Profilbild von Rebecca1120

Rebecca1120

Lesejury Star
offline

Rebecca1120 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Rebecca1120 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2022

gelungene Fortsetzung, die Lust auf mehr macht

Der Mut der Frauen
0

Auch im Bernried am Starnberger See stehen die Zeichen immer mehr in der Ausdehnung der Naziherrschaft. Vor diesem Hintergrund bewegen die Frauen der Familie aber ganz andere Sorgen. Wilhelmine bangt um ...

Auch im Bernried am Starnberger See stehen die Zeichen immer mehr in der Ausdehnung der Naziherrschaft. Vor diesem Hintergrund bewegen die Frauen der Familie aber ganz andere Sorgen. Wilhelmine bangt um das Leben von Martin, von dem sie seit seiner Verhaftung vor 7 Monaten nichts mehr gehört hat. Und Elisabeth, nun bereits zum zweiten Mal hochschwanger, bangt der Entbindung entgegen …..
Auch wenn 3 Monate zu dem 4. Band vergangen sind, schafft es Ellin Carsta wieder mir die bisherigen Höhen, Tiefen und Geheimnisse der bisherigen Handlung ins Gedächtnis zu rufen, so dass ein Abtauchen in die weiteren Geschehnisse leichtfällt. Es sind die kleinen und großen Sorgen, die die Geschichte der drei Familien wieder so lebendig für den Leser werden lassen. Auch wenn es nach außen so scheint, besteht zwischen ihnen nicht unbedingt bedingungslose Freundschaft. Im Gegenteil! So manch einer von den Männern trifft Entscheidungen, die das Bestehen der drei Unternehmen in Gefahr bringt. Fels in der Brandung, dank seiner hervorragenden Beziehungen ist wieder einmal Paul-Friedrich. Doch auch die Frauen treffen, hinter dem Rücken ihrer Männer und der Familie, jetzt eigene, weitgreifende Entscheidungen, die sicher für einigen Trubel in der Zukunft führen wird.
Sehr aufregend fand ich das Drama um Elisabeths Entbindung – die arme Frau. Ich bin gespannt, was sich daraus noch entwickelt. Ja, ich freue mich bereits jetzt auf den nächsten Teil und dieser erhält von mir 5 Lese-Sterne und eine absolute Lese-Empfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2022

ein Thriller wie ich ihn mag

Violas Versteck (Tom-Babylon-Serie 4)
0

Tom Babylon, LKA-Ermittler in Berlin, ist besessen – er will seine kleine Schwester Viola finden. Dabei hat er an ihrer Beerdigung teilgenommen. All das ist bereits mehr als zwei Jahrzehnte her. Doch als ...

Tom Babylon, LKA-Ermittler in Berlin, ist besessen – er will seine kleine Schwester Viola finden. Dabei hat er an ihrer Beerdigung teilgenommen. All das ist bereits mehr als zwei Jahrzehnte her. Doch als er im Keller seines Elternhauses ein Foto von seiner inzwischen erwachsenen Schwester findet, glaubt er endlich einen neuen Anhaltspunkt zu haben….
Eines ist klar: Viola beherrscht Toms Verstand und seine Handlungen. Immer tritt er mit ihr in den Dialog, nennt sie liebevoll (so wie vor 23 Jahren) Vi. Kein Wunder, dass seine Frau ihn vor eine Endscheidung stellt.
Es fasziniert mich immer wieder wie überzeugend der Autor die Manipulierungen der handelnden Personen uns Lesern vermittelt. Kaum glaubt man einen „Guten“ kennenzulernen, schon kommt die Enttäuschung, dass das wieder ein Irrtum war. Marc Raabe lässt den Leser immer wieder im Unklaren, wer/ warum/ welches Ziel verfolgt und wem zu trauen ist. Da hilft es auch nicht die ersten drei Bände gelesen zu haben. Freunde und davon hat Tom Babylon nicht gerade viele, kommen bei ihren Hilfsversuchen ebenso in Lebensgefahr wie er selbst. Es ist ein spannender, turbulenter Abschluss dieser Babylon-Reihe. Dieses Buch kann ich allen Thriller-Fans zu 100% empfehlen. 5 Lese-Sterne sind da absolut verdient.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.02.2022

spannend, lebendig geschildert - absolut lesenswert

Feuer im Alten Land
0

Gesa ist Polizeireporterin beim Hamburger Abendblatt. Ihr neuer Fall: sie soll über ein Feuer im Alten Land, ihrer Heimat berichten. Schon mehrmals hat hier ein Feuerteufel kleinere Brände gelegt. Doch ...

Gesa ist Polizeireporterin beim Hamburger Abendblatt. Ihr neuer Fall: sie soll über ein Feuer im Alten Land, ihrer Heimat berichten. Schon mehrmals hat hier ein Feuerteufel kleinere Brände gelegt. Doch nun ist es ein Großbrand und Vor-Ort stellt sie fest, dass das Hotel ihrer Familie brennt. Wäre Gesa nicht von Hause aus, eine sehr beharrliche Journalistin, so setzt dieser persönliche Bezug noch zusätzliche Energien frei, um den Brandstifter zu ermitteln. Dabei ist sie sehr einfallsreich, was die Geschichte sehr unterhaltsam macht. Sehr gut gefallen haben mir die Beschreibungen zur Kameradschaft und zum Zusammenhalt innerhalb der Ortswehr. Dieses Zusammenspiel unter den Feuerwehrleuten ist wirklich so, sonst könnten sie auch nicht so einen guten Job machen.
Für mich ist Gesa eine, wenn auch sehr kleine (sie hadert mit ihrer Größe), so aber doch sehr gute und beharrliche Ermittlerin, was ihren journalistischen Recherchen zugutekommt. Mir kam sie wie ein Energiebündel vor, das kaum stillsitzen kann. Doch Gesa wäre nicht so erfolgreich, wenn sie nicht Björn Dalmann als Kollegen zur Seite hätte, der ihr oft Rückendeckung gibt. Auch wenn Gesa es sich selbst nicht eingestehen will, ist da bestimmt noch mehr zwischen den beiden. Um das herauszufinden, freue ich mich schon auf den nächsten Band. Dieser hier erhält von mir 5 Lese-Sterne und eine absolute Lese-Empfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.02.2022

sie kann es einfach – fesselnde Krimis schreiben!

Nebelopfer
0

Am einem uralten Galgenbaum wird ein Erhängter gefunden. Er trägt ein Schild, das ihn der Falschaussage im Fall Cord Johannsen bezichtigt. Cord wurde im Jahr 2005 beschuldigt seine Ehefrau sowie seine ...

Am einem uralten Galgenbaum wird ein Erhängter gefunden. Er trägt ein Schild, das ihn der Falschaussage im Fall Cord Johannsen bezichtigt. Cord wurde im Jahr 2005 beschuldigt seine Ehefrau sowie seine beiden ältesten Söhne erschossen zu haben. Seitdem sitzt er im Gefängnis. Frida Paulsen von der Mordkommission Itzehoe und ihr Team beginnen im aktuellen Fall des Erhängten zu ermitteln. Doch in der Zwischenzeit gibt es einen weiteren ehemaligen toten Zeugen. Auch er trägt ein Schild mit der Bezichtigung der Falschaussage…
Ich habe diesen Krimi wieder verschlungen. So lebendig wie die Autorin ihre Figuren beschreibt, da hat man beim Lesen schnell den Eindruck sie wirklich zu kennen. Das gelingt ihr so wunderbar, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Frida hat in diesem Band auch reichlich persönliche Probleme. Nicht nur mit ihrem Freund, nein jetzt kommt auch noch ein Neuer ins Mordermittlerteam. Und was für ein arroganter Kerl (denkt Frida) und der soll mein Partner werden?
Schnell ist sich das Ermittlerteam einig, wenn sie die aktuellen Morde aufklären wollen, müssen sie den alten Mordprozess nochmals aufrollen. Ein Plan, der von der Chefetage nicht gern sehen wird. JA es ist ein spannender, kurzweiliger Krimi, den ich zu 100% eiterempfehle und der 5 Lese-Sterne absolut verdient hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2022

authentischer Spiegel der Wendezeit

Im Schatten der Wende
0

1988: Tobias Falck ist Obermeister der Volkspolizei, in Dresden. Es sind unruhige Zeiten, immer mehr Menschen versuchen über Ungarn in den Westen zu gelangen. Friedliche Demonstrationen der Bürger (Montagsdemos) ...

1988: Tobias Falck ist Obermeister der Volkspolizei, in Dresden. Es sind unruhige Zeiten, immer mehr Menschen versuchen über Ungarn in den Westen zu gelangen. Friedliche Demonstrationen der Bürger (Montagsdemos) und Rufe nach Reise- und Meinungsfreiheit werden immer lauter. Und Falck soll sich mit seinen Polizeigenossen entgegenstellen? Zur Not auch mit Gewalt?
Ich finde, dass Frank Goldammer die Hauptfigur >Tobias Falck< ganz wunderbar entwickelt hat. Am Anfang seine Angst sich mit den Demonstranten auseinanderzusetzen, dann seine Unsicherheit beim „Umhören“ unter den sich neu gebildeten jugendlichen Gruppen, das konnte ich absolut nachvollziehen. Ost hatte er sehr gute Denkansätze, traute sich aber nicht, diese laut auszusprechen – einmal seiner Unerfahrenheit wie auch seinem noch geringen Selbstvertrauen geschuldet. Später beim KDD Dresden bewies Tobias immer wieder, dass er sich Gesichter und Sachverhalte gut merken kann, Zusammenhänge erkennen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen kann. Eine Tatsache der sich auch sein neuer Chef, Hauptmann Edgar Schmidt, nicht lange entziehen kann. Die geschichtlichen Fakten: Montagsdemos, Stürmung der Stasizentrale, die Freude beim Mauerfall, aber auch die Ernüchterung danach – all das hat mich wieder an die damalige Zeit erinnern lassen.
Für mich ist dieser Krimi absolut gelungen, so dass 5 Lese-Sterne dafür ein MUSS sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere