Das Buch macht neugierig. Von Sturmvögeln hatte ich noch nie gehört. Eine vom Aussterben bedrohte Vogelart, die es so nur auf der Blumeninsel Madeira gibt.
Die 34 -jährige Jounalistin Lisa wird total ...
Das Buch macht neugierig. Von Sturmvögeln hatte ich noch nie gehört. Eine vom Aussterben bedrohte Vogelart, die es so nur auf der Blumeninsel Madeira gibt.
Die 34 -jährige Jounalistin Lisa wird total aus der Bahn geworfen als ihre ihre Freundin Elda tödlich verunglückt. Sie lebte bisher nur für ihren Beruf und jagde Stories hinterher. Jetzt brauch sie eine Auszeit. Sie mietet sich eine Unterkunft und fliegt nach Madeira.
Auf der Insel entdeckt sie noch andere Seiten an sich und beginnt über ihr weiteres Leben nachzudenken. Dann trifft das schwere Unwetter im Februar 2010 die Insel. Um Lisa herum verlieren Menschen ihr Leben, ihr Hab und Gut. Die mühevoll aufgezogenen Sturmvögel, deren Nester und Brut, um deren Erhalt mehrere Rancher kämpfen werden fast alle Opfer von Wasser und Schlamm.
Mina Baites zeigt uns in diesem Buch, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Sehr einfühlsam erzählt sie in diesem Buch von Verlust und Neuanfang und das es sich lohnt zu kämpfen und wieder aufzustehen.
„Es drehte sich alles um Kunst und Liebe“ - Peggy Guggenheim über ihr Leben
Dieses Zitat von Peggy sagt alles aus, wovon dieses Buch handelt.
Peggy Guggenheim ist Amerikanerin mit jüdischen Wurzeln.
Ihr ...
„Es drehte sich alles um Kunst und Liebe“ - Peggy Guggenheim über ihr Leben
Dieses Zitat von Peggy sagt alles aus, wovon dieses Buch handelt.
Peggy Guggenheim ist Amerikanerin mit jüdischen Wurzeln.
Ihr Vater, kam beim Untergang der Titanic ums Leben. So ist sie eine reiche Erbin, die die Möglichkeit hat, unabhängig zu sein.
Sie genießt ihr Leben und geht nach Europa. Paris, die Stadt der Liebe, hat sie zu ihrer neuen Heimat erwählt.
Sophie Villards Roman spielt nur in einem kurzen Zeitraum von 5 Jahren. Doch diese Zeit von 1937 bis 1941 ist sehr prägend, vor allem, für Europa, wo die Nazis Angst und Schrecken verbreiten.
Peggy indessen rast nur so durch diese Phase.
In den Kreisen der Pariser Bohème fühlt sie sich wohl. Sie ist geschieden von dem französischen Dichter und Maler Laurence Vail. Aus dieser Ehe hat sie zwei Kinder. die ihr sehr wichtig sind und denen sie auch den Vater nicht vorenthalten will. So fahren sie jährlich zusammen in Sommerurlaub und feiern gemeinsam Weihnachten. Auch Laurences neue Frau und Kinder sind mit einbezogen. Der Familienzusammenhalt ist ihr lebensnotwendig.
Auf der anderen Seite lebt sie so, wie es ihr gefällt. Nimmt sich Männer an denen sie Gefallen findet. Egal ob er oder auch Peggy gerade anderweitig liiert sind. Ich bekomme diese lebenshungrige Frau oft nicht zu fassen, was ich schade finde. Sie tut so viel Gutes für ihre Freunde, die es ihr selten danken. Anderseits ist sie recht oberflächlich, manchmal auch naiv.
In London eröffnet sie eine Galerie. Es war ihr Traum. Aber Peggy sehnt sich nach Paris. Jetzt denkt sie daran ein Museum zu errichten. Das in Europa ein Krieg vor der Tür steht, will sie lange nicht wahr haben.
Immer mehr Bekannte und Freunde treten die Flucht an. Europa ist für sie lebensgefährlich geworden. Jedoch können sich viele Künstler keine Überfahrt nach Amerika leisten. Peggy hilft selbstlos, wo sie kann. Mit Beziehungen und Geld. So ermöglicht sie zahlreichen, uns heute bekannten Malern, Schriftstellern und Bildhauern die Flucht. Ich finde, dass dies ein sehr wichtiger Verdienst von ihr ist, der mir aber im Buch ein wenig zu kurz kommt.
Sie liebt und sammelt die zeitgenössische Kunst der Avantgarde, die als entartet angesehen wird. Diese moderne Kunst war damals noch nicht gefragt. So wurden von ihr viele Werke gerettet, die sonst wahrscheinlich nicht mehr existierten. Jeden Tag ein Bild, so ihr Motto. Dadurch, dass sie in der Pariser Bohème verkehrt, kennt sie viele Künstler, so auch Picasso, Dali, Kandinsky und Max Ernst, für den sie sehr viel tut.
Als sie endlich begreift, dass nur sie für sich, ihre Kinder und der neuen Familie ihres Exmannes Laurence die Kraft, Willensstärke und das Geld hat um gemeinsam auszuwandern, ist es fast zu spät.
Mit einem der letzten Flugzeuge kommen sie nach Amerika, ihrer alten Heimat.
Sophie Villard hat hier ein Buch geschrieben über die amerikanische Kunstmäzenin und Sammlerin, die sich durch ihr Geld und ihre Beziehungen viele Kenntnisse selbst angeeignet hat. In manchen Teilen hätte ich mir eine genauere Erklärung zu den Werken und Künstlern gewünscht. Im Nachwort wird zwar einiges erklärt aber in der Handlung hätte mir es besser gefallen. Da kommen mir einige Passagen wie aufgelistet vor. Leider gibt es keinen Anhang zu den französischen Passagen, Getränken und anderen kulinarischen Köstlichkeiten der Küche Frankreichs.
Mir hat das Buch, trotz kleiner Defizite, gut gefallen. Ich durfte eine Frau kennenlernen über die ich bisher nicht viel wusste. Mit ihrem leichten Schreibstil war das Buch von Sophie Villard gut lesbar. Ich konnte oft darin eintauchen. Man merkt beim Lesen, wie sehr die Autorin sich mit der damaligen Zeit, ihren Avantgardisten und natürlich Peggy, beschäftigt hat.
Wer mehr über das Privatleben dieser rebellischen, selbstbewussten Frau, die sich nicht an Normen hielt und immer neue Ziele vor sich sah, wissen möchte, der sollte dieses Buch lesen.
Nun schließt sich der Kreis um die Frauen von Hampton Hall. Auch im dritten Teil geht es gleich dramatisch weiter. Es ist gut, die ersten beiden Bücher zu kennen, da dieser Teil direkt daran anknüpft. ...
Nun schließt sich der Kreis um die Frauen von Hampton Hall. Auch im dritten Teil geht es gleich dramatisch weiter. Es ist gut, die ersten beiden Bücher zu kennen, da dieser Teil direkt daran anknüpft.
Abigail ist die Flucht aus der Gewalt von Laurence Lancaster erst einmal gelungen. Sie will die wertvolle Arbeitermadonna wieder bekommen um sie zurück in ihre Heimat nach Stockmill zu bringen, wo sie gestohlen wurde. Dazu braucht sie Menschen denen sie voll vertrauen kann. Sie ist eine sehr starke Frau, die schon viel Leid erfahren musste. Immer wieder verlangt ihr das Leben neue Herausforderungen ab. Will dieses Martyrium denn nie ein Ende nehmen? Wird Lancaster jemals von ihr ablassen? Gelingt es ihr die wertvolle Statue, die sie aus ihrem wertvollen Schmuck und goldenen venezianischen Figuren, fertigen ließ, an sich zu bringen?
Wie gewohnt ist der Erzählstil von Felicity Whitmore sehr bildlich und gefühlvoll. Statt auf zwei Zeitebenen erhält die Handlung jetzt noch einen dritten Erzählstrang. Dieser beginnt 1920. Wir lernen die Enkel von Abigail Hampton, kennen. Sie leben im Willamette Tal in Amerika. Ihre Geschichte ist ungeheuerlich.
Der Erzählstrang im Jahre 2018 bringt für Melody und ihre Töchter nun die ganze Geschichte ihrer Vorfahren zu Tage. Sie haben alle Tagebücher gefunden und gelesen. Alles hat sich zusammen gefügt.
Leider muss ich gestehen, es ging mir sowohl mit der ehemaligen Lady Abigail Hampton aus Stockmill, wie auch mit Melody Stewart, ihrer Erbin, in diesem Teil alles zu schnell und reibungslos. Ich hatte das Gefühl, dass das Buch schnell zu Ende kommen sollte.
Heimat des Herzens beendet die Trilogie der Frauen von Hamton Hall. Es ist eine ergreifende Handlung, voller dunkler Geheimnisse. Sie lässt mich zwiegespalten zurück.
Es ist ein wirkliches Wunder geschehen, was man damals nur mit dem Wort „Wahnsinn“, ausdrücken konnte.
Das Wunder der Freiheit und Einheit, welches dieses Buch nachzeichnet begann schon an 19. August ...
Es ist ein wirkliches Wunder geschehen, was man damals nur mit dem Wort „Wahnsinn“, ausdrücken konnte.
Das Wunder der Freiheit und Einheit, welches dieses Buch nachzeichnet begann schon an 19. August 1989 – also heute vor 30 Jahren.
Das paneuropäische Picknick zwischen österreichischen und ungarischen Grenzbewohnern, an einem kleinen Teil des geöffneten Grenzzauns, wurde von DDR Urlaubern, die in Ungarn waren, besucht, und von hunderten zur Flucht genutzt.
Am 3. Oktober 1989 schließt die Parteiführung die letzte offene Grenze der DDR. Ein visafreies Reisen ist nicht mehr möglich. Wir DDR Bürger sind praktisch eingesperrt. Dieses Datum nehmen Harald Bretschneider und Harald Oettinghaus und schreiben über die Ereignisse der folgenden 38 Tage bis zur Grenzöffnung am 9. November 1989.
Diese Tage sind in 38 Kapiteln unterteilt, die die Ereignisse des Tages beschreiben gleichzeitig berichten Zeitzeugen von ihren Erfahrungen an dem jeweiligen Tag. Es sind sehr viele Kirchenvertreter, die ihre Kirchen auch für Nichtmitglieder öffneten, darunter. Von diesem Einfluss, den die Kirchen nahmen ahnten wir nichts. Viele Dinge die im Hintergrund passierten, waren uns nicht bekannt.
Das Buch bringt mich in die Zeit zurück, die ich damals im Alter von 35 Jahren in meiner Heimatstadt Magdeburg selbst erlebte. Es waren sehr emotionale Zeiten, die wir damals erlebten. Wie brisant sie waren, haben wir oft verdrängt obwohl wir wussten und auch sahen, dass die Stasi stets dabei war. Wir waren total euphorisch und wollten eine Veränderung unseres Lebens.
Die Revolution verlief friedlich. Die Erkenntnis, dass es hätte anders verlaufen können, wird mir ganz deutlich nach dem Lesen dieses Buches. Es ist wirklich ein Wunder, dass es so geschah.
Die Kirchen haben viel zu dieser, unserer friedlichen Revolution beigetragen.
Ich wünsche mir, dass viele Menschen dieses Buch lesen und die Geschichte der Teilung und der Wiedervereinigung Deutschlands nicht in Vergessenheit gerät.
Leider ist in vielen Köpfen noch immer eine Mauer vorhanden und das macht mich oft traurig.
28 Jahre, 2 Monate und 27 Tage getrennt durch die Mauer, mit all ihren Grausamkeiten, waren wirklich schlimm genug.
Als ich das Buch in den Händen hielt, mit dem realistisch gestalteten Cover, bekam ich gleich eine Ahnung was mich erwartet.
Schonungslos erzählt uns Peter Mainka von der Vertreibung der deutschen Einwohner ...
Als ich das Buch in den Händen hielt, mit dem realistisch gestalteten Cover, bekam ich gleich eine Ahnung was mich erwartet.
Schonungslos erzählt uns Peter Mainka von der Vertreibung der deutschen Einwohner aus Brünn nach Beendigung des 2. Weltkrieges. In die Geschichtsbücher ist diese menschenunwürdige Handlung an den deutschen Frauen, Kindern und alten Menschen als Brünner Todesmarsch eingegangen.
Die Protagonistin des Buches ist die fast 17-jährige Helene Schneider. Sie erlebt gerade ihre erste zarte Liebe zu dem jungen Tschechen Jan. Diese steht unter einem schlechten Stern. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Karl floh sie vor den Bombardierungen im April 1945, aus der mährischen Stadt. Als sie ein paar Wochen später, der Krieg war beendet, zurückkamen, hatte sich alles geändert. Den Deutschen schlug der blanke Hass entgegen. Man hatte ihnen alles genommen. Was ihnen blieb, war etwas Kleidung und ihr Leben. Alle noch in Brünn lebenden deutschsprachigen Einwohner trieb man zusammen um sie über die Grenze nach Österreich abzuschieben. Es waren die Frauen, Kinder, Babys, die Alten und Kranken. Die Schwächsten mussten für die Gräueltaten der Nazis zahlen. Auf ihnen entlud sich die ganze Wut des Nationalausschusses der Mähren sowie der Sowjetsoldaten, die Brünn befreit hatten. Es begann ein langer Fußmarsch, der in Wien enden sollte.
Das Drama, der Menschen, die auf diesen Weg gezwungen wurden, die Demütigungen, die Vergewaltigungen und alle anderen, teilweise unvorstellbaren Übergriffe aber auch die Wohltaten, vor allem einfacher Menschen, beschreibt uns der Autor an Hand der fiktiven Familie Schneider.
Peter Mainka hält uns den Spiegel vor Augen. Es gab grausame Zeiten des Krieges und der Vertreibungen. Viele Deutsche befanden sich, nach Kriegsende, auf der Flucht. Nicht nur aus Mähren sondern auch aus Schlesien, Ostpreußen, dem Sudetenland.
Heute erreichen uns Flüchtlingsströme aus Kriegsgebieten fern unserer Heimat und wir wissen nicht so richtig damit um zu gehen. Es ist von daher sehr wichtig, dass dieses Buch viele Leser erreicht.
P.S. Wie man dieses Buch, was unsere deutsche Geschichte beinhaltet, als Thriller betiteln kann, erschließt sich mir nicht.