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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2022

Den Namen der Autorin sollten wir auf dem Schirm behalten

New Worlds
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Mit diesem Buch veröffentlichte die Autorin Anne Oldach Teil 2 und gleichzeitig den Abschluss der zweiteiligen Romanreihe New Worlds. Nachdem Lika zum Ende des ersten Teils hin nach Eden zurückgekehrt ...

Mit diesem Buch veröffentlichte die Autorin Anne Oldach Teil 2 und gleichzeitig den Abschluss der zweiteiligen Romanreihe New Worlds. Nachdem Lika zum Ende des ersten Teils hin nach Eden zurückgekehrt war, läuft es dort jetzt nicht mehr ganz so rund. Sowohl Lika als auch Eden selbst verändern sich, sodass es zu turbulenten und einschneidenden Erlebnissen kommt und Lika wieder mitten hinein in den Strudel der Ereignisse gerissen wird.

War der erste Teil der Reihe noch ruhig und konnte die Welt atemberaubend schön beschreiben, wird es nun richtig spannend und actiongeladen. Von einem Kampf zum nächsten stolpert Lika, begleitet von neuen wie alten Weggefährt:innen. Besonders beachtenswert fand ich, dass die Autorin während dieser ereignisreichen Handlungen nie die Charaktere selbst aus den Augen verlor, sodass wir sowohl bei Lika als auch ihren engsten Vertrauen emotionale und charakterliche Veränderungen mitmachen dürfen. Wirkt Lika in einem Teil der Geschichte unangenehm und selbstzentriert, findet sie kurz darauf zu Selbsterkenntnis und entwickelt sich fort. Eine Entwicklung, die ich vielen Charakteren anderer Bücher nur wünschen würde.

Mit Blick auf beide Bücher kann ich eine definitive Leseempfehlung aussprechen. Den Namen Anne Oldach sollten wir auf dem Schirm behalten.

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Veröffentlicht am 09.03.2022

Dieses Buch hat mich beeindruckt

Die Berechnung der Sterne
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Dieses Buch hat mich beeindruckt, das Nachwort mich ein wenig wehmütig zurückgelassen. Und das, obwohl es in den 50er Jahren spielt und Themen anspricht, die ganz und gar nicht angenehm sind. Wie hat Mary ...

Dieses Buch hat mich beeindruckt, das Nachwort mich ein wenig wehmütig zurückgelassen. Und das, obwohl es in den 50er Jahren spielt und Themen anspricht, die ganz und gar nicht angenehm sind. Wie hat Mary Robinette Kowal das nur geschafft?

Der Roman "Die Berechnung der Sterne" spielt in einer etwas abgewandelten Zeitlinie unserer 50er Jahre und erzählt die Geschichte aus Sicht der promovierten Mathematikerin, Physikerin und Pilotin Dr. Elma York. Als menschlicher Rechner arbeitet sie für die Raumfahrtbehörde und wird nebst eigenen Problemen und einer Weltkatastrophe auch mit dem kaum verholenen Patriachart, Rassismus und, wenn auch subtiler, Judenhass konfrontiert. Alles in Allem gestaltet sich Elmas Leben als sehr nervenaufreibend, hängt letztlich an ihrer Mission das Fortbestehen der Menschheit.

Mit der der Protagonistin Elma begleiten wir eine überdurchschnittlich intelligente Frau in einer Welt des Frauenhasses und Rassismus'. Mit subtilen Einflechtungen bringt die Autorin die Welt der 50er ins Leben, beschreibt eine latente Bedrohung und Zeitnot als auch konkret bedrückende Erlebnisse und Probleme, ohne dass die Stimmung des Buches jemals zu sehr ins Hoffnungslose abdriften würde. Dafür sorgt alleine bereits die Protagonistin, die sich immer wieder aufrappelt, alleine wie auch mit Hilfe von Freund:innen neue Schritte und Neues wagt.

Schien mir das Buch zu Anfang sehr umfangreich und zäh, so kam ich ab dem ersten Drittel sehr gut in die Geschichte. Ein wenig misste ich die Spannung, die ich aus Science Fiction und Fantasy Büchern gewohnt war, doch Mary Robinette Kowal ist hier deutlich subtiler unterwegs. Wie spannend das Buch am Ende war, merkte ich erst, als es ausgelesen war und ich auf Fortsetzung hoffte. Besonders schätzen lernte ich an diesem Buch die wunderschöne und inkludierende Übersetzung Autorin und Übersetzerin Judith C. Vogt. Die Übersetzung passt zu dem, was das Buch auch zu transportieren schafft: Themen wie Misogynie, Rassismus und Judenhass in die Geschichte einfließen zu lassen, zu benennen und die Protagonistin wie auch vielen Nebenfiguren ansprechen und dagegen agieren zu lassen. Diese Themen wurden grandios, passend zur Protagonistin wie auch Zeitlinie und den 50er Jahren, eingewoben.

Ja, ich empfehle dieses Buch. Aus tiefstem Herzen. Für Raumfahrtfans, Mathematiker:innen, Science Fiction und Fantasy Leser:innen und alle, die sich über starke Frauenfiguren oder Bücher, die Misogynie und Rassismus ansprechen und behandeln, freuen.

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Veröffentlicht am 13.02.2022

Spannend bis zur letzten Seite macht dieses Buch richtigen Lesespaß

Geistkrieger: Libellenfeuer
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Nach dem ersten Teil der Geistkrieger Reihe von Sonja Rüther sowie einer Kurznovelle zur Vorgeschichte habe ich mit großer Begeisterung nun Teil 2 "Geistkrieger: Libellenfeuer" gelesen. Auch dieser Band ...

Nach dem ersten Teil der Geistkrieger Reihe von Sonja Rüther sowie einer Kurznovelle zur Vorgeschichte habe ich mit großer Begeisterung nun Teil 2 "Geistkrieger: Libellenfeuer" gelesen. Auch dieser Band spielt wie gewohnt in Powtanka, einem Land, das durch einige Unterschiede zur tatsächlichen Geschichte unserer Welt, entstanden ist und eine Symbiose aus Natur, Technik und Geistwelt vorlebt.

War der erste Roman bereits deutlich als Urban Fantasy mit großen Anteilen aus dem Bereich Krimi und Thriller zu beschreiben, ging es in diesem zweiten Teil nun richtig zur Sache. Unsere uns ans Herz gewachsenen Hauptcharaktere werden mit all ihren bestehenden Problemen direkt in die nächste Intrige mit jeder Menger Kolleteralschäden geworfen.

Dieses Buch ist sehr angenehm zu lesen, klug, verzweigt und mit komplexen Handlungssträngen, die die Leserschaft fordert, eigene Gedankengänge fördert und auch zuletzt noch nicht alles offenbahrt. Spannend bis zur letzten Seite macht dieses Buch Spaß und bietet richtig gute Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 29.01.2022

Ein gruseliges Abenteuerbuch für lesende Fans des Rollenspiels

Somorra - Stadt der Träume
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Mit "Somorra - Stadt der Träume" veröffentlichten die beiden Autoren Christian und Florian Sußner ihr nunmehr fünftes Rätsel- bzw. Spielbuch. Das Spiel- und Leseprinzip ähnelt dabei jenen, die wir aus ...

Mit "Somorra - Stadt der Träume" veröffentlichten die beiden Autoren Christian und Florian Sußner ihr nunmehr fünftes Rätsel- bzw. Spielbuch. Das Spiel- und Leseprinzip ähnelt dabei jenen, die wir aus unserer Kindheit kennen: Wir lesen bis zu einem Punkt, an dem wir uns zwischen verschiedenen Handlungsoptionen entscheiden müssen und werden abhängig der getroffenen Entscheidung zu unterschiedlichen Stellen im Buch weiterverwiesen.

Was dieses Buch von vielen Rätselbüchern unterscheidet, ist hier jedoch das Setting. Mit klaren Bezügen zur Geschichte und Mythologie der christlichen Kirche entführen die Texte nicht nur in ein Abenteuer in der Stadt Somorra, sondern auch deren alptraumhafte Zwischen- und Traumwelt. Das Buch wird nicht ohne Grund ab 16 Jahren empfohlen. Es ist mit seiner Stimmung nahe dem, was Fans der Cthulu-Welt kennen und lieben. In dieser Welt getroffene Entscheidungen können nicht rückgängig gemacht werden und führen nur allzu oft in den unerwarteten Tod. Daher gilt es stets Vorsicht walten zu lassen.

Das Buch ist in drei große Spielkapitel eingeteilt und erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der um sein Überleben gegen den "Schrammenschreck" kämpft, einem alptraumhaften Wesen, das ihn, sollte er einschlafen, relativ schnell töten würde. Der Schreibstil war sehr schön. Wäre ich durch Entscheidungen und Umherblättern im Buch nicht immer wieder aus der Immersion gerissen worden, wäre das Buch für mich durch Geschichte und Schreibstil noch spannender geworden, als es sowieso schon war. Die Waage zu halten zwischen spannender Geschichte und Rätselspaß ist schwierig, gelingt dem Buch nach dem zweiten Drittel jedoch durchaus, sodass ich es kaum noch aus der Hand legen wollte. Es hat Spaß gemacht und es war spannend, eine interessante und tolle Mischung.

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Veröffentlicht am 28.01.2022

Ein angenehmes Leseabenteuer für junge Lesemäuse

Ein Zwergmammut verschenkt man nicht
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Mit dem Roman "Ein Mammut verschenkt man nicht" schickt uns der Autor Knut Krüger mit Unterstützung der Illustratorin Eva Schöffmann-Davidov auf ein zweites Mammut-Norbert-Abenteuer. Es handelt sich um ...

Mit dem Roman "Ein Mammut verschenkt man nicht" schickt uns der Autor Knut Krüger mit Unterstützung der Illustratorin Eva Schöffmann-Davidov auf ein zweites Mammut-Norbert-Abenteuer. Es handelt sich um Band 4 der "Nur mal schnell-Serie" des Autors, kann aber leicht unabhängig vor der Vorgängerwerke gelesen werden.

Doch worum geht es? Der junge Henry fliegt mit seiner Oma und seinem Zwergmammut in den Urlaub nach Kreta. Er konnte nicht ahnen, wie viele Menschen ein Interesse an seinem Zwergmammut haben und so verflüchtigt sich der Traum des ruhigen Urlaubs am Strand und er wird samt Oma und Mammut in ein Abenteuer um die Herkunft des Mammuts verstrickt.

Mit einfachen Worten und kurzen Kapiteln lädt der Autor Knut Krüger junge Lesemäuse ab ca. zehn Jahren ein, in das Buch einzutauchen und Seite um Seite zu verschlingen. Einfach und trotzdem spannend gehalten mit sympathischen Charakteren macht es Spaß das Buch zu lesen. Schöne Zeichnungen über den Kapitelüberschriften lockern das Ganze nochmals auf.

Für junge Lesemäuse wie auch erwachsene Vorleser:innen handelt es sich um ein schönes Buch für Zwischendurch, um in ein kurzes spannendes Abenteuer einzutauchen. Viel Spaß und Freude mit dem Buch!

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