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Veröffentlicht am 07.03.2022

Erwartungen nicht erfüllt

Vertraute Qualen
3

Kirsten Nähle – Vertraute Qualen

Der 16 jährigen Leon wird nach einer Party vermisst.
Ein paar Tage später wird ein weiterer Junge vermisst, der in Leon‘ s Klasse geht.
Sind die Jungs weggelaufen oder ...

Kirsten Nähle – Vertraute Qualen

Der 16 jährigen Leon wird nach einer Party vermisst.
Ein paar Tage später wird ein weiterer Junge vermisst, der in Leon‘ s Klasse geht.
Sind die Jungs weggelaufen oder ist ihnen etwas zugestoßen? Die Frage stellen sich nicht nur die Eltern der Jungs, sondern auch Victoria Stahl, Oberkommissarin in Würzburg. Dies ist ihr erster Fall nach einer Auszeit. Leider ist sie auch persönlich betroffen, denn Leon ist der Freund ihrer Tochter.

Ein anfangs vielversprechender Krimi, der leider meine Erwartungen nicht erfüllt hat.
Warum?
Zu beginn fand ich die Geschichte sehr rasant, da sie aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Der Anfang macht Leon, er ist auf der Party bei seinem Kumpel Kai. Man hat das Gefühl, das er sich nicht wirklich wohlfühlt. Das mag am Alkohol liegen, oder am vorprogrammierten Ärger mit seinem Vater, egal. Er geht. Leider hat er den letzten Bus verpasst und muss irgendwie nach Hause kommen… ans andere Ende der Stadt und in seinem Zustand. Fast unmöglich. Aber er macht sich auf den Weg. Plötzlich hält ein Auto neben ihm und er steigt nach kurzem zögern ein, denn er kennt den Fahrer.
Dann kommt Victoria ins Spiel, so hat jede relevante Figur im Buch ihre eigenen Kapitel. Immer kurzgehalten. Aber man konnte dadurch vieles nachempfinden.
Irgendwann hat mich das gestört, weil es doch eher die Spannung herausnahm und ich nicht fließend lesen konnte.
Eigentlich ein interessantes Buch und wichtiges Thema: Mobbing in der Schule, von den Eltern missverstanden oder zu etwas gedrängt was man nicht möchte, Homosexualität. Nach den Täter Kapiteln, versteht man auch warum den Titel „Vertraute Qualen“ heißt. Der Täter hat genau das gleiche durchgemacht, wie eines seiner Opfer. Diesen Jungen lässt er laufen, was ich erstmal nicht verstanden habe. Warum bringt er den einen Jungen um und den nächsten lässt er laufen, nachdem er ihn misshandelte und quälte, was die Autorin bis ins kleinste Detail beschreibt, das mir erst mal etwas übel wurde. Je weiter die Geschichte vorankommt, versteht man das aber auch.
Ab einem gewissen Punkt hatte ich das Gefühl, die Autorin müsse jetzt schnell zum Schluss kommen, denn plötzlich macht der Täter Fehler, die einfach nicht möglich wären. Nachdem wie er sonst gehandelt hat und nie erwischt wurde. Ein enttäuschendes und nicht stimmiges Ende.
Allerdings muss ich der Autorin zugutehalten, dass sie ihre Leser bis zum Schluss im Dunkeln tappen lässt mit der Täterfindung.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 07.03.2022

Enttäuschend

Der Mann, der zu träumen wagte
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Das Buch landete auf meiner Wunschliste, da ich nach der Buchmesse die Leseprobe gelesen hatte. Die klang vielversprechend.
Der Titel und das Cover sagten mir zu und ich habe noch nie zuvor etwas von ...

Das Buch landete auf meiner Wunschliste, da ich nach der Buchmesse die Leseprobe gelesen hatte. Die klang vielversprechend.
Der Titel und das Cover sagten mir zu und ich habe noch nie zuvor etwas von Graeme Simsion gelesen.
Ich habe die Geschichte gehört. Sie fing auch ganz toll an, bis zu dem Zeitpunkt als Adam zurück nach England ging. Ab da zog sich die Geschichte und ich fand einfach nicht die Botschaft, die der Autor uns mitteilen mochte. Der Mittelteil in Frankreich, hat mich , ich möchte nicht sagen angewidert, aber muss es denn immer um Sex gehen in einer Geschichte? Ich weiß das war mehr "Nebensache" aber es war schon ziemlich viel.
Letztendlich hat mich das Ende aber positiv gestimmt und ich kann mit der Geschichte meinen Frieden machen. Auch wenn sie nicht da gehalten hat, was die Leseprobe versprach.

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Veröffentlicht am 27.02.2022

Lieben oder hassen?

Garp und wie er die Welt sah
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John Irving – Garp und wie er die Welt sah



T.S. Garp, geboren als unehelicher Sohn der Feministin Jenny Fields, möchte Schriftsteller werden. Er fliegt mit seiner Mutter nach Wien und schreibt hier ...

John Irving – Garp und wie er die Welt sah



T.S. Garp, geboren als unehelicher Sohn der Feministin Jenny Fields, möchte Schriftsteller werden. Er fliegt mit seiner Mutter nach Wien und schreibt hier sein erstes Buch. Im Laufe der Jahre begegnen ihm viele eigenartige und liebenswerte Menschen. Er erfährt Freud und Leid, Schmerz und Liebe. Eine skurrile, absurde, mitreißende, abstoßende Geschichte.


Ich weiß nicht was ich von John Irving´s Garp und wie er die Welt sah halten soll. Anfangs fand ich das Buch amüsant und musste sehr oft lachen, was aber wohl eher an dem Sprecher des Hörbuchs lag. Rufus Beck hat die Geschichte so lebendig gemacht. Ich hätte mir keinen besseren Sprecher vorstellen können.


Und doch bin ich mir noch nicht sicher, ob ich das Buch mag.


Fast keiner der Charaktere war mir besonders sympathisch und doch hatte ich an manchen Stellen Tränen in den Augen und fand es traurig, wenn und wie der/die ein oder andere Protagonist*in starb.


Ich fand Teile der Geschichte extrem widerlich und hätte am liebsten abgebrochen, und dann konnte ich es wieder nicht abwarten, weiter zu hören.


Garp und wie er die Welt sah, entfachte alle möglichen Empfindungen in mir. Liebe und Hass, Traurig- und Heiterkeit.


Verwirrend fand ich auch die Bücher im Buch. Jedes Mal wenn Garp ein Buch geschrieben hat, wurde gefühlt das ganze Buch in dem eigentlichen Buch erzählt.


Trotzdem gebe ich dem Buch 3Leseratten, denn irgendwie hat es mich ja doch unterhalten und ich habe es bis zum Schluss gehört

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Veröffentlicht am 11.04.2022

Erwartungen nicht erfüllt

RABBITS. Spiel um dein Leben
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Terry Miles – Rabbits Spiel um dein Leben



Ich bin ehrlich, ich weiß nicht wie ich das gelesene in eigene Worte fassen soll.

Es geht um ein Spiel, genannt Rabbits, das wohl schon seit Jahrzehnten gespielt ...

Terry Miles – Rabbits Spiel um dein Leben



Ich bin ehrlich, ich weiß nicht wie ich das gelesene in eigene Worte fassen soll.

Es geht um ein Spiel, genannt Rabbits, das wohl schon seit Jahrzehnten gespielt wird. Es werden immer Runden gespielt. Und aktuell befinden wir uns in der 10. Runde. Viele Menschen verschwinden oder sterben. Es gibt sehr viele Protagonisten, welche ich überhaupt nicht zuordnen kann. Hauptprotagonisten sind K (ja das ist sein Name, nicht mehr und nicht weniger) und Chloe. Sie versuchen herauszufinden, wie man das Spiel spielt und begeben sich mehr als ein Mal in Gefahr.

Das ist das Einzige was ich verstanden habe.

Irgendwie gibt es noch ein Multiversum und verschiedene Ebenen. K. switcht ungewollt zwischen diesen Ebenen hin und her, so dass ich als Leser, letztendlich nicht mehr wusste was und wer real ist.

Der Klappentext war so vielversprechend. Ich hatte sogar überlegt, ob ich mich für diesen Thriller bewerben soll, so spannend war schon alleine der Hinweis auf die Geschichte.

Leider konnten meinen Erwartungen nicht, befriedigt werden. Im Gegenteil.

Vielleicht habe ich auch einfach nicht den Thrill in der Geschichte gesehen, oder ich bin die falsche Zielgruppe. Klar gab es sehr viele spannende Passagen, aber die endeten in Fragen über Fragen, welche letztendlich nicht beantwortet werden konnten

Ich bin mir sicher, würde ein Gamer oder ein „Nerd“ das Buch lesen, wäre er begeistert.

Mein Geschmack hat es nicht getroffen, ich hätte gerne abgebrochen, was ich aber nicht fair fand, da ich das Buch als Leserundenexemplar erhalten habe.

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