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Veröffentlicht am 12.02.2022

Gute Freunde ermorden sich schon mal!

In ewiger Freundschaft (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 10)
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Dies ist bereits der zehnte Band aus der beliebten Taunus-Reihe um die Kommissare Pia Sander und Oliver von Bodenstein - ich habe sie alle gerne gelesen.

Die ehemalige Programmleiterin des bekannten Winterscheid-Verlages, ...

Dies ist bereits der zehnte Band aus der beliebten Taunus-Reihe um die Kommissare Pia Sander und Oliver von Bodenstein - ich habe sie alle gerne gelesen.

Die ehemalige Programmleiterin des bekannten Winterscheid-Verlages, Heike Wersch, wird vermisst. Sie wurde erst kürzlich nach über 30 Jahren entlassen und bezichtigte aus Rache ihren Top-Autoren des Plagiats. Hat er somit einen Grund, ihr etwas anzutun? In ihrem Haus kann nur ihr dementer Vater aufgefunden werden - hätte sie ihn hilflos zurückgelassen oder hat ihr jemand etwas angetan? Nach dem Fund ihrer Leiche dauert es nicht lange, bis noch ein Mord geschieht, ebenfalls im Bereich des Verlages.

Bei ihren - oftmals recht zähen Nachforschungen - stoßen die Ermittler auf alte Geheimnisse, gute Freunde und noch bessere Feinde. Dies spielt sich alles ab in der Welt der großen Autoren, des Verlagswesens und der Familie des Verlegers. Hier gibt es ein sehr großes Verbrechensaufkommen - da ist die ganze Palette dabei, es wird nichts ausgelassen. Doch auch diesen schwierigen Fall löst das Team um Oliver wieder mit Bravour - leider auch mit einigen Längen. Der Schreibstil hat mir, wie immer, sehr gut gefallen, Pia und Oliver sind mir äußerst sympathisch. Oliver hat diesmal privat eine Menge durchzumachen, meistert aber auch die schwierigsten Situationen sehr gut. Auch wenn es manchmal etwas viel an agierenden Personen und Verwandtschaftsdurcheinander war, habe ich mich dennoch wieder gut unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 08.02.2022

Der erste Fall für Pentecost und Parker!

Die Tote auf dem Maskenball
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Als die noch sehr junge Will Parker der Privatdetektivin Lilian Pentecost in New York 1942 das Leben rettet, hat sie bereits eine aufregende Vergangenheit. Als 15-Jährige flüchtete sie vor ihrem gewalttätigen ...

Als die noch sehr junge Will Parker der Privatdetektivin Lilian Pentecost in New York 1942 das Leben rettet, hat sie bereits eine aufregende Vergangenheit. Als 15-Jährige flüchtete sie vor ihrem gewalttätigen Vater und zog mit dem Zirkus durchs Land, wo sie sich gewisse Fingerfertigkeiten aneignete. Lilian erkennt ihr Potenzial und bildet sie zu ihrem Geschäftspartner aus. Zusammen ermitteln sie im Fall der toten Gastgeberin, die auf ihrem eigenen Maskenball in einem geschlossenen Raum ermordet wurde. In diesem Fall spielt auch eine sonderbare Wahrsagerin, die angeblich mit den Toten sprechen kann, eine große Rolle. Hat sie etwas mit dem Mord zu tun?

Dieser eher gemütliche Krimi, der im Amerika des vergangenen Jahrhunderts spielt, ist interessant geschrieben. Liebevoll wird die Beziehung von Will zu ihrer Mentorin beschrieben, die sich gegenseitig respektieren und umeinander sorgen. Denn Lilian leidet an Multipler Sklerose und hat oft schlechte Tage und kann sich dann nur mühsam mithilfe ihres Stockes fortbewegen. Aber ihr Geist ist hellwach und dank ihrer guten Verbindungen können sie den vielen Menschen helfen, die zu ihrer Samstags-Sprechstunde kommen. Natürlich bringen sie auch ihren großen Fall mit der ermordeten Hausherrin zu einem guten Abschluss. Ich habe mich von diesem Cosy Crime-Fall gut unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 28.01.2022

Immer lachen, auch wenn man lieber weinen würde?

Strahlemann
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Der Radio-Moderator Fritz Schaefer ist noch ein relativ junger Mann, Jahrgang 1997. Er hat dennoch bereits ein autobiografisches Werk veröffentlicht, das mit viel Witz Begebenheiten aus seiner Kindheit ...

Der Radio-Moderator Fritz Schaefer ist noch ein relativ junger Mann, Jahrgang 1997. Er hat dennoch bereits ein autobiografisches Werk veröffentlicht, das mit viel Witz Begebenheiten aus seiner Kindheit und Jugend erzählt. Obwohl er den Spitznamen Strahlemann hatte, weil ihm so ein sonniges Gemüt bescheinigt wurde, war nicht alles eitel Sonnenschein in seinem Leben.

Als größerer Bruder einer behinderten Schwester hatte er es nicht immer leicht. Schließlich hatte seine alleine erziehende Mutter sehr viel mit ihren Behandlungen und Therapien zu tun, da kam er manchmal mit seinen Problemen zu kurz. Er hatte aber dennoch immer ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Schwester und sie haben auch einiges zusammen erlebt.

Besonders interessant und lustig fand ich die Ereignisse mit seinen Großeltern, bei denen er sich gerne aufhielt. Oma und Opa waren in einer Art Hassliebe miteinander verbunden und Opa dachte sich allerhand Gemeinheiten aus, um die Oma zu ärgern - gerne mithilfe eines unschuldigen 4-jährigen! Und wer kommt auf die Schnapsidee, einem zugelaufenen Kater den Namen Feuer zu geben? Natürlich der Opa, der sich immer wieder freut, wie die Oma zusammenzuckt, wenn er die Katze ruft!

Neben kindlichen Unfällen, Schulerlebnissen und der ersten großen Liebe erfahren wir noch alles über eine dringend notwendige OP, die er überstehen muss.

Der Schreibstil ist locker und flüssig, die Geschichten lassen sich leicht lesen und sind humorvoll verfasst.

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Veröffentlicht am 26.01.2022

Death in Paradise!

Mord im Paradies
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Wer die BBC-Serie "Death in Paradise" mag, die auf der fiktiven Karibikinsel Sainte Marie spielt, der sollte das Buch hierzu lesen - es gibt ein Wiedersehen mit dem ständig von der Hitze und dem Sand genervten ...

Wer die BBC-Serie "Death in Paradise" mag, die auf der fiktiven Karibikinsel Sainte Marie spielt, der sollte das Buch hierzu lesen - es gibt ein Wiedersehen mit dem ständig von der Hitze und dem Sand genervten DI Richard Poole. Dieser etwas steife Brite ist gegen seinen Willen von England in die Karibik versetzt worden, wo er unglaublich leidet - selbst schuld, wenn man meint, in der Karibik mit einem Tweedanzug herumlaufen zu müssen. Schön finde ich, dass alles genauso wie in der Serie ist - sein Team mit Camille, Dwayne und Fidel, sogar der Gecko Harry ist dabei!

In einem luxuriösen, spirituellen Urlaubsressort auf der Insel wird die Leiche des Gurus Aslan erstochen aufgefunden. Er befand sich zusammen mit fünf weiteren Personen in einem von innen verschlossenen Raum. Daher muss eigentlich einer der fünf der Täter sein. Vieles spricht aus verschiedenen Gründen gegen die Teilnehmer, dann wieder dafür, es ist ein ewiges Hin und Her beim Ermitteln und Nachforschen. Es ist wieder, wie gewohnt in der Serie, ein besonders verzwickter Fall, der natürlich am Ende vom brillanten DI Richard aufgelöst wird. Bis dahin kann man fleißig mitraten! Leider gibt es viele Wiederholungen und dadurch unnötige Längen, das hätte man etwas straffen können. Ansonsten hat mir das Buch gut gefallen!

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Veröffentlicht am 24.01.2022

Spannender Cold Case!

Dem Tod auf den Fersen
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Detective Tracy Crosswhite kehrt nach ihrer Baby-Pause zurück in den Polizeidienst und muss feststellen, dass ihr Arbeitsplatz neu besetzt wurde. Ihr Chef möchte sie am liebsten loswerden und bietet ihr ...

Detective Tracy Crosswhite kehrt nach ihrer Baby-Pause zurück in den Polizeidienst und muss feststellen, dass ihr Arbeitsplatz neu besetzt wurde. Ihr Chef möchte sie am liebsten loswerden und bietet ihr kurzfristig die Abteilung "Cold Case" an. Dort nimmt sie sich einen Fall mit einem vor 5 Jahren spurlos verschwundenen 5-jährigen Mädchen vor. Daneben hat sie auch noch Fälle von vermissten Prostituierten aus ihrer Gegend. Da gibt es einen aktuellen Fall einer vermissten jungen Joggerin, die in einem Park beim Sport zuletzt gesehen wurde. Der Park liegt in einer guten Wohngegend mit netten Nachbarn. Hat irgendjemand die Frau gesehen, wer hat hier etwas zu verbergen?

Die Ermittlungen von Tracy und ihrem Kollegen Kinsington ziehen sich erst ziemlich hin, es gab auch einige unnötige Längen. Obwohl die Täter mehr oder weniger früh bekannt waren, wurde es dennoch zum Schluss hin noch sehr spannend und es gab noch eine große Überraschung. Tracy, die nach dem Mord an ihrer Schwester immer noch unter psychischen Problemen leidet und daher immer noch regelmäßig eine Therapeutin besucht, war mir ganz sympathisch. Der Schreibstil hat mir ebenfalls gut gefallen, ich kannte bisher keine weiteren Bänder dieser Thriller-Reihe, hatte aber keinerlei Probleme damit.

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