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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2017

Spannende Geschichte mit kleineren Schwächen

Fireman
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Da ich zu meiner Schande noch nicht allzu viele Bücher von Joe Hill gelesen habe und sich dies dringend ändern soll, habe ich mich sehr auf sein neuestes Werk "Fireman" gefreut und habe eine spannende ...

Da ich zu meiner Schande noch nicht allzu viele Bücher von Joe Hill gelesen habe und sich dies dringend ändern soll, habe ich mich sehr auf sein neuestes Werk "Fireman" gefreut und habe eine spannende und ereignisreiche Dystopie erwartet. Diese habe ich zum Glück auch erhalten, denn "Fireman" konnte mich bis auf wenige Momente packen und überzeugen.

Dies beginnt schon beim Schreibstil, der sich angenehmen und sehr leicht lesen lässt, sodass das Buch trotz seiner Dicke enorm schnell ausgelesen war. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, man lernt sie ausreichend kennen und stellenweise besitzen sie auch eine gewisse Tiefe. Dies habe ich bei so einer Thematik ehrlich gesagt nicht erwartet, sodass ich umso mehr unterhalten wurde. Dialoge sind ebenfalls gut ausgearbeitet und bieten jede Menge Sarkasmus, derbe Worte, aber auch Verzweiflung, was ebenfalls einen Pluspunkt gibt.

Man muss zwar sagen, dass mit "Fireman" sicherlich nicht das Rad neu erfunden wurde, allerdings fand ich die Welt, die quasi in Flammen steht, gut ausgearbeitet, sodass ich mir das Leben der Menschen in so einem Endzeit-Szenario gut vorstellen konnte. Ein wenig schade fand ich lediglich, dass die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht von Harper erzählt wird. An sich konnte man viel über sie, ihre Schwangerschaft und ihre Ängste erfahren, allerdings finde ich es bei dem Genre häufig besser und auch notwendig, wenn gleich mehrere Figuren zu Wort kommen, da jeder ein solches Endzeit-Szenario anders empfindet.

Das Cover ist für mich mit seinen Flammen ein absoluter Hingucker, vor allem, weil es auch sehr gut zur Geschichte passt. Gleiches gilt auch für die Kurzbeschreibung, die mir ebenfalls direkt zugesagt hat, sodass ich "Fireman" sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Fireman" ist eine spannende und ereignisreiche Dystopie, die mich zwar packen konnte, aber auch die ein oder andere kleinere Schwäche besitzt, über die ich jedoch oftmals gut hinwegsehen konnte. Wer Endzeit-Szenarien mag, sollte diesem Werk unbedingt eine Chance geben.

Veröffentlicht am 21.05.2017

prickelnde Unterhaltung

Du gehörst mir ...
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Als ich vor einigen Monaten "Du gehörst mir" in der Verlagsvorschau entdeckt habe, war ich direkt Feuer und Flamme, da nicht nur das Cover sehr schön anzusehen ist, sondern auch die Kurzbeschreibung überzeugen ...

Als ich vor einigen Monaten "Du gehörst mir" in der Verlagsvorschau entdeckt habe, war ich direkt Feuer und Flamme, da nicht nur das Cover sehr schön anzusehen ist, sondern auch die Kurzbeschreibung überzeugen konnte. Als ich es endlich in den Händen halten durfte, habe ich mir eine prickelnde und spannende Geschichte erhofft und diese auch letztendlich erhalten.

Sehr positiv ist mir zunächst aufgefallen, dass die Geschichte hauptsächlich aus Sicht einer männlichen Figur erzählt wird, was meiner Meinung nach bei dem Genre oftmals viel zu kurz kommt. Zwar gibt es auch einige Kapitel aus weiblicher Sicht, die aber auch nötig waren, um der Story noch besser folgen zu können. Ansonsten ist der Schreibstil wirklich toll: Unterhaltsam, spannend, prickelnd, interessante Dialoge und dazu noch sehr gut ausgearbeitete Figuren, in die ich mich zwar nicht immer hineinversetzen konnte, die ich aber an sich sehr interessant und authentisch fand.

Erzählt wird hier die Geschichte aus der Sicht von Dixon, einem hoch angesehenen Psychiater, der nicht nur verdammt gut aussieht, sondern auch ein absoluter Womanizer ist, der es jedoch nie lange bei einer Frau aushält. Dies ändert sich allerdings schlagartig, als er gleich zwei Frauen kennen lernt, die ihm nicht aus dem Kopf gehen und nicht unterschiedlicher sein können. Dabei handelt es sich zum einen um Madison, die schüchtern und verschlossen ist und um Juliette, die ausgerechnet eine Nymphomanin ist. Obwohl sie so unterschiedlich sind, verzaubern sie ihn doch gleichermaßen, was Dixon dabei wohl am meisten überrascht. Dabei ist es besonders interessant, wie unterschiedlich er mit den beiden Frauen umgeht.

Während er mit Juliette meistens etwas rabiater umgeht, wirkt er bei Madison schon fast fürsorglich, da er spürt, dass sie trotz der Leidenschaft zwischen ihnen weitaus zurückhaltender ist und möglicherweise auch das ein oder andere Geheimnis besitzt, das seine Neugierde weckt. Dabei haben mir beide Konstellation gleichermaßen gut gefallen, obwohl ich Madison letztendlich favorisiere.

Obwohl ich nicht der größte Fan von Dreiecksbeziehungen bin, muss ich doch sagen, dass mir diese gut gefallen hat. Die Liebesszenen sind prickelnd, werden allerdings nicht zu intensiv beschrieben, sodass man hier auch noch sein ganz eigenes Kopfkino einschalten muss, was ich letztendlich sehr gelungen finde.

Das Cover ist meiner Meinung nach wunderschön und ein absoluter Hingucker. Der Ausschnitt von Leder wirkt edel und passt auch bestens zu der berühmten Couch eines jeden Psychiaters. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich schon sehr gespannt auf den Rest war und das Buch somit unbedingt lesen musste.

Kurz gesagt: "Du gehörst mir..." ist ein unterhaltsamer und prickelnder Auftakt der "Addicted to Sin"-Dilogie und konnte mich mit einem angenehmen Schreibstil und interessanten Figuren vollends in seinen Bann ziehen, sodass ich mich bereits sehr auf die Fortsetzung "...und ich gehöre dir" freue. Somit kann ich das Buch nur empfehlen.

Veröffentlicht am 18.05.2017

Unterhaltsame Geschichte für zwischendurch

Der kleine Laden der einsamen Herzen
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Da ich die meisten der Bücher aus dem Penguin Verlag bislang sehr mochte, war ich schon sehr auf "Der kleine Laden der einsamen Herzen" von Annie Darling gespannt, denn das Buch klang nach einer schönen ...

Da ich die meisten der Bücher aus dem Penguin Verlag bislang sehr mochte, war ich schon sehr auf "Der kleine Laden der einsamen Herzen" von Annie Darling gespannt, denn das Buch klang nach einer schönen und romantischen Geschichte für zwischendurch, sodass ich das Buch direkt nach Erhalt gelesen habe. Auch hier wurde ich zum Glück nicht enttäuscht, denn die Geschichte konnte mich gut unterhalten.

Die Geschichte liest sich nicht nur sehr angenehm leicht und oftmals viel zu schnell, sondern überzeugt auch mit unterhaltsamen Dialogen und sympathischen Figuren, die man schnell ins Herz schließt. Die Figuren sind allesamt gut ausgearbeitet und besitzen die nötigen Tiefe, sodass ich mich sehr häufig in sie hineinversetzen konnte.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Posy, die am Anfang der Geschichte noch oftmals orientierungslos und unsicher wirkt, sich jedoch immer mehr steigert, sich für ihre Wünsche und Träume einetzt und unbedingt die - doch leider sehr heruntergekommene - Buchhandlung, die sie geerbt hat, so umsetzen möchte, wie sie es sich wünscht. Sie, die selbst gerne liest, liebt nichts mehr als Geschichten mit einem Happy End, sodass sie in ihrem Laden nur Bücher verkaufen möchte, die selbst auch ein Happy End beinhalten.

Leider macht ihr jedoch Sebastian, der Enkel der verstorbenen Lavinia, der der Laden zuvor gehört hat, einen Strich durch die Rechnung, denn dieser hat ganz andere Pläne mit dem Laden, sodass Posy über sich hinauswachen muss, um ihr Ziel zu erreichen. Dass Sebastian jedoch auch verdammt attraktiv ist und charmant sein kann, macht die Sache jedoch umso schwerer...

Was mir an der Geschichte besonders gefallen hat, ist die Tatsache, dass es hier nicht nur um die Liebe an sich geht, sondern auch Bücher im Vordergrund stehen. Dabei wurde auch so oft wie möglich auf die typischen Klischees in dem Genre verzichtet, sodass ich hier oftmals gut unterhalten wurde. Dazu tragen auch die sehr unterhaltsamen Gespräche zwischen Posy und Sebastian bei, die sich nichts schenken und somit beide auf ihre Art sehr sympathisch wirken.

Das Cover ist hübsch anzusehen und passt hervorragend zum Genre, sodass ich mir dieses immer wieder gerne ansehe. Auch die Kurzbeschreibung konnte direkt mein Interesse wecken, sodass ich "Der kleine Laden der einsamen Herzen" gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Der kleine Laden der einsamen Herzen" ist eine süße Geschichte für zwischendurch, die mich aufgrund der sympathischen Figuren und den oftmals sehr gelungenen Dialogen voll und ganz für sich einnehmen konnte. Somit habe ich die Geschichte sehr genossen und kann sie nur empfehlen.

Veröffentlicht am 07.05.2017

Nette Geschichte für zwischendurch

Don't Kiss Ray
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Bücher von Susanne Mischke sind bei mir immer so eine Sache: Mal finde ich sie absolut gelungen und mal kann ich absolut nichts mit ihnen anfangen. Dementsprechend skeptisch war ich zunächst bei "Don't ...

Bücher von Susanne Mischke sind bei mir immer so eine Sache: Mal finde ich sie absolut gelungen und mal kann ich absolut nichts mit ihnen anfangen. Dementsprechend skeptisch war ich zunächst bei "Don't Kiss Ray", allerdings war dies gar nicht nötig, da mich die Geschichte durchaus unterhalten konnte.

Der Schreibstil ist leicht und locker, sodass man die Geschichte innerhalb weniger Stunden schnell durchgelesen hat. Die Dialoge sind unterhaltsam, die Figuren werden ausgiebig beschrieben, sodass man sie gut kennen lernt und auch sonst wirkt die Geschichte sehr rund. Zwar gibt es hier auch viele Klischees, die man bei solchen Geschichten üblicherweise vorfindet, allerdings hält sich dies in Grenzen.

"Don't Kiss Ray" erzählt die Geschichte von Ray und Jill, die sich auf einem Festival kennen lernen und es sofort zwischen ihnen funkt. Sie wollen sich verabreden, was jedoch an den Wetterumständen scheitert, allerdings treffen sie sich auf eine Art und Weise wieder, die Jill nicht erwartet hat, denn Ray ist der Lead Sänger der auftstrebenden Band "Broken Biscuits". Als dieser sie auch noch direkt von der Bühne aus anspricht, beginnt jedoch keine typische Liebesgeschichte, sondern auch eine Hetzjagd, denn Jill muss sich plötzlich mit Mobbing auseinandersetzen, weil ein Fan die beiden gemeinsam gesehen und zudem noch fotografiert hat und somit direkt weitere Fans eine Wut auf Jill haben. Gleichzeitig ist Ray noch dazu verpflichtet, während seiner Bandzeit keine Freundin zu haben, um somit die Fans nicht zu vergraulen...

Wer hier eine besonders tiefgründige Geschichte erwartet, der wird enttäuscht sein. Wer jedoch eine Geschichte für zwischendurch sucht, die einen durch jede Menge Drama, Eifersuchtsszenen und einer Liebesgeschichte für einige Stunden unterhält, der wird hier goldrichtig sein.

Das Cover ist ganz hübsch anzusehen und passt nicht nur gut zum Genre, sondern auch zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen, sodass ich der Geschichte gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Don't Kiss Ray" ist eine nette Geschichte für zwischendurch, die nicht nur eine süße, kleine Liebesgeschichte beinhaltet, sondern auch die Schattenseiten des Ruhms aufzeigt, sodass mir die Geschichte insgesamt gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 28.04.2017

Spannende Geschichte mit kleineren Schwächen

Smoke
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"Smoke" gehört zu den Büchern, die ich ohne Empfehlung wohl niemals gelesen hätte, da ich nicht wirklich wusste, was mich bei dem Buch erwarten wird. Da ich jedoch bereits viele positive Bewertungen gelesen ...

"Smoke" gehört zu den Büchern, die ich ohne Empfehlung wohl niemals gelesen hätte, da ich nicht wirklich wusste, was mich bei dem Buch erwarten wird. Da ich jedoch bereits viele positive Bewertungen gelesen habe, wurde ich dann doch neugierig und habe der Geschichte sehr gerne eine Chance gegeben.

Man muss zwar sagen, dass die Geschichte an sich viele kleinere Schwächen besitzt, ich jedoch über die meisten von ihnen hinwegsehen konnte. Zwar finde ich, dass der Autor sich besonders zum Ende hin etwas zu sehr verloren hat und dadurch viele Fragen noch offen geblieben sind, allerdings fand ich den Schreibstil ansonsten sehr angenehmen und spannend gestaltet. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, sämtliche Orte sind detailliert und liebevoll beschrieben, sodass man sich vieles bildlich vorstellen konnte und auch die Dialoge lesen sich gut, ohne holprig zu wirken.

Da die Geschichte im viktorianischen England spielt, war das für mich schon ein klarer Pluspunkt, ebenso die Tatsache, dass es sich hierbei mehr oder weniger um eine Internatsgeschichte handelt, denn solche Geschichten habe ich schon immer gerne gelesen. Hierbei geht es um den Rauch, der die Stadt beherrscht, für die Menschen mittlerweile allerdings vollkommen normal ist. Wer sich nicht an Regeln hält, der muss damit leben, dass ein gewisser Rauch dem Körper entweicht, sodass man auch direkt merkt, wenn jemand etwas angestellt hat. Für die Schüler Thomas und Charlie stellt sich jedoch immer mehr die Frage, wieso manche Menschen mehr Rauch ausstrahlen als andere und schon bald kommt eine weitere Frage auf: Werden wir wirklich alle gleich behandelt oder gibt es doch gewisse Unterschiede zwischen den Menschen? Dass sich Charlie und Thomas dabei das ein oder andere Mal der Gefahr aussetzen, ist für die beiden Jungs jedoch kein Grund, die Suche nach der Wahrheit aufzugeben...

Was mich besonders beeindruckt hat, ist das wunderschöne Cover, das nicht nur ein toller Hingucker ist, sondern auch bestens zur Geschichte und zum Buchtitel passt. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich "Smoke" gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Smoke" ist eine spannende und ereignisreiche Geschichte, die mir trotz vieler kleinerer Schwächen und einem nicht ganz so toll ausgearbeiteten Ende gut gefallen hat, sodass ich die Geschichte sehr gerne gelesen habe. Somit kann ich "Smoke" auch nur empfehlen.