Geschichte ist außerdem ein kleiner Text vorangestellt, in dem Michael Leuchtenberger Einblicke in den Entstehungsprozess der jeweiligen Erzählungen gibt. Insgesamt bestechen die Kurzgeschichten durch eine hohe atmosphärische Dichte: Die jeweiligen Handlungen entfalten sich meist behutsam, sodass sich oft eine latente Spannung/ein subtiler Grusel durch die Geschichten zieht. Zudem lassen sich die Kurzgeschichten sehr flüssig lesen. Damit man sich ein besseres Bild von dem Sammelband machen kann, stelle ich im Folgenden jede Geschichte kurz und spoilerfrei vor.

1. Den Beginn von „Derrière La Porte“ macht „Das Archiv“. Erzählt wird die Geschichte in Briefform von Johannes Meerbusch, der, als Mitarbeiter eines hochschulischen Zentralen Prüfungsamtes, die Aufgabe hat, die Dokumente eines lang verschlossenen Kellerraumes zu sortieren. Schnell erkennt er, dass der Kellerraum nicht umsonst abgeschlossen war. „Das Archiv“ ist eine sehr atmosphärische Gruselgeschichte mit einem unheimlichen Setting. Der Grusel breitet sich innerhalb der Handlung schön sanft aus, wodurch die Erzählung einen besonderen Sog auswirkt.

2. „Lampionfest“, eine Geschichte über die Mitglieder eines Campingvereins, ist keine paranormale Erzählung. Im Gegenteil: Sie könnte sich genauso in unserer Welt abspielen, da sie sich mit einem gesellschaftlich relevanten Problem auseinandersetzt. Auch „Lampionfest“ besticht durch einen behutsamen Aufbau, wodurch das Ende umso eindrücklicher wird.

3. „Die schwarzen Augen“ ist eine Horrorgeschichte, die im 18. Jahrhundert in Frankreich spielt. Der Plot dreht sich um zwei junge Liebende, deren Glück jäh unterbrochen wird.

4. „Zwei Inseln“ ist die kürzeste Geschichte des Bandes. Sie spielt in einer dystopischen Zukunft, in der das Klima vollends gekippt und die Klimakatastrophe Realität geworden ist.

5. „Marie Marais“ handelt von einem Reisenden und seiner schaurigen Tante. Auch diese Geschichte ist wieder dem Horrorgenre zuzuordnen. Besonders gut hat mir die eindrückliche Beschreibung des Verhaltens der Tante gefallen.

6. „Dein Name an der Tür“, in deren Mittelpunkt ein ruinöses Haus steht, zeichnet sich durch eine große Vagheit aus, die in eine träumerische Richtung geht. Durchzogen ist die Erzählung von einem melancholischen Ton.

7. In „Das schwarze Bild“ spielen erneut paranormale Elemente eine große Rolle. Sie handelt von einer Freundschaft, die in Hass umschlägt. Die Geschichte hat eher einen prologartigen Charakter, sodass am Ende nicht alle Fragen geklärt werden.

8. „Radegundes Kamm oder Die unverhoffte Flucht“ ist eine interessante Mischung aus Märchenmotiven und Science-Fiction-Elementen. Zu Beginn erinnert die Geschichte an „Rapunzel“, allerdings wendet sie sich schnell in Richtung Sci-Fi: Radegundes Kamm ist nämlich ein Smart Device, das mit der Zeit gelernt hat, Mitleid zu empfinden. „Radegundes Kamm“ ist aufgrund dieser Ausgangslage für mich die außergewöhnlichste Geschichte der Kurzgeschichtensammlung und – neben „Das Archiv“ – eine meiner Lieblingsgeschichten.

9. „Geisternetz“ ist eine Horrorgeschichte, die von einer Gruppe Umweltschützer handelt, die Geisternetze aus dem Ozean beseitigen. Eines dieser Geisternetze besitzt aber ein Eigenleben, sodass die Gruppe selbst in eine unvorhersehbar gefährliche Situation gerät. „Geisternetz“ hat eine schöne Spannungskurve, die sich schrittweise steigert.

10. „Der Despot“ ist wieder in unserer Welt angesiedelt. Die Erzählung handelt von einer Figur, die ihr despotisches Verhalten immer weiter steigert - bis zu einem fulminanten Ende, das fassungslos zurücklässt.

11. „Derrière La Porte“ schließt mit „Blauglas“, einer Fantasygeschichte, in der ein besonderes Artefakt gesucht wird. Die Handlungswelt besitzt leicht dystopische Züge; auch subtiler Grusel kommt in der Handlung vor. An dieser Geschichte hat mir besonders die Direktheit des Endes gefallen.

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Veröffentlicht am 20.01.2022

Ein düsterer, fundiert recherchierter historischer Kriminalroman mit einer großen Portion Lokalkolorit

Eisflut 1784
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Inhalt: 1784: Eigentlich soll der bergische Amtmann Henrik Venray den Fortgang der Deichbauarbeiten im rechtsrheinischen Mülheim kontrollieren. Dort stößt er aber nicht nur auf eklatante Baurückstände, ...

Inhalt: 1784: Eigentlich soll der bergische Amtmann Henrik Venray den Fortgang der Deichbauarbeiten im rechtsrheinischen Mülheim kontrollieren. Dort stößt er aber nicht nur auf eklatante Baurückstände, sondern auch auf eine Leiche, die bei genauerem Hinsehen Stichwunden aufweist. Mithilfe der Apothekerin Anna-Maria Scheidt wird schnell klar: Es handelt sich um Mord. Um diesem auf den Grund zu gehen, reisen die beiden in das nahe gelegene Cöln. Doch der Mörder ist nicht die einzige Gefahr. Durch den überaus harten Winter türmen sich Eismassen auf dem Rhein, die, sobald das Wetter milder wird, zu schmelzen beginnen. Eine Eisflut mit unkalkulierbaren Folgen droht.

Persönliche Meinung: „Eisflut 1784“ ist ein historischer Kriminalroman von Marco Hasenkopf. Erzählt wird der Roman hauptsächlich aus der personalen Erzählperspektive von Henrik Venray. Zeitlich spielt die Handlung im ausgehenden 18. Jahrhundert: Das Heilige Römische Reich deutscher Nation existiert noch, ist aber durch seinen charakteristischen Flickenteppich politisch stark zerfasert, was Hasenkopf anschaulich darstellt. So hat in Mülheim am Rhein weniger der bergische Landesfürst das Sagen. Im Gegenteil: Die lokalen, dekadent lebenden Adligen/Unternehmer bestimmen die Geschicke Mülheims. In Cöln wiederum waltet der Rat eher pro forma; in Wahrheit regiert der Klüngel, weshalb Venray sich mehrmals vor verschlossenen Türen wiederfindet. Beide Städte stehen zudem wirtschaftlich in ständiger Konkurrenz, was die Ermittlungen Venrays ebenfalls nicht vereinfacht. Besonders lebhaft und eindrücklich zeichnet Hasenkopf den Handlungsort Cöln: Karnevalistische Exzesse finden neben bigotten Prozessionen statt; Reichtum und Armut sind auf engstem Raum nebeneinander. Schöne Kontrastpunkte zu der ansonsten verkrusteten Gesellschaft des "Alten Reiches" bilden die beiden Hauptfiguren Henrik Venray und Anna-Maria Scheidt, denn beide sind als fortschrittlich charakterisiert. Henrik Venray, als Amtmann und Adliger eigentlich Repräsentant der überkommenen Herrschaftsstruktur, ist reformorientiert, offen für Neues und insgesamt liberal eingestellt. Anna-Maria Scheidt ist selbstbewusst, begehrt gegen die von Männern dominierte Welt des 18. Jahrhunderts auf und geht selbstbestimmt ihren Weg. Was mir ebenfalls sehr gut an dem Krimi gefallen hat, ist, dass die Dramaturgie der Krimihandlung mit dem Verlauf der Eisflut verflochten ist (besonders der Klimax beider ist wirklich klasse geschrieben). Wortwahl und Satzbau des Romans orientieren sich an zeitgenössischen Vorbildern, wodurch die Handlung im Ganzen historisch authentisch wirkt. Insgesamt ist „Eisflut 1784“ ein düsterer, fundiert recherchierter historischer Kriminalroman mit einer großen Portion Lokalkolorit.

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Veröffentlicht am 19.01.2022

Ein fesselnder Roman, der unterschiedliche Genres miteinander vermischt

Regen von unten
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Inhalt: Lissabon 2018. Aus dem Nichts erhält Paulo einen Brief vom Anwalt seines Großvaters. Sein Großvater Mercúrio, den er noch nie getroffen hat, möchte ihm sein Haus in Santa Ovielo, einem abgelegenen ...

Inhalt: Lissabon 2018. Aus dem Nichts erhält Paulo einen Brief vom Anwalt seines Großvaters. Sein Großvater Mercúrio, den er noch nie getroffen hat, möchte ihm sein Haus in Santa Ovielo, einem abgelegenen Dorf, vererben. Paulo beschließt, seinem Großvater einen Besuch abzustatten. Dort angekommen, hat er eine Begegnung, die eigentlich unmöglich ist: Er trifft Emilia, eine junge Frau, die 1961 gestorben ist. Niemand weiß, warum Emilia nach ihrem Tod nicht in das Jenseits hinübergegangen ist. Irgendetwas scheint sie zurückzuhalten, sodass Paulo beginnt, Nachforschungen zu ihrem Tod anzustellen - womit nicht jeder im Dorf einverstanden ist...

Persönliche Meinung: „Regen von unten“ von Barbara Lah ist ein Roman, der Elemente mehrerer Gattungen in sich vereint. Erzählt wird der Roman auf verschiedenen Zeitebenen aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei existieren zwei Haupthandlungsstränge: Der erste wird aus der Ich-Perspektive von Emilia erzählt, spielt 1961 und behandelt die Ereignisse kurz vor Emilias Tod; der zweite, in dem wir Paulo bei seinen Nachforschungen zu Emilias Tod begleiten, findet 2018 statt. Hier wird eine personale Erzählperspektive eingenommen. Durch die verschiedenen Perspektiven, Zeitebenen und Handlungsstränge entsteht eine schöne Spannungskurve. Bereits zu Beginn werden mehrere Fragen aufgeworfen. Um nur einige zu nennen: Was ist mit Emilia passiert? Warum ist sie noch im Diesseits? Welche Rolle spielt Mercúrio dabei? Wieso verhält sich die Dorfgemeinschaft so feindselig gegenüber Paulos Nachforschungen? Mit anderen Worten: Jede Figur verbirgt ein Geheimnis, das es aufzudecken gilt. Nach und nach, mit jeder gelesenen Perspektive, fügt sich mosaikartig ein vollständiges Bild zusammen, wodurch „Regen von unten“ eine fesselnde Lektüre ist. Die Auflösung ist dabei so herzzerreißend-tragisch wie auch schön. Außerdem ist „Regen von unten“ ein vielschichtiger Roman, den man keiner einzelnen Gattung zuordnen kann. So gesellt sich zu den Krimielementen eine Portion Mystery mit einem feinen Quäntchen Grusel. In diese Mischung eingeflochten ist zudem eine Liebesgeschichte. Eingebettet ist wiederum alles in eine besondere Familiengeschichte. Auf den ersten Blick mag dieses Gattungsgemisch gewagt erscheinen. Aber: Sorgen sind völlig unbegründet. Die Vermengung verschiedener Genres funktioniert in „Regen von unten“ sehr gut und macht den Roman zu einer einzigartigen Lektüre. Insgesamt ist „Regen von unten“ ein fesselnder Roman, der aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und unterschiedlichste Genres miteinander vermischt.

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