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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.06.2017

Spannend bis zum Schluss

Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.
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Nachdem mir "Girl on the Train" sehr gut gefallen hat, stand für mich fest, dass ich auch weitere Bücher von Paula Hawkins zeitnah lesen möchte. Dementsprechend froh war ich, als im Mai ihr neuster Roman ...

Nachdem mir "Girl on the Train" sehr gut gefallen hat, stand für mich fest, dass ich auch weitere Bücher von Paula Hawkins zeitnah lesen möchte. Dementsprechend froh war ich, als im Mai ihr neuster Roman "Into the Water" erschienen ist. Hier habe ich mir eine spannende und ereignisreiche Geschichte erhofft und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Beim Schreibstil hatte ich zunächst einige Probleme. Zwar empfand ich den Schreibstil wieder als sehr lebhaft und man lernt die Figuren auch allesamt ausreichend kennen, allerdings besitzt die Geschichte auch ihre Längen, in denen einfach rein gar nichts passiert. Dies hätte man meiner Meinung nach anders lösen können, allerdings gibt es auch genug spannende und packende Momente, die mir sehr gut gefallen haben.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Julia, deren Schwestern Nel nach einem Anruf gestorben ist. Bei diesem Anruf bat sie ihrer Schwester um Hilfe, allerdings hat Julia den Anruf nie entgegen genommen, sodass für Nel jede Hilfe zu spät kam. Julia muss sich nun um ihre Nichte kümmern und kehrt dafür nach Beckford zurück, ein Ort, an dem sie niemals zurückkehren wollte, da sie zu große Angst vor ihren Erinnerungen und der Stadt hat. Ihre größte Angst gilt dabei dem sogenannten Drowning Pool, der für jede Menge Schrecken im Ort sorgt...

Sehr interessant ist hier vor allem, wie Paula Hawkins den Ort beschreibt. Dies geschieht zwar stellenweise fast schon zu detailliert, allerdings bekommt man hier einen guten Einblick über Beckford und dessen Einwohner und Geheimnisse. Gleichzeitig ist es auch interessant, wie Julias Schwester Nel bis zum Schluss in die Geschichte eingebaut wird und man auch als Leser miträtseln muss. Das macht das Ganze nicht nur spannend, sondern brachte auch ein tolles Ende mit sich, mit dem ich voll und ganz einverstanden bin.

Das Cover gefällt mir sehr gut, da es bestens zum Buchtitel passt, sodass ich es mir gerne anschaue. Auch die Kurzbeschreibung hat direkt mein Interesse geweckt, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Auch wenn "Into the Water" stellenweise mit einigen Längen zu kämpfen hat, konnte mich die Geschichte dennoch aufgrund der Figuren und vielen Ideen von sich überzeugen, sodass ich ein paar packende Lesestunden erleben durfte. Wer bereits "Girl on the Train" mochte, sollte auch unbedingt diesem Buch eine Chance geben.

Veröffentlicht am 09.06.2017

Netter Jugendthriller

Niemand wird sie finden
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"Niemand wird sie finden" klang nach einem interessanten und spannungsgeladenen Jugendthriller, sodass das Buch sehr schnell meine Aufmerksamkeit erhalten hat. Zum Glück wurde ich dabei nicht enttäuscht, ...

"Niemand wird sie finden" klang nach einem interessanten und spannungsgeladenen Jugendthriller, sodass das Buch sehr schnell meine Aufmerksamkeit erhalten hat. Zum Glück wurde ich dabei nicht enttäuscht, denn das Buch konnte mich trotz kleinerer Schwächen durchaus überzeugen, sodass ich das Buch später wieder zufrieden ins Regal zurückstellen konnte.

Der Schreibstil ist an sich ganz interessant: Die Geschichte liest sich angenehm und spannend und wurde für einen Jugendthriller auch altersgerecht geschrieben, sodass es da eigentlich nichts zu bemängeln gibt. Die Schwäche ist jedoch, dass die Geschichte sich stellenweise ganz schön zieht oder manchmal einfach nicht viel passiert. Dafür sind die Figuren recht interessant. Zwar nicht immer sympathisch und auch nicht immer mit Tiefe gesegnet, aber dennoch fand ich interessant, Flynn während der Geschichte zu beobachten und immer mehr zu erfahren, was es mit Januarys Verschwinden auf sich hat.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: January verschwindet mitten in der Nacht spurlos, niemand weiß genau, was mit ihr geschehen ist, doch es wird viel spekuliert. Als die Ermittler der Meinung sind, dass es sich hierbei vielleicht um einen Mord handeln könnte, gerät Flynn, Januarys Freund, in Verdacht, da er zuletzt mit ihr Zeit verbracht hat. Da Flynn sich jedoch sehr verdeckt hält und den Ermittlern über Januarys Verschwinden nicht alles sagen möchte, macht er sich umso verdächtiger, sodass er auch schnell den Unmut einiger Menschen auf sich zieht...

Flynn ist dabei oftmals naiv und agiert stellenweise so, dass ich es nicht nachvollziehen konnte, dennoch fand ich ihn sehr interessant und mutig, allerdings hätte man dennoch mehr aus seiner Figur herausholen können. Auch bei den anderen Figuren merkt man schnell, dass sie in irgendeiner Art und Weise kaputt sind, sodass es interessant zu beobachten war, wie sie sich allesamt verhalten.

Das Cover ist toll anzusehen und fast schon typisch für einen Jugendthriller, was ich jedoch nicht als negativ ansehe, sondern eher positive entgegensehe. Die Kurzbeschreibung klang spannend und hat direkt mein Interesse geweckt, sodass das Buch direkt zum Erscheinungstag einziehen durfte.

Kurz gesagt: "Niemand wird sie finden" ist sicherlich nicht perfekt und konnte mich nicht immer überraschen und war stellenweise vorhersehbar, allerdings habe ich hier einen soliden Jugendthriller mit interessanten Figuren und einem netten Schreibstil vorgefunden, sodass ich trotz Schwächen nicht enttäuscht wurde. Von mir gibt es somit eine Empfehlung!

Veröffentlicht am 30.05.2017

Süße, aber auch ernste Teeniegeschichte

Morgen lieb ich dich für immer
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Da ich die Bücher von Jennifer L. Armentrout bislang immer sehr gerne gelesen habe, habe ich mich schon sehr auf ihr neuestes Werk "Morgen lieb ich dich für immer" gefreut. Da es hier u.a. um die Themen ...

Da ich die Bücher von Jennifer L. Armentrout bislang immer sehr gerne gelesen habe, habe ich mich schon sehr auf ihr neuestes Werk "Morgen lieb ich dich für immer" gefreut. Da es hier u.a. um die Themen Kindesmissbrauch und Adoption geht, habe ich mir eine feinfühlige, aber auch lebensbejahende Geschichte erwünscht, die ich auch letztendlich erhalten habe.

Der Schreibstil ist absolut gelungen. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, allerdings liegt auch ständig eine schwere Melancholie in der Luft, die ich jedoch sehr passend fand. Die Dialoge lesen sich oftmals sehr holprig, was besonders an Mallory liegt, die große Probleme mit dem Sprechen hat und nur ungern mit fremden Menschen spricht. Aber auch das ist durchaus passend und authentisch, allerdings sollte man sich als Leser auch darauf einlassen können. Ansonsten sind die Figuren allerdings durchweg gut und liebevoll ausgearbeitet, sodass man sie nicht nur gut kennen lernt, sondern sich auch in sie hineinversetzen kann.

Erzählt wird dabei die Geschichte von Mallory und Rider, die ihre Kindheit gemeinsam bei Pflegeeltern verbracht haben und vor vier Jahren aus den Fängen der Pflegeeltern gerettet und getrennt wurden. Während Mallory das Glück hatte, von Ärzten adoptiert zu werden, hat es River nicht allzu gut getroffen, denn dieser zieht von Pflegefamilie zu Pflegefamilie und hat sich scheinbar dabei noch nicht selbst gefunden. Als sich River und Mallory nach vier Jahren Funkstille plötzlich wieder gegenüberstehen, kommen nicht nur alte Erinnerungen hoch, sondern auch wieder das Gefühl, dass sie füreinander da sein müssen. Doch sie müssen auch feststellen, dass nicht mehr alles ist, wie es einmal war, denn sie leben nicht nur in unterschiedlichen Welten, sondern auch mit neuen Menschen, denn River hat eine Freundin, die mit der Freundschaft zwischen ihnen nicht einverstanden zu sein scheint...

Wer hier eine typische Teeniegeschichte erwartet, der wird enttäuscht sein, denn "Morgen lieb ich dich für immer" bietet nicht nur eine tolle Highschool-Geschichte, sondern vor allem begleitet sie River und Mallory auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Da beide in ihrer Pflegefamilie zudem missbraucht wurden und besonders Mallory große Probleme hat, sich anderen Menschen zu öffnen, erlebt man hier ebenfalls sehr starke Entwicklungen, die jedoch authentisch und nicht zu dick aufgetragen sind. Man muss zwar sagen, dass die Geschichte nicht allzu viele Überraschungen bietet und oftmals sehr vorhersehbar ist, allerdings hat mich dies nicht gestört.

Das Cover ist an sich recht hübsch anzusehen und passt auch hervorragend zum Buchtitel. Dennoch bin ich der Meinung, dass man hier noch ein etwas aussagekräftigeres Cover erstellen müsste, da so die Ernsthaftigkeit der Geschichte nicht wirklich sichtbar ist und man somit denkt, dass es sich hier lediglich um eine Teeniegeschichte handeln könnte. An der Kurzbeschreibung gibt es dagegen nichts zu meckern.

Kurz gesagt: "Morgen lieb ich dich für immer" ist eine süße, aber auch ernste Geschichte, bei der es nicht nur um die erste große Liebe, sondern auch um Adoption und Kindesmissbrauch geht, sodass man sich hierbei auch auf ernstere Themen einstellen muss. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, sodass ich sie nur wärmstens empfehlen kann.

Veröffentlicht am 28.05.2017

Spannende Geschichte voller Überraschungen

Caraval
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"Caraval" ist bereits seit einiger Zeit bei englisch- und deutschsprachigen Blogs in aller Munde und so ging auch der Hype auch an mir nicht vorbei. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und ich ...

"Caraval" ist bereits seit einiger Zeit bei englisch- und deutschsprachigen Blogs in aller Munde und so ging auch der Hype auch an mir nicht vorbei. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und ich habe mir eine actiongeladene und packende Geschichte erhofft und diese auch letztendlich bekommen.

Sehr positiv fällt hierbei der tolle Schreibstil auf, denn die Autorin konnte mich mit vielen Wendungen und Überraschungen, jeder Menge Action, tollen Kulissen und viel Spannung überzeugen. Die Figuren sind allesamt gut ausgearbeitet, man lernt sie ausreichend kennen, fiebert mit ihnen mit und erlebt alles hautnah mit. Da die Geschichte zudem in acht großen Teilen aufgeteilt ist, erlebt man die Tage und Nächte von Caraval ganz genau mit und ist mittendrin, statt nur dabei.

In "Caraval" geht es um Scarlett, die mit ihrer Schwester Donatella bei ihrem oftmals grausamen Vater lebt und einfach nur dort weg möchte. Ihr großer Traum ist dabei Caraval, ein Ort, wo ein Spiel mit jeder Menge Zauber und Wunder stattfindet. Als sie durch ihre Schwester und Julian die Chance erhält, Caraval tatsächlich zu besuchen, könnte ihre Freude nicht größer sein, doch sie muss schnell feststellen, dass Caraval nicht das ist, was es zu sein scheint, denn dort verändern sich nicht nur ganze Teile von Häusern und Straßen, sondern es geschehen auch immer mehr merkwürdige Dinge, die sogar dafür sorgen, dass Donatella spurlos verschwindet. Für Scarlett beginnt damit ein erbitterter Kampf, der ihr jede Menge abverlangt...

Neben dem spannenden Spiel in Caraval, das Leser und Protagonisten viel abverlangt, entwickelt sich im Laufe der Geschichte eine kleine Liebesgeschichte, die mir sehr gefallen hat und die sich nicht allzu sehr in den Vordergrund drängt. Besonders gefällt mir bei "Caraval", dass sich die Figuren stets weiterentwickeln und besonders Scarlett über sich hinauswächst, die am Anfang noch sehr schüchtern und verschlossen wirkte.

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker und besticht vor allem mit seiner tollen Farbgestaltung. Gleiches gilt auch für die Gestaltung der Kapitel und die wunderbare Karte von Caraval, die mich begeistern konnte. Auch die Kurzbeschreibung hat mir auf Anhieb gefallen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Caraval" ist eine spannende und actiongeladene Geschichte voller Wunder, Überraschungen und Wendungen, die aber auch gleichzeitig mit einem packenden Schreibstil und interessanten Figuren überzeugen kann, sodass ich bereits sehnlichst die Fortsetzung herbeisehne. Von mir eine glasklare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 28.05.2017

Unterhaltsames Aufklärungsbuch

Ebbe & Blut
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Wenn es um Bücher um den eigenen Körper oder Aufklärungsbücher im Allgemeinen geht, bekommt man häufig sehr trockenen Stoff vorgesetzt, der nur wenig Spaß macht. Anders ist es aber bei "Ebbe & Blut - Alles ...

Wenn es um Bücher um den eigenen Körper oder Aufklärungsbücher im Allgemeinen geht, bekommt man häufig sehr trockenen Stoff vorgesetzt, der nur wenig Spaß macht. Anders ist es aber bei "Ebbe & Blut - Alles über die Gezeiten des weiblichen Zyklus", denn hier bekommt man nicht nur gute Grafiken, die die dazugehörigen Texte veranschaulichen, sondern auch wirklich gut gemachte Texte, die sich leicht und locker lesen lasse und dazu auch noch sehr informativ sind.

Man erhält trotz des Unterhaltungsfaktors genug Fakten, die wissenswert sind, sodass das Buch auch für jüngere Leserinnen geeignet ist, die mehr über sich und ihren Körper, ihren Monatszyklus und Co. erfahren möchten. Dazu ist die Aufmachung des Buches wirklich klasse: Nicht zu chaotisch, nicht typisch nach der Norm, einfach mal was anderes.

Ich bin somit positiv überrascht und kann das Buch nur allen empfehlen, die mehr über sich und ihren Körper erfahren möchten.