Ermittlungen kennen kein Alter
Mrs Potts’ Mordclub und der tote NachbarLeicht süffisant und trotzdem mit ernsten Momenten versehen, sowie einer Portion Spannung kommt dieser Krimi daher. Ich fand diesen Kriminalroman unterhaltsam. Das Coverbild ist bunt gestaltet. Erkennbar ...
Leicht süffisant und trotzdem mit ernsten Momenten versehen, sowie einer Portion Spannung kommt dieser Krimi daher. Ich fand diesen Kriminalroman unterhaltsam. Das Coverbild ist bunt gestaltet. Erkennbar ist eine Häuserzeile, welche typisch für eine englische Kleinstadt ist. Mit ein wenig Fantasie könnte es sich um eine Straße in Marlow (Handlungsort) handeln.
Der Klappentext ist sehr ausführlich und bereitet die Leser gut auf das Handlungsgeschehen vor. In der Story geht es um die 77-jährige Judith Potts, welche allein in einem alten Herrenhaus lebt und als Autorin für Kreuzworträtsel arbeitet. Plötzlich wird sie Zeugin eines Mordes auf einem Nachbargrundstück. Kurze Zeit später geschehen weitere Morde. Zusammen mit der Hundesitterin Suzie, sowie der Pfarrersfrau Becks beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln und stößt dabei auf so einige Geheimnisse in der Stadt bzw. lernt auch einiges über sich selbst noch dazu.
Die Hauptprotagonistin ist eine rüstige, in festen Strukturen eingefahrene Persönlichkeit. Aufgrund der Umstände wird ihr „Rätselfieber“ gepackt und sie möchte den Fall möglichst bald aufklären. Dabei kommt sie für ihr Alter sehr „technisch versiert“ und aufgeschlossen daher. Als wesentliche Nebenfiguren der Geschichte treten die Hundesitterin Suzie, die Pfarrersfrau Becks, Sergeant Tamika Malik, der Rechtsanwalt Andy Bishop sowie das sonderbare „Ruderpärchen“ Liz und Danny Curtis in Erscheinung. Mir hat die Pfarrersfrau Beck am besten gefallen. Am Anfang der Handlung tritt diese als „verklemmtes Hausmütterchen“ in Erscheinung, welche nur für Mann und Kinder da ist. Nach und nach taut ihre Persönlichkeit immer mehr auf und sie hält für die Leser die ein oder andere Überraschung bereit.
Der Aufbau der Story ist stringent und mit keinen Zeitsprüngen versehen. Die Handlung spielt in der heutigen Zeit und ist somit für einen als Leser gut nachvollziehbar. Der Schreibstil ist dialogorientiert, sehr flüssig lesbar und gut in das deutsche übersetzt worden. Die Spannung der Geschichte gewinnt im Laufe der Erzählung immer wieder an Tempo und wird ab und zu mit „Spannungspausen“ unterbrochen was mir gut gefallen hat. Als Zielgruppe des Romans kommen Krimifans aller Altersklassen in Betracht. Das Fazit ist positiv. Süffisant erzählt kommt dieser Krimi sehr leicht daher und sorgt für kurzweilige Lesestunden. Wer einen leichten und kurzweiligen Krimi lesen möchte sollte hier auf jeden Fall zugreifen.