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Veröffentlicht am 11.03.2022

Ich hatte stellenweise so meine Probleme aber schlecht war es nicht

The Reason of Love
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Achtung: Band 2 einer Reihe, unabhängig lesbar aber mit Überschneidungen – man wird also für Band 1 gespoilert.


Haley wurde in der Highschool wegen ihres eidetischen Gedächtnisses und ihrer Noten gemobbt. ...

Achtung: Band 2 einer Reihe, unabhängig lesbar aber mit Überschneidungen – man wird also für Band 1 gespoilert.


Haley wurde in der Highschool wegen ihres eidetischen Gedächtnisses und ihrer Noten gemobbt. Sie hat ein paar soziale Schwierigkeiten und jetzt schon etwas Angst, dass sich dieser Albtraum am College wiederholen könnte. Doch sie hat Glück und kommt gut zurecht, findet Freunde und eigentlich läuft alles ganz gut, außer, dass sie nicht für ihr Studienfach – Medizin – brennt, aber so schlimm ist das auch wieder nicht. Viel schlimmer empfindet sie es, dass sie ausgerechnet Mateo Ortez Nachhilfe geben soll! Sie und der Footballspieler kommen eigentlich überhaupt nicht miteinander aus. Wie soll das gut gehen?


Ich habe Band 1 der Reihe noch nicht gelesen, aber werde das noch nachholen, weil mir Drew und July sympathisch waren. Haley und Mateo waren mir nicht direkt unsympathisch, aber gerade Mateo ist lange einfach komisch.

Haley ist hochbegabt, aber das bedeutet nicht, dass ihr Leben einfach ist. Ihre Eltern sind eine Nummer für sich und sie ist sehr viel allein. Auf der Highschool wurde sie gemobbt und das sitzt tief bei ihr. An der Uni läuft es besser, aber als sie ihrem frischgewonnenen besten Freund gegen homophobe Anfeindungen beisteht, positioniert sie sich auf eine Weise, die sie aus der Unsichtbarkeit katapultiert.
Dann soll sie plötzlich Mateo, einem sehr begabten Footballspieler Nachhilfe geben, obwohl sie weder die Zeit noch die Lust dazu hat, sie sieht sich aber gezwungen. Ausgerechnet Mateo, mit dem sie überhaupt nicht klar kommt.

Das Buch ist komplett aus Haleys Sicht geschrieben, dadurch lernt man Mateo nur durch ihre Augen kennen, was für ihn lange alles andere als vorteilhaft ist. Mateo ist ein Aufreißer und steigt mit allem ins Bett, was die notwendigen Körperteile besitzt. Er wirft mit Zweideutigkeiten und Flirtereien um sich und wirkt unzuverlässig und kindisch.
Dass er auch eine andere Seite hat, erfährt man erst relativ spät. Dann wird er einem aber deutlich sympathischer. Man erfährt, mit was er zu kämpfen hat und dass auch ein Footballspieler, dem gefühlt die Welt zu Füßen liegt, Komplexe haben kann.
Das fand ich sehr gut. Das Problem war nur, dass Mateo auch ein gigantisches A… sein kann.


Fazit: Ich muss ehrlich sagen, dass ich meine Probleme mit dem Buch hatte. Teilweise fand ich es echt super, teilweise empfand ich das Verhalten der Protagonisten als extrem verwirrend und seltsam. Manchmal fühlte ich mich beiden sehr nah, dann wieder auf Distanz gehalten. Immer wieder wirkte Haley über-analysierend auf mich, als hätte sie „Reflexionsanfälle“ in denen sie auf mich beinahe wie eine Psychotherapeutin wirkte, als wie eine Studentin. Im nächsten Moment schwenkte sie wieder um und sah nur noch ihre Sichtweise und verbiss sich darin.
Für mich war es ein ziemliches Hin und Her zwischen Lesespaß und Frust. Ich fand das Buch wirklich nicht schlecht und es war stimmig, aber insgesamt wirkte es auf mich immer wieder, als wäre der Turbo angeschaltet worden und man rast stellenweise durch die Geschichte, gerade am Anfang und dann Richtung Ende.
Die Backdoor-Einführung in Band 3 gefiel mir dafür aber wieder sehr.

Von mir bekommt das Buch ganz knappe 3 Sterne. Es gab genauso viel, das mir gefiel, wie Dinge, die mich gestört haben.

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Veröffentlicht am 05.03.2022

Mir war es leider zu viel Hin und Her - das hat alles andere überlagert

Diamond Empire - Forbidden Royals
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Achtung: Band 3 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar!

Emilia ist nun Königin und das ist alles andere als leicht. Sie weiß nicht, wem sie vertrauen kann, es gibt eine Gruppe von Menschen, die ihren Tod ...

Achtung: Band 3 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar!

Emilia ist nun Königin und das ist alles andere als leicht. Sie weiß nicht, wem sie vertrauen kann, es gibt eine Gruppe von Menschen, die ihren Tod wollen und kein Problem damit haben unschuldige bei Terroranschlägen zu ermorden. Während Emilia also versuchen muss in ihre Rolle hineinzuwachsen, muss sie gleichzeitig ihr Trauma überwinden und den Verlust ihres Vaters, den sie praktisch nicht gekannt hat. Und dann ist da auch noch die Sache mit ihrem Stiefbruder Carter. Wird sie sich für die Liebe entscheiden oder am Ende doch ihren Gegnern zum Opfer fallen?


Einerseits mag ich diese Reihe wirklich sehr, ich fand die Idee so spannend und die Bücher sind auch spannend und interessant und es passiert auch sehr viel. Aber andererseits hat mich leider eine Sache extrem gestört und das war das Hin und Her mit Emilia und Carter.

Ich habe ja schon in meiner Rezension zu Band 2 bemängelt, dass ich Emilia am Ende zu überreagierend empfand. Das setzt sich hier erst mal fort. Ja, sie ist traumatisiert und es ist auch gerade echt viel, aber trotzdem ergeben ihre Handlungen gerade am Anfang für mich nur wenig Sinn. Gerade der radikale Schritt am Ende von Band 2, den sie hier schon direkt am Anfang wieder bedauert aber irgendwie auch nicht und dann wieder doch. Genauso wie die Sache mit Carter allgemein angegangen wurde von Band 1 an, dieses „sie wollen sich, aber es geht nicht“ und das in Unendlichkeitsschleife. Mir ging das so extrem auf die Nerven, weil dieses Thema zu Tode geritten wurde. Und immer dann, wenn das Buch sich gerade in einem anderen Bereich positiv hervorgetan hat, schon wird Carter wieder ausgebuddelt und es geht in die nächste Runde. Dieser Teil der Handlung war einfach viel zu übertrieben.

Was mir sehr gut gefiel war, wie Emilia sich immer mehr mit ihrer Rolle abgefunden und angefreundet hat. Sie ist da sehr gewachsen und das fand ich richtig toll.

Die ganz große Wendung habe ich kommen sehen, zum einen die Enthüllung, das Ende-Ende und auch teilweise die Hintergründe, allerdings die nicht komplett. In meinen Augen war das durchaus schlüssig, wenn auch sehr extrem.


Fazit: Ich fand das Buch – und die Reihe – einerseits wirklich sehr interessant, aber mir hat das ewige und in meinen Augen zu Tode gerittene Hin und Her Drama von Emilia und Carter leider das Buch und auch die Reihe verdorben. Mir war das zu Teenie und zu sehr auf die Spitze getrieben. Das war so schade! Wäre das etwas dezenter gewesen und nicht so überpräsent, hätte das Buch wirklich super sein können.
Ein weiterer Punkt, den ich schade fand, war, dass zwar immer wieder gezeigt wird, dass Emilia traumatisiert ist, aber man nie dabei ist, wenn sie meinetwegen zu einem Therapeuten geht oder so, man sieht sie nicht daran arbeiten, dass sie es verarbeitet und das wäre in meinen Augen sehr wichtig gewesen, gerade bei diesem Thema, die Message: Du schaffst das nicht allein und sich Hilfe zu holen ist keine Schande. Aber leider kam in der Richtung gar nichts.

Die ganz große Wendung habe ich fast komplett vorhergesehen, aber das hat mich nicht gestört. Ich fand es toll, wie das aufgedröselt wurde. Allerdings ging es mir vom Ende zu schnell zum Epilog. Ich hätte mir da noch ein kleines Kapitelchen gewünscht, in dem die letzten losen Fäden noch verknüpft worden wären, weil man im Epilog dann vor vollendete Tatsachen in einem Bereich gestellt wird, bei dem ein entscheidender Schritt einfach ausgespart wurde, was schade ist.

Von mir bekommt das Buch ganz, ganz, ganz knapp 3 Sterne, weil ich es spannend und interessant fand, aber mich hat das Hin und Her bei der Liebesgeschichte leider schrecklich genervt.

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Veröffentlicht am 22.02.2022

Ich habe Kritik, aber der letzte Teil ist wirklich gut!

British Player
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Die Krankenschwester Bridget steckt all ihre Energie in die Erziehung ihres kleinen Sohnes, nach dem Tod ihres Mannes vor zwei Jahren, ist es nicht so leicht für sie. Als es finanziell knapper wird, beschließt ...

Die Krankenschwester Bridget steckt all ihre Energie in die Erziehung ihres kleinen Sohnes, nach dem Tod ihres Mannes vor zwei Jahren, ist es nicht so leicht für sie. Als es finanziell knapper wird, beschließt sie einen Untermieter aufzunehmen. Dieser stellt sich aber als der Arzt heraus, der sie vor einiger Zeit behandelt hat – ausgerechnet! Noch dazu ist er der neue Assistenzarzt in ihrem Krankenhaus. Bridget ist noch nicht bereit dafür, Gefühle für einen anderen Mann zu entwickeln, aber Simon mit seinem britischen Akzent, weckt ebenjene in ihr, obwohl von Anfang an feststeht, dass er schon bald zurück in die Heimat gehen wird.


Ich hatte leider von Anfang an Probleme mit dem Buch. Ich fand Simons Bemerkungen und Sprüche Bridget – einer Patientin! – gegenüber echt übel. Ihre Situation – Angelhaken im Po – schon peinlich genug und er verspottet sie auch noch! Das geht einfach gar nicht!

Simon bringt sowieso gern Sprüche und Kommentare – die meisten sind auch vollkommen okay, aber manchmal überspannt er den Bogen, vor allem wenn er das auf der Arbeit macht und Bridget da mit Zweideutigkeiten schon richtig belästigt.
Davon abgesehen ist Simon ein typischer „Kerl“. Er starrt jeder Frau auf den Hintern und bewertet den sogar! Das war mir oft zu doll, zu übertrieben und ließ Simon eher widerlich als süß erscheinen.
Später zeigt er auch eine andere Seite und wird dann deutlich sympathischer.

Bridget ist typisch prüde Amerikanerin und kann vieles nicht in Worte fassen. Doch sie fühlt sich definitiv zu Simon hingezogen. Aber weil seine Rückkehr nach Hause feststeht, will sie sich nicht auf ihn einlassen. Sie hat Angst ihr Herz an ihn zu verlieren und dass ihr Sohn leiden wird, wenn er wieder geht.

Simons Kommentare gingen mir oft zu weit. Ein Problem bei Simon ist auch die Übersetzung. Simon spricht ja mit britischem Akzent und das soll durch teilweise merkwürdige Wortwahl dargestellt werden. An sich keine blöde Idee, aber in der Umsetzung wirkten die Worte eben manchmal merkwürdig und irritierend.

Die Handlung gefiel mir erst im letzten Viertel richtig gut. Davor war es mir einfach zu viel Hin und Her. Dieses ewige „sie wollen sich, aber es geht nicht!“ war zu lang und zu viel. Und Simons Sprüche und Kommentare am Anfang waren auch nicht meins. Erst im letzten Viertel kam sein Charme wirklich hervor, was aber eben auch daran lag, dass er eine andere Facette von sich zeigte.


Fazit: Ich fand das Buch nicht schlecht, aber es hat sich für mich in der Anfangszeit zu sehr gezogen. Zudem dauerte es richtig lang, bis mir Simon sympathisch war – seine ständigen Anzüglichkeiten und blöden Aktionen haben mich genervt. Und immer wieder überschritt er für mich die Grenze und wirkte eher widerlich als charmant.
Mir war es zu lang zu viel Hin und Her.
Erst im letzten Viertel hat Simon gezeigt, was wirklich in ihm steckt und da mochte ich ihn wirklich sehr. Auch Bridget legt ihre Steifheit ab, allerdings konsumierte sie für meinen Geschmack zu häufig in größeren Mengen Alkohol.
Die Wendung kurz vor Schluss fand ich sehr gut, ebenso den Umgang damit, hier wurde zum Glück auf Klischees verzichtet, wodurch die Charaktere erwachsen wirkten.

Von mir bekommt das Buch mit viel gutem Willen und wegen des sehr guten letzten Teils 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.02.2022

Ich habe einiges an Kritik, aber ich fand es nicht schlecht

Like Gravity
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Triggerwarnung: Stalking und Trauma!

Als sie sechs Jahre alt war, musste Brooklyn ihrer Mutter beim Sterben zusehen. Ein Mann hat sie einfach erschossen und das Auto gestohlen mit Brooklyn darin. Bis ...

Triggerwarnung: Stalking und Trauma!

Als sie sechs Jahre alt war, musste Brooklyn ihrer Mutter beim Sterben zusehen. Ein Mann hat sie einfach erschossen und das Auto gestohlen mit Brooklyn darin. Bis heute wird sie von Albträumen gequält und versucht, niemanden jemals wirklich an sich herankommen zu lassen. Doch Finn ist das egal. Ihn fasziniert Brooklyn und egal, wie sehr sie ihn auch zurückweist, er bleibt an ihr dran, bis auch ihr klar wird, dass sie ihr Herz nicht für immer verschließen kann. Aber jemand scheint Brooklyn zu beobachten, sie wird bedroht und erhält merkwürdige Anrufe.


Mir tat Brooklyn direkt von Anfang an schrecklich leid. Was sie da durchgemacht hat – kein Wunder, dass sie vieles verdrängt hat und Menschen auf Abstand hält. Sie ist einfach tief verletzt und auch danach war ihr Leben nicht leicht.

Finn hat mich sehr lange extrem genervt – gut, beide haben das getan, wenn sie zusammen waren. Ich fand ihn stellenweise wirklich unerträglich und Brooklyn ebenso. Dieses ständige Gezicke, Gekeife und die blöden Anspielungen. Es hat wirklich lang gedauert, bis sie diese Phase überwanden und man endlich die „echten“ Charaktere kennenlernen durfte.

Das große Problem bei dem Buch war für mich aber, dass es extrem vorhersehbar war – und das leider auch für die Protagonisten, hätten sie mal 1 und 1 zusammengezählt. Es war wirklich so offensichtlich, dass man an ihrer Intelligenz zweifeln muss, weil sie es nicht gerafft haben. Vor allem Brooklyn kommt dabei schlecht weg, weil sie diejenige ist, die eigentlich über alles Bescheid weiß, aber null davon kombinieren kann, bis es ihr wirklich ins Gesicht springt.
Leider reagiert sie dann auf einen Teil darauf auch noch sehr Klischee und das ist echt richtig, richtig schade.


Fazit: Mich haben beide Protagonisten, sobald sie aufeinander getroffen sind, leider sehr lange genervt. Das waren für mich keine witzigen Schlagabtäusche, sondern es war einfach nur nerviges gegenseitiges Ankeifen, -zicken und blöde Sprüche. Das hat bei beiden ordentlich an der Sympathie gekratzt, bis diese Phase endlich überwunden war. Erst dann hat man erfahren, was wirklich in den beiden steckt.
Die Nebencharaktere blieben extrem blass und waren praktisch nur Namen, bis auf Brooklyns beste Freundin Lexi, die aber eher Minus- als Pluspunkte gesammelt hat. Ich empfand sie lange als sehr egoistisch und kindisch.

Leider war das Buch extrem vorhersehbar, auch für die Protagonisten, allen voran Brooklyn, die es nicht geschafft haben, das offensichtliche zu erkennen. Wirklich als würden blinkende Pfeile draufzeigen und es buchstabieren, aber nö, wird lieber komplett ignoriert.
Als dann doch mal etwas kombiniert wird, ist die Reaktion darauf leider auch sehr klischeehaft. Das ist echt schade.

Insgesamt hat sich das Buch durch den deutlich besseren zweiten Teil nochmal gerettet, aber es war zu vorhersehbar für mich und zu Klischee in einigen Bereichen und zu dramatisch. Das ist echt schade, weil es mir, wäre es in einigen Teilen etwas zurückgeschraubt worden, wirklich richtig gut hätte gefallen können. So reicht es nur für richtig knappe 3 Sterne und ich hatte sehr lange überlegt, ob ich noch einen halben abziehen muss.

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Veröffentlicht am 21.02.2022

Mir war es zu oft einfach zu "drüber"

Gegen den bittersten Sturm
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Achtung: Band 2 einer Reihe, in sich abgeschlossen und ohne Vorkenntnisse lesbar.


Als Connor und Aaliyah sich begegnen stecken beide in ihrem Leben fest. Connor ist ein Workaholic und nur auf sein Ziel ...

Achtung: Band 2 einer Reihe, in sich abgeschlossen und ohne Vorkenntnisse lesbar.


Als Connor und Aaliyah sich begegnen stecken beide in ihrem Leben fest. Connor ist ein Workaholic und nur auf sein Ziel fixiert, Aaliyah muss sich von einem Beziehungsende erholen, das bei ihr viel Schaden angerichtet hat. Doch in dieser Halloweennacht verändern sie das Leben des jeweils anderen, bevor sie sich bei Sonnenaufgang trennen und auf das Schicksal vertrauen.
Zwei Jahre später führt es sie tatsächlich wieder zusammen, doch Aaliyah steht kurz vor der Hochzeit mit einem A… und jeder außer ihr weiß, dass er sie nicht verdient. Als ihre Welt zerbricht, hilft ihr Connor die Scherben aufzusammeln. Doch es gibt etwas, das er nicht über sie weiß und das alles zerstören könnte.


Connor kennt man schon aus Band 1 der Reihe, aber da war er „nur“ ein jugendlicher Nebencharakter. Jetzt geht es um seine Geschichte, aber seine Vergangenheit, vor allem die Krebserkrankung seiner Mutter, spielen nach wie vor eine Rolle.

Mir waren Connor und Aaliyah direkt sympathisch, obwohl sich Connor im Vergleich zu Band 1 schon sehr verändert hat. Nun er ist jetzt ein erfolgreicher Geschäftsmann, das verändert. Was ich aber süß fand, war, wie er und Aaliyah diesen ersten Abend gestaltet haben und wie viel ihm das gegeben hat – dieser Abend hat, wie man erst kurz vor Schluss erfährt, wirklich sein Leben verändert.
Aaliyah hat in ihrem Leben sehr viel durchgemacht. Sie wurde direkt nach der Geburt von ihrer Mutter verlassen und ist im Pflegesystem aufgewachsen. Das hat bei ihr dazu geführt, dass sie sich nichts mehr wünscht, als eine eigene Familie. Absolut nachvollziehbar. Doch sie sucht immer an der falschen Stelle, was zu Enttäuschungen führt, denn Aaliyah lässt sich immer auf Männer ein, die sie verbal erniedrigen und betrügen. Das wiederum lässt sie sich minderwertig fühlen, die Schuld sucht sie nämlich bei sich.
Kurz nach der ersten Begegnung mit Connor erhielt sie dann auch noch eine heftige Diagnose.

Bei mir und Brittainy C. Cherry ist das immer so eine Sache. Entweder ihre Romane berühren mich zutiefst, oder sie sind mir too much. Bei diesem Buch ist Letzteres der Fall.

Mir war hier vieles zu übertrieben. Aaliyah hat zum Beispiel praktisch nur Pech. Immer passiert etwas, um sie fertig zu machen und immer wird sie von anderen ausgenutzt.
Connor übertreibt es auch mit dem Workoholic, er steht quasi kurz vor dem Zusammenbruch, weil er fast gar nicht mehr schläft.

Eines meiner Hauptprobleme bei diesem Buch war, dass ich vieles sehr offensichtlich fand und Aaliyah und Connor das nicht gesehen haben, auch wenn es sie praktisch gebissen hat. Wundert sich Connor nicht, dass sie die Krankenschwestern beim Namen kennt und sogar Dinge über deren Familien weiß? Aaliyahs Verlobter ist auch alles andere als diskret mit seinen Äußerungen, aber das alles wird recht schnell verdrängt und ignoriert.

Jasons gesamte Familie war mir viel zu übertrieben. Ich hatte da sehr früh einen Verdacht und damit auch recht, aber mich hat gestört, dass da alles so auf die Spitze getrieben wurde – alles oder nichts, wenn man so will.

Ähnlich ging es mir mit der Wendung, die ebenfalls vorhersehbar war und für mich zu dramatisch. Ich konnte es verstehen, aber gestört hat es mich trotzdem. Ebenso wie das Ende. Es wird zu viel hineingepackt. Es ist keine schlechte Idee, aber im Gesamtpaket einfach too much.


Fazit: Ich fand das Buch nicht schlecht, ich mochte die Protagonisten und die Grundidee. Mein Problem war nur, dass ich das Buch als zu überfrachtet empfand. Es war in so ziemlich allen Belangen einfach ein wenig zu oft drüber. Es war too much.
Mir war das Drama zu doll – der Regler stand immer bei jeder sich bietenden Gelegenheit direkt auf 100. Zudem war vieles vorhersehbar, auch für die Protagonisten selbst, hätten sie mal 1 und 1 zusammengezählt.

Mir hat der erste Band der Reihe so extrem gut gefallen, doch Band 2 kam für mich da leider nicht ran. Von mir bekommt das Buch ganz, ganz knappe 3 Sterne, weil es mich manchmal berührt hat.

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