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Veröffentlicht am 09.03.2022

Tragische Schicksale

All the Songs of my Soul
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„All the Songs of my Soul“ von Amy Harmon ist der zweite Band der Laws of Love Reihe, in dem auch die Charaktere aus Band 1 eine wichtige Rolle spielen.
Der Barbesitzer David (Tagg) Taggert ist überrascht, ...

„All the Songs of my Soul“ von Amy Harmon ist der zweite Band der Laws of Love Reihe, in dem auch die Charaktere aus Band 1 eine wichtige Rolle spielen.
Der Barbesitzer David (Tagg) Taggert ist überrascht, als er feststellt, das die neue Tänzerin in seiner Bar blind ist. Millie Anderson ist völlig anders als alle Frauen, die Tagg kennt, und sie erstaunt ihn jeden Tag aufs Neue. Bisher dachte Tagg, dass ihn allein das Kämpfen ausfüllt und seine inneren Dämonen vertreibt. Aber mit Millie an seiner Seite entdeckt Tagg auf einmal Gefühle, die er nie erwartet hätte. Leider ist das Glück erneut nicht auf seiner Seite, aber so leicht gibt Millie nicht auf.

Bei den Büchern von Amy Harmon schlägt das Schicksal nie nur einmal, sondern gleich doppelt und dreifach zu. Man sollte beim Lesen also emotional halbwegs stabil sein, ansonsten könnte einen die schwermütige und tragische Story leicht runterziehen.
Es ist von Vorteil, wenn man den Vorgängerband gelesen hat, denn erstens spielt Moses erneut eine tragende Rolle und auch Tagg und seine Vorgeschichte sind dann keine Unbekannten mehr. Tagg selbst ist spurlos verschwunden und kommuniziert den Großteil des Buches nur über aufgenommene Kassetten, in denen er sich und seine Gefühle erklärt. Die Frau, der diese Gefühle gelten, bekommt keine eigene Perspektive, was möglicherweise gewöhnungsbedürftig ist.
Es dauert nicht lange, dann hat man die Richtung durchschaut, in die sich die Dinge offensichtlich entwickeln werden. Amy Harmon ist die Meisterin des herzzerreißenden Dramas und auch hier läuft sie zur Hochform auf. Auf Leichtigkeit sollte man dabei nicht hoffen, höchstens auf ein paar Bröckchen Hoffnung.
Ich muss zugeben, dass ich mir am Ende einen einzigen klärenden Satz mehr gewünscht hätte, damit man nicht dermaßen in der Luft hängt. Egal wie dieser ausgefallen wäre, aber ein klares Statement wäre schön gewesen.

Mein Fazit:
Die berührende Lovestory bekommt von mir insgesamt gute vier Sterne!

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Veröffentlicht am 09.03.2022

Beziehung reloaded

Offen für alles
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„Offen für alles“ von Lilly Blank ist eine unterhaltsame Story über Lebenskrisen mit Mitte 40, durch die ihre Protagonistin neue Wege zum Lebensglück ausprobieren möchte.
Vivian steht mitten im Leben ...

„Offen für alles“ von Lilly Blank ist eine unterhaltsame Story über Lebenskrisen mit Mitte 40, durch die ihre Protagonistin neue Wege zum Lebensglück ausprobieren möchte.
Vivian steht mitten im Leben und ist augenscheinlich glücklich. Zumindest glaubt sie das, bis ihre beste Freundin Claudia erwähnt, dass deren Mann regelmäßig fremdgeht und sie nicht einmal unglücklich darüber ist. Das bringt Vivian zum Nachdenken, denn ihre eigene Ehe dümpelt eingefahren vor sich hin und ihr Mann Karl löst bei ihr schon längst kein leidenschaftliches Herzklopfen mehr aus. Die Liebe ist unbestreitbar noch vorhanden, aber warum nicht mal was Neues ausprobieren? Also gehen beide das Projekt offene Ehe an und erleben einige Überraschungen.

Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite des Zaunes und so scheinen auch plötzlich andere Männer viel attraktiver als das Exemplar nebenan im Ehebett. Vivian steckt mitten in der Krise und je länger sie darüber nachdenkt, desto besser erscheint ihr ihr unkonventioneller Plan. Die Tücken ihrer Idee zeigen sich jedoch schnell, wenn der scheinbar langweilige Partner viel eher Spaß an der Sache findet und sich ungewohnte Eifersucht zeigt.
Die Autorin zeigt in ihrer Geschichte humorvoll und unterhaltsam, was mit einer langjährigen Ehe passieren kann, wenn die Luft raus und der Lack ab ist. Ob die neue Offenheit aber nützlich oder eher schädlich ist, sollte man unbedingt selbst im Buch herausfinden.
Die Charaktere haben allesamt Ecken und Kanten und man darf ungehemmt Sympathien verteilen, verurteilen oder mitfiebern. Das Leben steckt voller Möglichkeiten und Entscheidungen, aber auch voller Fallgruben und Fehler. Wo andere Geschichten mit dem Happy End und rosa Wolken abschließen, setzt Lilly Blank gute zwanzig Jahre später und mitten in der nicht immer tollen Realität an. Das ist authentisch, witzig und regt in vielen Punkten zum Nachdenken an.

Mein Fazit:
Andere Mütter haben auch schöne Söhne oder behält man vielleicht doch lieber das bewährte und bereits eingearbeitete Exemplar? Oder wird man am Ende selbst ausgetauscht? Lest es am besten selbst im Buch nach!

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Veröffentlicht am 09.03.2022

Actionreiches Finale

IMPERIAL - Until Daylight 3
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„Imperial – Until Daylight“ ist der dritte und finale Band der royalen Trilogie um das kleine fiktive Königreich voller Machtspielchen und Intrigen.
Der brutale Angriff auf den Palast hat zahlreiche Opfer ...

„Imperial – Until Daylight“ ist der dritte und finale Band der royalen Trilogie um das kleine fiktive Königreich voller Machtspielchen und Intrigen.
Der brutale Angriff auf den Palast hat zahlreiche Opfer gefordert und noch immer stehen die Königsfamilie und Lauren und ihre Freunde unter Schock. Offenbar schreckt der belvarische König Cordelius vor nichts zurück und so müssen sich die Rebellen um Laurens Vater neu formieren. Während Alexander und seine Familie sich auf Whitcaster zurückgezogen haben, muss Lauren mit den neuen Enthüllungen um ihren Vater fast allein klarkommen. Außerdem ist ihre jüngere Schwester offenbar tatsächlich entführt worden und die fieberhafte Suche war bisher erfolglos. Gibt es für die Liebe von Alexander und Lauren überhaupt eine Chance?

Nach dem actionreichen und spannenden Ende des zweiten Bandes geht die Handlung nahtlos weiter und das Chaos ordnet sich langsam. Wie auch in den beiden Vorgängerbänden wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was die Dynamik der Story zusätzlich ankurbelt. Das Tempo hat im Vergleich zum ersten Teil erheblich angezogen und es ist um einiges spannender geworden. Die Lovestory um Alexander und Lauren steht schon lange nicht mehr ausschließlich im Mittelpunkt und nach und nach klären sich die offenen Handlungsfäden.
Zusätzlich lässt Maddie Sage in ihrem Finale immer wieder neue überraschende Geheimnisse ans Licht kommen, die für Aufregung sorgen und mit denen ich nicht gerechnet hätte.
Bei den Charakteren muss ich zugeben, dass die einst verhasste Maisie inzwischen Lauren locker den Rang abläuft und sich zu einer der interessantesten Figuren der Trilogie entwickelt hat. Dagegen sieht Lauren fast blass aus. Die Wandlung von Alexander im Laufe der Zeit hat mir auch gefallen, denn sein Weg vom frustrierten Ja-Sager zum starken und selbstbewussten Thronfolger ist beeindruckend.

Mein Fazit:
Insgesamt ist der actionreiche dritte Teil für mich der beste der Reihe und ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.03.2022

Schicksalhaftes Spiel

Die Bücher der Unsterblichkeit, Band 1 - 2 Seelen. Das erste Buch der Unsterblichkeit
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„2 Seelen. Das erste Buch der Unsterblichkeit“ ist der Auftakt einer magischen Romantasy von Rose Snow.
Nach dem Tod ihres Großvaters müssen Kela und ihr Bruder Brandon notgedrungen ein paar Untermieter ...

„2 Seelen. Das erste Buch der Unsterblichkeit“ ist der Auftakt einer magischen Romantasy von Rose Snow.
Nach dem Tod ihres Großvaters müssen Kela und ihr Bruder Brandon notgedrungen ein paar Untermieter in ihrem Haus aufnehmen, um finanziell über die Runden zu kommen. Die drei düsteren und geheimnisvollen Jungs machen Kelas Leben mit ihrem rätselhaften und unberechenbaren Verhalten aber nicht unbedingt einfacher. Als wäre das nicht genug, sieht Kela plötzlich den Geist ihres toten Großvaters, der durch das Haus spukt, und sie bekommt seltsame Briefe mit mysteriösen Botschaften. Offenbar ist Kela längst Teil eines großen und gefährlichen Spiels geworden, von dem sie noch nichts ahnt.

Mit Kela, oder eigentlich Katalea, bin ich auf Anhieb warm geworden. Ihre Gefühlsverwirrung ist absolut nachzuempfinden, denn nach dem Tod ihrer Mutter und nun dem ihres Großvaters hat sie nur noch ihren Bruder. Sie ist ein liebenswerter und warmherziger Mensch, was vor allem in ihrer engen Beziehung zum kranken Nachbarsjungen Oscar deutlich wird.
Die Handlung wird komplett aus Kelas Perspektive erzählt, was es manchmal schwierig macht, einen Zugang zu den anderen Charakteren zu finden. Vor allem der undurchschaubare und düstere Nero machte es mir bis zum Ende schwer. Er ist zwar offensichtlich der zweite Part des Romantasy-Couples, aber ich persönlich konnte leider nur spärliche Funken spüren und fand ihn wenig sympathisch. Auch die anderen Figuren bleiben oft oberflächlich und konnten mich nur wenig berühren. Am ehestens bleiben noch der skurrile Großvater und der süße Oscar im Gedächtnis.
Die Story ist durchaus spannend konstruiert, auch wenn es zwischendrin immer mal kleinere Längen gibt. Gegen Ende zieht das Tempo wieder an, so dass die Spannungskurve bis zum obligatorischen Cliffhanger enorm ansteigt. Ich bin neugierig, wie es weitergehen wird und ob sich die Charaktere von Nero und Kela noch weiterentwickeln werden.

Mein Fazit:
Das Spiel um die Schlüssel hat begonnen und nun muss sich zeigen, wer es gewinnen wird. Trotz kleiner Kritikpunkte gibt es von mir eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.03.2022

Zweite Chance

After Hours
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„After Hours“ von Helene Holmström ist der dritte und letzte Band ihrer Office-Romance-Reihe um eine schwedische Anwaltskanzlei.
Parisa Tagavis ist eine brillante Forscherin, die mit ihrem Unternehmen ...

„After Hours“ von Helene Holmström ist der dritte und letzte Band ihrer Office-Romance-Reihe um eine schwedische Anwaltskanzlei.
Parisa Tagavis ist eine brillante Forscherin, die mit ihrem Unternehmen Endo kurz vor dem Durchbruch steht. Doch plötzlich steht die Polizei vor der Tür und Parisa wird verhaftet. Sie soll die Investoren vorsätzlich betrogen und ihre Studien manipuliert haben. In ihrer Verzweiflung bittet Parisa ihre große Jugendliebe Johannes Lund um Hilfe. Johannes ist Anwalt und tut alles, um Parisa von den Vorwürfen zu entlasten. Gleichzeitig stürzt ihn das Wiedersehen in ein großes Gefühlschaos, denn die Trennung vor zehn Jahren war ein schwerer Schlag für ihn und seine Gefühle für Parisa sind nie verschwunden.

Mit diesem Buch schließt die Autorin ihre Trilogie ab und damit enden die Geschichten um die Anwälte von Svärdh & Partner. Der Schreibstil von Helene Holmström vermittelt erneut das unverwechselbare schwedische Lebensgefühl, was ihre Romane ausmacht.
Parisa ist mit Herz und Seele Wissenschaftlerin, aber dadurch leider für andere Dinge oft blind. Es war für mich nicht ganz nachvollziehbar, wie sie die Machenschaften in ihrer eigenen Firma überhaupt nicht mitbekommen haben will oder wie sie zehn Jahre lang mit einem Mann zusammenleben konnte, den sie scheinbar überhaupt nicht kennt. Dadurch wirkt ihr Charakter stellenweise blass und naiv.
Johannes hat sich von ganz unten hochgearbeitet und seinen Erfolg hart erkämpft. Parisa ist seine Schwachstelle, aber er kann sie nicht im Stich lassen. Mir hat seine Darstellung richtig gut gefallen, da er keine Samthandschuhe anzieht und auch unbequeme Fragen stellt.
Man spürt beim Lesen, dass die Autorin ihre eigenen fachlichen Kenntnisse mit einfließen lässt, obwohl der eigentliche Fall doch sehr konstruiert wirkt. Trotzdem ist die Handlung interessant und auch die Lovestory zwischen Parisa und Johannes ist authentisch und knisternd. Ich mag besonders die Rückblicke, die einen intensiven und berührenden Einblick in die Vergangenheit bieten. Vor allem die Geschichte von Johannes hat mich tief bewegt.

Mein Fazit:
Das Buch bietet einen gelungenen Abschluss und bekommt von mir gern eine Leseempfehlung!

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