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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2022

Mix aus Spannung, Privatleben, und Südfrankreich-Flair

Gefährlicher Lavendel (Ein-Leon-Ritter-Krimi 3)
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Leon Ritter ermittelt in „Gefährlicher Lavendel“ zum 3. Mal und das wiedermal auf seine ganz eigene unkonventionelle Art. Dabei gerät der Rechtsmediziner erneut in brenzlige Situationen, die sehr spannend ...

Leon Ritter ermittelt in „Gefährlicher Lavendel“ zum 3. Mal und das wiedermal auf seine ganz eigene unkonventionelle Art. Dabei gerät der Rechtsmediziner erneut in brenzlige Situationen, die sehr spannend beschrieben werden und man als Leser lange nicht durchblickt.
Der Schreibstil dabei ist modern und flüssig zu lesen. Und auch wie die Story erzählt wird mit seinen Wendungen und den Rückschlägen Ritters bei seinen eigenmächtigen Ermittlungen war für mich authentisch und überzeugend. Dass natürlich in einem Roman/Krimi, der in einer potenziellen Urlaubsregion spielt, die Gegend mit all ihren Vorzügen – landschaftlich und kulinarisch – Erwähnung findet, hat ja schon fast Tradition. Auch hier ist es nicht anders – Südfrankreich im Frühling – dass ist schon eine Reise wert, sollte man sich da wohl sagen. Aber gut, der eigentliche Krimi-Plot gerät dadurch nicht in den Hintergrund.
Mich hat auch dieser 3. Fall gut unterhalten. Und der Mix aus Spannung, Privatleben, und Südfrankreich-Flair war ausgeglichen. Ich empfehle diesen Krimi gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 03.03.2022

CosyCrime mit liebenswerter Hauptfigur

The Maid
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Molly, das Zimmermädchen im Regency Grand Hotel ist anders. Die Fähigkeit, soziale Signale, Absichten und Ausdrücke zu deuten oder sogar Wörter in einem nicht wörtlichen Sinn zu verstehen, ist ihr fremd. ...

Molly, das Zimmermädchen im Regency Grand Hotel ist anders. Die Fähigkeit, soziale Signale, Absichten und Ausdrücke zu deuten oder sogar Wörter in einem nicht wörtlichen Sinn zu verstehen, ist ihr fremd. Aber sie liebt ihre Arbeit, jeden Morgen ihre frische, saubere Uniform anzuziehen und mit ihrer obsessiven Liebe zur Reinigung und korrekten Etikette ist sie genau die richtige Person, um die Gästezimmer wieder in einen perfekten Zustand zu versetzen und danach spurlos zu verschwinden - es macht ihr nichts aus, unsichtbar zu sein. Leider wird ihre geordnete Welt auf den Kopf gestellt, als sie den Gast Mr. Black tot auffindet und die Polizei Molly zur Hauptverdächtigen macht. Nun wird sich zeigen müssen, ob sie die Lektionen ihrer Oma auch in solch einem schwierigen Kontext anwenden kann, und wer in dieser Situation Freund und wer Feind ist...

Dies ist ein CosyCrime mit Tiefgang, und Molly ist wirklich eine unvergessliche Figur, die man einfach lieben muss. Es macht einfach Spaß, Molly bei ihrer Sicht der Dinge zu begleiten und die teils skandalösen Geheimnisse aufzudecken. Dabei kommt es zu manch lustiger Szene, einigen Intrigen und dem Mysterium um einen verschlossenen Raum. Und plötzlich sind auch bei näherer Betrachtung mehr als nur Molly der Tat verdächtig.

Fazit: Mit einem perfekten Tempo, einem fesselnden Plot und dem gut ausgetüftelten Mordfall sowie unerwarteten Drehungen und Wendungen, aber vor allem mit einer charmanten und liebenswerten Hauptfigur, weiß dieser Krimi zu Punkten. Mir hat dieser anders angelegte Krimi wirklich gut gefallen und empfehle ihn hiermit auch gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.03.2022

Guter Krimi mit viel Lokalkolorit

Mostbarone
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Im 4. Band der Kommissar Brandner – Krimireihe ist ein Mord mittels einer mehr als ungewöhnlichen Tatwaffe geschehen. Aber irgendwie passt sie auch wieder zum Umfeld, in dem sich die Tat ereignete. Und ...

Im 4. Band der Kommissar Brandner – Krimireihe ist ein Mord mittels einer mehr als ungewöhnlichen Tatwaffe geschehen. Aber irgendwie passt sie auch wieder zum Umfeld, in dem sich die Tat ereignete. Und so steht Brandner vor gar nicht so einfachen Ermittlungen ganz zu schweigen von einem schnellen Aufklärungserfolg, wie er es anfänglich eigentlich erhofft hatte, denn plötzlich gibt es weitere Opfer...

Im neuen Band seiner Krimireihe nimmt sich der Autor Helmut Scharner einer typischen kulinarischen Spezialität Niederösterreichs an, dem Most. Im Bereich der Mostherstellung, seiner vielen verschiedenen Sorten und den Mostbaronen lässt er seinen Kommissar Brandner diesmal ermitteln, und das mit viel Lokalkolorit, ein echter Regionalkrimi eben. Die Krimihandlung ist dabei gut aufgebaut, wobei sie ab und an für meinen Geschmack ein paar Längen hat, unter denen die Spannung im Mittelteil doch leidet. Der letzte Abschnitt hat mir dann wieder besser gefallen. Er war noch mal richtig fesselnd und die Auflösung des Falls, das Wer und das Warum, haben mich überzeugen können.

Fazit: Auch wenn zwischendrin ein paar Längen waren, konnte mich aber das Ende wieder mit dem Krimi insgesamt versöhnen. Nicht zu Letzt auch wegen des angenehmen Schreib- und Erzählstils und der lebensecht charakterisierten Haupt- und Nebenfiguren. Alles in allem ein guter Regionalkrimi, der viele interessante Fakten rund um Most und seine Barone zu bieten hat. Ich empfehle den neuen Brandner-Fall gern weiter und bewerte ihn mit 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.02.2022

Gute Fortsetzung der Serie

Grenzfall – Ihr Schrei in der Nacht
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Nachdem ja Band 1 „Grenzfall Der Tod in ihren Augen“ mit einem Knalleffekt für uns Leser über die private Situation der beiden Hauptermittler Jahn und Krammer endete, war ich schon sehr gespannt, wie die ...

Nachdem ja Band 1 „Grenzfall Der Tod in ihren Augen“ mit einem Knalleffekt für uns Leser über die private Situation der beiden Hauptermittler Jahn und Krammer endete, war ich schon sehr gespannt, wie die Autorin diesen Fakt neben dem neuen Fall weitererzählen würde. Denn dass beide durch ihre jeweiligen Ermittlungen wieder miteinander zu tun bekommen würden, lag auf der Hand. Diesmal werden sie unabhängig von einander mit dem Verschwinden von Jugendlichen konfrontiert. Während Alexa Jahn, auf deutscher Seite, von wetterbedingtem Vermisstsein ausgeht, geht Bernhard Krammer, auf österreichischem Gebiet, einem anderen Motiv nach. Durch viele Perspektivwechsel, da ja an verschiedenen grenznahen Orten ermittelt wird, und die kurz gehaltenen Kapitel bleibt Tempo und Spannung auf einem angenehmen Level. Was ich allerdings schade fand, ist, dass die Weitererzählung der persönlichen Geschichte beider Ermittler zu kurz ausgefallen ist, da erhoffe ich mir im 3. Teil dann doch wesentlich mehr. Denn gerade diese Konstellation macht ja unter anderem den Reiz der Reihe aus.
Ansonsten liest sich auch dieser 2. Teil gut weg und das Wer und Warum zum Verschwinden der jungen Leute ist überraschend und nachvollziehbar erzählt. „Grenzfall Ihr Schrei in der Nacht“ kann man unabhängig von Teil 1 lesen, wobei ich als Serienfan jedoch empfehle die Reihenfolge einzuhalten, schon allein um die Privatsituation von Jahn und Krammer verstehen zu können. Alles in allem ist dieser Krimi eine gute Fortsetzung der Serie, die mit einem Ende aufwartet, welches mich jetzt schon nach dem Abschlussband fiebern lässt. Aber bis dahin gibt es erst einmal für diesen 2. Fall eine Leseempfehlung und aufgerundete 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 13.02.2022

Ein echtes Lesevergnügen

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Nachbar
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Dieser Krimi ist so herzerfrischend, das ich ihn jedem Leser absolut empfehlen kann, der mal nichts über einen vom Privatleben und der Arbeit gebeutelten Detektiv/Kommissar lesen will, dafür aber eine ...

Dieser Krimi ist so herzerfrischend, das ich ihn jedem Leser absolut empfehlen kann, der mal nichts über einen vom Privatleben und der Arbeit gebeutelten Detektiv/Kommissar lesen will, dafür aber eine findige und humorvolle Ermittlergruppe „bei der Arbeit“ begleiten möchte. Denn genau das findet man in diesem Kriminalroman.
Judith Potts, 77 Jahre alt, in einem Herrenhaus lebend und Kreuzworträtselentwerfende, stolpert über einen Mord an ihrem Nachbarn, den sie wegen der Nichtbeachtung durch die Polizei selbst lösen muss. Doch ganz allein steht sie nicht, da wären nämlich noch Suzie, die Hundeausführerin des Dorfes, und Becks, die sittsame Frau des Vikars und DS Tanika Malik, die stellvertretende Polizeiermittlerin. Gemeinsam begeben sie sich auf Verbrecherjagd, wobei es hier und da zu Situationen kam, bei den ich mir das Lachen nicht verkneifen konnte. Auch wenn die Ermittlungen manchmal etwas zu kompliziert erzählt waren, werden aber alle Fäden letztlich überzeugend verbunden und passen so gut zusammen, wie die Kreuzworträtsel, die Judith entwickelt.
Fazit: Eine Gruppe liebenswerter und humorvoller Charaktere und eine spannende Jagd nach dem Täter machen "Mrs Potts Mordclub" zu einem echten Lesevergnügen. Ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen mit Judith und Co.