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Veröffentlicht am 22.03.2022

Kleinstadtcharme

Heart of Texas - Das Land so weit
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„Heart of Texas – Das Land so weit“ von Debbie Macomber zeigt auch im dritten Band, dass die kleine Stadt Promise in Texas so einige Dramen zu bieten hat.
Vor fünf Jahren kehrte Caroline vom College zurück ...

„Heart of Texas – Das Land so weit“ von Debbie Macomber zeigt auch im dritten Band, dass die kleine Stadt Promise in Texas so einige Dramen zu bieten hat.
Vor fünf Jahren kehrte Caroline vom College zurück in ihre Heimatstadt Promise und hatte ihre neugeborene Tochter mit im Gepäck. Niemandem hat sie jemals verraten, wer Maggies Vater ist. Selbst ihre beste Freundin Savannah weiß es nicht. Schon einige Zeit lang zeigt Savannahs älterer Bruder Grady Interesse an Caroline, aber die bisherigen Annäherungsversuche endeten meist in kleinen Katastrophen. Der ruhige und etwas schroffe Farmer ist im Flirten ziemlich unbeholfen und schließlich gilt es auch Maggies Herz für sich zu gewinnen.

Es ist von Vorteil, wenn man die Vorgängerteile gelesen hat, denn die Geschichten bauen aufeinander auf und gehen fließend ineinander über. Wer also die Reihe kennt, für den sind Grady und Caroline keine Unbekannten und auch ihre schwierige Beziehungsgeschichte ist nicht neu.
Grady ist ein anständiger und herzensguter Kerl, aber sobald er Caroline oder Maggie gegenübersteht, schaltet sich offenbar sein Gehirn ab. Ich will es noch nicht einmal als „Flirten“ bezeichnen, was Grady da veranstaltet. Seine durchaus gut gemeinten Komplimente sind oft nur für Hartgesottene. Trotzdem ist es irgendwie süß, wie er verzweifelt versucht, Caroline seine Gefühle zu gestehen.
Caroline ist zum Glück nicht empfindlich und lässt sich von Gradys unbeholfener Art und seinem rauen Charme nicht abschrecken. Im Gegensatz zu ihrer Tochter Maggie, die Grady überhaupt nichts abgewinnen kann und zu Gradys Leidwesen lieber seinen nichtsnutzigen und kriminellen Bruder Richard anhimmelt.
Dass diese beiden zusammengehören, weiß man schon ab dem ersten Teil. Aber bis zum Happy End dauert es noch eine Weile. Die Autorin sorgt diesmal für richtige Spannungsmomente, da sich einer der interessantesten Handlungsfäden immer weiter zuspitzt. Ansonsten sorgen die typische amerikanische Kleinstadt und ihre sympathischen Bewohner für Wohlfühlatmosphäre und entspannte Lesestunden.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.03.2022

Ambitioniert

Selbstversorgung
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„Selbstversorgung“ von Marie Diederich soll einen leichten Einstieg in das Projekt Selbstversorgung ermöglichen und auch Anfängern einen Anreiz bieten.
Eigene Nahrungsmittel, deren Herkunft man von Anfang ...

„Selbstversorgung“ von Marie Diederich soll einen leichten Einstieg in das Projekt Selbstversorgung ermöglichen und auch Anfängern einen Anreiz bieten.
Eigene Nahrungsmittel, deren Herkunft man von Anfang an nachvollziehen kann, da sie aus dem eigenen Garten bzw. Stall stammen, klingt nach einer großartigen Idee, die laut der Autorin auch ganz einfach umsetzbar ist. Marie Diederich hat schon als Kind den Grundstein dafür gelegt und ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Sie erzählt in ihrem Buch von ihrer eigenen Geschichte, ihren Fehlschlägen und Erfolgen und vor allem, wie sie auch ohne eigenen Bauernhof als Selbstversorger erfolgreich ist.
Ich finde die Idee an sich großartig und das Thema hat mich schon länger gereizt. Das Buch ist in mehrere Themenabschnitte unterteilt und das Stichwortverzeichnis macht es leicht, wenn man einen speziellen Punkt genauer nachlesen will. Vom Gemüseanbau über Obst und Kräuter geht es bis zu relativ pflegeleichten Nutztierrassen, die die Selbstversorgung ermöglichen können.
Marie Diederich betont dabei immer wieder, dass man das alles neben Vollzeitjob, Studium, Kindererziehung und natürlich Urlaub und Freizeit problemlos schaffen kann. Aber genau daran habe ich so meine Zweifel, wenn ich ehrlich bin. Die Zeitangaben für den entsprechenden Aufwand im Garten und mit den Tieren halte ich für überaus ambitioniert. Möglicherweise funktioniert dies bei jemandem, der wie die Autorin bereits seit vielen Jahren erfahren ist. Aber ein Laie wird sich hier wahrscheinlich ziemlich übernehmen.
Trotzdem finde ich das Buch gut, denn es gibt viele interessante Impulse, die man vielleicht nicht so geballt, sondern erstmal in einzelnen Sachen zu Hause umsetzen kann. Die Tipps, Tricks und möglichen Fallstricke sind überaus hilfreich. Die Anleitungen sind auch für Einsteiger sehr gut verständlich und am Ende des Buches gibt es einen Zusatzteil mit leckeren Rezepten.
Der lockere Schreibstil und die sympathische Autorin sind schon eine gelungene Motivation, sich mit dem Thema näher auseinanderzusetzen und vielleicht erste kleine Schritte zu wagen. Der Aufbau und die Gestaltung des Buches haben mir sehr gut gefallen, genau wie die schönen Fotos.

Mein Fazit:
Das Buch macht Mut und gibt Inspirationen und dafür gebe ich gern eine Leseempfehlung für alle Interessierten!

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Veröffentlicht am 11.03.2022

Ein folgenreicher Deal

Blissfully Kissed
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„Blissfully Kissed“ von Camilla Warno ist eine unterhaltsame New Adult Romance, in der sich Gegensätze anziehen.
Die ehrgeizige Reya ist eine Vorzeigestudentin und liebt ihr Studium der Kunstgeschichte ...

„Blissfully Kissed“ von Camilla Warno ist eine unterhaltsame New Adult Romance, in der sich Gegensätze anziehen.
Die ehrgeizige Reya ist eine Vorzeigestudentin und liebt ihr Studium der Kunstgeschichte über alles. Umso entsetzter ist sie, als sie für ein Partnerreferat ausgerechnet Tristan zugeteilt bekommt, der sich in den letzten Semestern nur durch Zuspätkommen und Desinteresse ausgezeichnet hat. Der sportliche Surferboy verdankt sein Studium nur dem Wunsch seiner Eltern, deren erfolgreiches Auktionshaus er später übernehmen soll. Eigentlich sollte Reya nicht überrascht sein, als er ihr einen lukrativen aber illegalen Deal vorschlägt. Für das Schreiben seiner Seminararbeit würde er ihr ihre geliebte Italien-Exkursion finanzieren.

Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht, denn Reya ist eine sympathische Hauptfigur. Sie wirkt wie eine kleine Streberin, was sie wahrscheinlich auch ist, aber gleichzeitig wird die mitreißende Leidenschaft für ihr gewähltes Studienfach absolut deutlich. Das ist fast schon ansteckend und unterstreicht den Unterschied zu Tristan nochmal deutlich. Ich mag ihre Familienverbundenheit und ihre ehrliche und offene Art.
Tristan ist nicht der typische Aufreißer und Sonnyboy, für den ihn Reya zunächst hält. Er steckt in den Erwartungen seiner Eltern und eigenen Schuldgefühlen fest, die dafür sorgen, dass er seine eigenen Träume und Wünsche zurückstellt. Sein Leben ist der krasse Gegensatz zu Reya und doch ergänzen sie sich perfekt.
Camilla Warno ist die Annäherung ihrer beiden Hauptcharaktere authentisch und nachvollziehbar gelungen. Ihre Figuren haben Ecken und Kanten, aber sie rutschen nicht in pauschale Klischees ab, sondern konnten mich oft überraschen. Die Chemie zwischen Reya und Tristan funktioniert hervorragend und man sieht die Funken fliegen. Dass auf dem Weg zum Happy End noch einige Hindernisse zu überwinden sind, ist natürlich klar. Aber die Autorin hat es meiner Ansicht nach geschafft, dass die Dramen nicht gekünstelt wirken und die Handlung bis zum Schluss spannend bleibt.

Mein Fazit:
Eine gelungene College Romance, für die ich gern eine Leseempfehlung ausspreche!

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Veröffentlicht am 11.03.2022

Gefährliches Spiel

Lovers, Sharks And Lions
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„Lovers, Sharks And Lions“ von Ivy Lang führt in die Welt der Mobster, in der nicht alles so ist, wie es scheint.
Laurens leichtsinniger Bruder Joey ist ein Handlanger der einflussreichen Mafia-Familie ...

„Lovers, Sharks And Lions“ von Ivy Lang führt in die Welt der Mobster, in der nicht alles so ist, wie es scheint.
Laurens leichtsinniger Bruder Joey ist ein Handlanger der einflussreichen Mafia-Familie Valente, was ihr gar nicht gefällt. Als ein Job schiefgeht, soll Lauren plötzlich für die Schulden ihres Bruders mithaften und ebenfalls für diverse Jobs eingespannt werden. Der arrogante Neffe des Capo, Dominic Valente, ist dabei ihr Boss, was sie unglaublich nervt. Doch je enger sie mit Dominic zusammenarbeiten muss, desto faszinierter und überraschter ist sie von ihm. Lauren hat keine Ahnung, dass Dominic eigentlich ein Undercover-Agent ist, der kurz vor dem Abschluss seines gefährlichen Auftrags steht.

Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und man ist schnell in der Geschichte drin. Der Prolog hinterlässt einige Fragen, aber die eigentliche Handlung beginnt drei Jahre zuvor.
Lauren ist eine toughe Hauptfigur, die sich in einer harten und gefährlichen Welt behaupten muss. Das würde ihr leichter fallen, wenn ihr Bruder nicht für zusätzliche Schwierigkeiten sorgen würde. Ihre Abscheu für Dominic wandelt sich zu Anziehung und später zu Liebe, was durchaus glaubhaft aufgebaut wurde.
Dominic hadert mit seinem schwierigen Job, der sein eigenes Leben und seine wahre Identität immer mehr auffrisst. Seine Gefühle für Lauren verkomplizieren die ganze Sache erheblich, denn eine gemeinsame Zukunft ist praktisch ausgeschlossen. Sein innerer Kampf ist nachvollziehbar geschildert und man will zu gern an dem kleinen Hoffnungsfunken festhalten, dass doch noch alles gut werden könnte.
Das Mafia-Setting und die düstere Atmosphäre sind größtenteils gelungen, auch wenn sicher einiges ein wenig geschönt und weichgespült wurde. Lauren entwickelt sich ziemlich schnell zur harten Gangsterbraut und steigt in höchste Kreise auf. Die Handlung bleibt trotzdem spannend und konnte mich bis zum Ende mitreißen. Grundsätzlich fand ich die Idee mit dem besonderen Prolog und Epilog richtig gut, aber am Schluss hätte ich mir ein paar klärende Sätze mehr gewünscht.

Mein Fazit:
Tödliche Intrigen und eine verbotene Liebe sorgen für temporeiche Unterhaltung. Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 09.03.2022

Tragische Schicksale

All the Songs of my Soul
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„All the Songs of my Soul“ von Amy Harmon ist der zweite Band der Laws of Love Reihe, in dem auch die Charaktere aus Band 1 eine wichtige Rolle spielen.
Der Barbesitzer David (Tagg) Taggert ist überrascht, ...

„All the Songs of my Soul“ von Amy Harmon ist der zweite Band der Laws of Love Reihe, in dem auch die Charaktere aus Band 1 eine wichtige Rolle spielen.
Der Barbesitzer David (Tagg) Taggert ist überrascht, als er feststellt, das die neue Tänzerin in seiner Bar blind ist. Millie Anderson ist völlig anders als alle Frauen, die Tagg kennt, und sie erstaunt ihn jeden Tag aufs Neue. Bisher dachte Tagg, dass ihn allein das Kämpfen ausfüllt und seine inneren Dämonen vertreibt. Aber mit Millie an seiner Seite entdeckt Tagg auf einmal Gefühle, die er nie erwartet hätte. Leider ist das Glück erneut nicht auf seiner Seite, aber so leicht gibt Millie nicht auf.

Bei den Büchern von Amy Harmon schlägt das Schicksal nie nur einmal, sondern gleich doppelt und dreifach zu. Man sollte beim Lesen also emotional halbwegs stabil sein, ansonsten könnte einen die schwermütige und tragische Story leicht runterziehen.
Es ist von Vorteil, wenn man den Vorgängerband gelesen hat, denn erstens spielt Moses erneut eine tragende Rolle und auch Tagg und seine Vorgeschichte sind dann keine Unbekannten mehr. Tagg selbst ist spurlos verschwunden und kommuniziert den Großteil des Buches nur über aufgenommene Kassetten, in denen er sich und seine Gefühle erklärt. Die Frau, der diese Gefühle gelten, bekommt keine eigene Perspektive, was möglicherweise gewöhnungsbedürftig ist.
Es dauert nicht lange, dann hat man die Richtung durchschaut, in die sich die Dinge offensichtlich entwickeln werden. Amy Harmon ist die Meisterin des herzzerreißenden Dramas und auch hier läuft sie zur Hochform auf. Auf Leichtigkeit sollte man dabei nicht hoffen, höchstens auf ein paar Bröckchen Hoffnung.
Ich muss zugeben, dass ich mir am Ende einen einzigen klärenden Satz mehr gewünscht hätte, damit man nicht dermaßen in der Luft hängt. Egal wie dieser ausgefallen wäre, aber ein klares Statement wäre schön gewesen.

Mein Fazit:
Die berührende Lovestory bekommt von mir insgesamt gute vier Sterne!

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