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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2022

Seedrachenabenteuer

Sea Monsters – Ungeheuer weckt man nicht (Sea Monsters 1)
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Schon das wunderschön gestaltete Cover verspricht einen tollen Lesegenuss für die kleinen Leser; und da es sich ja um die kleinen Erstleser handelt sind noch ein paar schöne Bilder illustriert. ...

Schon das wunderschön gestaltete Cover verspricht einen tollen Lesegenuss für die kleinen Leser; und da es sich ja um die kleinen Erstleser handelt sind noch ein paar schöne Bilder illustriert. Genau in der richtigen Menge um sich das gelesene noch leichter vorstellen zu können. Die Geschichte des kleinen Finn der auf einer Insel lebt und aufgrund einen Schwimmunfalls Angst vor dem Wasser hat wird kindgerecht erzählt. Als eine neue Mitschülerin auf die Insel zieht muss diese eine Mutprobe ablegen. Diese Mutprobe hat allerdings Folgen für die gesamte Insel. Unbeabsichtigt wecken die Kinder einen Seedrachen welcher das Leben auf der Insel durcheinanderwirbelt. Einzig Finn freundet sich mit dem Drachen an. Mit Hilfe der Vorfahren der Kinder, einem kauzigen Kapitän und den Inselbewohnern gelingt es dennoch die Insel zu retten.
Es geht um Abenteuer, Angstüberwindung, Zusammenhalt und das Gute in der Welt. Die Kapitel sind schön kurz gehalten udn lassen sich schön flüssig lesen.

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Veröffentlicht am 07.02.2022

Erlebte Vergangenheit

Im Schatten der Wende
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Ich kannte bisher weder den Autor noch hat mich das Cover unbedingt angesprochen; aber genau dieser gelbe Punkt auf dem Cover hat mich dann doch zu dem Buch greifen lassen. Und siehe da, der Klappentext ...

Ich kannte bisher weder den Autor noch hat mich das Cover unbedingt angesprochen; aber genau dieser gelbe Punkt auf dem Cover hat mich dann doch zu dem Buch greifen lassen. Und siehe da, der Klappentext hat sich sehr interessant angehört und ich wurde vom gesamten Inhalt auch nicht enttäuscht.
Ich habe diese Zeit damals als sechzehnjährige Auszubildende aus dem Westen hautnah miterlebt. Jetzt das Ganze nach über 30 Jahren noch einmal Revue passieren zu lassen hat mich dann doch sehr bewegt. Die Dinge die der Autor in der Handlung beschreibt kann ich nur bestätigen und jetzt noch viel intensiver nachvollziehen. Damals hat man sich als junger Mensch einfach nur gefreut und sich über so profane Sachen wie die rechtliche Umsetzung in dieser in vielerlei Hinsicht ungeklärten Zeit keine Gedanken gemacht. Anders als einer der Hauptprotagonisten in dem Buch, der schon damals eine sehr gute Einschätzung der folgenden Zeit vorhersagte.
Der Autor beschreibt sehr detailreich und einfühlsam die damalige Zeit von vielen Glücksrittern, Verlierern und normalen Menschen mit sämtlichen klischeebehafteten Einstellugnen sowohl der "Wessis" als auch der "Ossis". Für jemanden der diese Zeit nicht selbst miterlebt hat wird es immer schwer sein, die damaligen Verhältnisse (auch die klischeebehafteten) nachzuvollziehen, doch meiner Meinung nach hat sich der Autor nicht nur bemüht sondern es auch gut geschafft.

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Veröffentlicht am 18.08.2021

Gelungene Zeitreise

Die Hebamme
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Vorab, ich lese sehr gerne historische Romane. Diesen Roman hätte ich aufgrund des Covers aber wahrscheinlich erst einmal im Regal stehen lassen und mich anderen Büchern gewidmet, da das Cover doch etwas ...

Vorab, ich lese sehr gerne historische Romane. Diesen Roman hätte ich aufgrund des Covers aber wahrscheinlich erst einmal im Regal stehen lassen und mich anderen Büchern gewidmet, da das Cover doch etwas Düsternis verströmt. Wenn man sich allerdings erst einmal mit dem Buch auseinandergesetzt hat, und sich vor Augen hält, dass es sich um ein Originalfoto aus der Zeit handelt und genau dieses Foto darstellt, wie klein der einzelne Mensch doch vor einer gewaltigen Landschaft ist, und dennoch alles erreichen kann, finde ich dieses Cover doch sehr gelungen.

Zur Geschichte lässt sich sagen, dass es der Autor gekonnt versteht den Leser sehr kurzweilig in eine andere Zeit zu versetzen. Die Geschichte lässt sich sehr flüssig lesen obwohl, oder gerade deshalb, sehr detailreich auf das Leben der Ururgroßmutter als Hebamme als auch auf landschaftliche und geschichtliche Details in schwierigen Zeiten unter teils widrigen Umständen eingegangen wird. Sie hat es geschafft ein für sich selbst erfülltes Leben mit allen Höhen und (vielen) Tiefen zu meistern.
Er zeigt eine in sich ruhende Hauptperson die aufzeigt, dass es sich lohnt an seinen Träumen zu arbeiten.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Sehr gut recherchiert

Sieben Jahre
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Ein gutes Buch, nur ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte.

Von der Autorin, von der ich schon so viele Bücher gelesen habe bin ich normalerweise einen etwas andern Schreibstil gewohnt - viel emphatischer ...

Ein gutes Buch, nur ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte.

Von der Autorin, von der ich schon so viele Bücher gelesen habe bin ich normalerweise einen etwas andern Schreibstil gewohnt - viel emphatischer und mitreißender. Bei diesem hier fand ich schon den Einstieg etwas holprig und befremdlich; ich fand so gar keinen Zugang zu den Personen, sie waren für mich einfach nicht wirklich greifbar. Natürlich hatte ich keinen Heile-Heile-Welt-Roman erwartet, geht doch bereits aus dem Klappentext hervor, das es sich um den 7-jährigen-Krieg dreht, aber eben auch um König und Familie; und dieser Teil kam mir einfach ein bisschen zu flach daher. Hier hatte ich mir einfach ein bisschen mehr "Gefühl", Theatralik und Symbolik in diesem ungeheuren Machtgefüge der Familie erwartet, mehr Tiefe. Im Vordergrund stehen doch schon sehr die Schlachten und Gefechte dieses Krieges.

Ich möchte keinesfalls die Arbeit die in diesem Buch steckt schmälern, geschichtlich ist es wirklich herausragend genau recherchiert - hier sucht es wahrlich seines gleichen. Diese politische und militärische Schwerpunktsetzung kenne ich von der Autorin nur nicht in diesem Ausmaß. Die Spannung und ein gewisser emphatischer Aspekt bleibt bei dieser Aneinanderreihung von Kriegsgeschehen für mich einfach auf der Strecke.

Nichtsdestotrotz lässt sich dieser "dicke Wälzer" gut lesen, beleuchtet es doch eine historisch interessante Zeit die vielen in dieser Art gar nicht bekannt ist.

Ich möchte bewusst nicht näher auf die Handlung eingehen, soll doch eine gewisse Neugier für den Leser bleiben und nicht alles vorab verraten werden. Ich möchte lediglich meinen persönlichen Eindruck zu diesem gelesenen Buch wiedergeben.

Hut ab sage ich hier vor allem ob der gigantischen Recherche die für dieses Buch nötig war.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Für junge und junggebliebene Leser

Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten
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Meine 12-jährige Enkeltochter wollte dieses Buch unbedingt lesen. Auf die Frage warum meinte sie, sie habe in der Schule etwas von Kaspar Hauser gehört, außerdem wäre ja alles in Nürnberg passiert ...

Meine 12-jährige Enkeltochter wollte dieses Buch unbedingt lesen. Auf die Frage warum meinte sie, sie habe in der Schule etwas von Kaspar Hauser gehört, außerdem wäre ja alles in Nürnberg passiert und da wir nur 20 km entfernt wohnen wäre so eine Geschichte doch "total cool und interessant".
Zuerst habe aber ich diese Buch gelesen. Und ich muss sagen, trotz einiger Schwächen toll umgesetzt. Einen Detektivroman für junge Leser daraus zu machen fand ich anfangs zwar etwas ungewöhnlich aber moderne Zeiten erfordern auch moderne Leseansätze. Ich war gespannt.

Für die ersten Seiten musste ich mich allerdings etwas umgewöhnen, war die Ausdrucksweise doch fast etwas altmodisch; das hat sich aber im Lauf der Geschichte gegeben. Auch, dass Greta anfangs nur sporadisch erwähnt wird. Die Geschichte um Kaspar Hauser bleibt auf alle Fälle authentisch an den historischen Tatsachen und die fiktive Geschichte um Greta wird gut als umgebende eigenständige Geschichte darum herum gebaut. Hier ist dann aber doch einiges dem Lesealter geschuldet. Alles in allem fand ich die Geschichte aber gut umgesetzt; auch dass Kaspar Hauser hier als eine unnahbare, geheimnisvolle und nicht fassbare Gestalt beschrieben wird. Die Figur der Greta hingegen gewinnt mit Fortschritt der Geschichte mehr an Format.

Die Enkeltochter fand die Geschichte wirklich toll. Sie hatte keine Probleme mit dem anfangs etwas altmodischen Schreibstil. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge und wurden immer wieder von interessanten Illustrationen untermalt.
Toll fanden wir beide den Abschluss - ungewöhnlich aber interessant.

Aufgrund unserer Wohnortnähe mussten wir natürlich sämtliche Strecken ablaufen und konnten so das Gelesene noch besser nachvollziehen - erlebbarer Geschichtsunterricht sozusagen.

Fazit: Uns beiden hat das Buch sehr gut gefallen und wir können es für junge und junggebliebene Leser empfehlen.

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